1/9
Looks like no tags are added yet.
TFR
Die TFR gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt lebend gebären würde, wenn die altersspezifische Geburtenrate des betreffenden Jahres für ihr gesamtes Leben konstant blieben und die Sterblichkeit unberücksichtigt bliebe.
Sie berechnet sich als Summe der altersspezifischen Fruchtbarkeitsraten aller Jahrgänge von Frauen im Gebärfähigen Alter in einem bestimmten Kalenderjahr
rohe Geburtenrate
DIe rohe Geburtenrate gibt an, wie viele Lebengeborene in einem bestimmten Zeitraum (meist einem Kalenderjahr) pro 1000 Einwohner der mittleren Gesamtbevölkerung geboren werden
Rohe Geburtenrate ist gleich Anzahl der Lebendgeborenen geteilt durch die mittlere Bevölkerung multipliziert mit 1000
TFR vs. rohe Geburtenrate
rohe Geburtenrate: Setzt die Zahl der Lebendgeborenen eines Jahres im Verhältnis zu 1000 Personen der Gesamtbevölkerung. Ihr Wert ist dadurch stark von der jeweiligen Altersstruktur der Bevölkerung beeinflusst
TFR: Schaltet den Einfluss der Altersstruktur aus, da sie ausschließlich auf die Geburtenraten der Frauen im gebärfähigen Alter abstellt. Dadurch erlaubt sie präzise regionale und internationale Vergleiche
Rohe Geburtenrate im Vergleich zur TFR:
Während die TFR den Einfluss der Altersstruktur ausschaltet, in dem sie nur die altersspezifischen Fruchtbarkeitsraten der Frauen im gebärfähigen Alter summiert, bildet die rohe Geburtenrate das effektive, ungereinigte Geburtenaufkommen einer Region ab
Zentrale Orte Konzept in SH. Planungskonzept, Hauptziele der Landesplanung in SH, Zentraler-Ort, Hierarchische Versorgungsstufen
Das Planungskonzept geht auf die theoretische Zentrale-Ort-Theorie von Walter Christaller zurück, wurde aber als normatives Steuerungsinstrument in das Raumordnungsgesetz (ROG) und die Landesplanung übernommen
Zentraler Ort: Bezeichnung für Gemeinde, die Standortagglomerationen von Versorgung- DIenstleistungenseinrichtungen aufweist und damit eine Versorgungsfunktion über die eigene Bevölkerung hinaus für Umland.
Hauptziele der Landesplanung SH:
Sicherung der Daseinsversorgung: Flächendeckende und erreichbare Versorgung aller Teilräume mit Gütern und Dienstleistungen der öffentlichen und privaten Infrastruktur in zumutbarer Nähe
Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse: Abbau räumlicher Disparitäten und gezielte Stärkung strukturschwacher bzw. ländlicher Regionen
Dezentrale Konzentration: Bündelung von Wohn- Gewerbe- und Verkehrsinfrastrukturen an ausgewählten zentralen Punkten, um einer unkontrollierten Zersiedlung des Raumes entgegenzuwirken
Hierarchische Versorgungsstufen:
Unterzentren: Deckung des Grundbedarfs
Mittelzentren: Deckung des periodischen Bedarfs
Oberzentren: Deckung des episodischen/speziellen Bedarfs
F-Plan
Der F-Plan stellt für das gesamte Gemeindegebiet die beabsichtige Art der Bodennutzung in ihren Grundzügen dar (z.B. Wohnbauflächen, Grünflächen, Gewerbegebiet, Hauptverkehrsstraßen). Der F-Plan ist behördenverbindlich (wirkt steuernd auf nachfolgende Planungen und öffentliche Träger), begründet jedoch noch keine unmittelbaren Rechte oder Pflichten für private Bürger bzw. Grundstückseigentümer.
Der B-Plan
Der Bebauungsplan ist der verbindliche Bauleitplan der Kommunalen Stadtentwicklungsplanung gemäß BAughesetzbuch (BauGb). Der B-Plan wird von der Gemeinde als Satzung beschlossen und entfaltet im Gegensatz zum F-Plan unmittelbaren Rechtsverbindlichkeit für Bürgerinnen und Bürger sowie Grundstückseigentümer (er ist die rechtlichen Grundlage). Er bezieht sich auf Konkrete Teilbereiche oder Quartiere des Gemeindegebiets und legt detaillierte, parzellenscharfe Vorgaben fest. Art und Maß der baulichen Nutzung (z.B. Reines Wohngebiet vs Mischgebiet, Geschlossenflächenzahl) Bauweise überbaubare Grundstückflächen (Baulinien/baugrenzen), Verkehrsflächen sowie öffentlichen Grünflächen
Haussmannisierung
Dier Haussmanisierung bezeichnet den radikalen städtebaulichen Umbau von Paris im 19. Jahrhundert unter dem Präfekten Georges-Eugenes Haussmann.
Kernmerkmale der städtebsulichen Maßnahmen:
Großflächiger Umbau der Innenstadt: Dicht bebaute, historische Innenstadtsstrukturen und alte Arbeiterviertel wurden in großem Umfang abgerissen
Aufwertung und Repräsentation: Es kam zur gezielten Ansiedlung von luxuriösen Geschäften, hochwertigen Wohnhäusern, repräsentativen Immobilien im Zentrum
Durchschneiden des Stadtgefüges: Anstelle von engen Gassen wurden breite, gerade Boulevards Allen und repräsentativen Sichtachsen angelegt
Sozioökonomische und Politische Dimension:
Kapitalisierung des Bodens: Die Transformation legte den Grundstein für die Entstehung moderner städtischer Immobilienmärkte und ließ Boden- und Mietpreise der Innenstadt stark ansteigen
Gezielte Segregation und Verdrängung: Durch den Abriss günstiger Arbeiterviertel und die drastische Preissteigerung wurde die einkommensschwache Arbeiterschicht aus dem Stadtzentrum in die Peripherie verdrängt
Machtsicherung und Ordnungspolitik: Die räumliche Trennung der Arbeiterschaft vom Zentrum dient der Machtsicherung des Bürgertums sowie der besseren Kontrolle des urbanen Raumes (z.B. Erschwerung von Barrikadenbauten bei Aufständen durch breite Straßen)
Demographischer Wandel
Der Demographische Wandel bezeichnet die Veränderung der Struktur und Zusammensetzung einer Bevölkerung als Ergebnis des Zusammenwirken von Fertilität (Geburten) Mortalität (Sterblichkeit) und Migration (Zu und Abwanderung) im zeitlichen Verlauf vor dem Hintergrund des allgemeinen sozialen Wandels.
die Vier Dimensionen des Demographischen Wandels:
Schrumpfung
Alterung
Singualisierung
Heterogenisierung/Internationalisierung
Demographischer Wandel vs Demographischer Übergang
Modell des Demographischen Übergangs: Ein historisch-empirisches Phasen,modeel, dass den Wandel einer Gesellschaft von hohen Geburten- und Sterbeziffern (prä-transformative Phase) hi neu niedrigen Geburten- und Sterbeziffern (post-transformative Phase) beschreibt.
Demographischer Wandel Ein umfassender, fortlaufender Prozess, der die quantitativen und qualitativen Veränderungen der Bevölkerungsstruktur (unter Einbezug aller vier Dimensionen sowie der räumlichen Mobilität) in einem konkreten gesellschaftlichen Kontext analysiert