Die Körpertemperatur - Physiologie, Pathophysiologie und Pflege

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Lernkarteikarten zu den Grundlagen der Körpertemperaturregulation, Kälteschäden (Hypothermie, Erfrierungsgrade), Fieber- und Hyperthermiestufen, Schüttelfrostphasen sowie Methoden und Regeln der Temperaturmessung.

33 Terms

1
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Wärmeregulationssystem

Zentrum im Zwischenhirn, das den Wärmehaushalt des Körpers auf 1/101/10 genau steuert.

2
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Radiation

Wärmeabgabe des Körpers durch Wärmestrahlung.

3
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Konduktion

Wärmeabgabe des Körpers durch Wärmeleitung bei direktem Kontakt.

4
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Konvektion

Wärmeabgabe des Körpers durch Wärmeströmung.

5
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Evaporation

Wärmeabgabe des Körpers durch Verdunstung.

6
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Hypothermie

Untertemperatur mit Körpertemperaturwerten unter 36∘C36^\circ\text{C}, die zur Aktivierung des Stoffwechsels mit erhöhtem Sauerstoffverbrauch führt und einen Circulus vitiosus in Gang setzen kann.

7
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Hibernation

Künstliche therapeutische Unterkühlung des Körpers (bis auf 29∘C29^\circ\text{C}), die in der Intensivmedizin z. B. bei Herzoperationen angewendet wird.

8
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Erfrierung

Schwerste Kälteschädigung durch abnorme Reaktionsbereitschaft des Gefäßsystems (begünstigt z. B. durch Nikotinabusus, anhaltende Nässe oder enge Kleidung), vor allem an den Akren (Finger, Zehen, Ohren, Nase).

9
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Erfrierung 1. Grades

Kälteschädigung mit Blässe, Abkühlung und Gefühllosigkeit; nach Wiedererwärmung treten Schmerzen und Juckreiz auf.

10
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Erfrierung 2. Grades

Kälteschädigung, die durch Blasenbildung gekennzeichnet ist und unter Narbenbildung abheilt.

11
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Erfrierung 3. Grades

Kälteschädigung mit trockenen Nekrosen (Mumifikation) oder blauroten Blasen, die nach dem Platzen nasse Nekrosen verschiedener Tiefe bilden; heilt unter Narbenbildung ab.

12
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Fieber

Eine geregelte, physiologische Reaktion des Organismus mit einer über den Normalbereich hinaus erhöhten Kerntemperatur.

13
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Hyperthermie

Eine Überforderung der körpereigenen Thermoregulation, die zu einer erhöhten Kerntemperatur führt und begrifflich erst bei hohem Fieber genannt wird.

14
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Normothermie

Normale Körperkerntemperatur im Bereich von 36∘C−37∘C36^\circ\text{C} - 37^\circ\text{C}.

15
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Subfebrile Temperatur

Leicht erhöhte Körpertemperatur im Bereich von 37,1∘C−37,7∘C37,1^\circ\text{C} - 37,7^\circ\text{C}.

16
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Leichtes Fieber

Temperaturbereich zwischen 37,8∘C−38,5∘C37,8^\circ\text{C} - 38,5^\circ\text{C}.

17
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Mäßiges Fieber

Temperaturbereich zwischen 38,6∘C−39,0∘C38,6^\circ\text{C} - 39,0^\circ\text{C}.

18
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Hohes Fieber

Temperaturbereich zwischen 39,1∘C−39,9∘C39,1^\circ\text{C} - 39,9^\circ\text{C}.

19
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Sehr hohes Fieber

Körpertemperatur von 40∘C40^\circ\text{C} und mehr.

20
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Kontinuierliches Fieber

Fieberform mit gleichbleibend hoher Temperaturkurve.

21
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Remittierendes Fieber

Auf- und absteigender Fieberverlauf, bei dem die Temperatur schwankt, ohne ganz auf die Norm zurückzugehen.

22
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Septisches Fieber

Intermittierender bzw. aussetzender Fieberverlauf, bei dem die Temperatur zeitweise auf die Norm zurückkehrt; wird durch Toxinschwemme verursacht und oft von Schüttelfrost begleitet.

23
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Kritische Entfieberung (Krise)

Rascher Fieberabfall innerhalb von Minuten bis Stunden, bei dem akute Kollapsgefahr besteht.

24
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Lytische Entfieberung (Lysis)

Langsamer, schonender Abfall der erhöhten Körpertemperatur.

25
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Schüttelfrost - 1. Phase

Phase des Temperaturanstiegs mit Frösteln, Muskelzittern, Zähneklappern und Körperschütteln; pflegerisch sind Wärmezufuhr (Decken, Wärmflasche, heißer Tee), Temperaturkontrolle und Arztinformation erforderlich.

26
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Schüttelfrost - 2. Phase

Stadium der Fieberhöhe mit Unruhe, Angst und großem Unbehagen; pflegerisch stehen Erleichterung, Zuwendung, kühle Abwaschungen und kühle Getränke im Vordergrund.

27
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Schüttelfrost - 3. Phase

Lysis-Phase mit starkem Schweißausbruch, Erschöpfung und Kollapsneigung; erfordert engmaschige Überwachung und sofortigen Wäschewechsel.

28
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Schüttelfrost - 4. Phase

Erschöpfungs- und Erholungsphase des Körpers, in der für absolute Ruhe gesorgt werden muss.

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Axillare Messung

Temperaturmessung in der Achselhöhle; dauert 8−10 Minuten8 - 10\,\text{Minuten}, ist hygienisch und angenehm, birgt jedoch Nachteile durch lange Messzeit und Ungenauigkeit bei Patientenunruhe.

30
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Rektale Messung

Temperaturmessung im Mastdarm; dauert 2−3 Minuten2 - 3\,\text{Minuten}, liefert rasch sichere Kerntemperaturwerte, verletzt jedoch die Intimsphäre und birgt die Gefahr der Keimverschleppung.

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Orale Messung

Temperaturmessung in der Mundhöhle unter der Zunge; dauert 5 Minuten5\,\text{Minuten}, ist rasch und sicher, eignet sich aber nicht bei unruhigen Patienten, Spasmen oder Fazialisparese.

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Infrarot-Messung (Ohr oder Stirn)

Schnelle und genaue Methode zur Temperaturmessung, die jedoch anfällig für Bedienungsfehler oder Störfaktoren (wie Cerumen oder direkte Sonneneinstrahlung) ist.

33
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Fieberverlaufskurve

Dokumentationsinstrument zur Erfassung der Temperaturwerte, das für die Erkennung der Erkrankung, die Beurteilung des Zustands und die Verlaufskontrolle essenziell ist.