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Die Instanzen der Persönlichkeit,

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Was sind die Instanzen der Persönlichkeit?

  • ein theoretisches Konstrukt zur Erklärung menschlichen Erlebens & Verhaltens

  • Es gibt 3 Instanzen (Es, Ich, Über-Ich)

  • Sie entwickeln sich nacheinander in der Kindheit


2
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Was ist das Es ? und welchem Prinzip folgt es?

Das Es ist die Instanz der Triebe, der Wünsche und Bedürfnisse

  • vom ersten Lebenstag an vorhanden = elementraste Schicht

  • Gesetze der Logik, Wertungen, Moral etc. haben hier keine Bedeutung

  • Das Es folgt zielgerichtet dem Streben nach Befriedigung der Triebe, Bedürfnisse und Wünsche


Es folgt dem Lustprinzip


3
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Was ist das Ich? und welchem Prinzip folgt es?

Das Ich ist die Instanz, welche die bewusste Auseinandersetzung mit der Realität leistet (Die Instanz der Vernunft)

  • Bewusstes Erleben und Wahrnehmen, Denken, Handeln, Planen, Wählen, Fühlen, Urteilen, Werten…

  • Aus der Auseinandersetzung mit der Außenwelt, welche einer sofortigen Bedürfnisbefriedigung im Weg steht bildet sich das Ich aus dem Es heraus

  • zum Ich gehören z.B. die Erfahrungen des Kindes mit dem Wort Nein

  • Das Ich kann vernunftorientiert Handeln

  • Es sucht einen Weg zwischen den lustorientierten Ansprüchen des ES und den Anforderungen der Außenwelt


Es folgt dem Realitätsprinzip


4
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Was ist das Über-Ich? und welchem Prinzip folgt es?

Das Über-Ich ist die Instanz, welche die Werte- und Normvorstellungen umfasst, das Verhalten des Ichs im Sinne der geltenden Moral führt und eine weitgehende Vervollkommung zum Ziel hat

  • Es vertritt die Moralvorstellungen einer Gesellschaft bzw. einer Gruppe

  • es stellt ein Ich-Ideal dar, an welchem sich das Ich misst

  • Es umfasst Werte- und Normvorstellungen, welche das Ich in seinem Handeln entlang einer geltenden Moral führen


Es folgt dem Moralitätsprinzip

—> es bewertet inwiefern die Triebwünsche zugelassen werden oder nicht


5
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Was ist die Dynamik der Persönlichkeit?

Die Dynamik der Persönlichkeit beschreibt, dass alle 3 Instanzen in ständiger Wechselwirkung miteinander stehen und dabei verschiedene Funktionen erfüllen:

  1. Das Es fordert die Erfüllung von Wünschen & Bedürfnissen

  2. Das Über-Ich bewertet die Wünsche & Bedürfnisse, es vermittelt dem Ich, ob Wünsche/Bedürfnisse zulässig sind oder nicht

  3. Das Ich vermittelt zwischen dem Es und Über-Ich und überprüft die Realität inwiefern eine Bedürfnisbefriedigung möglich ist, (es wägt ab zwischen den Wert- und Normvorstellungen des Über-Ichs und der Stärke der Gefühle des Es), (Zugelassene Ansprüche werden vom Ich gesteuert und realisiert und nicht zugelassene Wünsche werden vom Ich abgewehrt)


6
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Was ist die Ich-Stärke?

  • Die Aufgabe des Ichs ist: es versucht den Ansprüchen des Es und des Über-Ichs sowie der Realität gerecht zu werden. Konflikte sind unvermeidbar

  • Wenn das Ich in der Lage ist diese in Einklang zu bringen, kann es sich gegen die beiden anderen Instanzen & der Realität behaupten und dies durchsetzen


—> Ich-Stärke


Bei der Ich-Stärke ist immer ein Gleichgewicht zwischen den einzelnen Instanzen und der Realität vorhanden.


7
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Was ist die Ich-Schwäche?

  • es gelingt dem Ich nicht zwischen den Anforderungen der anderen Instanzen zu vermitteln

  • Eine der beiden Instanzen kann einer anderen oder der Realität unterliegen


—> Ich-Schwäche


Bei einer Ich-Schwäche besteht ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Instanzen und der Realität.


8
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Welche 3 Möglichkeiten der Ich-Schwäche gibt es?

  1. Das Über-Ich siegt über das Ich = Ein stark ausgebildetes Über-Ich dominiert das Ich. Wünsche & Bedürfnisse des Es werden unterdrückt

  2. Das Es siegt über das Ich = Ist das Über-Ich zu schwach, kann sich das Es mit seinen Anforderungen durchsetzen (Triebgesteuert)

  3. Die Realität siegt über das Ich = Das Ich wird von den Forderungen der Realität dominiert und kann sich nicht durchsetzen