Banking & Insurance seite 20 im formater

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Foundations of the Script Banking by UZH (Benjamin Wilding)

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Was ist eine Bank? (2 Sätze)

Banken fungieren als Intermediäre von Kapital und sind zuständig für die gewerbsmässige Entgegennahme von Depositen von mehr als 100 Mio CHF. Einrichtungen, die unter dieser Grenze Deposite annehmen und Zinsen und Kredite vergeben auch durch Refinanzierung gelten auch als Banken.

2
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Erkläre das Kredit- & Einlagegeshäft (2 Sätze)

Banken verdienen an der Zinsspanne zwischen den Zinsen der Kreditvergabe (Aktiven) und den Zinsen, die sie auf Einlagen (Passiven) zahlen. Die Spanne ist ausschlaggebend für den Gewinn der Bank.

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Klassische Aufgaben einer Bank (3) (Kredit- Einlagegeschäft)

  1. Losgrössentransformation: Bündeln von Depositen zu wenig grossen Krediten.

  2. Fristentransformation: Laufzeit der Liquidität wird transformiert mit einer Übernahme gewisser Risiken.

  3. Risikotransformation: Übernahme, Management und Überwachung des Kreditrisikos.


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Nicht-klassische Aufgaben einer Bank (5)

  1. CF: Beratung bei Firmenfusionen & Übernahmen, Beschaffung von EK & FK, Unternehmensumstrukturierungen und Nachfolgeplanung.

  2. Handel: Trading & Sales von Wertschriften und Market Making.

  3. Custody (Basisdienstleistung): Verwahrung & Reporting von Konto- & Wertschriftenbeständen und Abwicklung von Corporate Actions wie Dividenden, Kapitalerhöhungen und Anleiherückkäufe.

  4. Vermögensverwaltung: Investieren & Beraten für Kunden und Bereitstellung von Anlageprodukten.

  5. Abwicklung Zahlungsverkehr: Sicherstellung von Zahlungsüberweisungen und Wertschriftentransaktionen (reine Operations & IT geringe Kosten).


5
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Aktuelle Herausforderung im Banking (6)

  1. Digitalisierung & Technologie: Die Integration neuer Technologien erfordert höhere Sicherheitsstandards. Dabei gewinnen Fintech-Unternehmen zunehmend an Bedeutung.

  2. Regulatorische Anforderungen: Neue Kapitalanlageforderungen, AML-Regeln, Liquiditätsregeln und Datenschutzsicherheiten stellen gemäss Basel IV die Banken vor grosse Aufgaben.

  3. Kunden: Nahtloses, digitales und personalisierte Dienstleistungen sind durch das Internet wichtiger geworden, da Wechselbarrieren kleiner werden und ESG- und Nachhaltigkeitsansprüche mehr Bedeutung gewinnen.

  4. Märkte & Produkte: Banken müssen ihre Produktpallette & Dienstleistungen stets weiterentwickeln von Negativzinsen, neu auftauchender Börsen, neuer Märkte (China) bis hin zu Kryptowährungen.

  5. KI: KI ermöglicht effizientere Prozesse, personalisierte Dienste und präzisere Risikoanalysen, jedoch spielen Datenschutz, Transparenz, Modellrisiken und verantwortungsvolle Nutzung auch eine Rolle.

  6. Mitarbeiter: Banken müssen attraktive Löhne, Weiterbildung, alternative Arbeitsmodelle mit teils Remote-Work anbieten und sich der Zukunft anpassen.


6
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Nenne die Funktionen von Geld (3)

  1. Tauschmittel: Für übliche Wirtschaftstransaktionen, um Such- und Transaktionskosten gegenüber dem Tauschhandel zu reduzieren.

  2. Wertaufbewahrungsmittel: Kann gegenüber Waren ohne Qualitätseinbusse aufbewahrt werden und führt zur optimalen Ressourcenallokation über die Zeit.

  3. Wertmassstab: Die Geldmenge ist messbar, wodurch der Wert von Gütern in Geldeinheiten ausgedrückt werden kann. Geld setzt dabei ein Preissignal und verringert wiederum die Such- und Transaktionskosten.


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Kerneigenschaften von Geld (4)

  1. Homogenität: Geld ist fungibel (ersetzbar), sodass es keinen Unterschied einer gleichen anderen Geldeinheit gibt.

  2. Teilbarkeit: Notwendig für die Losgrössentransformation und zur Erfüllung des Wertmassstabs.

  3. Haltbarkeit: Notwendig für die Wertaufbewahrung und nominale Werthaltung.

  4. Seltenheit: Notwendig, sodass Geld als ökonomische Ressource gilt, jedoch nicht hinreichend für die reale Werterhaltung.


8
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Nenne die 3 Arten von Geld

  1. Warengeld: Ist Geld mit intrinsischem Wert z.B. Gold, unabhängig von staatlichem Vertrauen, dies schafft Stabilität aber auch Inflexibilität. Beim Gold-Standard kann die ZB jederzeit ihr ausgegebenes Papiergeld/digitale Geld in eine bestimmte Menge Gold umtauschen. Dies wurde nach dem 1. Weltkrieg durch die Bretton-Woods Währung ersetzt, wobei nur noch der US-Dollar an Gold gekoppelt war und andere Währungen an den US-Kurs gebunden waren.

  2. Fiat-Währung: Ab 1971 konnte die USA aufgrund von Handelsbilanzdefiziten USD-Reserven nicht mehr mit Gold abdecken, sodass die Fiat-Währung eingesetzt wurde, welche keinen intrinsischen Wert hat und das Vertrauen in die Geldschaffung der ZB übergeben wurde. Dies führt zu mehr Flexibilität, kann aber auch Inflation und Deflation hervorrufen.

  3. Digitale Währungen: Nach der Finanzkrise 2007 verlor man das Vertrauen in ZB und 2009 entstand die Kryptowährung, diese ist dezentral, kryptographisch und basiert auf der Blockchain. Dabei gibt es Stablecoins, die relativ an einen Vermögenswert gebunden sind und stärker reguliert sind aber weniger dezentral. Die volatileren Coins sind nicht von anderen Vermögenswerten oder Autoritäten bestimmt und werden eher als Investment anstatt nur zur Transaktion und Wertaufbewahrung angesehen. Neu sind die CBDCs mit dem Ziel den Zahlungsverkehr zu modernisieren und die Wirtschaft anzukurbeln mittels Helikopter-Geld und Negativzinsen. Während China eine Retail-CBDC bereits nutzt, konzentriert sich die SNB auf Wholesale-CBDCs für Finanzinstitute.


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Weshalb sind Zentralbanken nicht vollständig unabhängig?

  1. Ernennung der Führung: Regierungen können durch die Ernennung von Zentralbankern Einfluss auf die Zentralbank nehmen.

  2. Koordination mit der Fiskalpolitik: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten können Geld- und Fiskalpolitik sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

  3. Internationales Umfeld: Zentralbanken müssen die Entscheidungen anderer Zentralbanken berücksichtigen, da diese Wirtschaft und Wechselkurse beeinflussen.


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Nenne die 6 Ziele der Zentralbank.

  1. Preisstabilität: Niedrige und stabile Inflation unter 2%, um Kaufkraft & Planungssicherheit zu erhalten und Unruhe zu vermeiden.

  2. Beschäftigung: Eine hohe Beschäftigung bzw. niedrige Arbeitslosigkeit fördern, damit Arbeitskräfte und Ressourcen möglichst produktiv genutzt werden.

  3. Wirtschaftswachstum: Wirtschaftswachstum durch höhere Neuinvestitionen oder eine höhere Sparquote fördern.

  4. Zinsstabilität: Stabile und vorhersehbare Zinssätze schaffen, damit Haushalte und Unternehmen Investitionen und Konsum besser planen können.

  5. Wechselkursstabilität: Starke Schwankungen der eigenen Währung vermeiden, um für exportierende und importierende Unternehmen mehr Planungssicherheit zu schaffen.

  6. Finanzmarktstabilität: Banken- und Finanzkrisen verhindern bzw. deren Auswirkungen begrenzen. Als Lender of Last Resort kann die Zentralbank solventen Banken bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen helfen.