IT-Security-Beauftragter - Prüfungsvorbereitung

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Umfassender Karteikartensatz mit prüfungsrelevanten Fachbegriffen und Definitionen zur Ausbildung als IT-Security-Beauftragter basierend auf den Modulen 1 bis 3 (Recht, Normen, BSI IT-Grundschutz, ISO 27001 und Sicherheitsorganisation).

51 Terms

1
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CIA-Triade

Die drei klassischen Schutzziele der Informationssicherheit: Vertraulichkeit (Confidentiality), Integrität (Integrity) und Verfügbarkeit (Availability).

2
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Vertraulichkeit

Schutzziel, das sicherstellt, dass der Zugang zu Informationen ausschließlich für autorisierte bzw. berechtigte Personen gestattet ist.

3
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Verfügbarkeit

Schutzziel, das gewährleistet, dass Berechtigte zeitgerecht und bei Bedarf auf benötigte Systeme, Daten und Werte zugreifen können.

4
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Integrität

Schutzziel, das die Richtigkeit, Vollständigkeit und Unverfälschtheit von Daten und Verarbeitungsmethoden garantiert.

5
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Informationssicherheit vs. IT-Sicherheit

Informationssicherheit ist der umfassende Oberbegriff für technische sowie organisatorische Maßnahmen (inkl. Papierdokumente und Mitarbeiterwissen), während IT-Sicherheit den spezifischen Fokus auf den Schutz elektronischer Systeme legt.

6
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§ 202a StGB

Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch, der das unbefugte Ausspähen von Daten unter Strafe stellt.

7
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§ 202b StGB

Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch, der das unbefugte Abfangen von Daten unter Strafe stellt.

8
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§ 202c StGB („Hackerparagraph“)

Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch, der das Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten (z. B. durch die Beschaffung oder Erstellung von Hackerwerkzeugen) regelt.

9
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Cybercrime im weiteren Sinne

Straftaten, bei denen Informations- und Kommunikationstechnik bzw. das Internet vor allem als Tatmittel zur Begehung herkömmlicher Delikte eingesetzt wird.

10
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Erstes IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG)

Bundesdeutsches Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme, das am 25. Juli 2015 in Kraft getreten ist.

11
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IT-Sicherheitsgesetz 2.0

Novellierung des IT-Sicherheitsgesetzes zur Stärkung der Befugnisse des BSI und Erweiterung der Pflichten für Wirtschaft und KRITIS, in Kraft getreten am 6. Mai 2021.

12
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KRITIS-Einstufungskriterien

Voraussetzungen zur Einstufung als Kritische Infrastruktur gemäß BSI-Kritisverordnung: Erbringung einer kritischen Dienstleistung (Versorgungsrelevanz) sowie das Überschreiten definierter Schwellenwerte.

13
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Anlagenbezug von KRITIS

Rechtlicher Grundsatz, nach dem KRITIS-Anforderungen nicht zwingend ein gesamtes Unternehmen erfassen, sondern gezielt die anlagenbezogenen Teilbereiche, die der kritischen Dienstleistung dienen.

14
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Systeme zur Angriffserkennung (SzA)

Technische und organisatorische Sicherheitslösungen zur Protokollierung, Detektion und Reaktion bei Cyberangriffen; seit dem 1. Mai 2023 für KRITIS-Betreiber nach § 8a Abs. 1a BSI-Gesetz verpflichtend.

15
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Dreiteilige KRITIS-Meldepflicht

Verfahren bei meldepflichtigen Vorfällen: Frühwarnung innerhalb von 24 Stunden, vollständige Vorfallmeldung innerhalb von 72 Stunden und finaler Abschlussbericht innerhalb von 1 Monat.

16
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Stand der Technik

Sicherheitsniveau, das auf erprobten, in der Praxis wirksamen Maßnahmen beruht und fortlaufend an aktuelle Bedrohungen und technische Entwicklungen angepasst werden muss.

17
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EU-Verordnung

Unmittelbar in allen Mitgliedstaaten geltendes europäisches Recht mit Anwendungsvorrang vor nationalen Bestimmungen, sofern keine Öffnungsklauseln nationale Anpassungen zulassen.

18
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Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu)

Deutsches Gesetz, das zeitgleich mit der DSGVO am 25. Mai 2018 in Kraft trat, um diese über nationale Öffnungsklauseln (z. B. § 26 zum Beschäftigtendatenschutz) zu ergänzen.

19
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ISO/IEC 27002:2022

Nicht-normativer, informativer Leitfaden zur Umsetzung von 93 Informationssicherheits-Controls, gegliedert in die vier Kategorien: organisatorisch, personenbezogen, physisch und technologisch.

20
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ISO/IEC 27001

Normativer, zertifizierbarer Standard für Managementsysteme für Informationssicherheit (ISMS), der verbindliche Kernanforderungen in den Kapiteln 4 bis 10 festlegt.

21
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BSI-Standards 200-1 bis 200-4

Die methodische Reihe des BSI: 200-1 (Managementsysteme für Informationssicherheit / ISMS), 200-2 (IT-Grundschutz-Methodik), 200-3 (Risikoanalyse auf Basis von IT-Grundschutz) und 200-4 (Business Continuity Management / BCM).

22
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Standard-Absicherung

Das vollumfängliche Standard-Vorgehen im IT-Grundschutz, das als einziges Grundschutz-Vorgehen nach „ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz“ zertifizierbar ist.

23
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Basis-Absicherung

Kompaktes Einstiegsvorgehen im IT-Grundschutz zur zügigen Beseitigung elementarer Sicherheitslücken, welches mit der Festlegung des Scopes beginnt und in weiterführende Vorgehen übergeht.

24
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Bedrohung

Ein potenzieller Umstand oder ein Ereignis, welches einen Schaden an schützenswerten Werten oder Prozessen verursachen kann.

25
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Risikoberechnung (vereinfacht)

Mathematische Formel zur quantitativen Bewertung von Sicherheitsrisiken: Risiko=Eintrittswahrscheinlichkeit×Schadensausmaß\text{Risiko} = \text{Eintrittswahrscheinlichkeit} \times \text{Schadensausma\ss}.

26
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Restrisiko / Risikoakzeptanz

Verbleibendes Risiko nach Umsetzung von Schutzmaßnahmen, dessen bewusste Übernahme eine unübertragbare Entscheidung der Geschäftsleitung darstellt.

27
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Nichtabstreitbarkeit (Non-Repudiation)

Erweitertes Schutzziel, das gewährleistet, dass durchgeführte Aktionen oder Datenübertragungen nicht unzulässig bestritten werden können, und die Urheberschaft rechtssicher nachweist.

28
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Schutzziel des Datenschutzes

Der Schutz von natürlichen Personen vor Beeinträchtigungen ihrer Grundrechte und Grundfreiheiten (insbesondere des Persönlichkeitsrechts), nicht der Schutz der Daten an sich.

29
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Datensicherheit

Der technische Schutz von Daten jeder Art (sowohl personenbezogen als auch sachbezogen) vor Zerstörung, Manipulation, Verlust oder unbefugter Weitergabe.

30
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Geschäftsgeheimnisgesetz (GeschGehG)

Gesetz, das den rechtlichen Schutz vertraulicher Informationen davon abhängig macht, dass Unternehmen nachweisbare und angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen ergreifen.

31
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EU AI Act Risikoklassen

Einstufung von Systemen künstlicher Intelligenz in vier regulatorische Kategorien: minimales / kein Risiko, begrenztes Risiko, hohes Risiko sowie unannehmbares Risiko.

32
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Mantelgesetz (Artikelgesetz)

Ein Gesetzgebungswerk, welches in einem formalen Vorgang mehrere bestehende Fachgesetze gleichzeitig novelliert oder anpasst (z. B. NIS-2-Umsetzungsgesetz).

33
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NIS2-Richtlinie

Europäische Cybersicherheitsrichtlinie zur Erweiterung betroffener Sektoren, Stärkung der Lieferkettensicherheit, Einführung von MFA-Pflichten sowie Verschärfung der persönlichen Leitungshaftung.

34
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ISO/IEC 27005

Internationaler Standard, der Leitlinien und Methoden für das Risikomanagement der Informationssicherheit bereitstellt.

35
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Leitungsverantwortung (Leadership)

Grundsatz nach ISO 27001 Kap. 5.1 und Grundschutz, dass die Gesamtverantwortung und Haftung für die Informationssicherheit unübertragbar bei der Geschäftsführung liegt.

36
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Informationsverbund

Ganzheitliche Zusammenfassung von Organisation, Infrastruktur, IT-Systemen, Anwendungen, Netzen und Personen (Technik, Raum und Mensch) für den Grundschutz.

37
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Control A.5.24

Maßnahme der ISO/IEC 27001/27002 zur Organisation des Informationssicherheits-Incident-Managements, welche definierte Reaktionsprozesse und geschulte Rollen fordert.

38
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Control A.5.28

Maßnahme der ISO/IEC 27001/27002, die Vorgaben zur rechtssicheren Erhebung, Dokumentation und Sicherung von forensischem Beweismaterial regelt.

39
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ISMS (Information Security Management System)

Ein systematisches Management-Rahmenwerk aus definierten Verfahren, Prozessen, Rollen und Richtlinien zur dauerhaften Steuerung und Optimierung der Informationssicherheit.

40
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Statement of Applicability (SoA)

Verbindliches Dokument im Rahmen der ISO 27001, in dem begründet festgehalten wird, welche Annex-A-Controls angewendet werden und welche sachlich begründet ausgeschlossen sind.

41
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Organisatorische Stellung des ISB

Unabhängige Stabsstellenfunktion mit direktem Berichtsweg zur Geschäftsführung, getrennt von der operativen IT-Leitung zur Vermeidung von Selbstkontrolle und Interessenkonflikten.

42
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RACI-Matrix

Management-Werkzeug zur eindeutigen Zuweisung von Projekt- und Prozessverantwortlichkeiten anhand von vier Rollen: Responsible (zuständig), Accountable (verantwortlich), Consulted (beraten), Informed (informiert).

43
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Modellierung (IT-Grundschutz)

Der methodische Schritt im IT-Grundschutz, bei dem den identifizierten Zielobjekten des Informationsverbunds die passenden Grundschutz-Bausteine zugeordnet werden.

44
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Systemorientierte Bausteingruppen

Strukturierungskategorien des IT-Grundschutzes: INF (Infrastruktur), NET (Netze), SYS (IT-Systeme), APP (Anwendungen) und IND (Industrielle IT).

45
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R-Reihenfolge (R1, R2, R3)

Empfohlene Umsetzungsreihenfolge der Anforderungen in IT-Grundschutz-Bausteinen: R1 zuerst (Basis), gefolgt von R2 (Standard) und zuletzt R3 (erhöhte Sicherheit).

46
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IT-Grundschutz-Check

Soll-Ist-Vergleich im IT-Grundschutz zur Feststellung des Umsetzungsgrades anhand der vier Statuswerte: „Ja“, „Nein“, „Teilweise“ oder „Entbehrlich“.

47
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Unterstützende Werte (Sekundärwerte)

Vermögenswerte wie Hardware, Software, Netzwerke, Gebäude und Personal, welche die Verarbeitung und den Schutz der primären Geschäftsprozesse und Daten ermöglichen.

48
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Zutritt vs. Zugang vs. Zugriff

Dreistufige Kontrollhierarchie: Zutritt regelt den physischen Raum, Zugang die logische Systemanmeldung und Zugriff die spezifische Berechtigung auf Daten.

49
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Restore-Test

Regelmäßige Testwiederherstellung von Datensicherungen, die den Nachweis erbringt, dass gespeicherte Backups im Schadensfall funktionsfähig und fehlerfrei rücklesbar sind.

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NTP-Zeitsynchronisation

Protokollbasierter Abgleich von Systemzeiten, um Log-Ereignisse systemübergreifend mit einheitlichen Zeitstempeln für Incident Response und Forensik korrelieren zu können.

51
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