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Prüfungsrelevante Fachbegriffe, Kennzahlen, Verfahren und Ausstattungen aus den Bereichen Wasser, Säfte, Kaffee, Bier, Wein, Spirituosen, Bar und Restaurantservice.
Hartes Wasser
Wasser mit einem Härtegrad von über 14♮dH, das reich an Kalk sowie Mineralstoffen ist und einen frischen Geschmack aufweist.
Weiches Wasser
Wasser mit einem Härtegrad von 0−14♮dH, das einen eher schalen Geschmack hat und sich vorrangig zum Kochen, Mischen sowie für Kaffee und Tee eignet.
Pasteurisieren
Von Louis Pasteur entwickeltes Konservierungsverfahren, bei dem Getränke wie Säfte oder Milch für einige Sekunden auf 80∘C erhitzt und danach rasch abgekühlt werden.
Direktsaft
Unbehandelter Fruchtsaft aus erster Pressung mit 100% reinem Fruchtgehalt ohne zwischenzeitlichen Wasserentzug oder Rückverdünnung.
Fruchtnektar
Fruchtgetränk aus Wasser, mindestens 25% Fruchtsaft oder Fruchtmark sowie Zucker und Honig, dem bis zu 5% anderer Fruchtsaft beigemischt werden dürfen.
Homogenisieren
Mechanisches Zerkleinern der Fettkügelchen in der Milch unter hohem Druck, damit sie fein verteilt bleiben und sich kein Rahm mehr an der Oberfläche absetzt.
Coffea Arabica
Hochlandkaffee mit Anbau über 1000m Seehöhe, einer Wuchshöhe bis zu 5m, einem Koffeingehalt von 1,1−1,7% und einer leicht gewundenen Furche in der Bohne, der etwa zwei Drittel der Weltproduktion ausmacht.
Coffea Canephora (Robusta)
Tieflandkaffee mit Anbau auf 0−600m Seehöhe, einer Wuchshöhe bis zu 8m, gerader Furche in der Bohne, holzig-bitterem Geschmack und einem Koffeingehalt von 2,7−4,5%.
Überextraktion (Kaffee)
Fehlgeschlagene Kaffeeextraktion infolge eines zu feinen Mahlgrads, einer zu langen Durchlaufzeit, zu festen Temperns oder zu viel Kaffeemehls im Siebträger.
Unterextraktion (Kaffee)
Fehlgeschlagene Kaffeeextraktion bedingt durch einen zu groben Mahlgrad, zu kaltes Brühwasser, zu wenig Kaffeepulver oder schiefes Tempern.
Conchieren
Stundenlanges Verrühren und Kneten der flüssigen Kakaomasse bei Erwärmung auf ca. 70∘C, wodurch Fett austritt und eine homogene, feine Textur entsteht.
Reinheitsgebot (1516)
Am 23. April 1516 von Erzherzog Wilhelm IV. in Nürnberg erlassene Brauvorschrift, die festlegt, dass Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen, Wasser und Hefe hergestellt werden darf.
Stammwürze
Der Anteil der aus Malz und Hopfen gelösten festen Stoffe in der ungegorenen Bierwürze vor der Gärung, gemessen in Grad Plato (∘Plato).
KMW (Klosterneuburger Mostwaage)
Von Freiherrn von Babo entwickelte Senkwaage zur Ermittlung des Zuckergehalts im Traubenmost, wobei 1KMW einem Gehalt von 10g Zucker pro Liter entspricht.
Hektarhöchstertragsregelung
Österreichische Weingesetz-Regelung zur Qualitätssicherung und Vermeidung von Überproduktion, die den Ertrag auf maximal 10.000kg Trauben bzw. 7.500l Wein pro Hektar begrenzt.
Biologischer Säureabbau (BSA)
Gärtechnischer Prozess, bei dem Milchsäurebakterien die aggressive Apfelsäure im Wein in mildere Milchsäure umwandeln.
Steinfeder
Leichteste Wachauer Weinkategorie für duftige Weine mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5Vol.-%, benannt nach dem federleichten Gras.
Federspiel
Klassische, mittelgewichtige Wachauer Weinkategorie mit einem Alkoholgehalt zwischen 11,5Vol.-% und maximal 12,5Vol.-%, benannt nach der Beizjagd.
Smaragd
Höchste und gehaltvollste Weinkategorie der Wachau mit einem Mindestalkoholgehalt von 12,5Vol.-%, benannt nach der sonnenbadenden Eidechse.
Gemischter Satz
Wiener Weinspezialität, bei der Trauben verschiedener Rebsorten gemeinsam in einem Weingarten gepflanzt, zusammen geerntet und im selben Arbeitsgang verarbeitet werden.
Solera-Criadera-Verfahren
Reifungssystem für Sherry mit pyramidenförmig gestapelten Fassreihen (Escalas), bei dem Fertigware nur aus der untersten Reihe (Solera) entnommen und schrittweise von oben (Criaderas) nachgefüllt wird.
Degorgieren
Das Entfernen des im Flaschenhals durch Kälte (ca. −30∘C) eingefrorenen Hefepfropfens nach der zweiten Gärung bei der traditionellen Flaschengärung.
Alambic-Verfahren
Traditionelles, zweistufiges Brennverfahren in kupfernen Brennblasen mit Schwanenhals, das vorgeschrieben ist für Cognac und Calvados.
Angels' Share
Der natürliche Verdunstdunstverlust von jährlich 2−3% des Alkohols während der Holzfasslagerung von Spirituosen wie Cognac oder Whisky.

Cocktailglas
V-förmiges Stielglas an der Bar, das vorab gekühlt und für Shortdrinks ohne Eis und ohne Trinkhalm verwendet wird.

Fancy-Glas
Bauchig geschwungenes Barglas (auch Hurricane-Glas), das zu 4/5 mit Crushed Ice befüllt und mit Trinkhalm für tropische Cocktails serviert wird.

Großer Tumbler
Hohes, zylindrisches Barglas mit massivem Boden (Longdrinkglas), das mit Eiswürfeln und Trinkhalm serviert wird.
Avinieren
Das Ausschwenken eines Weinglases mit einem kleinen Schluck des zu servierenden Weins („weingrün ausspülen“), um Staub, Fremdgerüche oder Feuchtigkeitsreste zu beseitigen.
Chambrieren
Das vorsichtige, allmähliche Bringen eines Weines auf optimale Trink- bzw. Zimmertemperatur.
Frappieren
Das rasche Abkühlen einer Weinflasche im Weinkühler mittels Eiswürfeln, kaltem Wasser und Salz.
Gueridon
Fahrbarer oder beigestellter Tisch im Restaurant, auf dem Servicearbeiten wie Filetieren, Tranchieren oder Flambieren vor dem Gast ausgeführt werden.
Crêpes Suzette
Hauchdünne französische Pfannkuchen, die vor dem Gast in karamellisiertem Zucker, Butter und Zitrussäften erwärmt, mit Orangenlikör aromatisiert und mit Weinbrand flambiert werden.
Hohe Beiried (Rostbratenried)
Rückenstück des Rinds mit charakteristischem Fettauge („Ribeye“), das im Ganzen für Rostbraten oder mit Knochen als Tomahawk-Steak zugeschnitten wird.
Niedere Beiried
Hinterer Teil des Rinderrückens, der ohne Knochen zu Roastbeef, Rumpsteak oder Entrecôte (220−240g) verarbeitet wird.
Garstufe Rare
Garstufe für Rindfleisch mit einer Kerntemperatur von 45−48∘C (innen blutig und warm).
Garstufe Medium
Garstufe für Rindfleisch mit einer Kerntemperatur von 55∘C (innen durchgehend rosa saftig).
Garstufe Well done
Garstufe für Fleisch mit einer Kerntemperatur von 68∘C (vollständig durchgegart).