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Umfassende Karteikarten zu den offiziellen Volleyball-Regeln nach DVV (2025–2028), Spielfelddimensionen, Positionen, Taktiken sowie allen offiziellen Schiedsrichter-Handzeichen.
Netzhöhe (Frauen)
Die vorgeschriebene Netzhöhe im Frauenbereich beträgt 2,24m.
Netzhöhe (Männer)
Die vorgeschriebene Netzhöhe im Männerbereich beträgt 2,43m.

Spielfeldmaße (Volleyball)
Das Gesamtfeld misst 18×9m (zwei Hälften à 9×9m). Es ist unterteilt in eine Angriffszone (3m von der Mittellinie) und eine Hinterzone (6m). Der umgebende Freiraum beträgt mindestens 3m.
Mannschaftsstärke
Eine Mannschaft spielt mit genau 6 Spielern auf dem Feld. Auf dem Spielberichtsbogen sind im regulären Spielbetrieb üblicherweise bis zu 12 Spieler gemeldet.
Rally-Point-System
Zählsystem im Volleyball, bei dem für jeden gewonnenen Spielzug stets ein Punkt vergeben wird – unabhängig davon, welche Mannschaft aufgeschlagen hat.
Satzgewinn (Sätze 1 bis 4)
Einen Satz gewinnt diejenige Mannschaft, die als erste 25 Punkte mit einem Vorsprung von mindestens 2 Punkten erzielt.
Tie-Break (5. Satz)
Der entscheidende fünfte Satz bei einem Spielstand von 2:2. Er wird bis 15 Punkte gespielt, wobei ebenfalls ein Vorsprung von mindestens 2 Punkten nötig ist.
Vorderspieler-Positionen
Die drei Positionen direkt am Netz: Position 4 (vorne links), Position 3 (vorne Mitte) und Position 2 (vorne rechts).
Hinterspieler-Positionen
Die drei hinteren Positionen: Position 5 (hinten links), Position 6 (hinten Mitte) und Position 1 (hinten rechts bzw. Aufschläger).
Rotationsfolge
Gewinnt die annehmende Mannschaft den Spielzug, erhält sie das Aufschlagrecht und alle ihre Spieler rotieren um genau eine Position im Uhrzeigersinn.
Aufstellungsbeziehungen beim Aufschlag
Für die annehmende Mannschaft gilt im Moment des Aufschlags: Jeder Hinterspieler muss weiter von der Mittellinie entfernt sein als sein zugehöriger Vorderspieler, und die Spieler müssen entsprechend ihrer Position seitlich zueinander versetzt stehen.

Taktik: Annahme im Fünferriegel (Zuspiel über Position 3)
Fünf Spieler bilden zur Annahme eine W-Formation. Der Zuspieler auf Position 3 steht zentral am Netz und verteilt den Ball im oberen Zuspiel vorwärts oder rückwärts parallel zum Netz auf Position 2 oder 4.

Taktik: Annahme im Fünferriegel (Zuspiel über Position 2)
Fünf Spieler stehen zur Annahme in W-Formation. Der Zuspieler agiert auf Position 2 und versorgt Position 3 mit mittleren Pässen (3−4m) sowie Position 4 mit weiten Distanzpässen (7−8m).
Abwehr mit vorgezogener Position 6
Abwehrsystem, bei dem Position 6 im Bereich der 3m-Angriffslinie steht, um Lobs hinter dem Block abzuwehren, Blockabpraller zu sichern und die zentrale Rolle bei der Angriffssicherung zu übernehmen.
Ball »in«
Der Ball gilt als im Feld, wenn er den Boden des Spielfelds einschließlich der Begrenzungslinien berührt.
Ball »aus«
Der Ball ist aus, wenn er vollständig außerhalb der Begrenzungslinien den Boden berührt, einen externen Gegenstand (z. B. Hallendecke) trifft oder die Antennen, Pfosten, Spannseile bzw. das Netz außerhalb der Seitenbänder berührt.
Überquerungssektor
Der Bereich oberhalb des Netzes, der seitlich durch die Antennen und deren gedachte Verlängerungen nach oben begrenzt wird und durch den der Ball ins gegnerische Feld gelangen muss.
Mannschaftskontakte (Regelanzahl)
Jede Mannschaft darf den Ball höchstens 3-mal schlagen, um ihn zurückzuspielen. Eine Ballberührung beim Block zählt nicht zu diesen drei Kontakten.
Doppelberührung
Ein Spieler darf den Ball grundsätzlich nicht zweimal unmittelbar hintereinander berühren. Ausnahmen bestehen beim Block, bei der ersten Annahme innerhalb einer Aktion sowie beim oberen Zuspiel als zweitem Mannschaftskontakt.
Netzberührung (Fehler)
Die Berührung des Netzes zwischen den Antennen während der Spielaktion (insbesondere bei Absprung, Schlagversuch oder Landung) ist ein Fehler.
Übertreten der Mittellinie
Das Betreten des gegnerischen Feldes ist erlaubt, sofern der Gegner nicht behindert wird und ein Teil des Fußes die Mittellinie noch berührt oder sich direkt senkrecht über ihr befindet.
Aufschlagzone
Der genau 9m breite Bereich direkt hinter der Grundlinie, aus dem heraus der Aufschlag ausgeführt werden muss.
Aufschlagzeit
Nach dem Pfiff des Schiedsrichters muss der Aufschlagspieler den Ball innerhalb von 8s schlagen.
Sichtblock
Ein regelwidriges Verdecken des Aufschlagspielers oder der Ballflugbahn durch Mitspieler der aufschlagenden Mannschaft (z. B. durch Heben der Hände über den Kopf vor Netzüberquerung).
Angriffsschlag der Hinterspieler
Hinterspieler dürfen den Ball in beliebiger Höhe angreifen, wenn ihr Absprung hinter der 3m-Angriffslinie erfolgt (die Linie darf beim Absprung weder berührt noch übertreten werden).
Block (Regeldefinition)
Abwehraktion von Vorderspielern nahe am Netz, um den gegnerischen Ball abzuwehren. Zählt nicht als Mannschaftskontakt. Ein gegnerischer Aufschlag darf nicht geblockt werden; Hinterspieler dürfen keinen Block vollenden.
Libero (Rolle & Einschränkungen)
Spezialisierter Abwehrspieler mit andersfarbigem Trikot, der für Hinterspieler eingetauscht wird. Er darf weder aufschlagen noch blocken und keinen vollendeten Angriffsschlag ausführen, wenn der Ball vollständig oberhalb der Netzkante ist.

Schiedsrichter-Handzeichen: Freigabe des Aufschlags
Bedeutung: Freigabe des Aufschlags. Der Schiedsrichter führt den gestreckten Arm quer über den Körper zur Anzeige der Aufschlagrichtung.

Schiedsrichter-Handzeichen: Punkt / Aufschlagseite
Bedeutung: Punkt bzw. Seite, die als nächste aufschlägt. Der Schiedsrichter streckt den Arm waagerecht in Richtung der berechtigten Mannschaftshälfte.

Schiedsrichter-Handzeichen: Aufstellungsfehler
Bedeutung: Falscher Aufschläger oder Aufstellungsfehler. Der Schiedsrichter beschreibt mit dem Zeigefinger eine kreisende Bewegung nach unten.

Schiedsrichter-Handzeichen: Gefangener Ball
Bedeutung: Gefangener oder geworfener Ball (technischer Fehler). Der Unterarm wird mit geöffneter Handfläche langsam nach oben gehoben.

Schiedsrichter-Handzeichen: Doppelberührung
Bedeutung: Zweimal vom gleichen Spieler gespielter Ball (technischer Fehler »Doppelberührung«). Der Schiedsrichter hebt zwei Finger (Zeige- und Mittelfinger) nach oben.

Schiedsrichter-Handzeichen: Vier Kontakte
Bedeutung: Viermal von der gleichen Mannschaft gespielter Ball (»Vier Kontakte«). Der Schiedsrichter hebt vier gespreizte Finger nach oben.

Schiedsrichter-Handzeichen: Ball »Drin«
Bedeutung: Ball auf dem Boden innerhalb des Feldes (»Drin«). Der Schiedsrichter zeigt mit ausgestrecktem Arm schräg nach unten auf den Spielfeldboden.

Schiedsrichter-Handzeichen: Ball »Aus«
Bedeutung: Ball landet außerhalb des Spielfeldes (»Aus«), nicht innerhalb der Antennen gespielt oder trifft einen externen Gegenstand. Beide Unterarme werden senkrecht nach oben angewinkelt mit Handflächen zum Körper gehalten.

Schiedsrichter-Handzeichen: Ballberührung vor dem Aus (»Touché«)
Bedeutung: Ballberührung durch einen Spieler, bevor der Ball ins Aus geht (»Touché«). Eine Handfläche streicht senkrecht von unten über die nach oben gehaltenen Finger der anderen Hand.

Schiedsrichter-Handzeichen: Netzberührung
Bedeutung: Netzberührung durch einen Spieler. Der Schiedsrichter zeigt mit der Hand auf die Netzkante bzw. das Netz auf der entsprechenden Seite.

Schiedsrichter-Handzeichen: Übertreten
Bedeutung: Übertreten (beim Aufschlag oder an der Mittellinie) bzw. Ball unterhalb des Netzes. Der Schiedsrichter zeigt mit dem Zeigefinger auf die betreffende Linie.