Etappen, Institutionen und Recht der Europäischen Union

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Vokabel-Lernkarten zu den Grundlagen der europäischen Integration, den zentralen EU-Institutionen, Gesetzgebungsverfahren, Rechtsakten, Zuständigkeiten und Prinzipien des Unionsrechts.

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25 Terms

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EGKS (1951)

Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl; eine Zusammenarbeit im Bereich Kohle und Stahl von 1951.

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Römische Verträge (1957)

Verträge von 1957, die zur Gründung der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) und Euratom führten.

3
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Vertrag von Maastricht (1992/93)

Vertrag, der in den Jahren 1992/93 zur offiziellen Gründung der Europäischen Union (EU) führte.

4
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Europäischer Binnenmarkt (1993)

Wirtschaftsraum der EU seit 1993 mit den 4 Grundfreiheiten: Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital.

5
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Vertrag von Lissabon (2009)

Vertrag von 2009 und wichtigste Grundlage der heutigen EU-Struktur; er verleiht der EU eine eigene Rechtspersönlichkeit, stärkt das Europäische Parlament und regelt Subsidiarität sowie den EU-Austritt.

6
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Brexit (2020)

Der im Jahr 2020 erfolgte Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union.

7
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Europäischer Rat

EU-Institution bestehend aus den 27 Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten; zuständig für Grundsatzentscheidungen und die Festlegung der politischen Richtung.

8
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Europäisches Parlament (EP)

Direkt von den EU-Bürgern gewählte EU-Institution bestehend aus 704 Abgeordneten plus Präsident; zuständig für Gesetzgebung (zusammen mit dem Rat der EU), Haushalt und Kontrolle.

9
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Rat der EU (Ministerrat)

EU-Organ bestehend aus 27 Ministern der Mitgliedstaaten; teilt sich die Aufgaben der Gesetzgebung und der Haushaltsentscheidungen mit dem Europäischen Parlament.

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EU-Kommission

Aus 25 Kommissaren, dem Kommissionspräsidenten und dem Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik bestehendes EU-Organ; besitzt das Initiativrecht für EU-Gesetze und überwacht die Verträge (Motor der Integration).

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EuGH (Europäischer Gerichtshof)

EU-Institution bestehend aus 1 Richter je Mitgliedsland und 9 Generalanwälten; zuständig für die Auslegung und Kontrolle des EU-Rechts.

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Verordnung (EU-Rechtsakt)

Ein EU-Rechtsakt, der in allen Mitgliedstaaten verbindlich, unmittelbar anwendbar ist und direkt in vollem Umfang gilt.

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Richtlinie (EU-Rechtsakt)

Ein EU-Rechtsakt, bei dem die EU ein Ziel vorgibt und die Mitgliedstaaten entscheiden, wie sie dieses Ziel in nationales Recht umsetzen.

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Beschluss (EU-Rechtsakt)

Ein EU-Rechtsakt, der für die konkret festgelegten Adressaten (z. B. bestimmte Mitgliedstaaten) verbindlich ist.

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Empfehlung und Stellungnahme

Nicht verbindliche Äußerungen bzw. Ratschläge von EU-Institutionen.

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Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung

Prinzip des Unionsrechts, wonach die EU nur dann handeln darf, wenn die Mitgliedstaaten ihr durch die Verträge ausdrücklich eine Zuständigkeit übertragen haben.

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Subsidiaritätsprinzip

Prinzip, wonach Entscheidungen möglichst bürgernah auf der niedrigstmöglichen geeigneten Ebene getroffen werden sollen und die EU nur handelt, wenn eine Regelung auf EU-Ebene wirksamer ist als auf nationaler Ebene.

18
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Vorrang des Unionsrechts

Grundsatz, dass EU-Recht bei Kollisionen mit nationalem Recht grundsätzlich Vorrang hat (innerhalb der übertragenen EU-Zuständigkeiten).

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Primärrecht

Die vertragliche Grundlage des EU-Rechtssystems, bestehend aus den EU-Verträgen (EUV und AEUV) sowie der EU-Grundrechtecharta.

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Sekundärrecht

Von den EU-Institutionen erlassene Rechtsakte (wie Verordnungen, Richtlinien und Beschlüsse), die auf der Grundlage des Primärrechts aufbauen.

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Ausschließliche Zuständigkeit

Zuständigkeitsbereich, in dem grundsätzlich nur die EU verbindliche Rechtsakte erlassen darf (z. B. Zollunion, gemeinsame Handelspolitik, Währungspolitik im Euroraum).

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Geteilte Zuständigkeit

Zuständigkeitsbereich, in dem sowohl die EU als auch die Mitgliedstaaten handeln können (z. B. Umwelt, Verkehr, Energie, Verbraucherschutz, Binnenmarkt, Landwirtschaft).

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Unterstützende Zuständigkeit

Zuständigkeitsbereich, in dem die EU die Maßnahmen der Mitgliedstaaten lediglich unterstützt oder ergänzt (z. B. Bildung, Kultur, Sport, Tourismus).

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EU als Mehrebenensystem

Bezeichnung für die politisch-institutionelle Struktur der EU, in der Entscheidungen auf mehreren miteinander verflochtenen Ebenen (nationaler Staat und EU-Ebene) durch verschiedene Akteure getroffen werden.

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Demokratiedefizit der EU

Kritische Diskussion über die Legitimationsstruktur der EU, begründet u. a. durch die fehlende Direktwahl der Kommission, Distanz der Wähler zur Gesetzesinitiative und die Komplexität der Prozesse.