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Implicature
etwas, das impliziert, aber nicht direkt gesagt wird.
Unterschied: Semantic inference vs. Pragmatic inference
Semantic inference: ergibt sich aus der Satzbedeutung (logisch notwendig)
Pragmatic inference: ergibt sich aus Kontext und Gesprächsnormen
Co-operative Principle – Grice's Maxims
Gespräche funktionieren, weil Sprecher kooperieren ("I listen to you, you listen to me").
→ Wenn jemand eine Maxime verletzt (flouting), entsteht eine Implicature: etwas wird impliziert, nicht direkt gesagt
Maxim of Quality
Sage nur, was du für wahr hältst; hab Beweise (the truth, evidence)
Maxim of Quantity
Sei so informativ wie nötig – nicht mehr, nicht weniger
Maxim of Relation/Relevance
Bleib beim Thema; sage nur Relevantes
Maxim of Manner
Sei klar, präzise und geordnet; vermeide Mehrdeutigkeit (be precise, be clear)
Beispiel 1 – Quantity
A:
How was the movie?
B:
The popcorn was good.
B beantwortet die eigentliche Frage nicht.
Warum?
Weil man verstehen soll:
→ Der Film war wohl nicht gut.
Das wurde nie direkt gesagt.
Beispiel 2 – Relation
A:
Will Tom pass the exam?
B:
Well, he attended every lecture.
B sagt nicht:
Yes.
Man schließt:
→ Vielleicht schon.
Oder:
→ Das ist das Einzige Positive, was man sagen kann.
Beispiel 3 – Quality
Jemand kommt völlig durchnässt herein.
Du sagst:
Lovely weather!
Natürlich meinst du das Gegenteil.
Das nennt man Ironie.
Die Maxime der Wahrheit wird absichtlich verletzt.
Die Implikatur lautet:
→ Das Wetter ist schrecklich.
Beispiel 4 – Manner
Jemand sagt absichtlich kompliziert:
The individual proceeded to consume nutritional substances.
Statt einfach:
He ate.
Die unnötig komplizierte Formulierung kann implizieren:
→ Der Sprecher möchte besonders formell, distanziert oder ironisch wirken.