Trackology 2 Sitzung 2 - Lernzettel

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Flashcards basierend auf dem Vorlesungsskript zu Postkolonialismus, Globalisierung, Weltmusik und der Geschichte südafrikanischer Popmusik.

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24 Terms

1
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Postkolonialismus

Ein Denkansatz, der untersucht, wie die Folgen des Kolonialismus bis heute Gesellschaft, Politik, Kultur und Wissen beeinflussen, wobei der Fokus auf den Langzeiteffekten und fortwährender Dekolonisierung liegt.

2
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Globalisierung

Die weltweite Vernetzung in Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt und Kommunikation, die im frühen 16. Jahrhundert begann und sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschleunigte.

3
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Atlantischer Dreieckshandel

Ein vom 16. Jahrhundert bis zum Verbot des Sklavenhandels im britischen Empire 1807 bestehender Handel von Waren, Ideen und Menschen zwischen Europa, Afrika und Amerika.

4
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tracks'n'treks

Ein 2011 von Johannes Ismaiel-Wendt veröffentlichtes Werk, das die erste größere und systematische postkoloniale Analyse von Popmusik darstellt.

5
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Populäre Musik

Gemäß der Kernthese von Johannes Ismaiel-Wendt handelt es sich hierbei grundsätzlich um postkoloniale Musik.

6
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Weltmusik (Marketinglabel)

Ein im Juli 1987 in London geschaffener Begriff, um als einheitliche Kategorie für den Verkauf „unabhängigerer“ Musik fremder Kulturen außerhalb der westlichen Musikindustrie zu dienen.

7
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Othering

Ein unter anderem von Edward Said geprägtes Konzept der Konstruktion von Differenzen, das häufig im Zusammenhang mit der Kritik an Weltmusik genannt wird.

8
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Weltmusik 2.0

Eine Form der Weltmusik, die digitale Möglichkeiten wie Streaming nutzt, aber weiterhin oft durch Eurozentrismus und die Förderung durch europäische Geldgeber geprägt ist.

9
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The Black Atlantic

Eine 1993 von Paul Gilroy veröffentlichte Studie über eine hybride Kultur, die afrikanische, amerikanische, karibische und britische Einflüsse verbindet.

10
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Routes (vs. Roots)

Eine Fokusverschiebung in der Theorie des Black Atlantic, bei der Bewegung, Verlagerung und Migration als Norm statt als Ausnahme betrachtet werden.

11
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Deterritorialität

Ein Charakteristikum des Black Atlantic, das die Trennung des Kulturbegriffs von Ethnizität, Nation und festem Territorium beschreibt.

12
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Marabi

Ein in den 1920er Jahren in südafrikanischen Slums (Townships) entstandener Stil, der traditionelle Musik mit US-amerikanischem Jazz kombinierte.

13
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Native Land Act (1913)

Ein Gesetz in Südafrika, das der schwarzen Bevölkerung den Landbesitz verbot und maßgeblich zur Entstehung von Townships beitrug.

14
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Shebeens

Illegale Bars in Südafrika mit regem Nachtleben, in denen Musikrichtungen wie Marabi gepflegt wurden.

15
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Isicathamiya

Ein hybrider A-cappella-Gesangsstil der Zulu-Wanderarbeiter mit Einflüssen aus Vaudeville, Ragtime und christlichen Hymnen, bekannt durch Gruppen wie Ladysmith Black Mambazo.

16
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Mbube

Ein 1939 von Solomon Linda & The Evening Birds aufgenommener Song, der die Grundlage für über 200 Coverversionen wie „The Lion Sleeps Tonight“ bildete.

17
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Mbaqanga (Township Jazz)

Ein Stil der 1930er Jahre, bei dem schwarze Tanzbands US-Swing und Marabi spielten, wobei in den 1960er Jahren das Saxofon zum zentralen Instrument wurde.

18
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Kwela (Pennywhistle-Jive)

Eine südafrikanische Straßenmusik der 1950er Jahre, die einfache Schnabelflöten (Pennywhistles) britischer Herkunft als zentrales Instrument nutzte.

19
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Apartheid

Ein System staatlich verordneter Rassentrennung in Südafrika, das unter anderem den Group Areas Act (1950) und die Trennung des Radioprogramms nach Ethnien (SABC 1960) umfasste.

20
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Graceland (1986)

Ein Album von Paul Simon, das Vorwürfe des musikalischen Imperialismus und der Unterwanderung des Kulturbeykotts gegen das südafrikanische Apartheid-Regime auslöste.

21
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Bubblegum (Township Pop)

Ein in den 1980er Jahren entstandener, synthesizerbasierter Popstil mit Call-and-Response-Gesang, der sich an junge urbanisierte Südafrikaner richtete.

22
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Kwaito

Ein in den 1990er Jahren in Soweto entstandener Stil, der als langsame Variante der House-Musik (ca. 100 bpmca.~100\,bpm) mit Texten in Tsotsitaal (Township-Slang) beschrieben wird.

23
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Gqom

Ein in den 2010er Jahren in Durban entstandener minimaler, roher Techno-Sound der Zulu-Kultur, der ohne das „Four on the Floor“-Pattern auskommt.

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Amapiano

Ein Mitte der 2010er Jahre in Johannesburg entstandenes Genre, das hohe Klaviermelodien, Kwaito-Basslines und Log-Drum-Presets kombiniert.