Angewandte Hygiene und Infektionslehre

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/39

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vokabel-Karteikarten zur Vorlesung Angewandte Hygiene und Infektionslehre von Karin Bauer, MSc MSc.

Last updated 4:57 PM on 10/9/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

40 Terms

1
New cards

Hygiene

Prophylaktische Maßnahmen zur Gesunderhaltung (Gesundheitslehre und Gesundheitspflege), um körperliche, soziale und seelische Störungen fernzuhalten.

2
New cards

Krankenhaushygiene

Eine interdisziplinäre Aufgabe im Gesundheitswesen, deren Maßnahmen umfassend, lückenlos und permanent durchgeführt werden müssen.

3
New cards

Infektion

Das Eindringen und die Vermehrung von Krankheitserregern im menschlichen Organismus.

4
New cards

Infektionskrankheit

Das Eindringen und die Vermehrung von Krankheitserregern im Organismus zusammen mit der darauf folgenden Reaktion des Wirtsorganismus.

5
New cards

Kontamination

Die Verunreinigung oder Verschmutzung von Flächen, Händen, Instrumenten oder Gegenständen mit Mikroorganismen.

6
New cards

Asepsis

Zustand vollständiger Keimfreiheit zur Vermeidung einer Infektion oder Kontamination.

7
New cards

Aseptisches Arbeiten

Eine Arbeitsweise (unter anderem sterile Schutzkleidung, Händedesinfektion und Non-Touch-Technik), die verhindert, dass Krankheitserreger auf Haut, Schleimhaut, in Körperhöhlen oder Wunden von Patient*innen gelangen.

8
New cards

Antisepsis

Die gezielte Bekämpfung (Hemmung oder Vernichtung) von Infektionserregern durch antiseptische Maßnahmen wie Desinfektion und Sterilisation.

9
New cards

Sepsis (Septikämie)

Eine oft letal verlaufende Systemerkrankung durch die Ausstreuung von Krankheitserregern aus lokalen Infektionsquellen über die Blutbahn in verschiedene Organe.

10
New cards

Hygieneteam

Team bestehend aus Krankenhaushygieniker*in (FÄ/FA für Hygiene und Mikrobiologie) und/oder Hygienebeauftragte/r Ärztin/Arzt sowie Hygienefachkraft (diplomierte Pflegeperson mit entsprechender Spezialisierung).

11
New cards

Hygienekommission

Gremium bestehend aus Hygieneteam, Kollegialer Führung und betroffenen Leitungen, das über Bauvorhaben, Beschaffung, Richtlinien und Vorgangsweisen bei Infektionshäufungen entscheidet.

12
New cards

Hygienekontaktpersonen

Laufend geschulte Ansprechpersonen für das Hygieneteam in allen Organisationseinheiten (Stationen, Ambulanzen, OP), die ihr Hygienewissen an das eigene Team weitergeben.

13
New cards

Hospitalismus

Alle negativen körperlichen und psychischen Schäden, die durch einen längeren Krankenhausaufenthalt oder mangelnde emotionale Zuwendung entstehen (unterteilt in psychisch, physisch und infektiös).

14
New cards

Nosokomiale Infektion (HCAI / HAI)

Infektionen, die im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus oder einer sonstigen Gesundheitseinrichtung erworben werden (Healthcare-associated infections).

15
New cards

Pathogenität

Die grundsätzliche Fähigkeit eines Mikroorganismus, in einem Wirt eine Erkrankung hervorzurufen.

16
New cards

Virulenz

Die Gesamtheit und der Ausprägungsgrad der krankmachenden Eigenschaften eines Infektionserregers in einem Wirt.

17
New cards

Disposition

Die Veranlagung, Krankheitsbereitschaft bzw. Empfänglichkeit des Körpers für die Entstehung von Krankheiten.

18
New cards

Resistenz (des Organismus)

Die unspezifische Widerstandsfähigkeit eines lebenden Organismus gegenüber den krankmachenden Eigenschaften von Erregern.

19
New cards

Immunität

Die spezifische Unempfänglichkeit des Organismus gegenüber einer bestimmten Infektion.

20
New cards

Dauerausscheider

Personen, die eine Infektionskrankheit überstanden haben und nach ihrer Genesung länger als 3 Monate3\,\text{Monate} weiterhin Erreger ausscheiden.

21
New cards

Keimträger

Personen mit inapparenter Infektion, die ohne eigene Krankheitszeichen Erreger beherbergen und unbemerkt ausscheiden.

22
New cards

Inkubationszeit

Die Zeitspanne, die zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht.

23
New cards

Rekonvaleszenz

Die Phase der schrittweisen Wiederherstellung der Gesundheit, in welcher die Krankheitssymptome nach und nach verschwinden.

24
New cards

Residente Hautflora

Die hauteigene Keimbesiedlung (Standortflora), welche physiologisch vorhanden ist und die Haut vor fremden Erregern schützt.

25
New cards

Transiente Hautflora

Hautfremde Anflugs- und Kontaktkeime, die sich vorübergehend auf der Haut ansiedeln und durch Händehygiene leicht entfernt werden können.

26
New cards

Bereichskleidung

Spezielle Dienstkleidung, die nur in festgelegten Funktionsbereichen (z. B. OP, Intensivstation, Zentralsterilisation) getragen werden darf und diese Bereiche nicht verlassen darf.

27
New cards

FFP-Masken

Partikelfiltrierende Atemschutzmasken (Filtering Face Piece; Typ 1, 2 oder 3), die Träger*innen vor lungengängigem Staub, Rauch und Aerosolen schützen.

28
New cards

Strenge Isolierung

Schutzmaßnahme im Einzelzimmer für Patient*innen mit hochinfektiösen Erregern (Übertragung per Kontakt und/oder Respirationstrakt), bei der das Zimmer nicht verlassen werden darf.

29
New cards

Kontaktisolierung

Isolierungsform bei Patient*innen mit Erregern, die über Kontakt übertragen werden (z. B. MRE, infizierte Wunden), bei der das Zimmer bei gut abgedeckter Wunde verlassen werden darf.

30
New cards

Hygienische Händedesinfektion

Einreiben der trockenen Hände mit 3 bis 5 ml3\text{ bis }5\,\text{ml} alkoholischem Desinfektionsmittel über mindestens 30 Sekunden30\,\text{Sekunden} zur gezielten Ausschaltung der transienten Flora.

31
New cards
<p>Die 5 Momente der Händedesinfektion (WHO)</p>

Die 5 Momente der Händedesinfektion (WHO)

Indikationsschema der WHO: 1. Vor Patientenkontakt, 2. Vor einer aseptischen Tätigkeit, 3. Nach Kontakt mit potentiell infektiösem Material, 4. Nach Patientenkontakt, 5. Nach Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung.

32
New cards

Chirurgische Händedesinfektion

Präoperatives Verfahren für das OP-Team über mindestens 2 Minuten2\,\text{Minuten} (Unterarme mind. 30 Sekunden30\,\text{Sekunden}, Hände mind. 1,5 Minuten1{,}5\,\text{Minuten}) zur Beseitigung der transienten und Reduktion der residenten Hautflora.

33
New cards

Non-touch-Technik

Arbeitsweise unter Verwendung von sterilen Instrumenten (wie Pinzetten, Klemmen oder Stieltupfern), die ein direktes Berühren mit den Händen verhindert.

34
New cards

Reinigung

Die mechanische Entfernung von Verschmutzungen mit Wasser und reinigungsverstärkenden Zusätzen, die eine Keimreduktion von 50 %50\,\% bis 80 %80\,\% bewirkt (ohne gezielte Keimabtötung).

35
New cards

Dampfsterilisation (Autoklavieren)

Sterilisationsverfahren für thermostabile Güter mit gesättigtem, gespanntem Wasserdampf (Standardprogramm: 134 ∘C134\,^{\circ}\text{C} bei 2 bar2\,\text{bar} über 5 Minuten5\,\text{Minuten}; Chargendauer ca. 80 Minuten80\,\text{Minuten}).

36
New cards

Gassterilisation

Chemisch-physikalisches Sterilisationsverfahren bei niedriger Temperatur (ca. 60 ∘C60\,^{\circ}\text{C}) mittels Formaldehyd oder Ethylenoxid für thermolabile Güter wie flexible Endoskope.

37
New cards

Klipping

Elektrisches Kürzen von Haaren im Operationsbereich unmittelbar bzw. maximal 2 Stunden2\,\text{Stunden} vor dem Eingriff zur Verringerung von Hautläsionen und Infektionsrisiken.

38
New cards

Schlussdesinfektion

Maßnahmen zur vollständigen Wischdesinfektion und Aufbereitung der patientennahen Flächen und Gegenstände nach Entlassung, Transferierung oder Versterben eines/einer Patient*in.

39
New cards
<p>Antibiogramm</p>

Antibiogramm

Mikrobiologisches Laborergebnis zur Bestimmung der Empfindlichkeit oder Resistenz isolierter Bakterien gegen verschiedene Antibiotika anhand von Hemmhöfen.

40
New cards

Uricult

Eintauchnährboden mit verschiedenen Agarmedien (z. B. CLED- und MacConkey-Agar) zur semiquantitativen mikrobiologischen Bestimmung von Keimen im Harn.