Genetik: Zellzyklus, Replikation, Proteinbiosynthese und Meiose

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Karteikarten zu molekulargenetischen Schlüsselbegriffen: Replikation, Transkription, Translation, Ribosomenbau, Zellzyklus, Mitose und Meiose.

37 Terms

1
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Mosaikgene

Aufbau eukaryotischer Gene, deren codierende Basensequenz nicht kontinuierlich vorliegt, sondern durch nicht-codierte Einschübe (Introns) unterbrochen ist.

2
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Introns

Nicht-codierte Einschübe innerhalb eines eukaryotischen Gens, die aus der Prä-mRNA herausgeschnitten werden.

3
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Exons

Die codierenden Abschnitte eines eukaryotischen Mosaikgens, die nach dem Entfernen der Introns zu einem kontinuierlichen mRNA-Molekül verbunden werden.

4
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Spleißen

Prozess im Zellkern von Eukaryoten, bei dem Enzyme aus der primären Prä-mRNA die Introns herausschneiden und die Exons zu einem reifen, kontinuierlichen mRNA-Molekül verknüpfen.

5
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<p>tRNA-Synthetase</p>

tRNA-Synthetase

Enzym, das spezifisch eine unbeladene tRNA mit der zugehörigen Aminosäure verknüpft; im Organismus existieren 2020 verschiedene Synthetasen für die 2020 proteinogenen Aminosäuren.

6
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Anticodon

Basentriplett am langen Arm eines tRNA-Moleküls, das während der Translation komplementär an das entsprechende Codon der mRNA bindet.

7
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A-Stelle (Aminoacyl-tRNA-Bindestelle)

Bindungsstelle in der großen ribosomalen Untereinheit zur Aufnahme einer neu ankommenden beladenen tRNA.

8
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P-Stelle (Peptidyl-tRNA-Bindestelle)

Bindungsstelle im Ribosom, an der die Bindung der Aminosäure an die wachsende Polypeptidkette katalysiert wird.

9
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E-Stelle (Exit-Stelle)

Ribosomenstelle, über die die entladene, leere tRNA das Ribosom verlässt.

10
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<p>Bau der Ribosomen</p>

Bau der Ribosomen

Aus einer kleinen Untereinheit (zuständig für das Ablesen und Binden der mRNA) und einer großen Untereinheit (mit A-, P- und E-Stelle zur Verknüpfung von Aminosäuren) bestehender Proteinkomplex.

11
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Startcodon AUG

mRNA-Basentriplett mit Doppelfunktion: Es codiert für die Aminosäure Methionin und dient zugleich als Startsignal, an dem die Proteinbiosynthese beginnt.

12
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Stoppcodone

Die drei Basentripletts UAG, UGA und UAA, die für keine Aminosäure codieren und zum Abbruch (Termination) der Translation führen.

13
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<p>Codesonne</p>

Codesonne

Darstellung des genetischen Codes, die von innen nach außen in 5′→3′5' \rightarrow 3' Richtung gelesen wird, um anhand von mRNA-Tripletts die entsprechende Aminosäure zu ermitteln.

14
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Degeneration des genetischen Codes

Eigenschaft des genetischen Codes, nach der fast alle der 2020 Aminosäuren durch mehrere verschiedene Basentripletts (Codons) codiert werden.

15
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Promotor

DNA-Basensequenz am Beginn eines Gens, die der RNA-Polymerase als Anlagerungsstelle dient, den Startpunkt festlegt und bestimmt, welcher Strang abgelesen wird.

16
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Codogener Strang (Matrizenstrang)

Derjenige Einzelstrang der DNA-Doppelhelix, der bei der Transkription als Vorlage für den Aufbau der komplementären mRNA dient.

17
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Terminator

Spezifische Basensequenz der DNA, an der die Transkription stoppt, woraufhin sich die RNA-Polymerase löst und das mRNA-Molekül freigegeben wird.

18
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<p>Teilschritte der Transkription</p>

Teilschritte der Transkription

Ablauf bestehend aus Anlagerung der RNA-Polymerase an den Promotor, Entwindung der DNA, Synthese des mRNA-Strangs am codogenen Strang sowie Abbruch am Terminator.

19
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Semikonservative Replikation

Replikationsmechanismus der DNA, bei dem aus einem Ausgangsdoppelstrang zwei identische Doppelstränge entstehen, die jeweils aus einem alten und einem neu synthetisierten Einzelstrang bestehen.

20
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Helicase

Enzym, das die DNA-Doppelhelix am Replikationsursprung entwundet und die Wasserstoffbrückenbindungen unter Bildung der Replikationsgabel trennt.

21
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Primer

Von der Primase gebildetes kurzes RNA-Startmolekül, an dessen freiem 3′3'-Ende die DNA-Polymerase ansetzen und freie Nucleotide binden kann.

22
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Leitstrang

DNA-Strang, an dem die Neusynthese in Richtung der Replikationsgabel kontinuierlich erfolgt.

23
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Folgestrang

DNA-Strang, dessen Synthese diskontinuierlich von der Replikationsgabel weg verläuft, da immer neue Primer angesetzt werden müssen.

24
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Okazaki-Fragmente

Kurze Abschnitte neugebildeter DNA am Folgestrang, die zwischen den RNA-Primern entstehen.

25
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DNA-Ligase

Enzym, das die Okazaki-Fragmente nach dem Abbau der Primer und dem Schließen der Lücken zu einem durchgehenden DNA-Einzelstrang verknüpft.

26
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Fehlpaarungsreparatur

Reparaturmechanismus, bei dem Enzyme nach der Replikation fehlerhaft gepaarte Basen am neusynthetisierten Strang erkennen, herausschneiden und korrekt ersetzen.

27
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Non-Disjunction

Fehlende Trennung von homologen Chromosomen in Anaphase I oder Schwesterchromatiden in Anaphase II der Meiose, was zu Keimzellen mit falscher Chromosomenanzahl führt.

28
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Trisomie

Genommutation, bei der ein Chromosom dreifach (3×3\times) statt zweifach (2×2\times) vorliegt (beispielsweise Trisomie 21).

29
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Monosomie

Genommutation, bei der ein Chromosom nur einfach (1×1\times) statt normal zweifach (2×2\times) im Karyotyp vertreten ist.

30
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G1-Phase

Stadium der Interphase vor der Replikation, geprägt durch Zellvergrößerung über Nährstoffaufnahme sowie den Aufbau von Proteinen und Zellorganellen.

31
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S-Phase (Synthese-Phase)

Interphase-Abschnitt, in dem die Verdopplung des genetischen Materials im Zellkern von Ein-Chromatid-Chromosomen zu Zwei-Chromatid-Chromosomen stattfindet.

32
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G2-Phase

Abschnitt der Interphase mit schnellem Zellwachstum und intensiver Proteinbiosynthese zur Vorbereitung auf die Mitose.

33
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Metaphase (Mitose)

Mitosephase, in der sich die maximal kondensierten Zwei-Chromatid-Chromosomen in der Äquatorialebene anordnen und Spindelfasern an die Centromere andocken.

34
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Anaphase (Mitose)

Mitosephase, in der sich die Schwesterchromatiden trennen und als Ein-Chromatid-Chromosomen durch Spindelfasern zu den entgegengesetzten Zellpolen gezogen werden.

35
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Reifeteilung I (Meiose I)

Erste meiotische Teilung (Reduktionsteilung), die den diploiden Chromosomensatz zu einem haploiden Satz reduziert.

36
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<p>Chiasma</p>

Chiasma

Überkreuzungsposition von Nicht-Schwesterchromatiden homologer Chromosomen während der Prophase I der Meiose, an der Crossing-over stattfinden kann.

37
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Polkörper

Drei kleine, funktionslose Zellen mit haploidem Chromosomensatz, die bei der Oogenese der Frau neben der befruchtungsfähigen Eizelle entstehen und absterben.