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Vokabel-Lernkarten zu den vertiefenden Studien bezüglich physiologischer Emotionstheorien (Storms & Nisbett, Dutton & Aron, Valins).
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Studie von Storms und Nisbett (1966)
Eine Untersuchung zur Frage, ob Schlaflosigkeit (Insomnia) durch die kognitive Manipulation physiologischer Aktivierung mittels Placebo-Pillen überwunden werden kann.
Hypothese von Storms und Nisbett (1966)
Die Annahme, dass Personen mit Schlaflosigkeit schneller einschlafen, wenn ihre vorbestehende physiologische Aktivierung auf die Nebenwirkung einer angeblich aktivierenden Pille zurückgeführt wird.
Versuchsdesign von Storms und Nisbett (1966)
Drei Gruppen von Personen mit Insomnia erhielten Zuckerpillen mit unterschiedlicher Erklärungsinstruktion: 'Pille aktiviert', 'Pille beruhigt' oder Kontrollgruppe ohne spezifische Information.
Ergebnisse der Studie von Storms und Nisbett (1966)
Probanden der Gruppe 'Aktivierung' verkürzten ihre Einschlafzeit von ca. 52 auf ca. 35 Minuten, die Gruppe 'Beruhigung' benötigte länger (von ca. 35 auf ca. 52 Minuten) und die Kontrollgruppe blieb weitgehend stabil.
Brückenexperiment von Dutton und Aron (1974)
Ein Feldexperiment zur Fehlattribution physiologischer Erregung, bei dem Männer auf einer Angst auslösenden Hängebrücke oder einer stabilen Brücke von einer attraktiven Interviewerin kontaktiert wurden.
Ergebnisse des Brückenexperiments (Dutton & Aron, 1974)
50 % der Probanden auf der wackeligen Hängebrücke riefen die Interviewerin an, während sich auf der stabilen Brücke lediglich 12 % der Probanden bei ihr meldeten.
Fehlattribution von Erregung im Brückenexperiment
Ein Prozess im Rahmen der Zweifaktorentheorie, bei dem die durch eine bedrohliche Höhe ausgelöste physiologische Aktivierung irrtümlich der Attraktivität der Interviewerin zugeschrieben wird.
Valins Experiment (1966)
Eine Studie zur Untersuchung der Wirkung wahrgenommener physiologischer Aktivierung, bei der Männer Bikinifotos aus 'Sports Illustrated' betrachteten und manipuliertes Rückmeldefeedback zu ihrer Herzfrequenz hörten.
Ergebnisse des Valins-Experiments (1966)
Bilder, bei denen den Probanden eine Veränderung der Herzrate (Erhöhung '+' oder Verlangsamung '-') vorgetäuscht wurde, wurden als signifikant attraktiver bewertet als Bilder ohne vermutete Herzratenveränderung.
Eigenschaften der Effekte im Valins-Experiment
Die Attraktivitätsveränderungen durch falsches Feedback sind zeitstabil (bei Nachuntersuchung nach 4–5 Wochen), änderungsresistent (selbst bei Aufklärung) und treten auch auf, wenn fremde Erregungssymptome beobachtet werden.
Erregungsüberzeugung (Valins Theorie)
Die Kognition bzw. Überzeugung, physiologisch erregt zu sein (Faktor 2), welche laut Valins auch ohne eine tatsächlich vorhandene physiologische Erregung das Emotionserleben steuern kann.
Ablauf der Emotionsentstehung nach Valins
Wahrnehmung eines Reizes → Überzeugung, physiologisch erregt zu sein → Kognitive Interpretation ('Mein Herz klopft, weil…') → Emotionserleben.