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Karteikarten zur gezielten Vorbereitung auf die Klausur über Protoonkogene, Onkogene, Aktivierungsmechanismen und die Wirkungsweise der Krebsmedikamente Gefitinib und Cetuximab.
Was ist ein Protoonkogen?
Ein Protoonkogen ist ein normales Gen, das Proteine codiert, die an der Regulation von Zellwachstum, Zellteilung und Differenzierung beteiligt sind. Protoonkogene sind wichtig für die normale Zellfunktion.
Was ist ein Onkogen?
Ein Onkogen ist eine mutierte oder überexprimierte Form eines Protoonkogens. Es kann zu unkontrolliertem Zellwachstum und Zellteilung führen und dadurch die Tumorentstehung fördern.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Protoonkogen und Onkogen?
Ein Protoonkogen ist ein normales Gen mit physiologischer Funktion. Ein Onkogen ist die aktivierte, mutierte oder überexprimierte Form dieses Gens und fördert unkontrollierte Zellproliferation. Merksatz: Protoonkogen = normal; Onkogen = dauerhaft aktiviert.
Welche typischen Funktionen haben Protoonkogene?
Protoonkogene können Proteine codieren, die beteiligt sind an: Stimulation der Zellteilung, Signaltransduktion, Transkriptionsregulation und Hemmung der Differenzierung.
Wie stimulieren Protoonkogene die Zellteilung?
Sie können Signale erzeugen oder weiterleiten, die die Zellvermehrung fördern.
Welche Rolle spielen Protoonkogene bei der Signaltransduktion?
Sie können an der Weiterleitung von Wachstumssignalen innerhalb der Zelle beteiligt sein. Beispiele aus dem Lernzettel sind: Rezeptor -> RAS -> ABL.
Welche Rolle spielen Protoonkogene bei der Transkriptionsregulation?
Sie können Transkriptionsfaktoren, zum Beispiel c-Myc, beeinflussen. Dadurch wird die Expression vieler anderer Gene gesteuert.
Warum können Protoonkogene die Differenzierung hemmen?
Sie können Zellen in einem teilungsfähigen und unreifen Zustand halten und dadurch die Differenzierung hemmen.
Welche drei grundlegenden Mechanismen können ein Protoonkogen aktivieren?
Wie kann eine Punktmutation ein Protoonkogen aktivieren?
Durch eine Veränderung der DNA-Sequenz kann ein dauerhaft aktives Protein entstehen. Beispiel: RAS.
Was bedeutet Genamplifikation bei einem Protoonkogen?
Bei einer Genamplifikation entstehen viele zusätzliche Kopien eines Gens. Dadurch kann mehr Protein gebildet werden und die Wirkung des Protoonkogens wird verstärkt.
Wie kann eine chromosomale Translokation zur Aktivierung eines Onkogens führen?
Durch die Umlagerung eines Gens kann es zu einer verstärkten Genexpression oder zur Bildung eines neuen Fusionsproteins kommen.
Sind Onkogene dominant oder rezessiv?
Onkogene wirken in der Regel dominant. Das bedeutet, dass bereits eine mutierte Kopie eines Protoonkogens ausreichen kann, um eine onkogene Wirkung auszulösen.
Was ist EGFR und welche Funktion hat der Rezeptor?
EGFR ist eine Rezeptor-Tyrosinkinase. Nach Bindung eines Wachstumsfaktors vermittelt EGFR Signale, die unter anderem Zellproliferation, Überleben, Angiogenese und Metastasierung fördern.
Was kann bei Tumorzellen mit dem EGFR-Signalweg passieren?
Bei Tumorzellen kann der EGFR-Signalweg verstärkt oder dauerhaft aktiviert sein. Dadurch werden Wachstum und Proliferation der Tumorzellen gefördert.
Was ist Gefitinib und wie wirkt es?
Gefitinib ist ein kleines Tyrosinkinase-Inhibitor-Molekül. Es gelangt in die Zelle und hemmt die intrazelluläre Tyrosinkinase-Domäne von EGFR. Dadurch wird die Autophosphorylierung des Rezeptors gehemmt und die Signalübertragung unterbrochen. Kette: Gefitinib -> EGFR-Tyrosinkinase gehemmt -> Autophosphorylierung ↓ -> Signaltransduktion ↓ -> Zellproliferation ↓
Wo wirkt Gefitinib?
Gefitinib wirkt intrazellulär an der Tyrosinkinase-Domäne von EGFR. Merksatz: Gefitinib = klein + innen.
Welche Folgen hat die Hemmung von EGFR durch Gefitinib?
Die intrazelluläre Signalweiterleitung wird gehemmt. Dadurch werden Tumorzellwachstum, Proliferation und die Bildung von Tumorgewebe reduziert.
Welche Vorteile hat Gefitinib laut Lernzettel?
Kleines Molekül; kann die Zellmembran passieren; wirkt direkt an der intrazellulären Tyrosinkinase; orale Einnahme als Tablette möglich.
Welche Nachteile hat Gefitinib laut Lernzettel?
Die Wirkung hängt von den molekularen Eigenschaften des Tumors ab; Resistenzentwicklung ist möglich; es kann auch andere zelluläre Signalprozesse beeinflussen und Nebenwirkungen verursachen.
Was ist Cetuximab und wie wirkt es?
Cetuximab ist ein monoklonaler Antikörper. Es bindet an die extrazelluläre Ligandenbindungsstelle von EGFR. Dadurch wird die Bindung von EGF verhindert und EGFR kann nicht aktiviert werden. Kette: Cetuximab -> Bindung an EGFR außen -> EGF-Bindung verhindert -> EGFR nicht aktiviert -> Signaltransduktion ↓ -> Zellproliferation ↓
Wo wirkt Cetuximab?
Cetuximab wirkt extrazellulär an der Ligandenbindungsstelle des EGFR. Merksatz: Cetuximab = Antikörper + außen.
Welche Vorteile hat Cetuximab laut Lernzettel?
Hohe Spezifität für die Zielstruktur; blockiert den Rezeptor bereits außerhalb der Zelle.
Welche Nachteile hat Cetuximab laut Lernzettel?
Cetuximab ist ein großes Molekül und kann die Zellmembran nicht passieren. Deshalb wirkt es nur gegen extrazelluläre bzw. membranständige Zielstrukturen. Außerdem muss es parenteral, typischerweise intravenös, verabreicht werden und Immun- bzw. Infusionsreaktionen sind möglich.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Gefitinib und Cetuximab?
Gefitinib ist ein kleines Molekül und wirkt intrazellulär an der Tyrosinkinase-Domäne von EGFR. Cetuximab ist ein monoklonaler Antikörper und wirkt extrazellulär an der Ligandenbindungsstelle von EGFR.
Vergleichen Sie Gefitinib und Cetuximab hinsichtlich Wirkmechanismus.
Gefitinib: EGFR-Tyrosinkinase innen gehemmt -> Autophosphorylierung ↓ -> Signalweiterleitung ↓. Cetuximab: EGFR außen blockiert -> Ligandenbindung verhindert -> Rezeptoraktivierung ↓.
Was haben Gefitinib und Cetuximab gemeinsam?
Beide hemmen den EGFR-Signalweg. Dadurch werden Wachstumssignale und die Proliferation von Tumorzellen reduziert.