1/46
Looks like no tags are added yet.
Datenbank
Eine organisierte Sammlung von Daten, die gespeichert, verwaltet und abgefragt werden kann.
DBMS (Datenbankmanagementsystem)
Eine Software zur Verwaltung, Steuerung und Abfrage einer Datenbank.
DBS (Datenbanksystem)
Ein Gesamtsystem, das aus der Datenbank und dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) besteht.
Persistenz
Die Eigenschaft von Daten, dauerhaft gespeichert zu bleiben, auch wenn das ausführende Programm beendet wird.
Konsistenz
Der Zustand von Daten, zu jedem Zeitpunkt korrekt, widerspruchsfrei und gültig zu sein.
Nachvollziehbarkeit
Die Eigenschaft, dass Datenänderungen und Verarbeitungsvorgänge im System nachträglich lückenlos rekonstruiert werden können.
Revisionssichere Verarbeitung
Eine Verarbeitung und Protokollierung von Daten, die extern überprüfbar ist und unbemerkte Manipulationen ausschließt.
Strukturierte Daten
Daten, die einem fest definierten, starren Schema folgen, beispielsweise Tabellen mit festgelegten Spalten.
Semistrukturierte Daten
Daten mit erkennbaren Strukturmerkmalen, bei denen Felder flexibel sein oder fehlen können (z. B. JSON oder XML).
Unstrukturierte Daten
Daten ohne fest vorgegebenes tabellarisches Format oder Schema, wie etwa Fotos, Videos oder freie Texte.
Metadaten
Strukturierte Angaben, die den Inhalt, Kontext oder Merkmale anderer Daten beschreiben (z. B. Feldnamen, Dateigröße, Zeitstempel).
Data Lake
Ein zentraler Speicherort, der große Mengen vielfältiger Rohdaten in strukturierter, semistrukturierter und unstrukturierter Form vorhält.
Schema-on-Write
Ein Speicheransatz, bei dem Datenstrukturen und Validierungsregeln vor oder während des Schreibens erzwungen werden (typisch für relationale Datenbanken).
Schema-on-Read
Ein Ansatz, bei dem Daten zunächst flexibel im Rohformat gespeichert und erst beim Auslesen oder Auswerten interpretiert werden.
Relation
Der formale Begriff für eine zweidimensionale Tabelle mit Zeilen und Spalten im relationalen Datenmodell.
Attribut
Eine spezifische Spalte bzw. Eigenschaft innerhalb einer relationalen Tabelle.
Datensatz (Tupel)
Eine Zeile innerhalb einer Tabelle, die einen konkreten Einzelfall oder ein Objekt abbildet.
Domäne
Der definierte Wertebereich, der festlegt, welche Werte für ein bestimmtes Attribut zulässig sind.
VARCHAR
Ein relationaler Datentyp für Zeichenketten variabler Länge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.
DECIMAL
Ein numerischer Datentyp für Festkommazahlen mit exakter Genauigkeit, häufig genutzt für Währungsbeträge.
BLOB (Binary Large Object)
Ein Datentyp zur Ablage großer unstrukturierter Binärdaten wie Bilder, Audiodateien oder Dokumente.
NULL
Ein spezieller Kennzeichner dafür, dass ein Feldwert fehlt, unbekannt ist oder nicht zutrifft (keine 0 und kein Leertext).
Prüfung auf NULL in SQL
Die Verwendung der speziellen Ausdrücke IS NULL bzw. IS NOT NULL anstelle des Gleichheitsoperators.
Hierarchische Datenbank
Ein Datenbanksystem, das Datensätze in einer strengen, baumartigen Eltern-Kind-Struktur anordnet.
Dokumentenorientierte Datenbank
Ein NoSQL-Datenbanksystem, das Daten als strukturierte Einheiten (Dokumente, meist in JSON oder BSON) speichert.
Normalisierung
Das schrittweise Zerlegen von Tabellen, um Redundanzen zu minimieren und relationale Anomalien zu vermeiden.
Datenredundanz
Die mehrfache, überflüssige Speicherung derselben Information im selben System.
Änderungsanomalie
Widersprüche, die entstehen, wenn identische, mehrfach gespeicherte Daten nicht an allen Stellen gleichzeitig aktualisiert werden.
Einfügeanomalie
Das Problem, dass ein neuer Datensatz nicht erfasst werden kann, weil zwingend gekoppelte Zusatzinformationen noch fehlen.
Löschanomalie
Der unbeabsichtigte Verlust fachlicher Informationen beim Löschen eines übergeordneten Datensatzes.
Erste Normalform (1NF)
Zustand einer Tabelle, in dem alle Attributwerte atomar (unteilbar) vorliegen und keine Wiederholungsgruppen oder Wertelisten in Feldern existieren.
Zweite Normalform (2NF)
Zustand einer Tabelle, in dem 1NF erfüllt ist und jedes Nichtschlüsselattribut voll funktional vom gesamten Primärschlüssel abhängt.
Dritte Normalform (3NF)
Zustand einer Tabelle, in dem 2NF erfüllt ist und kein Nichtschlüsselattribut transitiv vom Primärschlüssel abhängt.
Primärschlüssel
Ein Attribut oder eine Attributkombination, die jeden Datensatz innerhalb einer Tabelle unverwechselbar identifiziert.
Fremdschlüssel
Ein Attribut in einer Relation, das auf den Primärschlüssel einer anderen Relation verweist und so Beziehungen herstellt.
Surrogatschlüssel
Ein künstlich erzeugter, inhaltsleerer Primärschlüssel (z. B. eine fortlaufende ID), der unabhängig von Geschäftsdaten stabil bleibt.
Technische Umsetzung einer 1:n-Beziehung
Die Platzierung des Fremdschlüssels in der Tabelle auf der n-Seite (der abhängigen Seite).
Technische Umsetzung einer n:m-Beziehung
Die Verwendung einer zusätzlichen Verbindungstabelle (Junction Table), die die Fremdschlüssel beider Tabellen vereint.
Referenzielle Integrität
Eine Konsistenzregel, die verlangt, dass Fremdschlüssel nur auf tatsächlich existierende Primärschlüsseleinträge verweisen dürfen.
Historisierung (Gültigkeitsperiode)
Die zeitliche Eingrenzung von Datensätzen mittels Attributen wie valid_from und valid_to zur Nachverfolgung vergangener Zustände.
CRUD
Akronym für die vier Kernoperationen persistenter Speicher: Create (Erstellen), Read (Lesen), Update (Aktualisieren) und Delete (Löschen).
DDL (Data Definition Language)
Die Teilmenge von SQL zur Strukturdefinition von Datenbankobjekten (z. B. CREATE, ALTER, DROP).
DML (Data Manipulation Language)
Die Teilmenge von SQL zur Abfrage und Modifikation von Tabelleninhalten (z. B. SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE).
DCL (Data Control Language)
Die Teilmenge von SQL zur Vergabe und Entziehung von Benutzerberechtigungen (z. B. GRANT, REVOKE).
Transaktionslog (Datenbank-Log)
Ein sequenzielles Protokoll aller Systemänderungen, das zur Fehlerbehebung und Wiederherstellung (Recovery) dient.
Before Image und After Image
Die protokollarische Erfassung des exakten Datenzustands direkt vor bzw. unmittelbar nach einer Modifikation.
Sperre (Lock)
Ein Kontrollmechanismus des DBMS, der gleichzeitige Zugriffe auf dieselben Daten regelt, um Inkonsistenzen bei Nebenläufigkeit zu verhindern.