F43 Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen (akute Belastungsreaktion, PTBS, Anpassungsstörung)

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
Locked
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/3

encourage image

There's no tags or description

Looks like no tags are added yet.

Last updated 11:20 AM on 8/20/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

4 Terms

1
New cards

F43.0 akute Belastungsreaktion

A: erleben einer außergewöhnlichen psychischen oder physischen Belastung


B: der außergewöhnlichen Belastung folgt unmittelbar der Beginn der Symptome (innerhalb einer Stunde)


C: es gibt 2 Symptomgruppen. Die akute Belastungsreaktion wird unterteilt in

  • F43.00 leicht → nur Symptome aus Gruppe 1

  • F43.01 mittelgradig → Symptome aus Gruppe 1. und 2 aus Gruppe 2.

  • F43.02 schwer → Symptome aus Gruppe 1 und 4 aus Gruppe 2. oder dissoziativer Stupor (F44.2)


  1. Die Kriterien B,C und D der GAS (F41.1)

  2. a. Rückzug von erwarteten sozialen Interaktionen,
    b. Einengung der Aufmerksamkeit
    c. offensichtliche Desorientierung
    d. Ärger oder verbale Aggression
    e. Verzweiflung oder Hoffnungslosigkeit
    f. unangemessene oder sinnlose Überaktivität
    g. unkontrollierbare und außergewöhnliche Trauer (nach kulturellen Normen bewerten)


D: wenn die Belastung vorübergehend ist oder gemildert werden kann, beginnen die Symptome nach spätestens 8h abzuklingen. Hält die Belastung an, beginnen die Symptome nach spätestens 48h nachzulassen


E: Ausschlussvorbehalt: Derzeitig liegt keine andere psychische oder Verhaltensstörung der ICD-10 vor (außer GAS oder PS). Das Ende einer Krankheitsperiode einer anderen psychischen oder Verhaltensstörung muss mehr als drei Monate zurückliegen.


2
New cards

F43.1 Possttraumatische Belastungsstörung

A: Betroffene Person war einem kurz- oder langanhaltendem Ereignis oder Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastophalem Ausmaß ausgesetzt, das bei nahezu jedem trifgreifende Verzweiflung auslösen würde.


B: anhaltende Erinnerungen oder Wiedererleben der Belastung durch aufdringliche Nachhallerinnerungen, lebendige Erinnerungen, sich wiederholende Träume oder durch innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen


C: Umstände, die der Belastung ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen, werden tatsächlich oder möglichst vermieden. Dieses Verhalten bestand nicht vor dem belastenden Erlebnis


D: Entweder 1 oder 2

  1. Teilweise oder vollständige Unfähigkeit, einige wichtige Aspekte der Belastung zu erinnern

  2. anhaltende Symptome einer erhöhten psychischen Sensitivität und Erregung (nicht vorhanden vor der Belastung) mit zwei oder mehr der folgenden Merkmale:
    a. Ein- und Durchschlafstörungen
    b. Reizbarkeit oder Wutausbrüche
    c. Konzentrationsschwierigkeiten
    d. Hypervigilanz
    e. erhöhte Schreckhaftigkeit

E: Kriterien B,C,D treten innerhalb von 6M nach dem Ereignis oder nach Ende einer Belastungsperiode auf.


3
New cards

F43.2 Anpassungsstörungen

A: Identifizierbare psychosoziale Belastung, von einem nicht außergewöhnlichen oder katastrophalen Ausmaß; Beginn der Symptome innerhalb eines Monats


B: Symptome und Verhaltensstörungen (außer Wahngedanken und Halluzinationen) wie sie bei F3, F4 und bei F91 vorkommen.Die Kriterien einer einzelnen Störung werden aber nicht erfüllt. Symptome können in Art und Schwere variieren. => siehe bild


C: Die Symptome dauern nicht länger als sechs Monate nach Ende der Belastung oder ihrer Folgen an, außer bei der längeren depressiven Reaktion (F43.21). Bis zu einer Dauer von sechs Monaten kann die Diagnose einer Anpassungsstörung gestellt werden. Unabhängig von der Erfüllung dieses Zeitkriteriums kann stehts eine vorläufige Diagnose gestellt werden.


DD Trennungsangst in der Kindheit (F93.0)

Verschwinden oder Tod eines Angehörigen

Kommentar: Bei Kindern stehen regressive Phänomene wie Einnässen Babysprache oder Daumenlutschen im Vordergrund, dann F43.23 nutzen

<p>A: Identifizierbare psychosoziale Belastung, von einem nicht außergewöhnlichen oder katastrophalen Ausmaß; Beginn der Symptome innerhalb eines Monats</p><p></p><p>B: Symptome und Verhaltensstörungen (außer Wahngedanken und Halluzinationen) wie sie bei F3, F4 und bei F91 vorkommen.Die Kriterien einer einzelnen Störung werden aber nicht erfüllt. Symptome können in Art und Schwere variieren. =&gt; siehe bild</p><p></p><p>C: Die Symptome dauern nicht länger als sechs Monate nach Ende der Belastung oder ihrer Folgen an, außer bei der längeren depressiven Reaktion (F43.21). Bis zu einer Dauer von sechs Monaten kann die Diagnose einer Anpassungsstörung gestellt werden. Unabhängig von der Erfüllung dieses Zeitkriteriums kann stehts eine vorläufige Diagnose gestellt werden.</p><p></p><p>DD Trennungsangst in der Kindheit (F93.0)</p><p>Verschwinden oder Tod eines Angehörigen</p><p>Kommentar: Bei Kindern stehen regressive Phänomene wie Einnässen Babysprache oder Daumenlutschen im Vordergrund, dann F43.23 nutzen</p>
4
New cards

DD’S

x