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Deliverable
Konkretes Arbeitsergebnis, das der Kunde bekommt: Präsentation, Analyse, Konzept, Tool. ➜ „Was ist das Deliverable für Woche 4?“
Kick-off
Auftaktmeeting eines Projekts: Ziele, Scope, Team, Zeitplan, Spielregeln.
Scope
Projektumfang: was enthalten ist – und vor allem, was nicht.
Scope Creep
Schleichende Ausweitung des Projektumfangs ohne Anpassung von Budget und Zeit. ➜ „Das ist out of scope – gerne als Folgeauftrag.“
SteerCo (Steering Committee / Lenkungsausschuss)
Entscheidungsgremium eines Projekts mit Geschäftsführung und Projektleitung. Trifft sich regelmäßig, gibt Ergebnisse frei, löst Konflikte.
Workstream
Teilprojekt bzw. Arbeitsstrang innerhalb eines größeren Projekts, z. B. „Workstream Einkauf“, „Workstream Organisation“.
PMO (Project Management Office)
Stelle, die Projektsteuerung, Status, Termine und Berichte über alle Workstreams koordiniert.
Quick Win
Maßnahme mit schneller, sichtbarer Wirkung bei geringem Aufwand. Schafft Glaubwürdigkeit am Projektanfang.
Low-Hanging Fruit
Wie Quick Win: Potenziale, die man fast ohne Aufwand heben kann.
Deep Dive
Detaillierte Tiefenanalyse eines Teilthemas. ➜ „Lass uns zum Personaleinsatz einen Deep Dive machen.“
Sanity Check
Plausibilitätsprüfung: Ergibt das Ergebnis überhaupt Sinn?
Back-of-the-Envelope
Schnelle Überschlagsrechnung („auf dem Bierdeckel“), um eine Größenordnung abzuschätzen.
Ballpark Figure
Grobe Schätzung bzw. Größenordnung. ➜ „Just give me a ballpark.“
Elevator Pitch
Kernbotschaft in 30–60 Sekunden – so kurz wie eine Fahrstuhlfahrt.
Executive Summary
Zusammenfassung für die Geschäftsführung auf einer Seite: Problem, Kernergebnisse, Empfehlung, nächste Schritte. Wird oft als Einziges gelesen.
So what?
Die Kernfrage hinter jeder Folie: Was bedeutet das, und was folgt daraus? Daten ohne „So what“ sind wertlos.
Storyline
Roter Faden einer Präsentation. In der Beratung oft vor den Folien entworfen („Ghost Deck“).
Action Title
Folientitel als ganzer Satz mit der Kernaussage („Personalkosten liegen 4 Pp. über Benchmark“) statt nur Thema („Personalkosten“).
One-Pager
Ein einseitiges Dokument, das ein Thema vollständig auf den Punkt bringt.
Top-down vs. Bottom-up
Top-down = vom Ganzen herunterrechnen (Markt × Anteil). Bottom-up = aus Einzelteilen aufbauen (Filialen × Bons × Bon). Gute Berater machen beides und vergleichen.
Base / Best / Worst Case
Drei Szenarien: realistischer Fall, optimistischer Fall, pessimistischer Fall.
Upside / Downside
Chancen- bzw. Risikopotenzial gegenüber dem Basisszenario.
Burning Platform
Bild für eine Situation, in der Nichtstun gefährlicher ist als Veränderung – erzeugt Handlungsdruck.
Alignment
Übereinstimmung bzw. gemeinsames Verständnis aller Beteiligten. ➜ „Wir brauchen Alignment im Führungskreis, bevor wir es kommunizieren.“
Buy-in
Echte Zustimmung und Unterstützung der Betroffenen, nicht nur Duldung.
Pain Point
Konkretes Problem bzw. Schmerzpunkt des Kunden – Ausgangspunkt jedes Beratungsangebots.
Hebel (Lever)
Ansatzpunkt mit großer Wirkung. ➜ „Der größte Hebel liegt im Personaleinsatz am Nachmittag.“
Bandwidth
Kapazität bzw. freie Zeit. ➜ „Hat das Team gerade die Bandwidth dafür?“
Ownership
Verantwortung im Sinne von „das ist mein Thema“. ➜ „Wer übernimmt Ownership für die Umsetzung?“
Accountability
Rechenschaftspflicht: wer am Ende für das Ergebnis geradesteht.
Roadmap
Zeitlicher Fahrplan mit Phasen, Maßnahmen und Meilensteinen.
Meilenstein (Milestone)
Wichtiger Zwischenpunkt im Projekt, an dem ein definiertes Ergebnis vorliegen muss.
Business Case
Wirtschaftliche Begründung eines Vorhabens: Investition, Kosten, Nutzen, Risiken, ROI. Grundlage für eine Entscheidung.
Proof of Concept (PoC) / Pilot
Kleiner Test, ob eine Idee funktioniert, bevor sie ausgerollt wird. ➜ „Wir pilotieren das erst in zwei Filialen.“
Rollout
Flächendeckende Einführung nach erfolgreichem Pilot.
Implementation / Umsetzungsbegleitung
Phase, in der Konzepte tatsächlich umgesetzt werden. Hier entsteht der Wert – und hier unterscheiden sich gute von schlechten Beratern.
Tagessatz (Daily Rate)
Abrechnungsbasis vieler Berater. Spannen von wenigen hundert Euro (Freelancer) bis mehrere tausend Euro (Top-Strategieberatung, Partner).
Retainer
Feste monatliche Vergütung für laufende Beratung bzw. Verfügbarkeit, unabhängig vom konkreten Aufwand.
Erfolgshonorar (Success Fee)
Vergütung abhängig vom erzielten Ergebnis, z. B. Prozent der realisierten Einsparungen oder des Verkaufspreises (typisch bei M&A-Beratern).
Proposal / Angebot
Schriftliches Beratungsangebot: Ausgangslage, Ziele, Vorgehen, Team, Zeitplan, Honorar.
Statement of Work (SoW)
Vertragsanhang, der Leistungen, Deliverables, Zeitplan und Abnahmekriterien genau festlegt.
Utilization (Auslastung)
Anteil der abrechenbaren Stunden an der Gesamtarbeitszeit eines Beraters. Zentrale Steuerungsgröße jeder Beratung.
MBB / Big Four
MBB = McKinsey, BCG, Bain (Top-Strategieberatungen). Big Four = Deloitte, PwC, EY, KPMG (Prüfung, Steuern, Beratung).
Hierarchie in Beratungen
Typisch: Analyst/Consultant → Senior Consultant → Projektleiter/Manager → Principal/Associate Partner → Partner. Partner verkaufen und verantworten den Kunden.
Thought Leadership
Eigene Studien, Artikel, Keynotes, mit denen Berater Expertise zeigen und Kunden anziehen.
Trusted Advisor
Höchste Stufe der Kundenbeziehung: Der Kunde holt dich bei jeder wichtigen Frage dazu, nicht nur für ein Projekt.