Datenbanken Grundlagen und Organisation

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47 Terms

1
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Datenbank

Eine organisierte Sammlung von Daten, die gespeichert, verwaltet und abgefragt werden kann.

2
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DBMS (Datenbankmanagementsystem)

Eine Software zur Verwaltung, Steuerung und Abfrage einer Datenbank.

3
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DBS (Datenbanksystem)

Ein Gesamtsystem, das aus der Datenbank und dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) besteht.

4
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Persistenz

Die Eigenschaft von Daten, dauerhaft gespeichert zu bleiben, auch wenn das ausführende Programm beendet wird.

5
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Konsistenz

Der Zustand von Daten, zu jedem Zeitpunkt korrekt, widerspruchsfrei und gültig zu sein.

6
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Nachvollziehbarkeit

Die Eigenschaft, dass Datenänderungen und Verarbeitungsvorgänge im System nachträglich lückenlos rekonstruiert werden können.

7
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Revisionssichere Verarbeitung

Eine Verarbeitung und Protokollierung von Daten, die extern überprüfbar ist und unbemerkte Manipulationen ausschließt.

8
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Strukturierte Daten

Daten, die einem fest definierten, starren Schema folgen, beispielsweise Tabellen mit festgelegten Spalten.

9
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Semistrukturierte Daten

Daten mit erkennbaren Strukturmerkmalen, bei denen Felder flexibel sein oder fehlen können (z. B. JSON oder XML).

10
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Unstrukturierte Daten

Daten ohne fest vorgegebenes tabellarisches Format oder Schema, wie etwa Fotos, Videos oder freie Texte.

11
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Metadaten

Strukturierte Angaben, die den Inhalt, Kontext oder Merkmale anderer Daten beschreiben (z. B. Feldnamen, Dateigröße, Zeitstempel).

12
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Data Lake

Ein zentraler Speicherort, der große Mengen vielfältiger Rohdaten in strukturierter, semistrukturierter und unstrukturierter Form vorhält.

13
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Schema-on-Write

Ein Speicheransatz, bei dem Datenstrukturen und Validierungsregeln vor oder während des Schreibens erzwungen werden (typisch für relationale Datenbanken).

14
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Schema-on-Read

Ein Ansatz, bei dem Daten zunächst flexibel im Rohformat gespeichert und erst beim Auslesen oder Auswerten interpretiert werden.

15
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Relation

Der formale Begriff für eine zweidimensionale Tabelle mit Zeilen und Spalten im relationalen Datenmodell.

16
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Attribut

Eine spezifische Spalte bzw. Eigenschaft innerhalb einer relationalen Tabelle.

17
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Datensatz (Tupel)

Eine Zeile innerhalb einer Tabelle, die einen konkreten Einzelfall oder ein Objekt abbildet.

18
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Domäne

Der definierte Wertebereich, der festlegt, welche Werte für ein bestimmtes Attribut zulässig sind.

19
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VARCHAR

Ein relationaler Datentyp für Zeichenketten variabler Länge bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.

20
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DECIMAL

Ein numerischer Datentyp für Festkommazahlen mit exakter Genauigkeit, häufig genutzt für Währungsbeträge.

21
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BLOB (Binary Large Object)

Ein Datentyp zur Ablage großer unstrukturierter Binärdaten wie Bilder, Audiodateien oder Dokumente.

22
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NULL

Ein spezieller Kennzeichner dafür, dass ein Feldwert fehlt, unbekannt ist oder nicht zutrifft (keine 0 und kein Leertext).

23
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Prüfung auf NULL in SQL

Die Verwendung der speziellen Ausdrücke IS NULL bzw. IS NOT NULL anstelle des Gleichheitsoperators.

24
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Hierarchische Datenbank

Ein Datenbanksystem, das Datensätze in einer strengen, baumartigen Eltern-Kind-Struktur anordnet.

25
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Dokumentenorientierte Datenbank

Ein NoSQL-Datenbanksystem, das Daten als strukturierte Einheiten (Dokumente, meist in JSON oder BSON) speichert.

26
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Normalisierung

Das schrittweise Zerlegen von Tabellen, um Redundanzen zu minimieren und relationale Anomalien zu vermeiden.

27
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Datenredundanz

Die mehrfache, überflüssige Speicherung derselben Information im selben System.

28
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Änderungsanomalie

Widersprüche, die entstehen, wenn identische, mehrfach gespeicherte Daten nicht an allen Stellen gleichzeitig aktualisiert werden.

29
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Einfügeanomalie

Das Problem, dass ein neuer Datensatz nicht erfasst werden kann, weil zwingend gekoppelte Zusatzinformationen noch fehlen.

30
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Löschanomalie

Der unbeabsichtigte Verlust fachlicher Informationen beim Löschen eines übergeordneten Datensatzes.

31
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Erste Normalform (1NF)

Zustand einer Tabelle, in dem alle Attributwerte atomar (unteilbar) vorliegen und keine Wiederholungsgruppen oder Wertelisten in Feldern existieren.

32
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Zweite Normalform (2NF)

Zustand einer Tabelle, in dem 1NF erfüllt ist und jedes Nichtschlüsselattribut voll funktional vom gesamten Primärschlüssel abhängt.

33
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Dritte Normalform (3NF)

Zustand einer Tabelle, in dem 2NF erfüllt ist und kein Nichtschlüsselattribut transitiv vom Primärschlüssel abhängt.

34
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Primärschlüssel

Ein Attribut oder eine Attributkombination, die jeden Datensatz innerhalb einer Tabelle unverwechselbar identifiziert.

35
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Fremdschlüssel

Ein Attribut in einer Relation, das auf den Primärschlüssel einer anderen Relation verweist und so Beziehungen herstellt.

36
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Surrogatschlüssel

Ein künstlich erzeugter, inhaltsleerer Primärschlüssel (z. B. eine fortlaufende ID), der unabhängig von Geschäftsdaten stabil bleibt.

37
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Technische Umsetzung einer 1:n-Beziehung

Die Platzierung des Fremdschlüssels in der Tabelle auf der n-Seite (der abhängigen Seite).

38
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Technische Umsetzung einer n:m-Beziehung

Die Verwendung einer zusätzlichen Verbindungstabelle (Junction Table), die die Fremdschlüssel beider Tabellen vereint.

39
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Referenzielle Integrität

Eine Konsistenzregel, die verlangt, dass Fremdschlüssel nur auf tatsächlich existierende Primärschlüsseleinträge verweisen dürfen.

40
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Historisierung (Gültigkeitsperiode)

Die zeitliche Eingrenzung von Datensätzen mittels Attributen wie valid_from und valid_to zur Nachverfolgung vergangener Zustände.

41
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CRUD

Akronym für die vier Kernoperationen persistenter Speicher: Create (Erstellen), Read (Lesen), Update (Aktualisieren) und Delete (Löschen).

42
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DDL (Data Definition Language)

Die Teilmenge von SQL zur Strukturdefinition von Datenbankobjekten (z. B. CREATE, ALTER, DROP).

43
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DML (Data Manipulation Language)

Die Teilmenge von SQL zur Abfrage und Modifikation von Tabelleninhalten (z. B. SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE).

44
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DCL (Data Control Language)

Die Teilmenge von SQL zur Vergabe und Entziehung von Benutzerberechtigungen (z. B. GRANT, REVOKE).

45
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Transaktionslog (Datenbank-Log)

Ein sequenzielles Protokoll aller Systemänderungen, das zur Fehlerbehebung und Wiederherstellung (Recovery) dient.

46
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Before Image und After Image

Die protokollarische Erfassung des exakten Datenzustands direkt vor bzw. unmittelbar nach einer Modifikation.

47
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Sperre (Lock)

Ein Kontrollmechanismus des DBMS, der gleichzeitige Zugriffe auf dieselben Daten regelt, um Inkonsistenzen bei Nebenläufigkeit zu verhindern.