Vorprüfung Reife- und Diplomprüfung: Getränkekunde, Weinkunde, Bar und Service

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Prüfungsrelevante Fachbegriffe, Kennzahlen, Verfahren und Ausstattungen aus den Bereichen Wasser, Säfte, Kaffee, Bier, Wein, Spirituosen, Bar und Restaurantservice.

37 Terms

1
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Hartes Wasser

Wasser mit einem Härtegrad von über 14♮dH14^\natural\text{dH}, das reich an Kalk sowie Mineralstoffen ist und einen frischen Geschmack aufweist.

2
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Weiches Wasser

Wasser mit einem Härtegrad von 0−14♮dH0-14^\natural\text{dH}, das einen eher schalen Geschmack hat und sich vorrangig zum Kochen, Mischen sowie für Kaffee und Tee eignet.

3
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Pasteurisieren

Von Louis Pasteur entwickeltes Konservierungsverfahren, bei dem Getränke wie Säfte oder Milch für einige Sekunden auf 80 ∘C80\,^\circ\text{C} erhitzt und danach rasch abgekühlt werden.

4
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Direktsaft

Unbehandelter Fruchtsaft aus erster Pressung mit 100 %100\,\% reinem Fruchtgehalt ohne zwischenzeitlichen Wasserentzug oder Rückverdünnung.

5
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Fruchtnektar

Fruchtgetränk aus Wasser, mindestens 25 %25\,\% Fruchtsaft oder Fruchtmark sowie Zucker und Honig, dem bis zu 5 %5\,\% anderer Fruchtsaft beigemischt werden dürfen.

6
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Homogenisieren

Mechanisches Zerkleinern der Fettkügelchen in der Milch unter hohem Druck, damit sie fein verteilt bleiben und sich kein Rahm mehr an der Oberfläche absetzt.

7
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Coffea Arabica

Hochlandkaffee mit Anbau über 1000 m1000\,\text{m} Seehöhe, einer Wuchshöhe bis zu 5 m5\,\text{m}, einem Koffeingehalt von 1,1−1,7 %1{,}1-1{,}7\,\% und einer leicht gewundenen Furche in der Bohne, der etwa zwei Drittel der Weltproduktion ausmacht.

8
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Coffea Canephora (Robusta)

Tieflandkaffee mit Anbau auf 0−600 m0-600\,\text{m} Seehöhe, einer Wuchshöhe bis zu 8 m8\,\text{m}, gerader Furche in der Bohne, holzig-bitterem Geschmack und einem Koffeingehalt von 2,7−4,5 %2{,}7-4{,}5\,\%.

9
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Überextraktion (Kaffee)

Fehlgeschlagene Kaffeeextraktion infolge eines zu feinen Mahlgrads, einer zu langen Durchlaufzeit, zu festen Temperns oder zu viel Kaffeemehls im Siebträger.

10
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Unterextraktion (Kaffee)

Fehlgeschlagene Kaffeeextraktion bedingt durch einen zu groben Mahlgrad, zu kaltes Brühwasser, zu wenig Kaffeepulver oder schiefes Tempern.

11
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Conchieren

Stundenlanges Verrühren und Kneten der flüssigen Kakaomasse bei Erwärmung auf ca. 70 ∘C70\,^\circ\text{C}, wodurch Fett austritt und eine homogene, feine Textur entsteht.

12
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Reinheitsgebot (1516)

Am 23.23. April 15161516 von Erzherzog Wilhelm IV. in Nürnberg erlassene Brauvorschrift, die festlegt, dass Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen, Wasser und Hefe hergestellt werden darf.

13
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Stammwürze

Der Anteil der aus Malz und Hopfen gelösten festen Stoffe in der ungegorenen Bierwürze vor der Gärung, gemessen in Grad Plato (∘Plato^\circ\text{Plato}).

14
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KMW (Klosterneuburger Mostwaage)

Von Freiherrn von Babo entwickelte Senkwaage zur Ermittlung des Zuckergehalts im Traubenmost, wobei 1 KMW1\,\text{KMW} einem Gehalt von 10 g10\,\text{g} Zucker pro Liter entspricht.

15
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Hektarhöchstertragsregelung

Österreichische Weingesetz-Regelung zur Qualitätssicherung und Vermeidung von Überproduktion, die den Ertrag auf maximal 10.000 kg10.000\,\text{kg} Trauben bzw. 7.500 l7.500\,\text{l} Wein pro Hektar begrenzt.

16
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Biologischer Säureabbau (BSA)

Gärtechnischer Prozess, bei dem Milchsäurebakterien die aggressive Apfelsäure im Wein in mildere Milchsäure umwandeln.

17
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Steinfeder

Leichteste Wachauer Weinkategorie für duftige Weine mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5 Vol.-%11{,}5\,\text{Vol.-}\%, benannt nach dem federleichten Gras.

18
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Federspiel

Klassische, mittelgewichtige Wachauer Weinkategorie mit einem Alkoholgehalt zwischen 11,5 Vol.-%11{,}5\,\text{Vol.-}\% und maximal 12,5 Vol.-%12{,}5\,\text{Vol.-}\%, benannt nach der Beizjagd.

19
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Smaragd

Höchste und gehaltvollste Weinkategorie der Wachau mit einem Mindestalkoholgehalt von 12,5 Vol.-%12{,}5\,\text{Vol.-}\%, benannt nach der sonnenbadenden Eidechse.

20
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Gemischter Satz

Wiener Weinspezialität, bei der Trauben verschiedener Rebsorten gemeinsam in einem Weingarten gepflanzt, zusammen geerntet und im selben Arbeitsgang verarbeitet werden.

21
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Solera-Criadera-Verfahren

Reifungssystem für Sherry mit pyramidenförmig gestapelten Fassreihen (Escalas), bei dem Fertigware nur aus der untersten Reihe (Solera) entnommen und schrittweise von oben (Criaderas) nachgefüllt wird.

22
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Degorgieren

Das Entfernen des im Flaschenhals durch Kälte (ca. −30 ∘C-30\,^\circ\text{C}) eingefrorenen Hefepfropfens nach der zweiten Gärung bei der traditionellen Flaschengärung.

23
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Alambic-Verfahren

Traditionelles, zweistufiges Brennverfahren in kupfernen Brennblasen mit Schwanenhals, das vorgeschrieben ist für Cognac und Calvados.

24
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Angels' Share

Der natürliche Verdunstdunstverlust von jährlich 2−3 %2-3\,\% des Alkohols während der Holzfasslagerung von Spirituosen wie Cognac oder Whisky.

25
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<p>Cocktailglas</p>

Cocktailglas

V-förmiges Stielglas an der Bar, das vorab gekühlt und für Shortdrinks ohne Eis und ohne Trinkhalm verwendet wird.

26
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<p>Fancy-Glas</p>

Fancy-Glas

Bauchig geschwungenes Barglas (auch Hurricane-Glas), das zu 4/54/5 mit Crushed Ice befüllt und mit Trinkhalm für tropische Cocktails serviert wird.

27
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<p>Großer Tumbler</p>

Großer Tumbler

Hohes, zylindrisches Barglas mit massivem Boden (Longdrinkglas), das mit Eiswürfeln und Trinkhalm serviert wird.

28
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Avinieren

Das Ausschwenken eines Weinglases mit einem kleinen Schluck des zu servierenden Weins („weingrün ausspülen“), um Staub, Fremdgerüche oder Feuchtigkeitsreste zu beseitigen.

29
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Chambrieren

Das vorsichtige, allmähliche Bringen eines Weines auf optimale Trink- bzw. Zimmertemperatur.

30
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Frappieren

Das rasche Abkühlen einer Weinflasche im Weinkühler mittels Eiswürfeln, kaltem Wasser und Salz.

31
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Gueridon

Fahrbarer oder beigestellter Tisch im Restaurant, auf dem Servicearbeiten wie Filetieren, Tranchieren oder Flambieren vor dem Gast ausgeführt werden.

32
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Crêpes Suzette

Hauchdünne französische Pfannkuchen, die vor dem Gast in karamellisiertem Zucker, Butter und Zitrussäften erwärmt, mit Orangenlikör aromatisiert und mit Weinbrand flambiert werden.

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Hohe Beiried (Rostbratenried)

Rückenstück des Rinds mit charakteristischem Fettauge („Ribeye“), das im Ganzen für Rostbraten oder mit Knochen als Tomahawk-Steak zugeschnitten wird.

34
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Niedere Beiried

Hinterer Teil des Rinderrückens, der ohne Knochen zu Roastbeef, Rumpsteak oder Entrecôte (220−240 g220-240\,\text{g}) verarbeitet wird.

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Garstufe Rare

Garstufe für Rindfleisch mit einer Kerntemperatur von 45−48 ∘C45-48\,^\circ\text{C} (innen blutig und warm).

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Garstufe Medium

Garstufe für Rindfleisch mit einer Kerntemperatur von 55 ∘C55\,^\circ\text{C} (innen durchgehend rosa saftig).

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Garstufe Well done

Garstufe für Fleisch mit einer Kerntemperatur von 68 ∘C68\,^\circ\text{C} (vollständig durchgegart).