Performance Management Lektion 7

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23 Terms

1
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Was sind die übergeordneten Ziele der Balanced Scorecard und des EFQM-Excellence-Modells?

  • sollen die Unternehmensperformance verbessern

  • unterstützen das Management bei der Steuerung und Verbesserung der Unternehmensleistung

  • unterscheiden sich in ihrem Ansatz und ihren konkreten Schwerpunkten


2
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Was ist der grundlegende Unterschied zwischen der Balanced Scorecard und dem EFQM-Excellence-Modell?

  • BSC: bewertet die strategische Leistungsfähigkeit und unterstützt die Umsetzung der Unternehmensstrategie.

  • EFQM: bewertet die Qualität der Unternehmensprozesse und fördert bewährte Verfahren (Best Practices).

  • Die BSC fokussiert auf strategische Ziele,
    EFQM auf die systematische Bewertung und Verbesserung von Prozessen.


3
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Was bedeutet, dass die BSC präskriptiv und fokussiert ist?

  • Präskriptiv: Die BSC legt fest, welche strategischen Prioritäten verfolgt werden sollen.

  • Fokussiert: Sie konzentriert sich auf wenige zentrale Erfolgsfaktoren.

  • Das Management leitet daraus konkrete strategische Ziele und Maßnahmen ab.


4
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Was bedeutet, dass EFQM deskriptiv und umfassend ist?

  • Deskriptiv: EFQM beschreibt und bewertet, wie Prozesse im Unternehmen gestaltet und umgesetzt werden.

  • Umfassend: Es betrachtet die Prozesse und Managementaktivitäten anhand festgelegter Kriterien.

  • Es gibt keine automatische Priorisierung der Aktivitäten nach ihrer strategischen Bedeutung.


5
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Was bedeutet, dass die BSC hypothesengeleitet und subjektiv ist?

  • Sie beruht auf Annahmen und Werturteilen des Managements.

  • Das Management formuliert Hypothesen darüber, wie bestimmte Maßnahmen zur Erreichung strategischer Ziele beitragen.

  • Die angenommenen Ursache-Wirkungs-Beziehungen können sich als richtig oder falsch erweisen.


6
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Was bedeutet, dass EFQM faktenbasiert und objektiv ist?

  • Die Bewertung basiert auf gesammelten Fakten und Daten sowie festgelegten Kriterien.

  • Prozesse werden anhand objektiver Informationsquellen beurteilt.

  • Einheitliche Kriterien erleichtern den Vergleich zwischen Unternehmen.

  • Die Selbstbewertung kann dennoch subjektive Einflüsse enthalten.


7
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Was bedeutet, dass die BSC kontextspezifisch ist?

  • Die BSC wird individuell an die Vision, Strategie und Situation eines Unternehmens angepasst.

  • Ziele und Kennzahlen sind unternehmensspezifisch.

  • Sie berücksichtigt beispielsweise die Marktposition, Wettbewerbssituation und individuellen Herausforderungen des Unternehmens.


8
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Was bedeutet, dass EFQM eher kontextunabhängig ist?

  • Die Selbstbewertung erfolgt anhand vordefinierter Kriterien.

  • Die Kriterien ermöglichen eine systematische Bewertung und einen Vergleich zwischen Unternehmen.

  • Unternehmensspezifische strategische Vorteile stehen nicht im Mittelpunkt.

  • Branche und Sektor können die Interpretation der Ergebnisse beeinflussen.


9
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Was bedeutet die To-be-View der BSC?

  • Die BSC orientiert sich am gewünschten zukünftigen Zustand des Unternehmens.

  • Ausgangspunkt ist die Vision, die typischerweise einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren umfasst.

  • Von diesem Ziel aus werden rückwärts die notwendigen Schritte, Maßnahmen und Ressourcen abgeleitet.

  • Die BSC identifiziert die Lücke zwischen dem aktuellen und dem gewünschten Zustand.


10
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Was bedeutet die As-is-View von EFQM?

  • EFQM untersucht den aktuellen Zustand der Unternehmensprozesse.

  • Die Selbstbewertung identifiziert Stärken und Verbesserungsbereiche.

  • Die Ergebnisse zeigen, wo Prozesse verbessert werden können.

  • EFQM bewertet nicht automatisch, welche Verbesserungen für die zukünftige Strategie am wichtigsten sind (keine Priorisierung).


11
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Wie unterscheiden sich BSC und EFQM hinsichtlich ihrer Ursache-Wirkungs-Modelle?

  • BSC – explizit: Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen strategischen Zielen werden ausdrücklich dargestellt.

  • Beispiel:
    bessere Mitarbeiterqualifikation → bessere Prozesse → höhere Kundenzufriedenheit → bessere finanzielle Ergebnisse.

  • EFQM – implizit: Befähiger (Enablers) und Ergebnisse sind logisch miteinander verbunden.

  • Die konkreten Beziehungen zwischen einzelnen Befähigern und bestimmten Ergebnissen werden nicht ausdrücklich dargestellt.


12
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Wie berücksichtigen BSC und EFQM externe Faktoren?

  • BSC: berücksichtigt externe Faktoren nicht systematisch. Sie werden insbesondere dann berücksichtigt, wenn sie strategisch relevant sind.

  • EFQM: berücksichtigt externe Faktoren systematischer.

  • Die Gesellschaft und der Vergleich mit Wettbewerbern und Best Practices sind wichtige Bestandteile des EFQM-Ansatzes.


13
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Warum eignet sich EFQM besonders für Benchmarking?

  • EFQM verwendet standardisierte Kriterien zur Bewertung von Unternehmensprozessen.

  • Die einheitlichen Kriterien erleichtern den Vergleich zwischen Unternehmen.

  • Unternehmen können ihre Prozesse mit Wettbewerbern oder Best Practices vergleichen.

  • Dadurch lassen sich Verbesserungspotenziale erkennen.


14
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Welchen zusätzlichen Nutzen bietet EFQM, wenn ein Unternehmen bereits die BSC verwendet?

  • Die BSC identifiziert und priorisiert strategisch wichtige Ziele.

  • EFQM bewertet die Qualität der Prozesse und identifiziert Schwachstellen.

  • Dadurch kann das Unternehmen erkennen, welche Prozessverbesserungen die Strategieumsetzung unterstützen.

  • Beide Modelle ergänzen sich, weil sie unterschiedliche Fragestellungen beantworten.


15
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Wie können BSC und EFQM gemeinsam eingesetzt werden, um Ressourcen gezielt zu nutzen?


  • Zunächst werden mit der BSC strategische Ziele und wichtige Maßnahmen festgelegt.

  • Anschließend hilft EFQM dabei, die Qualität der relevanten Prozesse zu bewerten.

  • Die Ergebnisse zeigen, wo Verbesserungen notwendig sind.

  • Ressourcen können gezielt auf Schwachstellen konzentriert werden, die für die strategischen Ziele besonders wichtig sind.

  • Dadurch wird vermieden, alle Schwächen unabhängig von ihrer Bedeutung gleich stark zu behandeln.


16
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Warum sollten BSC und EFQM nicht einfach zu einem einzigen Modell verschmolzen werden?

  • Beide Modelle erfüllen unterschiedliche Funktionen.

  • Eine Verschmelzung kann ihre jeweiligen Vorteile und Schwerpunkte verwischen.

  • Der gemeinsame Ansatz kann unnötig komplex und aufwendig werden.

  • Sinnvoller ist es, beide Modelle gezielt zu kombinieren und ihre Eigenständigkeit zu erhalten.


17
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Welche Risiken und Herausforderungen entstehen bei der Implementation eines Performance-Management-Systems?

  • Hohe Komplexität und Ressourcenbedarf

  • Kontraproduktive Effekte: Behinderung statt Steigerung der Unternehmensleistung


18
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Was bedeutet Informationsüberladung?

  • Zu große Informationsmengen für das Management

  • Gefahr: „Paralysis by analysis“ – Analyse lähmt Entscheidungen

  • Maßstab: Beitrag zur Erreichung strategischer Ziele


19
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Was ist bei der Auswahl und Anpassung von KPIs zu beachten?

  • Unternehmensindividuell; an Mission und Zielen ausrichten

  • Entscheidende Erfolgsfaktoren messen, keine unpassenden Standardindikatoren

  • Langfristige Kontinuität; Änderung bei veränderten Zielen oder erreichten Meilensteinen


20
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Welche Gefahren bergen kontraproduktive Anreize?

  • KPI-Verknüpfung mit Boni kann kurzfristiges statt langfristiges Verhalten fördern

  • Nicht abgestimmte KPIs können sich gegenseitig untergraben

→ KPIs gemeinsam prüfen, bevor Anreiz- und Bonussysteme festgelegt werden


21
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Welche Kostenrisiken entstehen durch Performance Measurement?

  • Kosten für Messung, Implementierung und Wartung

  • Zusätzliche KPIs können Effizienz senken und Mehrkosten verursachen

→ KPIs ohne ausreichenden strategischen Nutzen und mit zusätzlichem Aufwand eliminieren


22
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Wie entsteht kultureller Widerstand bei der Einführung eines Performance-Management-Systems?

  • Zu viele Kennzahlen: hoher administrativer Aufwand → Gefühl von Bürokratie und Widerstand der Mitarbeitenden

  • Zurückgehaltene Informationen: Führungskräfte geben vertrauliche Informationen nicht weiter → Misstrauen gegenüber dem System

  • Fehlende Einflussmöglichkeiten: Mitarbeitende können gesetzte Kennzahlen und Ziele nicht beeinflussen → Frustration und sinkende Arbeitsmoral

→ Gegenmaßnahmen: Mitarbeitende über Kennzahlen und Rahmenbedingungen informieren; notwendiges Wissen vermitteln und Einfluss auf die Zielerreichung ermöglichen


23
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Welche Herausforderungen entstehen durch ein dynamisches Unternehmensumfeld?

  • Strategieänderungen: KPIs müssen an veränderte Ziele und Rahmenbedingungen angepasst werden

  • Zu starres System: feste Kennzahlen passen nicht mehr zum Geschäftsumfeld → operative Probleme und dysfunktionale Prozesse

  • Zu viele unkoordinierte Änderungen: neue KPIs kommen hinzu, alte bleiben trotz veränderter Ziele bestehen → widersprüchliche und inkonsistente Maßnahmen

→ Gegenmaßnahme: Kennzahlen und Performance-Management-System regelmäßig gemeinsam überprüfen und anpassen, damit sie weiterhin zur aktuellen Strategie passen