Grundlagen der Wirtschaft: Knappheit, Wirtschaftskreislauf, BIP und Lebensqualität

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Umfassende Lernkartei zu den volkswirtschaftlichen Grundlagen: Knappheit, Produktionsfaktoren, das ökonomische Prinzip, Wirtschaftskreislauf, BIP-Berechnung sowie Indikatoren für Lebensstandard und Lebensqualität.

35 Terms

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Knappheit

Grundproblem der Wirtschaft, das entsteht, weil die menschlichen Bedürfnisse nahezu unbeschränkt sind, die verfügbaren Mittel hingegen beschränkt. Die Nachfrage nach einem Gut ist dabei grösser als das Angebot.

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Bedürfnis

Wunsch, einen empfundenen oder tatsächlichen Mangel zu beheben.

3
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Wirtschaften

Knapp vorhandene Mittel einsetzen, um Bedürfnisse möglichst gut zu befriedigen.

4
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Produktionsfaktor Arbeit

Menschliche Arbeitskraft und Arbeitsleistung.

5
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Produktionsfaktor Kapital

Investitionsgüter wie Maschinen, Werkzeuge, Gebäude und öffentliche Infrastruktur (nicht einfach Geld).

6
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Produktionsfaktor Boden

Rohstoffe, natürliche Energiequellen, Produktionsstandorte und Landschaft.

7
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Produktionsfaktor Wissen

Know-how, Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen Produktionsprozesse verbessert werden.

8
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Minimumprinzip

Ein festes Ziel mit möglichst wenig Mitteln erreichen (z. B. ein bestimmtes Möbelstück möglichst günstig kaufen).

9
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Maximumprinzip

Mit gegebenen Mitteln einen möglichst grossen Nutzen erzielen (z. B. mit CHF 100100 möglichst viele passende Lebensmittel kaufen).

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Optimumprinzip

Ein optimales Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag erreichen (z. B. Kosten und Qualität sinnvoll abwägen).

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Produktivität

Das Verhältnis von Output zu Input (Produktivita¨t=OutputInput\text{Produktivität} = \frac{\text{Output}}{\text{Input}}). Sie steigt, wenn mit denselben Produktionsfaktoren mehr Güter oder Dienstleistungen hergestellt werden.

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Buchgeld

Guthaben auf Konten, das bargeldlos übertragen werden kann.

13
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Güterkreislauf

Teil des Wirtschaftskreislaufs, in dem Produktionsfaktoren von den Haushalten zu den Unternehmungen und Güter sowie Dienstleistungen von den Unternehmungen zu den Haushalten fliessen.

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Geldkreislauf

Teil des Wirtschaftskreislaufs, in dem Einkommen wie Löhne, Gewinne, Zinsen und Mieten zu den Haushalten und Konsumausgaben zu den Unternehmungen fliessen.

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Staat (im erweiterten Wirtschaftskreislauf)

Bereich, der rechtliche Rahmenbedingungen setzt, öffentliche Güter (z. B. Bildung, Sicherheit und Infrastruktur) produziert, Güter bei Unternehmungen kauft und Einkommen über Steuern und Sozialversicherungen umverteilt; er finanziert sich hauptsächlich durch Steuern.

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Finanzsektor

Banken und andere Finanzinstitutionen, die Ersparnisse entgegennehmen, dafür Zinsen zahlen und Kredite gegen Zinsen vergeben, wodurch Investitionen ermöglicht werden.

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Ausland (im erweiterten Wirtschaftskreislauf)

Sektor, aus dem Güter und Dienstleistungen importiert (Importausgaben) und in den Güter exportiert werden (Exporteinnahmen), ergänzt um grenzüberschreitende Finanzströme.

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Schweizerische Nationalbank (SNB)

Institution, welche die Geld- und Währungspolitik steuert und Banken mit Geld versorgt. Ihr wichtigstes Ziel ist Preisstabilität als Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand.

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Staatsquote

Anteil der Ausgaben der öffentlichen Haushalte am Gesamtwert der im Inland produzierten Güter und Dienstleistungen.

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Investitionsgüter

Güter, die zur Herstellung anderer Güter dienen, beispielsweise Maschinen.

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Staatsdefizit

Zustand, in dem der Staat mehr ausgibt, als er einnimmt; er muss dafür Kapital aufnehmen und Zinsen bezahlen.

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Staatsüberschuss

Zustand, in dem der Staat mehr einnimmt, als er ausgibt; der Überschuss kann angelegt werden.

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Bruttoinlandprodukt (BIP)

Misst den Wert aller Sachgüter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Landes während eines Jahres produziert werden; dient als Messgrösse der wirtschaftlichen Leistung und des materiellen Wohlstands.

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Wertschöpfung

Der Wert der Produktion abzüglich der Vorleistungen; entscheidend bei der BIP-Berechnung, um Doppelzählungen zu vermeiden.

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Produktionsansatz

Methode zur Berechnung des BIP, die die Entstehung der Wertschöpfung in allen Branchen erfasst.

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Einkommensansatz

Methode zur Berechnung des BIP, die das Einkommen aus der Produktion, insbesondere Löhne und weitere Vergütungen der Produktionsfaktoren, erfasst.

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Verwendungsansatz

Methode zur Berechnung des BIP, die die Verwendung der produzierten Güter und Dienstleistungen erfasst (z. B. Konsum, Investitionen und Aussenhandel).

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Nominales BIP

Bewertung der Wirtschaftsleistung zu den aktuellen Preisen des jeweiligen Jahres; kann rein durch Preissteigerungen steigen, ohne dass mehr produziert wurde.

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Reales BIP

Preisbereinigte Wirtschaftsleistung zu Preisen eines Basisjahres; zeigt die tatsächliche Mengenentwicklung besser.

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Wohlstand (Lebensstandard)

Die materielle Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen.

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Wohlfahrt (Lebensqualität)

Das umfassendere Wohlbefinden der Menschen, beispielsweise Gesundheit, Bildung, soziale Sicherheit, Freizeit, Umwelt und Zufriedenheit.

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HDI (Human Development Index)

Indikator für Lebensqualität und Entwicklung, der Pro-Kopf-Einkommen, Bildungsgrad und Lebenserwartung berücksichtigt.

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HPI (Happy Planet Index)

Indikator für Lebensqualität, der Lebenserwartung, subjektives Wohlbefinden und ökologische Belastung berücksichtigt.

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Planetary pressures-adjusted HDI

Der Human Development Index (HDI), angepasst um ökologische Belastungen.

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Die drei Grundfragen des Wirtschaftens

Die Kernfragen: Was soll produziert werden? Wie soll produziert werden? Für wen soll produziert werden?