1/33
Lernkarteikarten zu den Grundlagen der Chemie, den AggregatzustĂ€nden, Stoffgemischen und Reinstoffen sowie den SchutzmaĂnahmen, Gefahrenkennzeichnungen und toxikologischen Grenzwerten im Labor.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Chemie
Die Naturwissenschaft, die sich mit den Stoffen und ihren stofflichen VerÀnderungen befasst.
Chemischer Vorgang (Chemische Reaktion)
Ein Vorgang, bei dem die Eigenschaften von Ausgangsstoffen bleibend verÀndert werden und neue Stoffe mit verÀnderten Eigenschaften entstehen (z. B. die Reaktion von Eisen und Schwefel zu Eisensulfid).
Physikalischer Vorgang
Ein Vorgang, bei dem sich lediglich der Zustand oder die Ă€uĂere Form eines Stoffes Ă€ndert, die stoffspezifischen Eigenschaften jedoch erhalten bleiben (z. B. Mischen oder Zerteilen).

Eisen-Schwefel-Gemisch (Physikalisches Verhalten)
Beim einfachen Mischen von Eisen- und Schwefelpulver bleiben die Eigenschaften beider Stoffe unverÀndert, weshalb sich das Eisen mit einem Magneten vollstÀndig vom Schwefel abtrennen lÀsst.
Physikalische Eigenschaften
Messbare oder beobachtbare Stoffeigenschaften ohne stoffliche Umwandlung, darunter Schmelzpunkt, Siedepunkt, Aggregatzustand, Dichte, Farbe, HÀrte, elektrische LeitfÀhigkeit und magnetische Eigenschaften.
Chemische Eigenschaften
Eigenschaften, die das Reaktionsverhalten eines Stoffes beschreiben, wie Geruch, Geschmack, Ă€tzende Wirkung, Giftigkeit (\text{Toxizit\ddot{a}t}), Brennbarkeit sowie das Verhalten gegenĂŒber Luft, Wasser, SĂ€uren und Basen.

AggregatzustandsÀnderungen
PhasenĂŒbergĂ€nge zwischen den ZustĂ€nden fest, flĂŒssig und gasförmig: Schmelzen, Erstarren, Verdampfen, Kondensieren, Sublimieren und Resublimieren.
Sublimieren
Der direkte Ăbergang eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand ohne VerflĂŒssigung.
Resublimieren
Der direkte PhasenĂŒbergang eines Stoffes vom gasförmigen in den festen Aggregatzustand unter Umgehung der flĂŒssigen Phase.
Festkörper
Materiezustand mit fester Form und bestimmtem Volumen; die Teilchen sind in einem Kristallgitter angeordnet, werden durch starke KrÀfte zusammengehalten, schwingen nur an ihren festen PlÀtzen und lassen sich nicht komprimieren.
FlĂŒssigkeit
Materiezustand mit bestimmtem Volumen, aber variabler Form, der sich dem jeweiligen GefÀà anpasst; die Teilchen sind schwach aneinander gebunden, verschiebbar und nicht komprimierbar.
Gas
Materiezustand ohne bestimmte Form und ohne bestimmtes Volumen; die Teilchen besitzen keine gegenseitige Bindung, bewegen sich ungeordnet und stoĂen stĂ€ndig zusammen sowie gegen GefĂ€ĂwĂ€nde.
Gemenge (Mischung / Gemisch)
Kombination mehrerer Stoffe, die sich durch physikalische Trennmethoden (z. B. Destillation, Filtration, Zentrifugieren, Chromatografie) ohne VerÀnderung der Stoffeigenschaften zerlegen lÀsst.
Homogenes Gemenge
Einheitlich erscheinendes Stoffgemisch, dessen Einzelkomponenten nicht unterscheidbar sind (z. B. Salzlösung, Wein, Zuckerlösung).
Heterogenes Gemenge
Uneinheitliches Stoffgemisch mit makroskopisch oder mikroskopisch erkennbaren Phasengrenzen (z. B. Schlamm, Ăl in Wasser, Malerfarbe).
Reinstoffe
Aus Elementen (z. B. Fe, O, N, H) oder chemischen Verbindungen (z. B. H2âO, NaCl, CO2â, HCl, C6âH12âO6â) bestehende Stoffe, die nur durch chemische Methoden (z. B. Elektrolyse) getrennt werden können.
Suspension
Heterogenes Gemenge aus fein verteilten festen Teilchen in einer FlĂŒssigkeit (z. B. Kreidepulver in Wasser).
Emulsion
Heterogenes Gemenge aus feinst verteilten Tröpfchen einer FlĂŒssigkeit in einer anderen, nicht mischbaren FlĂŒssigkeit (z. B. Ăl in Wasser).
Rauch
Heterogenes Gemisch aus fein verteilten Feststoffteilchen in einem Gas.
Nebel
Heterogenes Gemisch aus feinsten FlĂŒssigkeitströpfchen in einem Gas.
GesÀttigte Lösung
Lösung, in der die maximal aufnehmbare Menge eines gelösten Stoffes bei gegebener Temperatur gelöst ist; jede weitere Zugabe fĂŒhrt zu einem ungelösten Bodensatz.
TemperaturabhÀngigkeit der Löslichkeit
Feststoffe lösen sich mit steigender Temperatur meist besser in FlĂŒssigkeiten, wĂ€hrend sich Gase (z. B. Sauerstoff oder Kohlenstoffdioxid) mit zunehmender Temperatur schlechter in FlĂŒssigkeiten lösen.
Schutzmantel im Labor
Wesentliche persönliche SchutzausrĂŒstung, die knielang sein muss, lange Ărmel haben muss und aus 100% Baumwolle bestehen muss.

Augendusche
Sicherheitstechnische Notfalleinrichtung im chemischen Labor zur raschen und grĂŒndlichen SpĂŒlung der Augen nach UnfĂ€llen mit Chemikalien.

Gefahrenpiktogramme (GHS)
Standardisierte rot umrandete Rauten nach dem Globally Harmonized System, die Gefahrensymbole zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien auf Verpackungen visualisieren.

H-SĂ€tze (Hazard Statements)
Standardisierte Gefahrenhinweise zur Kennzeichnung spezifischer Gefahren. Der Code beginnt mit 'H', gefolgt von der Ziffer fĂŒr die Gefahrengruppe (2=Physikalische Gefahren, 3=Gesundheitsgefahren, 4=Umweltgefahren) und einer zweistelligen laufenden Nummer.

P-SĂ€tze (Precautionary Statements)
Sicherheitshinweise fĂŒr den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen. Der Code besteht aus 'P', einer Ziffer zur Gruppierung (1=Allgemein, 2=VorsorgemaĂnahmen, 3=Reaktion, 4=Lagerhinweise, 5=Entsorgung) sowie einer laufenden Nummer.
Toxikologie
Die wissenschaftliche Lehre von den Giften, ihren Wirkungsweisen und ihren schÀdigenden Effekten auf Lebewesen.
LD50â (Letale Dosis)
Toxikologischer Kennwert fĂŒr die Dosis eines Stoffes, bei deren Verabreichung 50% der eingesetzten Versuchstiere sterben.
NOEL (No Observed Effect Level)
Die höchste Dosierung eines Stoffes, bei der selbst bei langfristiger Aufnahme keinerlei beobachtbare schÀdigende Auswirkungen auftreten.
ADI (Acceptable Daily Intake) / ETD (Erlaubte Tagesdosis)
Die Menge eines Stoffes, die ein Mensch tĂ€glich und ĂŒber die gesamte Lebensdauer hinweg ohne erkennbares Gesundheitsrisiko aufnehmen darf.
MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration)
Die gesetzlich höchstzulÀssige Konzentration eines gas-, dampf- oder schwebstoffförmigen Schadstoffes in der Atemluft am Arbeitsplatz, die langfristig nicht gesundheitsschÀdlich ist.
TRK-Wert (Technische Richtkonzentration)
Technischer Grenzwert fĂŒr gefĂ€hrliche Schadstoffe in der Luft am Arbeitsplatz, fĂŒr die aus toxikologischen GrĂŒnden kein MAK-Wert aufgestellt werden kann.

Paracelsus (Theophrastus Bombast von Hohenheim)
Schweizer Arzt des 16.Jahrhunderts, der aus giftigen Rohstoffen Heilmittel herstellte und den Grundsatz prĂ€gte: âDie Dosis macht das Giftâ.