1/26
Lernkarteikarten zu Red Flags, Atemwegsinfektionen, Differentialdiagnosen (Grippe vs. Erkältung), Prophylaxe, Therapeutika und Lungenfunktionsprüfungen basierend auf Careum Band 5.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Risikopatienten bei Husten
Personengruppen, die bei Husten nur nach Rücksprache mit der Apothekerin oder dem Apotheker behandelt werden dürfen: Kleinkinder unter 2 Jahren, schwangere Frauen, stillende Frauen sowie immunsupprimierte Patienten.
Red Flag: Trockener Husten ohne Erkältungssymptome
Alarmsymptom, das auf eine unerwünschte Arzneimittelwirkung (beispielsweise durch blutdrucksenkende Medikamente wie ACE-Hemmer) oder auf Refluxkrankheiten hinweisen kann.
Red Flag: Husten länger als 3 Wochen trotz Medikation
Warnzeichen für das Vorliegen einer schwerwiegenderen Erkrankung (wie einer Pneumonie oder saisonalen Grippe) oder eines unzureichend behandelten bzw. unbehandelten Asthmas oder COPD (Raucherhusten).
Red Flag: Husten mit schlechtem Allgemeinzustand und Fieber
Kombination aus Husten, schlechtem Allgemeinzustand, einer Dauer von mehr als 2 Tagen, Fieber über 38,5∘C für mehr als 2 Tage, Schmerzen beim Einatmen/Husten oder gelblich-grünlichem bzw. rostig-blutigem Auswurf; weist auf Pneumonie oder Grippe hin.
Red Flag: Husten und Atemnot
Kombinationssymptom, das Anzeichen für Asthma, COPD, eine Herzinsuffizienz (Pumpschwäche des Herzens) oder eine Lungenembolie sein kann.
Red Flag: Pfeifende Atemgeräusche bei Kindern
Husten bei Kindern in Kombination mit pfeifenden Atemgeräuschen, welcher auf Asthma oder Pseudokrupp hinweist.
Red Flag: Fremdkörperaspiration
Plötzlicher, anfallsartiger Husten (eventuell mit Atemnot), der durch das Einatmen von Festkörpern (wie Erdnüsschen) hervorgerufen wird; tritt häufig bei Kleinkindern auf, ist aber auch bei Erwachsenen möglich.
Red Flag: Husten bei Anaphylaxie
Husten mit systemischen Begleitsymptomen wie juckendem Hautausschlag, schnellem Herzschlag oder Übelkeit und Erbrechen als Zeichen einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion.
Pneumonie (Lungenentzündung)
Durch Bakterien (beispielsweise Pneumokokken) oder Viren ausgelöste Infektion des Lungengewebes, die häufig als Komplikation einer saisonalen Grippe auftritt.
Bronchitis
Meist viral verursachte Entzündung der Bronchien, die zu einer geschwollenen Bronchialschleimhaut, vermehrter Schleimbildung, verengten Luftwegen und Atembehinderung führt.
Saisonale Grippe (Influenza)
Hoch ansteckende, vorwiegend im Winter auftretende virale Tröpfcheninfektion mit plötzlichem Beginn, hohem Fieber (≥38,5∘C), Schüttelfrost, schwerer Erschöpfung sowie Muskel- und Kopfschmerzen. Inkubationszeit: wenige Stunden bis 3 Tage.
Pseudokrupp
Virale Infektion bei Säuglingen und Kindern bis 6 Jahre, bei der die Schleimhaut unterhalb der Stimmritze anschwillt; führt typischerweise nachts zu Atemnot und einem charakteristischen bellenden Husten.
Therapie bei Pseudokrupp
Erste Massnahmen bei einem Anfall: Das Kind beruhigen, in eine aufrechte Position bringen sowie feuchte, kalte Luft zuführen; bei schweren Symptomen muss unverzüglich ein Spital aufgesucht werden.
Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)
Im Winter auftretende virale Tröpfcheninfektion mit Schnupfen, Husten und Fieber, die bei Säuglingen und Kindern unter 2 Jahren häufig zu Bronchitis und Spitalaufenthalten führt.
Virustatika (bei Influenza)
Arzneistoffe, die die Vermehrung von Viren hemmen. Sie müssen innerhalb weniger Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden und verkürzen die Krankheitsdauer um maximal 1 Tag.
Relenza®
Inhalatives Virustatikum (Zanamivir); Dosierung zur Prophylaxe: 1-mal ta¨glich 2 Hu¨be; Dosierung zur Therapie: 2-mal ta¨glich 2 Hu¨be inhalieren über einen Zeitraum von 5 Tagen.
Tamiflu®
Orales Virustatikum (Oseltamivir); Dosierung zur Prophylaxe: 1-mal ta¨glich 1 Kapsel; Dosierung zur Therapie: 2-mal ta¨glich 1 Kapsel einnehmen während 5 Tagen.
Grippaler Infekt (Erkältung)
Selbstlimitierende Infektion der oberen Atemwege mit langsamem Beginn, seltenem Fieber (<38,5∘C), Schnupfen und Halsschmerzen, die meist nach 5 bis 10 Tagen abklingt.
Immunstimulanzien zur Prophylaxe
Präparate aus unspezifischen Antigengemischen zur Stärkung der körpereigenen Abwehr; Einnahmeschema: an 10 aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat nüchtern einnehmen, gefolgt von einer Einnahmepause bis zum Folgemonat (Wiederholung über 3 Monate).
Broncho-Vaxom®
Bakterienlysat (Abgabekategorie Liste D) zur Prophylaxe von Atemwegsinfektionen; Dosierung für Kinder ab 6 Monaten: täglich 1 Kapsel morgens an 10 aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat über 3 Monate.
Buccalin®
Bakterienhaltiges Immunstimulans (Abgabekategorie Liste D) ab 7 Jahren; Einnahmeschema jeweils 1 Stunde vor dem Frühstück/Mittagessen: Tag 1: 1 Tablette, Tag 2: 2 Tabletten, Tag 3: 4 Tabletten.
Solmucol® Bronchoprotect
Lyophilisiertes Bakterienlysat in Form von Sublingualtabletten (Liste D) ab 3 Jahren; Dosierung: täglich 1 Tablette unter der Zunge zergehen lassen an 10 aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat über 3 Monate.
Dyspnoe
Fachbegriff für Atemnot oder erschwerte Atmung, bei der unzureichend Sauerstoff ins Gewebe gelangt; kann durch pulmonale (z. B. Asthma, COPD, Pneumonie) oder extrapulmonale Ursachen (z. B. Herzschwäche, Anämie, Stress) bedingt sein.
Pulsoxymeter
Medizinisches Messgerät zur nicht-invasiven Bestimmung der Sauerstoffsättigung des Hämoglobins im Blut; normale Werte liegen über 90% (bei Vorliegen einer Anämie nicht zuverlässig aussagekräftig).
Peak-Flow-Messung
Einfaches Lungenfunktionsprüfverfahren für Asthmapatienten zur Bestimmung der maximalen Ausatmungsgeschwindigkeit bei forciertem Ausatmen; Durchführung morgens und abends je 3-mal, wobei der beste Wert dokumentiert wird.
Ampelschema bei Peak-Flow-Messung
Stufenplan zur Therapieanpassung nach Messwerten: Grün (80–100%: Therapie unverändert beibehalten), Gelb (60–80%: Dosis erhöhen oder Bedarfsmedikation anwenden), Rot (<60%: sofort Arzt oder Spital aufsuchen).
Spirometrie
Beim Spezialisten durchgeführte apparative Standardmethode zur Lungenfunktionsprüfung, welche das Lungenvolumen und den Atemfluss aufzeichnet, um Verengungen der Atemwege festzustellen und Diagnosen wie Asthma oder COPD zu sichern.