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30 Vokabel-Lernkarten zu den Grundlagen des Marketings aus Lektion 1 des IU Studienskripts.
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Absatzwirtschaft
Begriff im deutschsprachigen Raum, der in den 1960er-Jahren durch den Begriff Marketing abgelöst wurde und den Übergang von der Angebots- zur Nachfrageorientierung markierte.
AIDA-Modell
Modell zur systematischen Erforschung von Verkaufs- und Kommunikationstechniken, das um 1900 im Rahmen der Verkaufsorientierung entstand.
4Ps-Konzept
In den 1950/60er-Jahren entwickeltes Konzept des Marketingmix, bestehend aus den Modulen Produkt, Preis, Vertrieb und Kommunikation.
Digitale Wertschöpfungsorientierung
Entwicklungsphase des Marketingbegriffs in den 2010er-Jahren, die durch Digitalisierung und Plattformmodelle wie Uber, Netflix und Spotify geprägt ist.
Nachhaltigkeitsorientierung
Entwicklungsphase des Marketingbegriffs in den 2020er-Jahren, bei der Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung als zentrale Anforderungen gelten.
Funktionaler Marketingbegriff
Verständnis von Marketing als betriebswirtschaftliche Grundfunktion, welche Aufgaben wie Marktforschung, Marketing-Automation und Kundenbindung umfasst.
Führungsorientierter Marketingbegriff
Verständnis von Marketing als Leitphilosophie, bei der alle Unternehmensfunktionen konsequent auf den Markt ausgerichtet werden.
Aktivitätenorientierter Marketingbegriff
Verständnis von Marketing als Werkzeugkasten des Marketingmix (4 Ps), der gezielt Kundennutzen schafft.
Marketingmanagement (AMA 2017)
Marketing Management is the process of setting goals for an organization (considering internal resources and market opportunities), the planning and execution of activities to meet these goals, and measuring progress toward their achievement.
Situationsanalyse
Erster Schritt des Marketingmanagements, der die Analyse interner Potenziale, des Umfelds, der Kunden und der Wettbewerber umfasst.
Marketingcontrolling
Sechster Schritt des Marketingmanagements, der die Evaluation der Zielerreichung und gegebenenfalls die Anpassung der Maßnahmen beinhaltet.
Zusätzliche 3 Ps für Dienstleistungen
Erweiterung der operativen Planung im Marketingmix für Dienstleistungen um People, Processes und Physical Facilities.
Transaktionales Marketing
Klassische Marktbearbeitung mit Fokus auf das Produkt und kurzfristige Geschäftsabschlüsse (Transaktionen).
Beziehungsmarketing
Marketingansatz, der die langfristige Kundenbeziehung sowie die Interaktion in den Mittelpunkt stellt (besonders im Dienstleistungs- und B2B-Bereich).
Recruitment (im Beziehungsmarketing)
Erstes R der drei Rs des Beziehungsmarketings; bezeichnet die Kundenakquise durch Dialog und Interaktion.
Retention (im Beziehungsmarketing)
Zweites R der drei Rs des Beziehungsmarketings; bezeichnet die Kundenbindung durch Erhöhung der Kundenzufriedenheit.
Recovery (im Beziehungsmarketing)
Drittes R der drei Rs des Beziehungsmarketings; bezeichnet die Rückgewinnung von Kunden durch gezielte Maßnahmen wie persönliche Gespräche.
Marke (nach AMA 2017)
A brand is a name, term, design, symbol, or any other feature that identifies one seller's good or service as distinct from those of other sellers.
Marke (nach Kapferer 2012)
Ein Name, der eine langfristige Verpflichtung zu einzigartigen Werten symbolisiert, die in Produkte, Dienstleistungen und Verhaltensweisen eingebettet sind.
Brand Equity (Markenwert)
Wert, der nach Aaker (1991) entsteht, wenn Konsumenten eine Marke erkennen, mit positiven Assoziationen verbinden, ihr treu sind und sie als hochwertig wahrnehmen.
Schritte zum Aufbau starker Marken
Vierstufiger Prozess nach Kotler/Keller/Opresnik (2015): 1. Markenpositionierung identifizieren/aufbauen, 2. Markenmarketing planen/umsetzen, 3. Markenleistung messen/interpretieren, 4. Markenwert aufbauen/aufrechterhalten.
Positionierung
Kern jeder Marketingstrategie; bestimmt, wie eine Marke von Konsumenten im Vergleich zu Wettbewerbsangeboten wahrgenommen werden soll (Kapferer 2012).
Direkter Wettbewerb
Konkurrenz durch Unternehmen, die Angebote innerhalb derselben Produktkategorie bereitstellen (z. B. alle stillen Wasser für Gerolsteiner Naturell).
Indirekter Wettbewerb
Konkurrenz durch unterschiedliche Produkte, die jedoch dieselben Kundenbedürfnisse erfüllen (z. B. andere Getränke für Gerolsteiner Naturell).
Points of Parity
Eigenschaften oder Merkmale, bei denen eine Marke mit dem Wettbewerb die Waage hält.
Points of Difference
Eigenschaften oder Merkmale, die eine Marke besser als die Konkurrenz anbietet und durch die sie ihren Wettbewerbsvorteil erzielt.
Qualitätsführerschaft (Gesamtmarkt)
Abnehmergerichtete Strategie mit Leistungsvorteilen (Qualität, Service) auf dem Gesamtmarkt (z. B. Volvic, Evian).
Selektive Qualitätsführerschaft (Nische)
Abnehmergerichtete Strategie mit besonderen Leistungen zu hohem Preis in einer lukrativen Nische (z. B. Voss, Fiji).
Aggressive Kostenführerschaft (Gesamtmarkt)
Abnehmergerichtete Strategie mit niedrigen Preisen auf dem Gesamtmarkt durch Kostendegression (z. B. Frische Brise, Handelsmarken).
Kostendegression
Effekt, bei dem die Stückkosten mit jeder zusätzlich produzierten Einheit sinken.