Biostatistik und Demografie (DLMPHBUD01)

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Umfassende Vokabel-Karteikarten zu den Lektionen 1 bis 6 des Skripts 'Biostatistik und Demografie' (DLMPHBUD01) der IU Internationalen Hochschule.

Last updated 10:15 PM on 10/9/26
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97 Terms

1
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Querschnittsdesign

Ein Untersuchungsdesign, bei dem Daten zu einem einzigen Zeitpunkt oder innerhalb einer kurzen Zeitspanne (ca. 2–42\text{–}4 Wochen) erhoben werden.

2
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Längsschnittdesign

Ein Untersuchungsdesign, bei dem Daten zu mehreren aufeinanderfolgenden Zeitpunkten erfasst werden; unterteilt sich in Trenddesign und Paneldesign.

3
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Trenddesign

Eine Variante des Längsschnittdesigns, bei der in regelmäßigen zeitlichen Abständen Untersuchungen zu denselben Fragestellungen durchgeführt werden, wobei nicht zu jedem Zeitpunkt dieselben Merkmalsträger untersucht werden müssen.

4
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Paneldesign

Eine Variante des Längsschnittdesigns, bei der in regelmäßigen Abständen immer wieder dieselben Merkmalsträger zu ein- und demselben Thema befragt werden; liefert den höchsten Informationsgehalt.

5
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Grundgesamtheit (Population)

Die Gesamtheit aller Merkmalsträger, welche für eine geplante wissenschaftliche Untersuchung infrage kommen.

6
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Stichprobe

Die Gesamtheit derjenigen Merkmalsträger aus der Grundgesamtheit, welche im Rahmen einer Studie tatsächlich untersucht werden.

7
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Einfache Zufallsstichprobe

Ein Auswahlverfahren nach dem Zufallsprinzip, bei dem jeder Merkmalsträger der Grundgesamtheit dieselbe Wahrscheinlichkeit besitzt, in die Stichprobe zu gelangen.

8
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Geschichtete Stichprobe

Ein Zufallsauswahlverfahren, bei dem die Grundgesamtheit zunächst nach relevanten Größen in Teilpopulationen (Schichten) aufgeteilt wird, aus denen anschließend Zufallsstichproben gezogen werden.

9
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Klumpenstichprobe

Ein Zufallsauswahlverfahren, bei dem natürlich existierende Teilmengen der Grundgesamtheit (z. B. Landkreise) nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und anschließend vollständig untersucht werden.

10
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Ad-hoc-Stichprobe

Eine nicht-zufällige Stichprobenziehung, bei der diejenigen Merkmalsträger ausgewählt werden, welche zum Zeitpunkt der Datenerhebung gerade verfügbar sind (z. B. Passantenbefragung).

11
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Nominalskala

Das schwächste Skalenniveau, bei dem die Ausprägungen Namen oder Kategorien darstellen, welche sich in keine sinnvolle Rangfolge bringen lassen.

12
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Dichotome Variable

Ein Spezialfall einer nominalskalierten Variablen, die genau zwei Ausprägungen aufweist (z. B. städtisch/ländlich oder ja/nein).

13
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Ordinalskala

Ein Skalenniveau, dessen Ausprägungen Kategorien sind, die sich in eine sinnvolle Reihenfolge bringen lassen, wobei sich die Abstände mathematisch nicht sinnvoll interpretieren lassen.

14
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Kardinalskala

Das stärkste Skalenniveau (quantitative Merkmale), dessen Ausprägungen aus Zahlen bestehen, deren Abstände zueinander sich mathematisch exakt interpretieren lassen.

15
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Intervallskala

Eine Kardinalskala für Merkmale, die keinen natürlichen Nullpunkt besitzen (z. B. Temperatur in Grad Celsius), weshalb Verhältnisse nicht sinnvoll interpretierbar sind.

16
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Verhältnisskala

Eine Kardinalskala für Merkmale mit einem natürlichen Nullpunkt (z. B. Geldbetrag oder Intensivbetten), bei der die Null in allen Einheiten dieselbe Bedeutung besitzt.

17
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Diskretes Merkmal

Ein kardinalskaliertes Merkmal, das nur endlich viele oder abzählbar unendlich viele verschiedene Ausprägungen annehmen kann.

18
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Stetiges Merkmal

Ein kardinalskaliertes Merkmal, das prinzipiell unendlich viele Ausprägungen annehmen und jeden Wert eines Intervalls darstellen kann.

19
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Urliste (Rohdaten)

Die ungeordnete Ausgangsmenge der gesammelten Daten eines Merkmals XX, notiert als x1,x2,…,xnx_1, x_2, \dots, x_n.

20
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Relative Häufigkeit

Der Anteil des Vorkommens einer Merkmalsausprägung an der Gesamtstichprobe (fj=njnf_j = \frac{n_j}{n}), welcher stets zwischen 00 und 11 liegt.

21
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Kumulierte Häufigkeit

Die für mindestens ordinalskalierte Merkmale berechnete Summe der relativen Häufigkeiten von der ersten bis zur mm-ten Ausprägung (Fm=∑j=1mfjF_m = \sum_{j=1}^m f_j).

22
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Histogramm

Eine grafische Darstellung für stetige Merkmale, bei der über Klassen Rechtecke in Höhe der berechneten empirischen Dichten (f^(x)=fjΔj\hat{f}(x) = \frac{f_j}{\Delta_j}) abgetragen werden, sodass deren Fläche der relativen Häufigkeit entspricht.

23
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Modus (Modalwert)

Diejenige Merkmalsausprägung, die am häufigsten in einer Stichprobe vorkommt (xmodx_{\text{mod}}).

24
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Quantil

Eine Merkmalsausprägung (xpx_p), welche von einem vorgegebenen Anteil pp (in Prozent) der Merkmalsträger nicht überschritten wird.

25
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Median

Das Quantil x0,5x_{0{,}5}, welches in der Mitte des geordneten Datensatzes liegt, sodass 50 %50\,\% der Werte höchstens und 50 %50\,\% mindestens so groß wie dieser Wert sind.

26
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Quartile

Die Quantile x0,25x_{0{,}25} (unteres Quartil) und x0,75x_{0{,}75} (oberes Quartil), welche zusammen mit dem Median den sortierten Datensatz in vier gleich große Abschnitte unterteilen.

27
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Arithmetisches Mittel (Mittelwert)

Das Maß für das rechnerische Zentrum eines kardinalskalierten Datensatzes, berechnet als xˉ=1n∑i=1nxi\bar{x} = \frac{1}{n} \sum_{i=1}^n x_i.

28
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Rechtsschiefe Verteilung

Eine Verteilung, bei der das arithmetische Mittel größer als der Median ist (xˉ>x0,5\bar{x} > x_{0{,}5}) und deren Graph nach rechts hin flach abfällt.

29
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Linksschiefe Verteilung

Eine Verteilung, bei der das arithmetische Mittel kleiner als der Median ist (xˉ<x0,5\bar{x} < x_{0{,}5}) und deren Graph nach links hin flach abfällt.

30
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Spannweite

Das einfachste Streuungsmaß, berechnet als Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten beobachteten Wert (R=x(n)−x(1)R = x_{(n)} - x_{(1)}).

31
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Interquartilsabstand (IQR)

Ein robustes Streuungsmaß für die zentralen 50 %50\,\% der Beobachtungen, berechnet als Differenz zwischen oberem und unterem Quartil (IQR=x0,75−x0,25\text{IQR} = x_{0{,}75} - x_{0{,}25}).

32
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Stichprobenvarianz

Ein Streuungsmaß, das die Summe der quadrierten Abweichungen aller Beobachtungen vom Mittelwert geteilt durch n−1n - 1 quantifiziert (s2=1n−1∑i=1n(xi−xˉ)2s^2 = \frac{1}{n-1} \sum_{i=1}^n (x_i - \bar{x})^2).

33
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Standardabweichung

Die positive Quadratwurzel aus der Stichprobenvarianz (s=s2s = \sqrt{s^2}), die die durchschnittliche Streuung um das arithmetische Mittel in Originaleinheiten angibt.

34
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Kontingenztabelle

Eine Tabelle für bivariate Analysen, die im Zentrum die gemeinsamen absoluten Häufigkeiten (nijn_{ij}) zweier kategorialer Merkmale und am Rand die Randhäufigkeiten darstellt.

35
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Korrigierter Kontingenzkoeffizient (K∗K^*)

Ein auf den Wertebereich [0;1][0; 1] normiertes Zusammenhangsmaß für zwei Merkmale, von denen mindestens eines nominalskaliert ist (K∗=KKmaxK^* = \frac{K}{K_{\text{max}}}).

36
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Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman (rSr_S)

Ein auf Rängen basierendes Zusammenhangsmaß für mindestens ordinalskalierte Merkmale zur Quantifizierung monotoner Beziehungen im Wertebereich [−1;+1][-1; +1].

37
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Korrelationskoeffizient nach Bravais-Pearson (rx,yr_{x,y})

Ein standardisiertes Maß im Wertebereich [−1;+1][-1; +1], das die Stärke und Richtung eines linearen Zusammenhangs zwischen zwei kardinalskalierten Merkmalen misst.

38
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Kovarianz

Ein nicht-standardisiertes Maß für den gemeinsamen linearen Zusammenhang zweier kardinalskalierter Variablen (1n∑i=1n(xi−xˉ)(yi−yˉ)\frac{1}{n} \sum_{i=1}^n (x_i - \bar{x})(y_i - \bar{y})), dessen Vorzeichen die Richtung der Beziehung angibt.

39
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Scheinkorrelation

Eine hohe statistische Korrelation zwischen zwei Variablen, die nicht auf Kausalität beruht, sondern durch den Einfluss einer unberücksichtigten Drittvariable hervorgerufen wird.

40
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Inferenzstatistik

Der Teilbereich der Statistik, der mithilfe mathematischer Testverfahren prüft, ob sich deskriptive Ergebnisse einer Stichprobe verlässlich auf die Grundgesamtheit übertragen lassen.

41
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Nullhypothese (H0H_0)

Die konservative Ausgangshypothese eines Signifikanztests, welche davon ausgeht, dass in der Population kein Effekt, kein Unterschied oder kein Zusammenhang existiert.

42
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Alternativhypothese (H1H_1)

Die Gegenhypothese zur Nullhypothese, welche das Vorliegen eines Effekts, Unterschieds oder Zusammenhangs in der Grundgesamtheit postuliert.

43
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Signifikanzniveau (α\alpha)

Die vorab festgelegte Irrtumswahrscheinlichkeit, mit der maximal ein Fehler beim Ablehnen der Nullhypothese in Kauf genommen wird (üblicherweise 5 %5\,\%).

44
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Prüfgröße

Ein aus den Stichprobendaten berechneter Kennwert (z. B. tt-Wert oder FF-Wert), der als Entscheidungsgrundlage im Hypothesentest dient.

45
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pp-Wert

Die Überschreitungswahrscheinlichkeit, die angibt, wie wahrscheinlich das gefundene oder ein noch extremeres Stichprobenergebnis unter Gültigkeit der Nullhypothese ist.

46
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Fehler 1. Art (α\alpha-Fehler)

Die Fehlentscheidung, die Nullhypothese fälschlicherweise abzulehnen, obwohl sie in der Grundgesamtheit in Wahrheit zutrifft.

47
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Fehler 2. Art (β\beta-Fehler)

Die Fehlentscheidung, die Nullhypothese beizubehalten, obwohl in der Grundgesamtheit in Wahrheit die Alternativhypothese zutrifft.

48
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Unabhängige Stichproben

Stichproben, bei denen die Merkmalsträger aus unterschiedlichen Populationen stammen und in keinerlei Beziehung oder Paarung zueinander stehen.

49
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Abhängige Stichproben

Zwei oder mehr verbundene Stichproben, die entweder durch Messwiederholungen an denselben Personen oder durch gepaarte Stichproben (z. B. Zwillinge) entstehen.

50
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Einfache lineare Regression

Ein Verfahren zur Modellierung des linearen Einflusses einer einzigen kardinalskalierten unabhängigen Variablen auf eine kardinalskalierte abhängige Variable (Yi=β0+β1⋅Xi+ϵiY_i = \beta_0 + \beta_1 \cdot X_i + \epsilon_i).

51
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Residuum (Error)

Der senkrechte Abstand zwischen einem tatsächlichen Datenpunkt und der Regressionsgeraden; beschreibt die nicht erklärte Abweichung (ϵi\epsilon_i).

52
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Methode der kleinsten Quadrate

Ein mathematisches Schätzverfahren in der Regression, welches die Regressionsparameter so bestimmt, dass die Summe der quadrierten Residuen minimal wird.

53
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Homoskedastizität

Die Annahme konstanter Varianzen in der Regression, wonach die Datenpunkte gleichmäßig und ohne systematische Muster um die Regressionsgerade streuen müssen.

54
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Bestimmtheitsmaß (R2R^2)

Der Anteil der Gesamtwariation der abhängigen Variablen, der durch die unabhängige(n) Variable(n) im Modell erklärt werden kann (Wertebereich 00 bis 11).

55
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Multikollinearität

Die unerwünschte hohe Korrelation zwischen zwei oder mehr unabhängigen Variablen in einer multiplen Regression, überprüfbar anhand des Variance Inflation Factor (VIF).

56
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Mediatorvariable

Eine Variable, die den Wirkmechanismus vermittelt, über den eine unabhängige Variable die abhängige Variable beeinflusst (UV →\rightarrow Mediator →\rightarrow AV).

57
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Moderatorvariable

Eine Drittvariable, die die Stärke oder Richtung des Einflusses einer unabhängigen Variablen auf eine abhängige Variable verändert (Interaktionseffekt).

58
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Logistische Regression

Ein nicht-lineares Regressionsverfahren, das verwendet wird, wenn die abhängige Variable binär (00 oder 11) und die unabhängige Variable kardinalskaliert ist.

59
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Chancenverhältnis (Odds Ratio)

Der Quotient zweier Chancen (OR=AB\text{OR} = \frac{A}{B}), der die Veränderung des Verhältnisses angibt, bei einer Veränderung des Prädiktors Option 11 statt Option 00 zu wählen.

60
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Varianzanalyse (ANOVA)

Ein Verfahren, das den Einfluss einer oder mehrerer kategorialer unabhängiger Variablen (Faktoren) auf eine metrische abhängige Variable durch Vergleich von mindestens drei Mittelwerten prüft.

61
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Levene-Test

Ein statistischer Test zur Überprüfung der Nullhypothese homogener Fehlervarianzen (Varianzhomogenität) über verschiedene Untersuchungsgruppen hinweg.

62
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Omnibus-Test

Ein statistischer Globaltest (wie der FF-Test der ANOVA), der simultan prüft, ob zwischen mindestens zwei Gruppen signifikante Unterschiede bestehen, ohne deren genaue Paarung zu benennen.

63
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Eta-Quadrat (η2\eta^2)

Das Effektstärkemaß der einfaktoriellen Varianzanalyse, berechnet als Quotient aus erklärter Quadratsumme und Gesamtquadratsumme (η2=SSbSSt\eta^2 = \frac{\text{SS}_b}{\text{SS}_t}).

64
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Post-Hoc-Tests

Statistische Testverfahren (z. B. nach Games-Howell), die nach einem signifikanten Omnibus-Test paarweise Einzelvergleiche zwischen allen Gruppen durchführen.

65
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Explorative Faktorenanalyse (EFA)

Ein hypothesengenerierendes multivariates Verfahren, das korrelierende manifeste Variablen zu einer geringeren Anzahl latenter Faktoren zusammenfasst, um Strukturen offenzulegen.

66
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Kaiser-Meyer-Olkin-Kriterium (KMO)

Ein Maß für die Stichprobeneignung zur Faktorenanalyse, das quantifiziert, in welchem Ausmaß die Ausgangsvariablen zusammengehören (empfohlen: mindestens 0,80{,}8).

67
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Bartlett-Test auf Sphärizität

Ein Signifikanztest vor der Faktorenanalyse, der die Nullhypothese prüft, dass die Variablen in der Grundgesamtheit unkorreliert sind.

68
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Eigenwert

Ein Kennwert eines Faktors, der angibt, wie viel der Gesamtvarianz aller standardisierten Ausgangsvariablen durch diesen Faktor gebunden bzw. erklärt wird.

69
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Kommunalität

Der Varianzanteil einer einzelnen manifesten Variablen, der durch die extrahierten gemeinsamen Faktoren insgesamt erklärt wird (Wertebereich 00 bis 11).

70
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Kaiser-Kriterium

Ein Extraktionskriterium der Faktorenanalyse, nach dem nur diejenigen Faktoren beibehalten werden, deren Eigenwert größer als 11 ist.

71
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Scree-Test

Ein grafisches Verfahren zur Faktorenbestimmung, bei dem anhand eines Plots der abfallenden Eigenwerte nur diejenigen Faktoren vor dem Knickpunkt ausgewählt werden.

72
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Einfachstruktur

Eine angestrebte Struktur in der Faktorenanalyse, bei der jede Variable auf genau einem Faktor eine hohe Ladung (Primärladung) und auf allen anderen Faktoren geringe Ladungen aufweist.

73
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Varimax-Rotation

Das bekannteste orthogonale Rotationsverfahren, welches unkorrelierte Faktoren erzeugt, indem es die Varianz der quadrierten Faktorladungen maximiert.

74
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Konfirmatorische Faktorenanalyse (CFA)

Ein theoriegeleitetes, hypothesenprüfendes Verfahren, das vorab definierte Annahmen über Faktorenanzahl und Variablenzuordnungen anhand eines Modells empirisch testet.

75
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Clusteranalyse

Ein multivariates Verfahren zur Entdeckung von Gruppenstrukturen, bei dem Fälle zu Clustern zusammengefasst werden, die intern möglichst homogen und untereinander möglichst heterogen sind.

76
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Hierarchisch-agglomeratives Verfahren

Ein Clusterverfahren, das mit der feinsten Partition beginnt (jeder Fall ist ein Cluster) und schrittweise die jeweils ähnlichsten Einheiten zu größeren Clustern zusammenführt.

77
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City-Block-Metrik

Ein Distanzmaß für metrische Variablen, welches sich aus der Summe der absoluten Differenzen zwischen den Variablenwerten zweier Fälle berechnet.

78
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Euklidische Distanz

Ein Distanzmaß für metrische Variablen, das als Quadratwurzel aus der Summe der quadrierten Differenzen zwischen zwei Fällen berechnet wird.

79
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Single-Linkage-Verfahren

Ein Fusionsverfahren nach dem Prinzip des „nächstgelegenen Nachbarn“, das für den Abstand zwischen Clustern die minimale Distanz zwischen zwei Elementen heranzieht.

80
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Complete-Linkage-Verfahren

Ein Fusionsverfahren nach dem Prinzip des „entferntesten Nachbarn“, das für den Abstand zwischen Clustern die maximale Distanz zwischen zwei Elementen heranzieht.

81
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Ward-Verfahren

Ein Fusionsverfahren, das in jedem Schritt diejenigen Cluster zusammenfasst, welche die Fehlerquadratsumme (Heterogenität) innerhalb der Cluster am wenigsten erhöhen.

82
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Dendrogramm

Ein Baumdiagramm, das den Fusionsverlauf eines hierarchischen Clusterverfahrens visualisiert und zur Bestimmung der optimalen Clusterzahl dient.

83
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Missing Completely At Random (MCAR)

Fehlende Werte, die völlig zufällig fehlen und sich durch keine anderen Variablen im Datensatz systematisch erklären lassen.

84
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Missing At Random (MAR)

Fehlende Werte, die zwar systematisch sind, deren Fehlen sich jedoch durch andere im Datensatz beobachtete Variablen erklären lässt.

85
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Missing Not At Random (MNAR)

Fehlende Werte, deren Fehlen direkt mit der Ausprägung der betreffenden Variablen selbst zusammenhängt (z. B. Verweigerung bei hohem Einkommen).

86
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Demografie

Die Bevölkerungswissenschaft, welche Größe, Strukturen und Entwicklungsdynamiken von Bevölkerungen methodisch erfasst, berechnet und analysiert.

87
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Zensus

Eine gesetzlich angeordnete Erhebung statistischer Bevölkerungsdaten (Volkszählung), die traditionell als Vollerhebung oder modern als registergestütztes Verfahren durchgeführt wird.

88
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Gelebte Risikojahre (Personenjahre)

Die Gesamtheit der im Untersuchungszeitraum verlebten Lebenszeit derjenigen Personen, die dem Risiko des untersuchten demografischen Ereignisses ausgesetzt sind.

89
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Rohe Geburtenrate (Crude Birth Rate, CBR)

Die Anzahl lebendgeborener Kinder in einem Kalenderjahr bezogen auf 100.000100.000 Einwohner der Gesamtbevölkerung in der Jahresmitte.

90
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Zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate, TFR)

Die Summe der altersspezifischen Geburtenraten, welche die hypothetische durchschnittliche Kinderzahl pro Frau in einer Population angibt (TFR=∑bx\text{TFR} = \sum b_x).

91
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Paritäts-Progressions-Quote (PPR)

Ein Faktor zur Berechnung paritätsspezifischer Geburtenraten, der den Anteil der Frauen erfasst, deren Kinderzahl um ein weiteres Kind voranschreitet.

92
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Säuglingssterblichkeit

Die Anzahl der im ersten Lebensjahr gestorbenen Kinder bezogen auf 1.0001.000 Lebendgeburten im selben Kalenderjahr.

93
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Neonatale Sterblichkeit

Die Anzahl der Sterbefälle von Neugeborenen innerhalb der ersten 2828 Lebenstage nach der Geburt, bezogen auf 1.0001.000 Geburten.

94
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Standardisierter Mortalitätsindex (SMI)

Die Verhältniszahl der beobachteten Todesfälle zu den erwarteten Todesfällen bei indirekter Altersstandardisierung; Werte größer als 11 indizieren Übersterblichkeit.

95
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Sterbetafel

Ein Modell, das abbildet, wie sich ein hypothetischer Bevölkerungsbestand durch altersspezifische Sterbewahrscheinlichkeiten (qxq_x) verringert, und die durchschnittliche Lebenserwartung (exe_x) berechnet.

96
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Wanderungssaldo (Nettowanderung)

Die Differenz zwischen der Zahl der Zuzüge (Immigration) und der Fortzüge (Emigration) über festgelegte Gebietsgrenzen hinweg.

97
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Demografischer Übergang

Ein Modell, das den historischen Übergang von hohen Geburten- und Sterberaten über sinkende Mortalität bei hoher Fertilität hin zu niedrigen Raten auf stabilem Niveau beschreibt.