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Vokabel-Lernkarten zur Vorbereitung auf die AFF Theorieprüfung im Fallschirmspringen, basierend auf dem Fragenkatalog zu Materialkunde, Sprungpraxis, Aerodynamik, Notfallmaßnahmen, Luftfahrtrecht, Wetterkunde und Erster Hilfe.
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F-111 / PF 2500
Luftdurchlässiges synthetisches Nylonmaterial, das hauptsächlich für Schulschirme, Kappenrelativ- und Zielschirme verwendet wird.
Zero-Porosity (Zero P3, PF 3000)
Luftundurchlässiges Gewebe aus synthetischem Nylon, das vor allem bei Relativschirmen eingesetzt wird.
Kill-Line
Eine Leine im Hand Deploy System, die den Hilfsschirm nach der Öffnung kollabieren lässt, um den Luftwiderstand zu verringern und eine höhere Vorwärtsgeschwindigkeit zu ermöglichen.
3-Ring-System
Das weltweit am häufigsten verwendete einschüssige Trennsystem zur Kappenbefestigung, welches alle 30 Tage manuell aktiviert werden muss.
Rip-Stop-Gewebe
Ein Gewebe, bei dem ca. alle 5mm in Längs- und Querrichtung stärkere Fäden verwebt sind, wodurch das Gewebe ein rechteckiges Muster erhält und die Weiterreißfestigkeit erhöht wird.
Einbremsen beim Packen
Maßnahme beim Packen eines Flächenschirms, damit sich die Kappe beim Öffnen kontrollierter entfaltet, der Öffnungsstoß gedämpft und Fehlöffnungen minimiert werden.
Cypres-Expert
Ein Öffnungsautomat, der den Reservefallschirm bei ca. 225m über Grund auslöst, wenn eine Fallgeschwindigkeit von 35m/s überschritten wird.
Cypres Student
Ein Öffnungsautomat für Flugschüler, der bei Sinkgeschwindigkeiten über 13m/s bereits ab ca. 300m über Grund die Reserve auslöst.
RSL-System (Reserve Static Line)
Ein Sicherheitssystem, das den Haupttragegurt über eine Verbindungsleine mit dem Reservesplint verbindet und beim Trennen der Hauptkappe automatisch die Reserve auslöst.
Gebrauchsgeschwindigkeit
Die vom Hersteller festgelegte Maximalgeschwindigkeit, mit der ein Fallschirm geöffnet werden darf.
Abdrift
Die horizontale Distanz zwischen Öffnungspunkt und Landepunkt, die durch die Luftströmung während der Schirmfahrt zurückgelegt wird.
Stabile Bauchlage
Standard-Freifallhaltung, bei der ein Springer nach ca. 12 Sekunden eine weitgehend gleichbleibende Fallgeschwindigkeit von ca. 54m/s erreicht.
Zielanflug
Die strukturierte Einteilung der Schirmfahrt vor der Landung, bestehend aus Downwind Leg (Gegenwindgleiten/Rückenwind), Base Leg (Queransatz) und Final Approach (Endanflug gegen den Wind).
Flash (Track)
Eine Freifall-Körperhaltung zur Erzielung einer hohen Winkelgeschwindigkeit und einer großen horizontal zurückgelegten Flugstrecke.

Verzögerungszeit (Formel)
Formel zur Errechnung der Freifallzeit in Sekunden basierend auf der Absetzhöhe.
Druck- und Sogverteilung am Profil
Das Kräfteverhältnis am Profil eines Flächengleiters, bei dem der Auftrieb aus ca. 32 Sog (Unterdruck oben) und ca. 31 Druck (Überdruck unten) entsteht.

Profillängssehne
Die Bezugslinie eines Profils: Bei konkaven Profilen die Tangente an die Profilunterseite durch die Hinterkante, bei konvexen Profilen die direkte Verbindungslinie von der Profilnase zur Hinterkante.

Einstellwinkel
Der konstruktionsbedingte, fixe Winkel zwischen der Profillängssehne und der Horizontalen.
Anstellwinkel
Der veränderliche Winkel zwischen der Profillängssehne und der anströmenden Luft, welcher durch Betätigen der Steuerleinen beeinflusst wird.
Stall (Strömungsabriss)
Flugzustand, bei dem die Strömung abreißt, der Auftrieb zusammenbricht und die Schirmkappe mangels ausreichenden Innendrucks entleert und zusammenklappt.
Formwiderstand
Der von der äußeren Körperform abhängige Widerstand gegenüber der anströmenden Luft, beschrieben durch den Widerstandswert cw.
Grenzschicht
Der Bereich verminderter Strömungsgeschwindigkeit direkt über der Materialoberfläche eines umströmten Körpers.
Notverfahren (Cutaway-Prozedur)
Standardisiertes Handlungsverfahren bei nicht behebbaren Fehlfunktionen: Rechts schauen, rechts greifen, links schauen, links greifen, rechts ziehen, links ziehen.
Pilot Chute Hesitation
Eine unübliche Öffnungsstörung durch Verzögerung des Hilfsschirms im Windschatten; Gegenmaßnahme ist der Blick über die Schulter.
Lee-Turbulenzen an Objekten
Gefährliche Luftwirbel, die an der windabgewandten Seite (Leeseite) von festen Hindernissen wie Bäumen, Gebäuden oder Bergen entstehen.

Downplane
Ein gefährlicher Flugzustand bei einer Doppelöffnung, bei dem Haupt- und Reserveschirm gegeneinander nach unten ziehen und nicht gelandet werden dürfen.
Bodeneffekt
Ein Luftpolster zwischen Kappe und Boden kurz vor der Landung, das den Auftrieb erhöht und bei Hanglandungen zum seitlichen Wegrutschen führen kann.
AIP (Aeronautical Information Publication)
Das amtliche Luftfahrthandbuch mit dauerhaft gültigen Informationen über Rechtsvorschriften, Flugverkehrsverfahren und Flugplatzdaten.
NOTAM (Notice to Airmen)
Eine Nachricht über Errichtung, Zustand oder Änderung von Luftfahrtanlagen, Diensten, Verfahren oder Gefahren.

Meldestelle für Flugverkehrsdienste
Bodenkennzeichnung an Flugplätzen zur Signalisierung der Meldestelle für Flugverkehrsdienste.
Zivilluftfahrer
Eine Person, die gem. § 26 LFG die rechtliche Erlaubnis besitzt, ein Zivilluftfahrzeug oder ein Fallschirmsystem im Flug zu führen oder zu bedienen.
Luftfahrzeug des Fallschirmspringers
Ein Luftfahrzeug, schwerer als Luft, bestehend aus Hauptfallschirm, Reservefallschirm, Gurtzeug und allenfalls Öffnungsautomat.
QFE
Der auf den Luftdruck des Landeplatzes bezogene Wert, auf den der Höhenmesser vor dem Sprung kalibriert werden muss.
Standardatmosphäre (Meereshöhe)
Standardisierte meteorologische Werte auf Meereshöhe mit einem Luftdruck von 1013,25hPa und einer Temperatur von 15∘C.
Temperaturabnahme in der Atmosphäre
Die durchschnittliche Abnahme der Lufttemperatur in der Troposphäre um 0,65∘C pro 100m Höhe.
Windrose
Eine grafische Darstellung der Himmelsrichtungen sowie ein Diagramm in der Wetterkunde zur Anzeige von Windstärke und Windrichtung.
Stabile Seitenlage
Erste-Hilfe-Lagerung für eine bewusstlose Person mit vorhandener Atmung zur Freihaltung der Atemwege durch Überstrecken des Kopfes.
Hypoxie (Sauerstoffmangel)
Zustand des Sauerstoffmangels im Gewebe, der sich durch Symptome wie fehlende Atmung, Bewusstlosigkeit, Blaufärbung der Haut, Verwirrtheit und schnellen Puls äußert.
Schock (Medizin)
Zustand mit Kreislaufversagen; Symptome sind Unruhe, Verwirrtheit, blass-kalte Haut mit Kaltschweiß, Schnappatmung sowie ein schneller, schwer tastbarer Puls.