Management Basics

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/49

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Umfassende Vokabel-Lernkarten zu den grundlegenden betriebswirtschaftlichen Begriffen, Instrumenten, Modellen und Kennzahlen der Vorlesung Management Basics an der FOM Hochschule.

Last updated 4:17 AM on 10/13/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

50 Terms

1
New cards

Entrepreneurship

Das systematische Ausnutzen unternehmerischer Gelegenheiten sowie der kreative und gestalterische unternehmerische Prozess in einer Organisation bzw. in einer Phase unternehmerischen Wandels.

2
New cards

Intrapreneurship

Das unternehmerische Denken und Handeln von angestellten Mitarbeitenden innerhalb eines bereits bestehenden Unternehmens.

3
New cards

Existenzgründung

Die unternehmerische Realisierung einer beruflichen Selbstständigkeit durch den Aufbau einer neuen wirtschaftlichen Existenz.

4
New cards

Umsatz (Erlöse)

Der Gegenwert der verkauften Produkte oder Dienstleistungen, berechnet als: Umsatz=Absatzmenge×Nettoverkaufspreis\text{Umsatz} = \text{Absatzmenge} \times \text{Nettoverkaufspreis}.

5
New cards

Kosten

Der monetär (in Geldeinheiten) bewertete Faktorverzehr von Gütern und Dienstleistungen zur Erstellung und zum Absatz einer betrieblichen Leistung in einer Periode.

6
New cards

Break-Even-Point

Die Gewinnschwelle, an der Gesamterlöse und Gesamtkosten exakt gleich hoch sind (Erlo¨se=Kosten\text{Erlöse} = \text{Kosten}), sodass weder Gewinn noch Verlust entsteht.

7
New cards

Fixkosten

Kosten, die unabhängig vom Auslastungsgrad bzw. der Beschäftigung über einen bestimmten Zeitraum in konstanter Höhe anfallen (z. B. Miete, Zinsaufwendungen).

8
New cards

Variable Kosten

Kosten, deren Gesamthöhe sich in Abhängigkeit vom Auslastungsgrad bzw. der produzierten Ausbringungsmenge verändert (z. B. Rohstoff- oder Materialaufwand).

9
New cards

Fixkostendegression

Das Phänomen, dass die fixen Stückkosten (kfixk_{\text{fix}}) mit steigender Produktions- und Absatzmenge kontinuierlich sinken, da sich die konstanten Gesamtkosten (KfixK_{\text{fix}}) auf mehr Einheiten verteilen.

10
New cards

Methode 635

Eine intuitive Brainwriting-Technik, bei der 6 Teilnehmende jeweils 3 Ideen formulieren, die auf einem Formular 5 Mal an den nächsten Teilnehmenden zur Weiterentwicklung weitergereicht werden.

11
New cards

Morphologischer Kasten

Eine systematisch-analytische Kreativitätstechnik, bei der ein Problem in seine wesentlichen Parameter zerlegt wird, um durch Kombination verschiedener Ausprägungen neue Lösungen zu generieren.

12
New cards

Scoring-Verfahren

Ein quantitatives Bewertungs- und Auswahlverfahren, bei dem definierte Kriterien gewichtet und mit dem jeweiligen Realisierungspotenzial multipliziert werden, um eine Gesamtpunktzahl für eine Handlungsalternative zu ermitteln.

13
New cards

Innerer Kreis (Gründungsteam)

Zwei oder mehr Personen, die eine neue Organisation unmittelbar gründen, Eigenkapitalanteile halten und aktiv die wesentliche operative und strategische Verantwortung tragen.

14
New cards

Äußerer Kreis (Gründungsteam)

Gründer und Teammitglieder sowie Schlüsselkräfte, die erst zu einem späteren Zeitpunkt des Gründungsprozesses zur Organisation hinzustoßen.

15
New cards

Business-Plan

Ein schriftliches Dokument, welches das Gesamtkonzept eines neu zu gründenden Unternehmens darstellt; er dient intern als planerischer Fahrplan für die Gründer und extern als Beteiligungsangebot für Investoren.

16
New cards

Management Summary

Die maximal zweiseitige, verdichtete Zusammenfassung des Business-Plans (Geschäftsidee, Branche, Kapitalbedarf, Finanzierungsphase), anhand derer Dritte schnell über die Sinnhaftigkeit einer detaillierten Prüfung entscheiden.

17
New cards

SMART-Kriterien

Leitfaden zur Operationalisierung von Zielen: Specific (spezifisch), Measurable (messbar), Achievable (erreichbar), Relevant (relevant) und Timely (zielgerichtet und zeitlich terminiert).

18
New cards

MoMiG

Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (seit 01.11.2008), welches unter anderem die Gründung der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (UG) mit einem Mindeststammkapital von 1 Euro1\,\text{Euro} ermöglichte.

19
New cards

Unique Selling Proposition (USP)

Das herausragende Alleinstellungsmerkmal eines Produkts oder einer Dienstleistung, durch das sich ein Angebot signifikant von Wettbewerbern abhebt und einen überlegenen Kundennutzen stiftet.

20
New cards

Deckungsbeitrag 1 (DB1\text{DB}_1)

Der Überschuss der Umsatzerlöse über die variablen Kosten (DB1=Umsatzerlo¨se−variable Kosten\text{DB}_1 = \text{Umsatzerlöse} - \text{variable Kosten}), der zur Deckung der fixen Kosten beiträgt.

21
New cards

Kurzfristige Preisuntergrenze

Der Verkaufspreis, bei dem lediglich die variablen Stückkosten gedeckt werden (DB1=0\text{DB}_1 = 0); die Fixkosten bleiben ungedeckt, weshalb dieser Preis nur temporär zur Kapazitätsauslastung akzeptabel ist.

22
New cards
<p>Marktpotenzial, Marktvolumen und Marktanteil</p>

Marktpotenzial, Marktvolumen und Marktanteil

Marktpotenzial ist die maximale Aufnahmefähigkeit eines Marktes. Marktvolumen ist die von allen Anbietern realisierte Absatzmenge. Der absolute Marktanteil ist der prozentuale Anteil eines Anbieters am Marktvolumen.

23
New cards

Market-based-View

Ein strategischer Ansatz (Outside-in-Perspektive nach Michael Porter), der besagt, dass der Unternehmenserfolg primär durch die Marktstruktur und das externe Branchenumfeld determiniert wird (Structure-Conduct-Performance).

24
New cards

Resource-based-View

Ein strategischer Ansatz (Inside-out-Perspektive), der besagt, dass nachhaltige Wettbewerbsvorteile auf der Qualität, Einzigartigkeit und schweren Imitierbarkeit unternehmensinterner Ressourcen (tangible, intangible und Human Resources) beruhen.

25
New cards
<p>Branchenstrukturanalyse (Five Forces)</p>

Branchenstrukturanalyse (Five Forces)

Analyserahmen nach Michael Porter zur Bestimmung der Branchenattraktivität anhand von fünf Wettbewerbskräften: Bedrohung durch neue Anbieter, Verhandlungsstärke der Abnehmer, Bedrohung durch Ersatzprodukte, Verhandlungsstärke der Lieferanten und Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern.

26
New cards

Wertkette (Value Chain)

Konzept nach Michael Porter zur Identifikation von Kostenvorteilen und Differenzierungspotenzialen, unterteilt in Primäraktivitäten (Eingangslogistik, Produktion, Ausgangslogistik, Marketing & Vertrieb, Kundenservice) und unterstützende Sekundäraktivitäten (Infrastruktur, Personalwirtschaft, Technologieentwicklung, Beschaffung).

27
New cards
<p>SWOT-Analyse</p>

SWOT-Analyse

Strategisches Instrument zur Verknüpfung der internen Unternehmensanalyse (Strengths, Weaknesses) mit der externen Umweltanalyse (Opportunities, Threats) zur Ableitung von SO-, ST-, WO- und WT-Strategien.

28
New cards

Kostenführerstrategie

Eine generische Wettbewerbsstrategie nach Porter, bei der ein Unternehmen durch rigorose Kostensenkungen (Fixkostendegression, Standardisierung, Lernkurveneffekte) zum preisgünstigsten Anbieter im Gesamtmarkt wird.

29
New cards

Differenzierungsstrategie

Eine Wettbewerbsstrategie nach Porter, bei der sich Produkte durch besondere Qualität, Markenimage oder Service so von Konkurrenzprodukten abheben, dass die Preiselastizität sinkt und ein monopolistischer Spielraum entsteht.

30
New cards

Nischenstrategie

Eine Wettbewerbsstrategie nach Porter, die auf ein eng abgegrenztes Teilmarktsegment mit spezifischer Bedürfnisstruktur fokussiert ist (z. B. Luxusuhren von Patek Philippe oder Ferrari-Sportwagen).

31
New cards

Marketing-Mix (4 Ps)

Die vier klassischen absatzpolitischen Instrumente: Product (Produktpolitik), Price (Preispolitik), Place (Distributionspolitik) und Promotion (Kommunikationspolitik).

32
New cards

7 Ps des Dienstleistungs-Marketings

Erweiterung des klassischen 4-P-Marketing-Mix um drei dienstleistungsspezifische Dimensionen: People (Personal), Physical Environment/Facilities (physisches Umfeld) und Process (Prozessgestaltung).

33
New cards
<p>Einliniensystem</p>

Einliniensystem

Eine Organisationsform, bei der jede untergeordnete Stelle genau einen direkten Vorgesetzten hat, wodurch eindeutige Dienst- und Berichtswege gewährleistet werden.

34
New cards
<p>Mehrliniensystem</p>

Mehrliniensystem

Eine Organisationsform nach dem Funktionsmeisterprinzip, bei der eine Stelle Weisungen von mehreren spezialisierten Vorgesetzten erhalten kann (Mehrfachunterstellung).

35
New cards
<p>Stabliniensystem</p>

Stabliniensystem

Ein Einliniensystem, das um weisungsfreie, beratende Stabsstellen zur Entlastung der Leitungsinstanzen erweitert ist.

36
New cards
<p>Spartenorganisation</p>

Spartenorganisation

Eine divisionale Organisationsstruktur, bei der die Unternehmenseinheiten auf zweiter Führungsebene nach Objekten (Produkten, Kundengruppen oder Regionen) gegliedert sind.

37
New cards
<p>Matrixorganisation</p>

Matrixorganisation

Eine mehrdimensionale Struktur, bei der funktionale Zuständigkeiten (z. B. Beschaffung, Produktion) mit objektbezogenen Dimensionen (z. B. Produktgruppen) gleichberechtigt überlagert werden.

38
New cards

Liquidität 2. Grades (Quick Ratio)

Kennzahl zur kurzfristigen Zahlungsfähigkeit: Liquidita¨t 2. Grades=Liquide Mittel+kurzfristige Forderungenkurzfristiges Fremdkapital×100 %\text{Liquidität 2. Grades} = \frac{\text{Liquide Mittel} + \text{kurzfristige Forderungen}}{\text{kurzfristiges Fremdkapital}} \times 100\,\%. Ein Richtwert von etwa 100 %100\,\% gilt als erstrebenswert.

39
New cards

Window-Dressing

Gezielte bilanzpolitische Maßnahmen unmittelbar vor dem Bilanzstichtag (z. B. kurzfristige Kreditaufnahme zur Bilanzverlängerung), um Kennzahlen optisch vorteilhafter darzustellen.

40
New cards

Goldene Finanzierungsregel

Der Grundsatz der Fristenkongruenz, nach dem die Fristigkeit des bereitgestellten Kapitals der Bindungsdauer der damit finanzierten Vermögenswerte entsprechen muss.

41
New cards

Cashflow

Eine zahlungsstromorientierte Kennzahl, die den Nettozufluss liquider Mittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit misst; berechnet als Jahresüberschuss bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen (z. B. Abschreibungen) und Erträge.

42
New cards

Rückstellungen (§ 249 HGB)

Fremdkapitalpositionen in der Bilanz für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten oder drohende Verluste, deren Entstehen wahrscheinlich, deren Höhe oder Fälligkeit am Stichtag jedoch noch unbestimmt ist.

43
New cards

Rücklagen (§ 58 AktG)

Bestandteile des bilanziellen Eigenkapitals von Kapitalgesellschaften, die aus einbehaltenen Gewinnen (Gewinnrücklagen) oder Zuzahlungen der Gesellschafter (Kapitalrücklagen) zur Stärkung der Eigenkapitalbasis gebildet werden.

44
New cards

Eigenkapitalrentabilität

Die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals: Eigenkapitalrentabilita¨t=JahresergebnisEigenkapital+(stille Reserven)×100 %\text{Eigenkapitalrentabilität} = \frac{\text{Jahresergebnis}}{\text{Eigenkapital} + (\text{stille Reserven})} \times 100\,\%.

45
New cards

Gesamtkapitalrentabilität

Die Ertragskraft des gesamten im Unternehmen gebundenen Kapitals: Gesamtkapitalrentabilita¨t=Jahresergebnis+ZinsaufwandGesamtkapital+(stille Reserven)×100 %\text{Gesamtkapitalrentabilität} = \frac{\text{Jahresergebnis} + \text{Zinsaufwand}}{\text{Gesamtkapital} + (\text{stille Reserven})} \times 100\,\%.

46
New cards

Betriebsrentabilität

Kennzahl für die operative Ertragskraft bezogen auf das durchschnittlich eingesetzte betriebsnotwendige Vermögen (Capital Employed): Betriebsrentabilita¨t=(ordentlicher) Betriebserfolgbetriebsnotwendiges Vermo¨gen×100 %\text{Betriebsrentabilität} = \frac{\text{(ordentlicher) Betriebserfolg}}{\text{betriebsnotwendiges Vermögen}} \times 100\,\%.

47
New cards

Finanzwirtschaftliches Entscheidungsdreieck

Das Zielsystem der betrieblichen Finanzwirtschaft, welches im permanenten Spannungsverhältnis zwischen Liquidität, Sicherheit und Rentabilität (ergänzt um Unabhängigkeit) steht.

48
New cards

Avalkredit

Eine Kreditleihe, bei der ein Kreditinstitut kein Bargeld auszahlt, sondern seine Bonität in Form einer Bürgschaft oder Garantie zur Verfügung stellt (beim Institut als Eventualverbindlichkeit geführt).

49
New cards

Factoring

Der fortlaufende Ankauf von Geldforderungen eines Unternehmens durch ein Factoring-Institut; umfasst die Finanzierungsfunktion (Liquidität), die Dienstleistungsfunktion (Debitorenbuchhaltung) und die Delkrederefunktion (Übernahme des Ausfallrisikos).

50
New cards

Leasing

Ein entgeltlicher Nutzungsüberlassungsvertrag nach Mietrecht (§ 535 BGB) über mobile oder immobile Wirtschaftsgüter; unterschieden in direktes Leasing (durch den Hersteller) und indirektes Leasing (über Leasinggesellschaften).