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Umfassende Vokabel-Karteikarten zu den Lektionen 1 bis 6 des Skripts 'Biostatistik und Demografie' (DLMPHBUD01) der IU Internationalen Hochschule.
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Querschnittsdesign
Ein Untersuchungsdesign, bei dem Daten zu einem einzigen Zeitpunkt oder innerhalb einer kurzen Zeitspanne (ca. 2–4 Wochen) erhoben werden.
Längsschnittdesign
Ein Untersuchungsdesign, bei dem Daten zu mehreren aufeinanderfolgenden Zeitpunkten erfasst werden; unterteilt sich in Trenddesign und Paneldesign.
Trenddesign
Eine Variante des Längsschnittdesigns, bei der in regelmäßigen zeitlichen Abständen Untersuchungen zu denselben Fragestellungen durchgeführt werden, wobei nicht zu jedem Zeitpunkt dieselben Merkmalsträger untersucht werden müssen.
Paneldesign
Eine Variante des Längsschnittdesigns, bei der in regelmäßigen Abständen immer wieder dieselben Merkmalsträger zu ein- und demselben Thema befragt werden; liefert den höchsten Informationsgehalt.
Grundgesamtheit (Population)
Die Gesamtheit aller Merkmalsträger, welche für eine geplante wissenschaftliche Untersuchung infrage kommen.
Stichprobe
Die Gesamtheit derjenigen Merkmalsträger aus der Grundgesamtheit, welche im Rahmen einer Studie tatsächlich untersucht werden.
Einfache Zufallsstichprobe
Ein Auswahlverfahren nach dem Zufallsprinzip, bei dem jeder Merkmalsträger der Grundgesamtheit dieselbe Wahrscheinlichkeit besitzt, in die Stichprobe zu gelangen.
Geschichtete Stichprobe
Ein Zufallsauswahlverfahren, bei dem die Grundgesamtheit zunächst nach relevanten Größen in Teilpopulationen (Schichten) aufgeteilt wird, aus denen anschließend Zufallsstichproben gezogen werden.
Klumpenstichprobe
Ein Zufallsauswahlverfahren, bei dem natürlich existierende Teilmengen der Grundgesamtheit (z. B. Landkreise) nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und anschließend vollständig untersucht werden.
Ad-hoc-Stichprobe
Eine nicht-zufällige Stichprobenziehung, bei der diejenigen Merkmalsträger ausgewählt werden, welche zum Zeitpunkt der Datenerhebung gerade verfügbar sind (z. B. Passantenbefragung).
Nominalskala
Das schwächste Skalenniveau, bei dem die Ausprägungen Namen oder Kategorien darstellen, welche sich in keine sinnvolle Rangfolge bringen lassen.
Dichotome Variable
Ein Spezialfall einer nominalskalierten Variablen, die genau zwei Ausprägungen aufweist (z. B. städtisch/ländlich oder ja/nein).
Ordinalskala
Ein Skalenniveau, dessen Ausprägungen Kategorien sind, die sich in eine sinnvolle Reihenfolge bringen lassen, wobei sich die Abstände mathematisch nicht sinnvoll interpretieren lassen.
Kardinalskala
Das stärkste Skalenniveau (quantitative Merkmale), dessen Ausprägungen aus Zahlen bestehen, deren Abstände zueinander sich mathematisch exakt interpretieren lassen.
Intervallskala
Eine Kardinalskala für Merkmale, die keinen natürlichen Nullpunkt besitzen (z. B. Temperatur in Grad Celsius), weshalb Verhältnisse nicht sinnvoll interpretierbar sind.
Verhältnisskala
Eine Kardinalskala für Merkmale mit einem natürlichen Nullpunkt (z. B. Geldbetrag oder Intensivbetten), bei der die Null in allen Einheiten dieselbe Bedeutung besitzt.
Diskretes Merkmal
Ein kardinalskaliertes Merkmal, das nur endlich viele oder abzählbar unendlich viele verschiedene Ausprägungen annehmen kann.
Stetiges Merkmal
Ein kardinalskaliertes Merkmal, das prinzipiell unendlich viele Ausprägungen annehmen und jeden Wert eines Intervalls darstellen kann.
Urliste (Rohdaten)
Die ungeordnete Ausgangsmenge der gesammelten Daten eines Merkmals X, notiert als x1,x2,…,xn.
Relative Häufigkeit
Der Anteil des Vorkommens einer Merkmalsausprägung an der Gesamtstichprobe (fj=nnj), welcher stets zwischen 0 und 1 liegt.
Kumulierte Häufigkeit
Die für mindestens ordinalskalierte Merkmale berechnete Summe der relativen Häufigkeiten von der ersten bis zur m-ten Ausprägung (Fm=∑j=1mfj).
Histogramm
Eine grafische Darstellung für stetige Merkmale, bei der über Klassen Rechtecke in Höhe der berechneten empirischen Dichten (f^(x)=Δjfj) abgetragen werden, sodass deren Fläche der relativen Häufigkeit entspricht.
Modus (Modalwert)
Diejenige Merkmalsausprägung, die am häufigsten in einer Stichprobe vorkommt (xmod).
Quantil
Eine Merkmalsausprägung (xp), welche von einem vorgegebenen Anteil p (in Prozent) der Merkmalsträger nicht überschritten wird.
Median
Das Quantil x0,5, welches in der Mitte des geordneten Datensatzes liegt, sodass 50% der Werte höchstens und 50% mindestens so groß wie dieser Wert sind.
Quartile
Die Quantile x0,25 (unteres Quartil) und x0,75 (oberes Quartil), welche zusammen mit dem Median den sortierten Datensatz in vier gleich große Abschnitte unterteilen.
Arithmetisches Mittel (Mittelwert)
Das Maß für das rechnerische Zentrum eines kardinalskalierten Datensatzes, berechnet als xˉ=n1∑i=1nxi.
Rechtsschiefe Verteilung
Eine Verteilung, bei der das arithmetische Mittel größer als der Median ist (xˉ>x0,5) und deren Graph nach rechts hin flach abfällt.
Linksschiefe Verteilung
Eine Verteilung, bei der das arithmetische Mittel kleiner als der Median ist (xˉ<x0,5) und deren Graph nach links hin flach abfällt.
Spannweite
Das einfachste Streuungsmaß, berechnet als Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten beobachteten Wert (R=x(n)−x(1)).
Interquartilsabstand (IQR)
Ein robustes Streuungsmaß für die zentralen 50% der Beobachtungen, berechnet als Differenz zwischen oberem und unterem Quartil (IQR=x0,75−x0,25).
Stichprobenvarianz
Ein Streuungsmaß, das die Summe der quadrierten Abweichungen aller Beobachtungen vom Mittelwert geteilt durch n−1 quantifiziert (s2=n−11∑i=1n(xi−xˉ)2).
Standardabweichung
Die positive Quadratwurzel aus der Stichprobenvarianz (s=s2), die die durchschnittliche Streuung um das arithmetische Mittel in Originaleinheiten angibt.
Kontingenztabelle
Eine Tabelle für bivariate Analysen, die im Zentrum die gemeinsamen absoluten Häufigkeiten (nij) zweier kategorialer Merkmale und am Rand die Randhäufigkeiten darstellt.
Korrigierter Kontingenzkoeffizient (K∗)
Ein auf den Wertebereich [0;1] normiertes Zusammenhangsmaß für zwei Merkmale, von denen mindestens eines nominalskaliert ist (K∗=KmaxK).
Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman (rS)
Ein auf Rängen basierendes Zusammenhangsmaß für mindestens ordinalskalierte Merkmale zur Quantifizierung monotoner Beziehungen im Wertebereich [−1;+1].
Korrelationskoeffizient nach Bravais-Pearson (rx,y)
Ein standardisiertes Maß im Wertebereich [−1;+1], das die Stärke und Richtung eines linearen Zusammenhangs zwischen zwei kardinalskalierten Merkmalen misst.
Kovarianz
Ein nicht-standardisiertes Maß für den gemeinsamen linearen Zusammenhang zweier kardinalskalierter Variablen (n1∑i=1n(xi−xˉ)(yi−yˉ)), dessen Vorzeichen die Richtung der Beziehung angibt.
Scheinkorrelation
Eine hohe statistische Korrelation zwischen zwei Variablen, die nicht auf Kausalität beruht, sondern durch den Einfluss einer unberücksichtigten Drittvariable hervorgerufen wird.
Inferenzstatistik
Der Teilbereich der Statistik, der mithilfe mathematischer Testverfahren prüft, ob sich deskriptive Ergebnisse einer Stichprobe verlässlich auf die Grundgesamtheit übertragen lassen.
Nullhypothese (H0)
Die konservative Ausgangshypothese eines Signifikanztests, welche davon ausgeht, dass in der Population kein Effekt, kein Unterschied oder kein Zusammenhang existiert.
Alternativhypothese (H1)
Die Gegenhypothese zur Nullhypothese, welche das Vorliegen eines Effekts, Unterschieds oder Zusammenhangs in der Grundgesamtheit postuliert.
Signifikanzniveau (α)
Die vorab festgelegte Irrtumswahrscheinlichkeit, mit der maximal ein Fehler beim Ablehnen der Nullhypothese in Kauf genommen wird (üblicherweise 5%).
Prüfgröße
Ein aus den Stichprobendaten berechneter Kennwert (z. B. t-Wert oder F-Wert), der als Entscheidungsgrundlage im Hypothesentest dient.
p-Wert
Die Überschreitungswahrscheinlichkeit, die angibt, wie wahrscheinlich das gefundene oder ein noch extremeres Stichprobenergebnis unter Gültigkeit der Nullhypothese ist.
Fehler 1. Art (α-Fehler)
Die Fehlentscheidung, die Nullhypothese fälschlicherweise abzulehnen, obwohl sie in der Grundgesamtheit in Wahrheit zutrifft.
Fehler 2. Art (β-Fehler)
Die Fehlentscheidung, die Nullhypothese beizubehalten, obwohl in der Grundgesamtheit in Wahrheit die Alternativhypothese zutrifft.
Unabhängige Stichproben
Stichproben, bei denen die Merkmalsträger aus unterschiedlichen Populationen stammen und in keinerlei Beziehung oder Paarung zueinander stehen.
Abhängige Stichproben
Zwei oder mehr verbundene Stichproben, die entweder durch Messwiederholungen an denselben Personen oder durch gepaarte Stichproben (z. B. Zwillinge) entstehen.
Einfache lineare Regression
Ein Verfahren zur Modellierung des linearen Einflusses einer einzigen kardinalskalierten unabhängigen Variablen auf eine kardinalskalierte abhängige Variable (Yi=β0+β1⋅Xi+ϵi).
Residuum (Error)
Der senkrechte Abstand zwischen einem tatsächlichen Datenpunkt und der Regressionsgeraden; beschreibt die nicht erklärte Abweichung (ϵi).
Methode der kleinsten Quadrate
Ein mathematisches Schätzverfahren in der Regression, welches die Regressionsparameter so bestimmt, dass die Summe der quadrierten Residuen minimal wird.
Homoskedastizität
Die Annahme konstanter Varianzen in der Regression, wonach die Datenpunkte gleichmäßig und ohne systematische Muster um die Regressionsgerade streuen müssen.
Bestimmtheitsmaß (R2)
Der Anteil der Gesamtwariation der abhängigen Variablen, der durch die unabhängige(n) Variable(n) im Modell erklärt werden kann (Wertebereich 0 bis 1).
Multikollinearität
Die unerwünschte hohe Korrelation zwischen zwei oder mehr unabhängigen Variablen in einer multiplen Regression, überprüfbar anhand des Variance Inflation Factor (VIF).
Mediatorvariable
Eine Variable, die den Wirkmechanismus vermittelt, über den eine unabhängige Variable die abhängige Variable beeinflusst (UV → Mediator → AV).
Moderatorvariable
Eine Drittvariable, die die Stärke oder Richtung des Einflusses einer unabhängigen Variablen auf eine abhängige Variable verändert (Interaktionseffekt).
Logistische Regression
Ein nicht-lineares Regressionsverfahren, das verwendet wird, wenn die abhängige Variable binär (0 oder 1) und die unabhängige Variable kardinalskaliert ist.
Chancenverhältnis (Odds Ratio)
Der Quotient zweier Chancen (OR=BA), der die Veränderung des Verhältnisses angibt, bei einer Veränderung des Prädiktors Option 1 statt Option 0 zu wählen.
Varianzanalyse (ANOVA)
Ein Verfahren, das den Einfluss einer oder mehrerer kategorialer unabhängiger Variablen (Faktoren) auf eine metrische abhängige Variable durch Vergleich von mindestens drei Mittelwerten prüft.
Levene-Test
Ein statistischer Test zur Überprüfung der Nullhypothese homogener Fehlervarianzen (Varianzhomogenität) über verschiedene Untersuchungsgruppen hinweg.
Omnibus-Test
Ein statistischer Globaltest (wie der F-Test der ANOVA), der simultan prüft, ob zwischen mindestens zwei Gruppen signifikante Unterschiede bestehen, ohne deren genaue Paarung zu benennen.
Eta-Quadrat (η2)
Das Effektstärkemaß der einfaktoriellen Varianzanalyse, berechnet als Quotient aus erklärter Quadratsumme und Gesamtquadratsumme (η2=SStSSb).
Post-Hoc-Tests
Statistische Testverfahren (z. B. nach Games-Howell), die nach einem signifikanten Omnibus-Test paarweise Einzelvergleiche zwischen allen Gruppen durchführen.
Explorative Faktorenanalyse (EFA)
Ein hypothesengenerierendes multivariates Verfahren, das korrelierende manifeste Variablen zu einer geringeren Anzahl latenter Faktoren zusammenfasst, um Strukturen offenzulegen.
Kaiser-Meyer-Olkin-Kriterium (KMO)
Ein Maß für die Stichprobeneignung zur Faktorenanalyse, das quantifiziert, in welchem Ausmaß die Ausgangsvariablen zusammengehören (empfohlen: mindestens 0,8).
Bartlett-Test auf Sphärizität
Ein Signifikanztest vor der Faktorenanalyse, der die Nullhypothese prüft, dass die Variablen in der Grundgesamtheit unkorreliert sind.
Eigenwert
Ein Kennwert eines Faktors, der angibt, wie viel der Gesamtvarianz aller standardisierten Ausgangsvariablen durch diesen Faktor gebunden bzw. erklärt wird.
Kommunalität
Der Varianzanteil einer einzelnen manifesten Variablen, der durch die extrahierten gemeinsamen Faktoren insgesamt erklärt wird (Wertebereich 0 bis 1).
Kaiser-Kriterium
Ein Extraktionskriterium der Faktorenanalyse, nach dem nur diejenigen Faktoren beibehalten werden, deren Eigenwert größer als 1 ist.
Scree-Test
Ein grafisches Verfahren zur Faktorenbestimmung, bei dem anhand eines Plots der abfallenden Eigenwerte nur diejenigen Faktoren vor dem Knickpunkt ausgewählt werden.
Einfachstruktur
Eine angestrebte Struktur in der Faktorenanalyse, bei der jede Variable auf genau einem Faktor eine hohe Ladung (Primärladung) und auf allen anderen Faktoren geringe Ladungen aufweist.
Varimax-Rotation
Das bekannteste orthogonale Rotationsverfahren, welches unkorrelierte Faktoren erzeugt, indem es die Varianz der quadrierten Faktorladungen maximiert.
Konfirmatorische Faktorenanalyse (CFA)
Ein theoriegeleitetes, hypothesenprüfendes Verfahren, das vorab definierte Annahmen über Faktorenanzahl und Variablenzuordnungen anhand eines Modells empirisch testet.
Clusteranalyse
Ein multivariates Verfahren zur Entdeckung von Gruppenstrukturen, bei dem Fälle zu Clustern zusammengefasst werden, die intern möglichst homogen und untereinander möglichst heterogen sind.
Hierarchisch-agglomeratives Verfahren
Ein Clusterverfahren, das mit der feinsten Partition beginnt (jeder Fall ist ein Cluster) und schrittweise die jeweils ähnlichsten Einheiten zu größeren Clustern zusammenführt.
City-Block-Metrik
Ein Distanzmaß für metrische Variablen, welches sich aus der Summe der absoluten Differenzen zwischen den Variablenwerten zweier Fälle berechnet.
Euklidische Distanz
Ein Distanzmaß für metrische Variablen, das als Quadratwurzel aus der Summe der quadrierten Differenzen zwischen zwei Fällen berechnet wird.
Single-Linkage-Verfahren
Ein Fusionsverfahren nach dem Prinzip des „nächstgelegenen Nachbarn“, das für den Abstand zwischen Clustern die minimale Distanz zwischen zwei Elementen heranzieht.
Complete-Linkage-Verfahren
Ein Fusionsverfahren nach dem Prinzip des „entferntesten Nachbarn“, das für den Abstand zwischen Clustern die maximale Distanz zwischen zwei Elementen heranzieht.
Ward-Verfahren
Ein Fusionsverfahren, das in jedem Schritt diejenigen Cluster zusammenfasst, welche die Fehlerquadratsumme (Heterogenität) innerhalb der Cluster am wenigsten erhöhen.
Dendrogramm
Ein Baumdiagramm, das den Fusionsverlauf eines hierarchischen Clusterverfahrens visualisiert und zur Bestimmung der optimalen Clusterzahl dient.
Missing Completely At Random (MCAR)
Fehlende Werte, die völlig zufällig fehlen und sich durch keine anderen Variablen im Datensatz systematisch erklären lassen.
Missing At Random (MAR)
Fehlende Werte, die zwar systematisch sind, deren Fehlen sich jedoch durch andere im Datensatz beobachtete Variablen erklären lässt.
Missing Not At Random (MNAR)
Fehlende Werte, deren Fehlen direkt mit der Ausprägung der betreffenden Variablen selbst zusammenhängt (z. B. Verweigerung bei hohem Einkommen).
Demografie
Die Bevölkerungswissenschaft, welche Größe, Strukturen und Entwicklungsdynamiken von Bevölkerungen methodisch erfasst, berechnet und analysiert.
Zensus
Eine gesetzlich angeordnete Erhebung statistischer Bevölkerungsdaten (Volkszählung), die traditionell als Vollerhebung oder modern als registergestütztes Verfahren durchgeführt wird.
Gelebte Risikojahre (Personenjahre)
Die Gesamtheit der im Untersuchungszeitraum verlebten Lebenszeit derjenigen Personen, die dem Risiko des untersuchten demografischen Ereignisses ausgesetzt sind.
Rohe Geburtenrate (Crude Birth Rate, CBR)
Die Anzahl lebendgeborener Kinder in einem Kalenderjahr bezogen auf 100.000 Einwohner der Gesamtbevölkerung in der Jahresmitte.
Zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate, TFR)
Die Summe der altersspezifischen Geburtenraten, welche die hypothetische durchschnittliche Kinderzahl pro Frau in einer Population angibt (TFR=∑bx).
Paritäts-Progressions-Quote (PPR)
Ein Faktor zur Berechnung paritätsspezifischer Geburtenraten, der den Anteil der Frauen erfasst, deren Kinderzahl um ein weiteres Kind voranschreitet.
Säuglingssterblichkeit
Die Anzahl der im ersten Lebensjahr gestorbenen Kinder bezogen auf 1.000 Lebendgeburten im selben Kalenderjahr.
Neonatale Sterblichkeit
Die Anzahl der Sterbefälle von Neugeborenen innerhalb der ersten 28 Lebenstage nach der Geburt, bezogen auf 1.000 Geburten.
Standardisierter Mortalitätsindex (SMI)
Die Verhältniszahl der beobachteten Todesfälle zu den erwarteten Todesfällen bei indirekter Altersstandardisierung; Werte größer als 1 indizieren Übersterblichkeit.
Sterbetafel
Ein Modell, das abbildet, wie sich ein hypothetischer Bevölkerungsbestand durch altersspezifische Sterbewahrscheinlichkeiten (qx) verringert, und die durchschnittliche Lebenserwartung (ex) berechnet.
Wanderungssaldo (Nettowanderung)
Die Differenz zwischen der Zahl der Zuzüge (Immigration) und der Fortzüge (Emigration) über festgelegte Gebietsgrenzen hinweg.
Demografischer Übergang
Ein Modell, das den historischen Übergang von hohen Geburten- und Sterberaten über sinkende Mortalität bei hoher Fertilität hin zu niedrigen Raten auf stabilem Niveau beschreibt.