VL 1: Evolutionspsychologie

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/26

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vokabel-Karteikarten zur Vorlesung Evolutionspsychologie (Termin 01: Grundlagen I), basierend auf Buss (2019) Kapitel 1.

Last updated 6:44 AM on 9/21/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

27 Terms

1
New cards

Evolutionspsychologie

Eine wissenschaftliche Disziplin mit dem Ziel, die menschlichen Geistes- und Gehirnmechanismen sowie das menschliche Verhalten aus einer evolutionären Perspektive zu verstehen.

2
New cards

Jean-Baptiste de Lamarck

Französischer Biologe (1744–1829), der zwei Hauptgründe für Veränderungen von Spezies annahm: eine natürliche Neigung zur Entwicklung höherer Formen und die Vererbung erworbener Eigenschaften.

<p>Französischer Biologe (1744–1829), der zwei Hauptgründe für Veränderungen von Spezies annahm: eine natürliche Neigung zur Entwicklung höherer Formen und die Vererbung erworbener Eigenschaften.</p>
3
New cards

Georges Cuvier

Begründer des Katastrophismus (1769–1832), der das Entstehen und Verändern von Lebensformen durch plötzliche Naturkatastrophen statt durch graduelle Entwicklung erklärte.

4
New cards

Katastrophismus (Kataklysmentheorie)

Theorie von Georges Cuvier, wonach Naturkatastrophen Lebewesen in bestimmten Gebieten vernichten und diese danach neu erschaffen werden oder einwandern, ohne dass eine graduelle Evolution stattfindet.

5
New cards

Sedimentgestein (Fossilienbildung)

Gesteinsschichten, die entstehen, wenn Flüsse Sediment in Meere und Seen transportieren. Ältere Schichten enthalten ältere Fossilien (z. B. Trilobiten), jüngere Schichten enthalten jüngere Fossilien (z. B. Ammoniten).

<p>Gesteinsschichten, die entstehen, wenn Flüsse Sediment in Meere und Seen transportieren. Ältere Schichten enthalten ältere Fossilien (z. B. Trilobiten), jüngere Schichten enthalten jüngere Fossilien (z. B. Ammoniten).</p>
6
New cards

H.M.S. Beagle

Das Forschungsschiff, auf dem Charles Darwin von 1831 bis 1836 seine historische Forschungsreise unternahm und entscheidende Proben und Beobachtungen sammelte.

7
New cards

Galápagos-Finken (Darwinfinken)

Eng verwandte Finkenarten auf den Galápagos-Inseln (z. B. Kaktusgrundfink, Waldsängerfink, Großgrundfink), deren unterschiedliche Schnabelformen an die jeweilige Nahrung auf den Inseln angepasst sind.

<p>Eng verwandte Finkenarten auf den Galápagos-Inseln (z. B. Kaktusgrundfink, Waldsängerfink, Großgrundfink), deren unterschiedliche Schnabelformen an die jeweilige Nahrung auf den Inseln angepasst sind.</p>
8
New cards

Prinzip der Variation

Erster Grundpfeiler von Darwins Selektionstheorie: Organismen variieren innerhalb einer Spezies in vielfältiger Weise (z. B. Knochenmasse, Flügellänge, Kampffähigkeiten).

9
New cards

Prinzip der Vererbung

Zweiter Grundpfeiler von Darwins Selektionstheorie: Nur diejenigen Variationen spielen im evolutionären Prozess eine Rolle, die genetisch an Nachkommen weitergegeben werden können.

10
New cards

Differentieller Reproduktionserfolg

Dritter Grundpfeiler von Darwins Selektionstheorie: Individuen mit bestimmten vorteilhaften Eigenschaften überleben in einer gegebenen Umwelt eher und hinterlassen mehr Nachkommen.

11
New cards

Theorie der sexuellen Selektion

Darwins Ergänzungstheorie zur natürlichen Selektion, die erklärt, dass evolutionäre Anpassungen auch durch den differentiellen Erfolg bei der Paarung (mating) entstehen.

12
New cards

Intrasexueller Wettbewerb

Mechanismus der sexuellen Selektion, bei dem Angehörige desselben Geschlechts um den Zugang zum anderen Geschlecht oder um ressourcenreiche Territorien konkurrieren.

13
New cards

Intersexuelle Selektion

Mechanismus der sexuellen Selektion (bevorzugte Partnerwahl), bei dem Individuen des einen Geschlechts Partner mit bestimmten begehrten Eigenschaften bevorzugt auswählen.

nicht intentional

Selektion graduell (über dutzende tausend + Generationen hinweg)

14
New cards

Gendrift (Genetic Drift)

Zufällige Veränderungen in der genetischen Ausstattung einer Population, hervorgerufen durch

  • ungerichtete DNA-Mutationen,

  • Gründer-Effekte (kleine gruppe die eine Kolonie gründen z:b rothaarige dann dort mehr rothaarige nachkommen)

  • oder genetische Engpässe (population schrumpft durch vulkan ausbruch).


<p>Zufällige Veränderungen in der genetischen Ausstattung einer Population, hervorgerufen durch</p><ul><li><p>ungerichtete DNA-Mutationen, </p></li><li><p>Gründer-Effekte (kleine gruppe die eine Kolonie gründen z:b rothaarige dann dort mehr rothaarige nachkommen) </p></li><li><p>oder genetische Engpässe (population schrumpft durch vulkan ausbruch).</p></li></ul><p></p>
15
New cards

Gründer-Effekt

Eine Form der Gendrift, die auftritt, wenn ein kleiner, genetisch nicht-repräsentativer Anteil einer Population eine neue Kolonie gründet.

16
New cards

Genetischer Engpass (Bottleneck)

Eine Form der Gendrift, bei der eine Population schrumpft (z. B. durch eine plötzliche Naturkatastrophe) und sich dadurch die Genfrequenzen zufällig verändern.

17
New cards

Gregor Mendel

Mönch und Naturforscher (1822–1884), der durch Vererbungsexperimente die grundlegenden Regeln der Vererbung (wie Uniformitäts- und Spaltungsregel) entdeckte.

<p>Mönch und Naturforscher (1822–1884), der durch Vererbungsexperimente die grundlegenden Regeln der Vererbung (wie Uniformitäts- und Spaltungsregel) entdeckte.</p>
18
New cards

Ethologie (Verhaltensbiologie)

Biologische Disziplin zur Erforschung von Ursprüngen (Prägung, Ontogenese, Phylogenese) und adaptiven Funktionen von Verhalten; belegt, dass auch Verhalten Selektionsprozessen unterliegt.

19
New cards

Inklusive Fitness (Inclusive Fitness)

Konzept von William Hamilton: Summe aus dem eigenen klassischen Reproduktionserfolg und den Effekten des eigenen Verhaltens auf den Reproduktionserfolg genetischer Verwandter.

20
New cards

Theorie der Verwandtenselektion (Kin Selection)

Von William Hamilton begründete Erweiterung der Evolutionstheorie: Selektion begünstigt auch Verhalten, das die Fortpflanzung genetischer Verwandter unterstützt, gewichtet nach dem Verwandtschaftsgrad.

<p>Von William Hamilton begründete Erweiterung der Evolutionstheorie: Selektion begünstigt auch Verhalten, das die Fortpflanzung genetischer Verwandter unterstützt, gewichtet nach dem Verwandtschaftsgrad.</p>
21
New cards

Gene's Eye View

Perspektive, die betrachtet, was die Replikation eines Gens fördert: Erhalt des Körpers (Vehikels), Anregung des Körpers zur Reproduktion sowie Unterstützung anderer verwandter Genträger.

22
New cards

George Williams' Kriterien für Anpassungen

Drei Gütekriterien zur Beurteilung, ob ein Mechanismus eine funktionale Anpassung darstellt: Reliabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

23
New cards

Eltern-Kind-Konflikt (Trivers)

Theorie von Robert Trivers, nach der Eltern und Kinder teilweise gegensätzliche Interessen haben; z. B. dient das Abstillen dem Elterninteresse, Ressourcen für weitere Nachkommen frei zu machen.

24
New cards

Soziobiologie

Von Edward Wilson 1975 geprägter Ansatz, der versuchte, soziales Verhalten sowie Kultur, Religion, Ethik und Kunst biologisch-evolutionär zu erklären.

25
New cards

Gen-Umwelt-Interaktion

Das interaktionistische Prinzip der Evolutionstheorie, nach dem menschliches Verhalten stets aus dem Zusammenspiel evolutionärer Anpassungen und auslösender Umwelt-Inputs entsteht.

26
New cards

Sexual Overperception Bias

Ein Phänomen, bei dem Männer dazu neigen, fehlerhaft ein bestimmtes Verhalten von Frauen als Signal für sexuelles Interesse überzuinterpretieren.

27
New cards

Evolutionary Time Lags (Evolutionäre Zeitverzögerung)

Die zeitliche Kluft zwischen schnellen Umweltveränderungen und der langsamen biologischen Evolution; führt dazu, dass ehemals adaptive Merkmale (z. B. Fett- und Zuckerpräferenz) heute schädlich sein können.