toxi 1-offenen fragen

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Was bedeutet Toxikologie und welches Ziel verfolgt sie?

Der Begriff leitet sich von den griechischen Wörtern toxicon (Pfeilgift) und logos (Lehre) ab. Toxikologie ist definiert als die Lehre von den schädlichen Wirkungen chemischer Stoffe (Fremdstoffe) auf lebende Organismen. Das Hauptziel besteht darin, das Risiko einer Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier einzuschätzen, um Gefahren abzuwenden

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Was ist der Unterschied zwischen einer Dosis und einer Konzentration?

Antwort:

  • Die Dosis ist die konkrete Menge eines Stoffes, die dem Körper zugeführt wird (z. B. 500 mg Aspirin pro 80 kg Körpergewicht, was 6,25 mg/kg KG entspricht).

  • Die Konzentration bezeichnet das Massen-, Volumen- oder Stoffmengenverhältnis einer Substanz in einer bestimmten Matrix wie einem Lösungsmittel, Lebensmittel oder Trägerstoff (z. B. eine Heilsalbe mit 5 % Dexpanthenol


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Wie unterscheiden sich physiologische und pathologische Prozesse?

Antwort:

Ein physiologischer Prozess ist normal bzw. gesund und besitzt keinen Krankheitswert (z. B. ein Ruhepuls von 70 bpm oder Glukose im Blut bis 9 mM).

Ein pathologischer Prozess hingegen ist krankhaft und weist einen Krankheitswert auf (z. B. ein Ruhepuls von 120 bpm oder hohe Glukosekonzentrationen im Urin

4
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Was versteht man unter einem Fremdstoff (Xenobiotikum) und welche Prinzipien gelten für diese?

Antwort:

Fremdstoffe sind chemische Stoffe, die im Zielorganismus keine erkennbare physiologische Funktion erfüllen, natürlicherweise nicht vorkommen oder in bedeutend geringeren Konzentrationen vorliegen. Dabei gelten folgende Kernerkenntnisse:

  1. Fremdstoffe können natürlichen Ursprungs sein (z. B. Asbest oder Chitin).

  2. Fremdstoffe sind nicht per se toxisch (z. B. Chitin ist untoxisch).

  3. Körpereigene Stoffe (Nicht-Fremdstoffe) können bei Überdosierung toxisch wirken (z. B. konzentrierte Salzsäure auf der Haut).

  4. Das Fehlen von Nicht-Fremdstoffen (z. B. Kupfer) kann ebenfalls toxisch oder tödlich sein.

  5. Stoffe wie Ethanol, Acetaldehyd oder Ameisensäure gelten als Grenzfälle und werden als Fremdstoffe eingestuft, obwohl sie in geringen Mengen im Intermediärstoffwechsel vorkommen


5
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Was unterscheidet eine Noxe von einem reinen chemischen Stoff?

Antwort:

Eine Noxe ist ein Stoff, ein Stoffgemisch oder ein Umstand, der eine schädigende (pathogene) Wirkung ausübt. Dies umfasst neben chemischen Stoffen (z. B. Kohlenmonoxid) und Stoffgemischen (Tabakrauch) auch physikalische Faktoren (Radioaktivität), Mikroorganismen (Bakterien/Viren), tierische Gifte oder psychosoziale Faktoren wie Stress. Synonym werden häufig Schadstoff, Gefahrstoff oder Toxin verwendet

6
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Nach welchen Kriterien werden toxische Wirkungen eingeteilt?

Antwort: Toxische Wirkungen werden nach vier Hauptkriterien klassifiziert:

  • Einwirkungsdauer: Akut (Wirkung nach kurzer Zeit, z. B. Hemmung der Zellatmung durch Blausäure) vs. chronisch (Wirkung nach Monaten oder Jahren, z. B. Leberzirrhose durch Ethanol).

  • Einwirkungsort: Lokal (Wirkung am Kontaktort, z. B. Hautverätzung durch Natronlauge) vs. systemisch (Wirkung im gesamten Körper nach Blutaufnahme, z. B. Leukämie durch Benzol).

  • Dosis: Hohe Dosis (meist akute Wirkung, z. B. Chlorakne durch Dioxin) vs. niedrige Dosis (meist chronische Wirkung, z. B. Tumorpromotion durch Dioxin).

  • Reversibilität: Reversibel (Effekt verschwindet in Abwesenheit der Substanz, z. B. Atropin) vs. irreversibel (Effekt bleibt bestehen, z. B. DNA-Mutationen durch Tabakrauch)


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Wie unterscheidet sich das Konzept des toxikologischen Schwellenwerts bei reversiblen versus irreversiblen Wirkungen?

Antwort:

Für reversible Wirkungen existiert in der Regel ein toxikologischer Schwellenwert, unterhalb dessen keine schädlichen (adversen) Effekte zu erwarten sind. Irreversible Wirkungen (wie bei gentoxischen Kanzerogenen) besitzen hingegen keinen Schwellenwert. Hier kann im Prinzip bereits ein einzelnes Molekül einen DNA-Schaden verursachen, der zu Krebs führen kann .

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