Red Flags bei Atemwegsbeschwerden

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Lernkarteikarten zu Red Flags, Atemwegsinfektionen, Differentialdiagnosen (Grippe vs. Erkältung), Prophylaxe, Therapeutika und Lungenfunktionsprüfungen basierend auf Careum Band 5.

Last updated 5:34 PM on 10/18/26
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27 Terms

1
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Risikopatienten bei Husten

Personengruppen, die bei Husten nur nach Rücksprache mit der Apothekerin oder dem Apotheker behandelt werden dürfen: Kleinkinder unter 2 Jahren2\text{ Jahren}, schwangere Frauen, stillende Frauen sowie immunsupprimierte Patienten.

2
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Red Flag: Trockener Husten ohne Erkältungssymptome

Alarmsymptom, das auf eine unerwünschte Arzneimittelwirkung (beispielsweise durch blutdrucksenkende Medikamente wie ACE-Hemmer) oder auf Refluxkrankheiten hinweisen kann.

3
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Red Flag: Husten länger als 3 Wochen3\text{ Wochen} trotz Medikation

Warnzeichen für das Vorliegen einer schwerwiegenderen Erkrankung (wie einer Pneumonie oder saisonalen Grippe) oder eines unzureichend behandelten bzw. unbehandelten Asthmas oder COPD (Raucherhusten).

4
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Red Flag: Husten mit schlechtem Allgemeinzustand und Fieber

Kombination aus Husten, schlechtem Allgemeinzustand, einer Dauer von mehr als 2 Tagen2\text{ Tagen}, Fieber über 38,5 ∘C38{,}5\,^\circ\text{C} für mehr als 2 Tage2\text{ Tage}, Schmerzen beim Einatmen/Husten oder gelblich-grünlichem bzw. rostig-blutigem Auswurf; weist auf Pneumonie oder Grippe hin.

5
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Red Flag: Husten und Atemnot

Kombinationssymptom, das Anzeichen für Asthma, COPD, eine Herzinsuffizienz (Pumpschwäche des Herzens) oder eine Lungenembolie sein kann.

6
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Red Flag: Pfeifende Atemgeräusche bei Kindern

Husten bei Kindern in Kombination mit pfeifenden Atemgeräuschen, welcher auf Asthma oder Pseudokrupp hinweist.

7
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Red Flag: Fremdkörperaspiration

Plötzlicher, anfallsartiger Husten (eventuell mit Atemnot), der durch das Einatmen von Festkörpern (wie Erdnüsschen) hervorgerufen wird; tritt häufig bei Kleinkindern auf, ist aber auch bei Erwachsenen möglich.

8
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Red Flag: Husten bei Anaphylaxie

Husten mit systemischen Begleitsymptomen wie juckendem Hautausschlag, schnellem Herzschlag oder Übelkeit und Erbrechen als Zeichen einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion.

9
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Pneumonie (Lungenentzündung)

Durch Bakterien (beispielsweise Pneumokokken) oder Viren ausgelöste Infektion des Lungengewebes, die häufig als Komplikation einer saisonalen Grippe auftritt.

10
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Bronchitis

Meist viral verursachte Entzündung der Bronchien, die zu einer geschwollenen Bronchialschleimhaut, vermehrter Schleimbildung, verengten Luftwegen und Atembehinderung führt.

11
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Saisonale Grippe (Influenza)

Hoch ansteckende, vorwiegend im Winter auftretende virale Tröpfcheninfektion mit plötzlichem Beginn, hohem Fieber (≥38,5 ∘C\ge 38{,}5\,^\circ\text{C}), Schüttelfrost, schwerer Erschöpfung sowie Muskel- und Kopfschmerzen. Inkubationszeit: wenige Stunden bis 3 Tage3\text{ Tage}.

12
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Pseudokrupp

Virale Infektion bei Säuglingen und Kindern bis 6 Jahre6\text{ Jahre}, bei der die Schleimhaut unterhalb der Stimmritze anschwillt; führt typischerweise nachts zu Atemnot und einem charakteristischen bellenden Husten.

13
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Therapie bei Pseudokrupp

Erste Massnahmen bei einem Anfall: Das Kind beruhigen, in eine aufrechte Position bringen sowie feuchte, kalte Luft zuführen; bei schweren Symptomen muss unverzüglich ein Spital aufgesucht werden.

14
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Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)

Im Winter auftretende virale Tröpfcheninfektion mit Schnupfen, Husten und Fieber, die bei Säuglingen und Kindern unter 2 Jahren2\text{ Jahren} häufig zu Bronchitis und Spitalaufenthalten führt.

15
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Virustatika (bei Influenza)

Arzneistoffe, die die Vermehrung von Viren hemmen. Sie müssen innerhalb weniger Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden und verkürzen die Krankheitsdauer um maximal 1 Tag1\text{ Tag}.

16
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Relenza®

Inhalatives Virustatikum (Zanamivir); Dosierung zur Prophylaxe: 1-mal ta¨glich 2 Hu¨be1\text{-mal täglich } 2\text{ Hübe}; Dosierung zur Therapie: 2-mal ta¨glich 2 Hu¨be2\text{-mal täglich } 2\text{ Hübe} inhalieren über einen Zeitraum von 5 Tagen5\text{ Tagen}.

17
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Tamiflu®

Orales Virustatikum (Oseltamivir); Dosierung zur Prophylaxe: 1-mal ta¨glich 1 Kapsel1\text{-mal täglich } 1\text{ Kapsel}; Dosierung zur Therapie: 2-mal ta¨glich 1 Kapsel2\text{-mal täglich } 1\text{ Kapsel} einnehmen während 5 Tagen5\text{ Tagen}.

18
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Grippaler Infekt (Erkältung)

Selbstlimitierende Infektion der oberen Atemwege mit langsamem Beginn, seltenem Fieber (<38,5 ∘C< 38{,}5\,^\circ\text{C}), Schnupfen und Halsschmerzen, die meist nach 5 bis 10 Tagen5\text{ bis } 10\text{ Tagen} abklingt.

19
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Immunstimulanzien zur Prophylaxe

Präparate aus unspezifischen Antigengemischen zur Stärkung der körpereigenen Abwehr; Einnahmeschema: an 10 aufeinanderfolgenden Tagen10\text{ aufeinanderfolgenden Tagen} pro Monat nüchtern einnehmen, gefolgt von einer Einnahmepause bis zum Folgemonat (Wiederholung über 3 Monate3\text{ Monate}).

20
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Broncho-Vaxom®

Bakterienlysat (Abgabekategorie Liste D) zur Prophylaxe von Atemwegsinfektionen; Dosierung für Kinder ab 6 Monaten6\text{ Monaten}: täglich 1 Kapsel1\text{ Kapsel} morgens an 10 aufeinanderfolgenden Tagen10\text{ aufeinanderfolgenden Tagen} pro Monat über 3 Monate3\text{ Monate}.

21
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Buccalin®

Bakterienhaltiges Immunstimulans (Abgabekategorie Liste D) ab 7 Jahren7\text{ Jahren}; Einnahmeschema jeweils 1 Stunde1\text{ Stunde} vor dem Frühstück/Mittagessen: Tag 1: 1 Tablette1\text{ Tablette}, Tag 2: 2 Tabletten2\text{ Tabletten}, Tag 3: 4 Tabletten4\text{ Tabletten}.

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Solmucol® Bronchoprotect

Lyophilisiertes Bakterienlysat in Form von Sublingualtabletten (Liste D) ab 3 Jahren3\text{ Jahren}; Dosierung: täglich 1 Tablette1\text{ Tablette} unter der Zunge zergehen lassen an 10 aufeinanderfolgenden Tagen10\text{ aufeinanderfolgenden Tagen} pro Monat über 3 Monate3\text{ Monate}.

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Dyspnoe

Fachbegriff für Atemnot oder erschwerte Atmung, bei der unzureichend Sauerstoff ins Gewebe gelangt; kann durch pulmonale (z. B. Asthma, COPD, Pneumonie) oder extrapulmonale Ursachen (z. B. Herzschwäche, Anämie, Stress) bedingt sein.

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Pulsoxymeter

Medizinisches Messgerät zur nicht-invasiven Bestimmung der Sauerstoffsättigung des Hämoglobins im Blut; normale Werte liegen über 90 %90\,\% (bei Vorliegen einer Anämie nicht zuverlässig aussagekräftig).

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Peak-Flow-Messung

Einfaches Lungenfunktionsprüfverfahren für Asthmapatienten zur Bestimmung der maximalen Ausatmungsgeschwindigkeit bei forciertem Ausatmen; Durchführung morgens und abends je 3-mal3\text{-mal}, wobei der beste Wert dokumentiert wird.

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Ampelschema bei Peak-Flow-Messung

Stufenplan zur Therapieanpassung nach Messwerten: Grün (80–100 %80\text{--}100\,\%: Therapie unverändert beibehalten), Gelb (60–80 %60\text{--}80\,\%: Dosis erhöhen oder Bedarfsmedikation anwenden), Rot (<60 %< 60\,\%: sofort Arzt oder Spital aufsuchen).

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Spirometrie

Beim Spezialisten durchgeführte apparative Standardmethode zur Lungenfunktionsprüfung, welche das Lungenvolumen und den Atemfluss aufzeichnet, um Verengungen der Atemwege festzustellen und Diagnosen wie Asthma oder COPD zu sichern.