1/94
Looks like no tags are added yet.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Quellen
Texte, Gegenstände, Bilder aus der Vergangenheit, die entweder zufällig erhalten geblieben sind (Überrest) oder absichtlich überliefert wurden (Überlieferung), sowie Zeitzeugenaussagen.
Altsteinzeit
Ältester Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte (vor ca. 2 Mio. Jahren bis ca. 10 000 v. Chr.), in dem die Menschen als Jäger und Sammler umherzogen und ihre Werkzeuge und Waffen meist aus Stein herstellten.
Jungsteinzeit
Zeitabschnitt ca. 10.000 v. Chr. bis ca. 2.000 v. Chr., in dem die Menschen sesshaft wurden und dank des wärmeren Klimas zu Ackerbau und Viehzucht übergingen.
ab ca. 3000 v. Chr.
Hochkultur in Ägypten.
Pharao
(Plural: Pharaonen) Oberster Herrscher im alten Ägypten, der zugleich als König und als Gott verehrt wurde.
Monarchie
Herrschaftsform, in der eine Königin oder ein König an der Spitze des Staates steht.
Pyramide
Grabanlage einer hochgestellten Persönlichkeit (z. B. eines Pharaos) im alten Ägypten, meist mit quadratischem Grundriss und nach oben spitz zulaufend.
Blütezeit Athens.
Antike
Griechisch-römisches Altertum, also der Zeitraum, in dem die Griechen und Römer den Mittelmeerraum beherrschten bzw. kulturell prägten (ca. 1000 v. Chr. − 500 n. Chr.).
Migration
Dauerhafter Wohnortwechsel von Menschen, der unterschiedliche Ursachen haben kann, z. B. die Flucht vor politischer Verfolgung, vor Folter, Krieg und Hunger, die Suche nach besseren Lebensumständen oder neue berufliche Möglichkeiten.
Polis
Griechischer Stadtstaat (Plural: Poleis) in der Antike, der aus einer Stadt und deren Umland bestand und politisch sowie wirtschaftlich selbstständig war.
Aristokratie
Herrschaftsform, bei der der Adel, also die einflussreichsten Familien, die Macht besitzt.
Demokratie
Herrschaftsform, in der das Volk über die Politik bestimmt. Die ursprüngliche Form entstand in der Polis Athen im 6. und 5. Jh. v. Chr., in der alle männlichen Bürger in der Volksversammlung direkt über Sachfragen abstimmen konnten (direkte Demokratie); Frauen, Fremde und Sklaven besaßen keine politischen Rechte. Der moderne Demokratiebegriff basiert hingegen auf allgemeingültigen Menschenrechten (Freiheit, Gleichheit) und repräsentativer Demokratie durch gewählte Volksvertreter in Parlamenten.
Verfassung
Grundlegendes Gesetz, das die politische Ordnung eines Staates festlegt (z. B. Staatsform, Rechte und Pflichten der Bürgerinnen und Bürger). Beispiele für demokratische Verfassungen sind die Verfassung des Freistaats Bayern (1946) und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (1949).
753 v. Chr.
Mythische (der Sage nach) Gründung Roms.
Übergang Roms von der Republik zum Prinzipat (Kaiserzeit).
um Christi Geburt
Zeitalter des Augustus.
Senat
Oberstes Beratungsorgan der Römischen Republik, dessen Mitglieder aus den einflussreichsten Familien (Adel) stammten und vorher wichtige Ämter ausgeübt hatten.
Republik
Der lateinische Begriff „res publica“ fasst den Staat als „öffentliche Angelegenheit“ auf, die alle freien Bürger betrifft. Heute bezeichnet „Republik“ eine Staatsform, in der kein Monarch an der Spitze steht, sondern das Staatsoberhaupt gewählt ist und die Staatsgewalt vom Volk ausgeht. Der Begriff wird manchmal auch von Diktaturen verwendet (z. B. DDR).
Diktator
Befehlshaber mit uneingeschränkter Befehlsgewalt; in der Römischen Republik außerordentliches Amt, nur in Notzeiten für sechs Monate bestimmt. Heute bezeichnet Diktatur eine Staatsform, in der eine Person oder Gruppe uneingeschränkte Macht unter Anwendung von Gewalt ausübt und Menschenrechte sowie Demokratie unterdrückt.
Limes
Befestigte römische Reichsgrenze, u. a. der obergermanisch-rätische Limes zwischen Rhein und Donau.
Judentum
Älteste monotheistische Religion und zugleich Gemeinschaft aller Jüdinnen und Juden. Der Kern der jüdischen Religion ist in der Thora grundgelegt.
Christentum
Die auf Jesus Christus, sein Leben und sein Wirken begründete monotheistische Religion, deren heilige Schrift die Bibel ist.
Caesar
Gaius Julius Cäsar war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der sich 44 v. Chr. zum Diktator auf Lebenszeit ernennen ließ und so das Ende der Römischen Republik und den Beginn der Kaiserzeit einleitete.
Romanisierung
Übernahme u. a. der römischen Sprache, Kultur durch Bevölkerungsgruppen in einigen der von Römern eroberten Gebiete.
(römische) Provinz
Ein unter römischer Herrschaft und Verwaltung stehendes erobertes Gebiet außerhalb Italiens.
um 500
Reichsbildung der Franken. Die fränkischen Stämme vereinigten sich und bildeten ein stabiles, christlich geprägtes fränkisches Reich, in dem sich germanische und römische Elemente verbanden.
800
Krönung Karls des Großen zum Kaiser in Rom.
Islam
Vom Propheten Mohammed im 7. Jh. begründete monotheistische Religion, deren Anhänger (Musliminnen und Muslime) zu Allah beten. Die Glaubensgrundlage des Islam ist der Koran.
Mittelalter
Zeit zwischen ca. 500 und ca. 1500 n. Chr., also zwischen der Antike und der Neuzeit.
Karl der Große
König des Fränkischen Reichs, der 800 als erster westeuropäischer Herrscher vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde und damit die Grundlage für das mittelalterliche Kaisertum legte.
König
Meist aus dem Adel stammender Herrscher bzw. Herrscherin eines Landes, der bzw. die durch Wahl (z. B. im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation) oder Erbrecht (z. B. in England, Frankreich) bestimmt wird.
Kaiser
Höchster Herrschertitel, der im Mittelalter an die Tradition des Römischen Kaiserreichs anknüpfte, vom Papst gekrönt wurde und Anspruch auf Schutz der Christenheit und oberste weltliche Herrschaft erhob. In der Neuzeit verlor der Titel seinen sakralen Charakter (z. B. Deutscher Kaiser ab 1871).
962
Kaiserkrönung Ottos des Großen.
Adel
Im Mittelalter und bis ins 19. Jh. herrschender Stand, der sich durch Abstammung, Besitz, Vorrechte und eigene Lebensformen von der übrigen Gesellschaft abhob.
Investiturstreit
Machtkampf zwischen römisch-deutschem Königtum und Papsttum im 11. und 12. Jh. um die Vorherrschaft (Frage der Bischofseinsetzung/Investitur). Höhepunkt war der Gang nach Canossa (1077) Heinrichs IV., Beilegung im Wormser Konkordat (1122).
Lehnswesen
Auf gegenseitiger Treue beruhende Herrschaftsform des Mittelalters. Ein adeliger Lehensherr verlieh Land, Ämter oder Rechte an einen Lehensmann (Vasallen) auf Lebenszeit gegen Kriegs- und Amtsdienste; mit der Zeit wurden Lehen erblich (z. B. Belehnung Ottos von Wittelsbach 1180 mit Bayern).
Kurfürsten
Die meist sieben zur Königswahl berechtigten geistlichen und weltlichen Fürsten; das Wahlverfahren sowie die Zahl der Kurfürsten bildeten sich vor allem im 13. und 14. Jh. heraus.
um 1200
Kulturelle Blüte zur Zeit der Staufer.
Stände
Durch Geburt definierte Großgruppen in der mittelalterlichen Gesellschaft: Klerus (erster Stand), Adel (zweiter Stand), Bauern und Bürger (dritter Stand) mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten.
Grundherrschaft
Herrschaftsform, bei der Grundherren (z. B. Herzöge, Grafen, Bischöfe, Äbte) Land an unfreie Bauern vergaben, die es bewirtschafteten, Abgaben zahlten und Frondienste leisteten, wofür sie Schutz und Sicherheit erhielten.
Stadtrecht
Besondere Rechte (Privilegien) von Städten, z. B. Münz-, Markt-, Zoll- und Befestigungsrecht.
Bürger
Im Mittelalter die Einwohner einer Stadt mit Bürgerrecht und politischem Mitspracherecht (in manchen Städten auch Frauen und Juden); heute vor allem Bewohner eines Staates mit Staatsbürgerschaft.
Ghetto
Von der übrigen Stadt oft durch Mauern und Tore abgetrenntes Wohngebiet der jüdischen Gemeinschaft (ursprünglich 'Geto Novo' in Venedig). Im Nationalsozialismus dienten Ghettos der Ausgrenzung und Quälerei; heute meist abwertend für isolierte Stadtviertel.
Kloster
Anlage, in der Nonnen oder Mönche dauerhaft und gemeinschaftlich nach Ordensregeln ihren Glauben ausübten; im Mittelalter wichtige Träger von Wissenschaft, Kunst und Kultur.
1453
Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen und dadurch Ende des Oströmischen Reichs.
1492
„Entdeckung“ Amerikas durch Kolumbus.
Kreuzzug
Vom 11. bis zum 13. Jh. stattfindende Kriegszüge in den Nahen Osten u. a. mit dem Ziel, die muslimische Herrschaft über die Heiligen Stätten der Christen zu beenden und den christlichen Glauben zu verbreiten.
Neuzeit
Bezeichnung für die Zeit nach dem Mittelalter (ab ca. 1500) bis hin zur Gegenwart.
Renaissance
Kulturgeschichtliche Epoche vom 14. bis zum 16. Jh., beruhend auf einer Wiederentdeckung der Antike (Wissen, Kunst, Kultur) und der Ausrichtung auf den gebildeten Menschen (Humanismus).
1517
Beginn der Reformation.
1618–1648
Dreißigjähriger Krieg.
Luther
Martin Luther, Mönch und Theologe, der mit seiner Kritik an kirchlichen Missständen und seinen 95 Thesen die Reformation auslöste.
Reformation
Kirchliche Erneuerungsbewegung, die zur Spaltung des westlichen Christentums durch die Entstehung der evangelischen Kirche führte und die politische Ordnung Europas veränderte.
Westfälischer Friede
Friedensvertrag nach dem Dreißigjährigen Krieg (1648), der die Gleichberechtigung der christlichen Konfessionen festschrieb, Landesfürsten weitgehende Unabhängigkeit gewährte und den Augsburger Religionsfrieden ('cuius regio, eius religio') bestätigte.
17./18. Jh.
Absolutismus in Europa.
Absolutismus
Herrschaftsform im 17. und 18. Jh., in der Monarchen ihre Herrschaft von Gott ableiteten und den Anspruch erhoben, völlig uneingeschränkt und ohne Einschränkung durch Stände oder Adel zu regieren.
Hegemonie
Vormachtstellung eines Staates in einer bestimmten Region.
1789
Beginn der Französischen Revolution: Sturz der absolutistischen Monarchie in Frankreich in einem tiefgreifenden, raschen politischen und gesellschaftlichen Umbruch.
1806
Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sowie Gründung des Königreichs Bayern.
Aufklärung
Epoche der Geistesgeschichte im 17./18. Jh., die sich auf die Vernunft stützte ('Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!' – Kant) und Traditionen infrage stellte, wobei der Mensch als individuell und vernunftbegabt angesehen wurde.
Menschenrechte
Angeborene und unveräußerliche Rechte eines jeden Menschen (z. B. Recht auf Leben, Freiheit, Gleichheit). Bedeutend in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung (1776), der Französischen Revolution (1789) und im deutschen Grundgesetz.
Gewaltenteilung
Grundsatz der Aufteilung der Staatsmacht in Legislative, Exekutive und Judikative zur gegenseitigen Kontrolle (horizontale Gewaltenteilung); im Föderalismus ergänzt durch vertikale Gewaltenteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen.
konstitutionelle Monarchie
Regierungsform, in der die Macht eines Monarchen durch eine Verfassung eingeschränkt wird (z. B. Königreich Bayern), abzugrenzen von parlamentarischer und absoluter Monarchie.
Nation
Menschen in einem Gebiet, die sich durch gemeinsame Merkmale wie Sprache, Kultur oder Geschichte verbunden fühlen und eine politische Gemeinschaft bilden (Konzept entwickelt v. a. in der Französischen Revolution 1789).
Bürgertum
Gesellschaftsschicht aus Kaufleuten, Gelehrten, Beamten und Handwerkern, die in Städten entstand und in Aufklärung und Industrialisierung die bürgerliche Gesellschaft gleichberechtigter, mündiger Staatsbürger prägte.
Volkssouveränität
Grundsatz, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht.
Napoleon
Napoleon Bonaparte, französischer General, der in der Französischen Revolution die Macht erlangte, sich 1804 zum Kaiser krönte und Frankreich zur Hegemonialmacht in Europa machte.
Säkularisation
Enteignung und Verstaatlichung von Kirchengut sowie Auflösung geistlicher Fürstentümer (z. B. 1803 im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation).
1815
Wiener Kongress.
1832
Hambacher Fest.
1848/49
Revolution in Deutschland mit dem Ziel, einen Nationalstaat auf der Basis einer liberalen Verfassung zu begründen.
Deutscher Bund
Auf dem Wiener Kongress (1815) gegründeter loser deutscher Staatenbund aus 34 Staaten und vier freien Städten.
Nationalismus
Politische Strömung des 19. Jhs., die einen gemeinsamen Nationalstaat anstrebt; heute auch Bezeichnung für ein übersteigertes Nationalbewusstsein.
Liberalismus
Politische Strömung des 19. Jhs., welche die Freiheitsrechte des Einzelnen betont, Verfassungen mit Grundrechten fordert und sich Fortschritt durch freie Entfaltung erhofft.
Parlament
Volksvertretung in demokratischen Staaten für Gesetzgebung, Haushaltsrecht und Regierungskontrolle (z. B. Deutscher Bundestag, Bayerischer Landtag).
Industrialisierung
Von England ausgehende, tiefgreifende Veränderung der Arbeitsverhältnisse und Gesellschaft durch den Einsatz von Maschinen im 19. Jh.
Soziale Frage
Frage nach der Lösung der durch die Industrialisierung entstandenen sozialen Probleme (z. B. Wohnungsnot, Kinderarbeit, mangelnde soziale Absicherung).
Sozialismus
Politische Strömung zur Überwindung der Klassengesellschaft durch gleichmäßigere Besitzverteilung oder Verstaatlichung der Produktionsmittel (in Staaten wie UdSSR/China historisch als Vorstufe zum Kommunismus verstanden).
Kommunismus
Von Karl Marx und Friedrich Engels entwickelter Ansatz mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft und staatlichen Produktionsmitteln.
1871
Deutsche Reichsgründung.
Deutsches Kaiserreich
1871 nach den Einigungskriegen als konstitutionell-monarchischer Nationalstaat gegründetes Kaiserreich, 1918 im Zuge der Novemberrevolution aufgelöst.
Bismarck
Otto von Bismarck, konservativer preußischer Ministerpräsident, der 1871 die Reichsgründung unter preußischer Führung erreichte und als erster Reichskanzler das Kaiserreich maßgeblich prägte.
Sozialgesetzgebung
Einführung der Kranken-, Renten- und Unfallversicherung unter Reichskanzler Bismarck zur Entschärfung der Sozialen Frage und Eindämmung der Sozialdemokratie; Beginn moderner staatlicher Sozialpolitik.
Reichstag
Ab 1871 das gewählte Parlament des Deutschen Kaiserreichs; das Reichstagsgebäude ist heute Sitz des Deutschen Bundestags.
1914–1918
Erster Weltkrieg.
1917
Kriegseintritt der USA und Russische Revolution.
Imperialismus
Streben von Staaten nach weltweiter politischer Machtausdehnung und wirtschaftlichem Einfluss (Ende 19./Anfang 20. Jh.), z. B. durch Kolonien, angetrieben auch durch Sendungsbewusstsein und Rassismus.
Vertrag von Versailles
1919 geschlossener Friedensvertrag, der den Ersten Weltkrieg beendete; schrieb alleinige Kriegsschuld Deutschlands fest und verfügte Gebietsabtretungen, militärische Beschränkungen und Reparationen.
1918
Novemberrevolution in Deutschland; am 9. November Abdankung des Kaisers und Ausrufung der Republik.
1923
Krisenjahr der Weimarer Republik (u. a. Hitlerputsch).
1929
Beginn der Weltwirtschaftskrise.
Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler.
Weimarer Republik
Erste parlamentarische Demokratie in Deutschland zwischen 1918 und 1933.
Weimarer Reichsverfassung
Verfassung der ersten deutschen Republik von 1919; Kennzeichen: parlamentarische Demokratie, starke Stellung des Reichspräsidenten und erstmaliges Frauenwahlrecht.