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Demokratie nach Brey
Herrschaft des Volkes für das Volk
Verteilte Macht, nicht konzentriert auf Einzelne
Demokratie Eigenschaften
Rechtsstaatlichkeit: stabile, nachvollziehbare, faire Prozeduren
Minderheitenschutz vor Willen der Mehrheit
Verhinderung von Machtkonzentrationen → Rechenschaft, Verantwortung möglich
Chancengleichheit: Gleicher/Fairer Zugang zu Gütern und Ressourcen
Pluralismus: Freiheit im eigenen Lebensentwurf
Fragile Errungenschaft, muss aktiv aufrecht erhalten werden
Ethik und Demokratie (Rainer Forst)
Jeder hat Recht auf Rechtfertigung durch vernünftige Gründe für sie betreffende Entscheidungen → Entscheidungen sind rechtfertigungspflichtig!
Ohne: Keine gleichwertige Person, sondern Objekt eines Willens
Digitale Teilhabe ist Voraussetzung
Ethik und Demokratie (Judith Shaklar)
Liberalismus der Furcht → Verhinderung von Angst vor staatlicher Grausamkeit
Staat darf nicht Privatsphäre der Bürger verletzen oder unverhältnismäßig Zwangsmittel einsetzen
Streuung der Macht: Keine Institution darf zu viel Macht haben (auch private ökonomische Macht, Eigentum) → Sonst Untergrabung von demokratischer Freiheit
Ethik und Demokratie (Shoshanna Zuboff)
Überwachungskapitalismus: Sammlung, Vorhersage, Steuerung von Verhaltensweisen → Deinstitutionalisierung der Demokratie, keine freie Wahl/Meinungsbildung mehr
Potenziale digitaler Technologie
Einfache politische Partizipation
Globale Vernetzung
Transparenz staatlichen Handelns: investigativer Journalismus, Daten
Gestaltung von Technologie also demokratisch Relevant
NGOs
Wisssenschaftliche Zusammenschlüsse mit Leitlinien ohne kommerzielle Interessen
Interessenvermittlung: Vertreten Mitgliederpositionen
Organisierte Expertise bei politischen Entscheidungen
Governance
Wie Organisation/System geleitet, geregelt, koordiniert wird
Project governance: Regeln für Lizenzfragen, Orga von Zusammenarbeit, Lösung von Konflikten
Codes of Conduct Verwendung
Proaktive Moderation: Regeln vor Mitarbeit bekannt
Reaktive Moderation: Hinweis nach unangemessenem Verhalten
Verständigungsinstrument über Projektkultur: Mittel zur Verständigung über Werte und Regeln in Projekt
CoCs Arten
Wertebasiert: Fordern Einhaltung bestimmter Werte ohne Verhaltensvorschreibung → “Be respectful”
Regelbasiert: Beschreiben Verhalten ohne Nennung von Werten → “Refrain from discriminatory behaviour”
Positiv (tue dies), negativ (lasse das), gemischt formuliert
Leitlinien der GI
Entwickelt von Fachgruppe Informatik und Ethik
Orientierung bei berufsethischen, moralischen Konflikten
Keine endgültige Handlungsanweisung
Nicht wie CoCs sanktionierbar → Einhaltung hier freiwillig

Digital Divide (van Dijk) und Ebenen des Zugangs
Lücke zwischen Personen mit und ohne Zugang zu neuer Informationstechnik → Gerechtigkeitsproblem
Ebenen des Zugangs:
Motivational: Sinn und nutzen in Technologie sehen
Materiell: Endgeräte, Internetzugang
Fertigkeiten (skills)
Gebrauch: Passende, nutzbare Angebote (Zeit, Inklusion)
Arten von Skills für Digitale Teilhabe
Operational: Gerät und Browser bedienen, zwischen Seiten navigieren
Information: Infos suchen, einordnen, bewerten
Strategic: Technologie zielgerichtet, zur Verbesserung seines Lebens nutzen
Digitale Teilhabe als Gerechtigkeitsproblem
Capability Approach (Sen/Nussbaum): Gerechtigkeit bemisst sich nicht an Ressourcen, sondern realen Verwirklichungschancen
Zugangsebenen funktionieren wie Verwirklichungschancen
Ausschlüsse durch strukturelle Benachteiligung, nicht Entscheidung → betreffen Bürgerrechte: Einschränkung in Ausübung demokratischer Rechte
Teilhabe und Demokratie
Digitale Werkzeuge senken Partizipationshürden
Sichtbarkeit für unterrepräsentierte Gruppen
Konnektivität
Information- und strategic skills nötig für wertvolle Teilhabe, sonst Verstärkung bestehender Ungleichheiten