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Eine Zusammenstellung von Lernkarten zu Fachbegriffen aus den Themenfeldern Versicherungen, Zinsrechnung, Bankenfunktionen und Konsumkredit.
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Versicherungsprämie
Der Geldbetrag, den versicherte Personen an eine Versicherungsgesellschaft bezahlen, um im Schadensfall einen Schadensausgleich zu erhalten.
Moral Hazard
Ein Verhaltensphänomen, bei dem versicherte oder geschützte Personen nachlässiger handeln und weniger Aufwand zur Schadensvermeidung betreiben, weil die Kosten im Schadensfall solidarisch oder von der Versicherung getragen werden.
Bonus-Malus-System
Ein System bei Versicherungen, bei dem versicherte Personen durch regelmässiges, schadenfreies Verhalten über einen Zeitraum finanzielle Vorteile wie Prämienrabatte erhalten.
Selbstbehalt
Ein festgelegter Betrag oder eine Pauschale, die eine versicherte Person im Schadensfall aus der eigenen Tasche zahlen muss, bevor die Versicherungsgesellschaft finanziell einspringt.
Gesetz der grossen Zahlen
Ein mathematisch-statistisches Prinzip, wonach sich die tatsächliche Häufigkeit eines Ereignisses mit zunehmender Anzahl von Beobachtungen immer mehr seiner theoretischen Wahrscheinlichkeit annähert.
Zinsformel (Jahreszins)
Grundformel zur Zinsberechnung für ein ganzes Jahr: Z=100K×p, wobei K das Kapital, p der Zinssatz in % und Z der Zinsbetrag ist.
Zinsformel (Marchzins)
Formel zur Zinsberechnung für Zeitabschnitte t unter einem Jahr: Z=100×360K×p×t, wobei t die Anzahl Tage bezeichnet.
Deutsche Zinsusanz
Abrechnungsregel für Zinsen, bei der jeder Monat mit 30 Tagen und das Jahr mit 360 Tagen gerechnet wird, der erste Tag des Zeitabschnitts nicht mitzählt und der Monatsletzte stets als 30. Tag gilt.
Retail Banking
Das Geschäftsfeld von Banken für Privatkunden, welches Dienstleistungen wie Sparkonten, den Zahlungsverkehr sowie die Vergabe von Konsum- und Hypothekarkrediten umfasst.
Investment Banking
Das Geschäftsfeld einer Bank, das Unternehmen bei Börsengängen, der Kapitalaufnahme am Markt, Fusionen, der Entwicklung von Finanzprodukten sowie dem Eigenhandel unterstützt.
Private Banking / Vermögensverwaltung
Das Bankgeschäft, das sich auf die professionelle Verwaltung, Betreuung und Anlage des Vermögens von Unternehmen und vermögenden Privatkunden konzentriert.
Zinsmarge
Die Differenz zwischen dem höheren Zinssatz, den die Bank bei der Kreditvergabe verlangt, und dem niedrigeren Zinssatz, den sie Sparern für ihre Einlagen entrichtet.
Kommissionsgeschäft
Geschäftsfeld der Banken, bei dem für Kunden Dienstleistungen gegen Gebühren oder Kommissionen ausgeführt werden, wie etwa Kauf- und Verkaufssaufträge an der Börse.
Grössentransformation
Vermittlungsfunktion der Bank, bei der kleinere Bankguthaben vieler Sparer gebündelt und in grössere Kredite an Kreditnehmer umgewandelt werden (und umgekehrt).
Fristentransformation
Vermittlungsfunktion der Bank, bei der kurzfristig verfügbare Bankguthaben der Sparer in längerfristige Kredite an Kreditnehmer umgewandelt werden.
Risikotransformation
Vermittlungsfunktion der Bank, bei der sichere Bankguthaben der Einleger in relativ riskante Kredite verwandelt werden, wobei die Bank das Ausfallrisiko übernimmt.
Kontokorrentkonto
Ein Privat- oder Zahlungsverkehrskonto mit sehr geringem Zinssatz und monatlichen Gebühren, das dafür unbeschränkte und kostenlose Zahlungen sowie Geldbezüge gestattet.
Spar- / Depositenkonto
Ein Anlagekonto ohne monatliche Kontoführungsgebühren und mit etwas höherem Zinssatz, bei dem jedoch Rückzugsbeschränkungen oder Gebühren ab einer bestimmten Anzahl Bezüge gelten.
Barkredit
Eine Form des Konsumkredits, bei der ein Kreditanbieter dem Kreditnehmer Geld für eine vereinbarte Zeit überlässt und dieser den Betrag zuzüglich Zinsen in monatlichen Raten zurückzahlt.
Konsumkreditgesetz (KKG)
Das schweizerische Gesetz, das die rechtlichen Bestimmungen und den Konsumentenschutz bei der Vergabe von Konsumkrediten an Privatpersonen regelt.
Informationsstelle für Konsumkredit (IKO)
Eine Evidenzstelle, bei der Kreditanbieter gesetzlich verpflichtet sind, bestehende Kredite eines Antragstellers abzufragen, um eine Überschuldung zu vermeiden.
Kreditfähigkeitsprüfung
Gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der finanziellen Situation des Kreditnehmers durch den Kreditgeber zur Verhinderung einer Überschuldung.
Teilzahlungsvertrag
Finanzierungsform direkt beim Verkäufer, bei der der Kaufpreis in mehreren Raten zuzüglich Zinsen abbezahlt wird und das Eigentumsrecht meist bis zur letzten Rate beim Verkäufer bleibt.
Debitkarte
Zahlungskarte (wie Maestro- oder EC-Karten), bei der der Kaufpreis oder Bargeldbezug am Automaten direkt und sofort vom Bankkonto des Käufers abgebucht wird.
Kreditkarte
Zahlungskarte, bei der Einkäufe gesammelt und erst am Monatsende vom Bankkonto abgebucht werden; wird die Rechnung nur teilweise beglichen, fallen Zinsen an.