Geochemie 3

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1
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Woraus setzt sich organisches Material in marinen Sedimenten und Sedimentgesteinen im Wesentlichen zusammen?

autochthonen und allochthonen Komponenten

2
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Was beschreibt autochthones organisches Material in marinen Alagerungsräumen?

den vor Ort produzierten Anteil des organischen Materials, vorwiegend bestehend aus Phytoplanktonbiomasse, aber auch Anteilen von Zooplankton, sowie von Nekton und Benthos

3
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Welchen Einfluss haben Sedimentationsraten auf die Einbindung und Erhaltung des organischen Materials in Sedimenten?

Eine Zunahme der Sedimentationsraten begünstigt die Einbindung des organischen Materials in das Sediment und somit dessen Erhaltung, bei sehr hohen Sedimentationsraten kommen allerdings Verdünnungseffekte zum Tragen

4
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Welchen Einfluss hat die Bildung von Aggrgaten aus Organik und mineralischer Substanz auf die Exporteffizienz des organischen Materials zum Meeresboden?

Aggrgatbildung verbessert die Exporteffizient, da größere Partikel durch größeres Gewicht und höhere Dichte schneller absinken

5
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Phytoplankton biosynthetisiert große Mengen an Biomasse in der photischen Zone. Ein Teil davon wird innerhalb der photischen Zone rezyklisiert und nur ein geringer Teil gelangt zum Meeresboden. Welche TOC-Gehalte (Gewichtsprozent) kann man in den Tiefseesedimenten für gewöhnlich nachweisen?

<1%

6
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Welchen Einfluss hat die Sauerstoffverfügbarkeit im Bodenwasser und an der Wasser-Sediment-Grenze auf die Erhaltung organischen Materials?

die Sauerstoffverfügbarkeit kontrolliert die benthische Aktivität, wobei die Abwesenheit von Benthos in anoxischen Ablagerungsräumen das Erhaltungspotential für organisches Material erhöht

7
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In welchen Bereichen der Meere und Randmeere kann sich bevorzugt ein Sauerstoffdefizit einstellen?

in Upwelling-Gebieten und Meeresbecken mit eingeschränkter Zirkulation und geschichteten Wasserkörpern

8
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Wovon ist die räumliche Verteilung des organischen Materials (TOC-Gehalte) in den Sedimenten der Ozeane abhängig?

Nährstoffverfügbarkeit, Primärproduktion, in Randmeeren kann die Sauerstoffverfügbarkeit im Tiefenwasser zudem ein kontrollierender Faktor sein

9
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Welche Ablagerungsräume begünstigen die Erhaltung von organischem Material?

Kohlesümpfe, Upwelling-Gebiete, anoxische Meeresbecken

10
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Welche Naturstoffe weisen in der Geosphäre ein besonders gutes Erhaltungspotential auf?

Lignin und Lipide

11
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Wozu kommt es in Sedimenten im Zuge der frühsten molekularen Diagenese von Biomasse?

Verlust von Doppelbindungen und funktionellen Gruppen

12
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Was ist Bitumen?

Der mit organischen Lösungsmitteln extrahierbare Teil des sedimentären organischen Materials

13
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Was ist Kerogen?

Ein in Lösungsmitteln unlösliches organisches Polymer mit meist mehr als 10000 amu

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<p>Die Zusammensetzung des Kerogens kann über das OI-HI-Diagramm (Pseuso van Krevelen-Diagramm) charakterisiert werden. Wo plotten in dem Diagramm die Kerogen-Typen I, II und III? Was sagen sie unterschiedlichen Kerogentypen über die Herkunft des organischen Materials aus?</p>

Die Zusammensetzung des Kerogens kann über das OI-HI-Diagramm (Pseuso van Krevelen-Diagramm) charakterisiert werden. Wo plotten in dem Diagramm die Kerogen-Typen I, II und III? Was sagen sie unterschiedlichen Kerogentypen über die Herkunft des organischen Materials aus?

I: Algen/Bakterien-stämmig → lakustrines Milieu

II: Algen/Bakterien dominiert (mit Landpflanzenanteil) → marines Milieu

III: Landpflanzen-stämmig → terrestrisches Milieu

<p>I: Algen/Bakterien-stämmig → lakustrines Milieu</p><p>II: Algen/Bakterien dominiert (mit Landpflanzenanteil) → marines Milieu</p><p>III: Landpflanzen-stämmig → terrestrisches Milieu</p>
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Was sind Biomarker?

Molekulare Fossilien, die sich auf bestimmte Organismen/Organismengruppen zurückführen lassen

16
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Wofür sind Hopane charakteristisch?

Bakterien

17
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Welche Steroide sind charakteristisch für Landpflanzen?

C29

18
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Wofür sind langkettige n-Alkane (C27-C33) charakteristisch?

Landpflanzen

19
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Wofür sind kurzkettige n-Alkane (nC15-nC17) charakteristisch?

Algen und Bakterien

20
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Von welcher Vorläuferverbindung leiten sich Pristane und Phytane meist ab, die in Sedimentgesteinen weit verbreitet sind?

Sie leiten sich zumeist vom Phytol, der Chlorophyll-Seitenkette, ab

21
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Als Funktion von was variiert das Pristan/Phytan-Verhältnis in Sedimenten?

Sauerstoffverfügbarkeit

22
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Unter welchen Bedingungen wird die Seitenkette der Hopane bevorzugt erhalten?

reduzierende Bedingungen

23
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Was zeigt ein hoher TAR-Wert der Alkane (langekttige gegen kurzkettige Alkane) an?

einen hohen Anteil von Landpflanzen Blattwachsen

24
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Woraus resultiert die Atommassezahl im Wesentlichen?

Protonen und Neutronen

25
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Wodurch unterscheiden sich Isotope eines Elements?

Atommasse und Nullpunktsenergie

26
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Welche chemischen Verbindungen zeichnen sich durch eine höhere Dissoziationsenergie aus?

chemische Verbindungen mit schweren Isotopen

27
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Wie ist die Temperaturabhängigkeit der Isotopenfraktionierung?

Isotopenfraktionierung wird mit zunehmender Temperatur geringer

28
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Die Isotopenzusammensetzung wird häufig in der Delta-Notation angegeben? Was beschreibt diese?

Isotopenverhältnis (schwere/leichte Isotope) einer Probe im Bezug zu einem Isotopenstandard

29
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Was besagt ein Delta 13C Wert einer Probe von -21 Promille?

Probe ist im Bezug auf den Standard am schweren Isotop abgereichert

30
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Wie unterscheidet sich die Biomasse von C3- und C4-Pflanzen hinsichtlich ihrer Kohlenstoffisotopie?

C3-Pflanzen haben relativ zu C4-Pflanzen eine leichtere Delta 13C-Signatur

31
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Wie beeinflussen Wasserverfügbarkeit und atmosphärische CO2-Konzentration die Kohlenstoffisotopie von C3-Pflanzen?

Erhöhung der atmosphärischen CO2-Konzentration und Wassermangel führen zu einer Erniedrigung der Delta 13C-Signatur

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<p>Wo plotten im C/N-Delta 13C-Diagramm C3-Pflanzen, C4-Pflanzen und marines Phytoplankton (für rezente Systeme)?</p>

Wo plotten im C/N-Delta 13C-Diagramm C3-Pflanzen, C4-Pflanzen und marines Phytoplankton (für rezente Systeme)?

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Welche Spurenmetalle verhalten sich im Meerwasser ähnlich wie Makronährstoffe und sind für den Aufbau organischen Materials wichtig oder limitieren diesen sogar?

Cd, Fe, Zn

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Ein chemisches Element hat ein Inventar von 10^18g im Ozean und wird mit 2×10^13g/Jahr durch Flüsse in den Ozean eingetragen. Welche Verweilzeit ergibt sich daraus unter der Annahme eines Steady State?

Verweilzeit=Inventar/Eintrag → 50.000 Jahre

35
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Wodurch ist die Dichte einer Wassermasse definiert?

Temperatur und Salinität

36
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Mit welchen künstlich durch die Menschen eingetragenen Spurenstoffen kann man die Tiefenwasserzirkulation nachverfolgen?

Freone, 12C, Tritium

37
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Was ist der Hauptgrund, weswegen das Meerwasser salzig ist?

Verwitterung der kontinentalen Gesteine und Freisetzung der Haupt-Ionen

38
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Was zeigt das typische Meerwasserprofil (0-5000m) eines partikelreaktiven Spurenmetalls ohne biologische Funktion im Nordpazifik?

Abreicherung an der Oberfläche und annähernd konstante Zunahme der Konzentrationen mit Wassertiefe durch Adsorption/Desorption an Partikel

39
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Im Gegensatz zum größten Teil des globalen Ozeans ist das Oberflächenwasser im Südozean durch hohe Nährstoffkonzentrationen (N, Si, P) charakterisiert. Was ist der Hauptgrund?

Mikronährstoffe, wie Eisen, stehen durch niedrigen Staubeintrag nicht uneingeschränkt für das Phytoplankton zur Verfügung

40
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In Diatomeenschalen eines Sedimentkerns aus dem Nordpazifik sind die Siliziumisotopenwerte hoch (stark fraktioniert) und die Sedimentationsraten des biogenen Opals (Diatomeen) sehr niedrig. Worauf deutet dies hin?

Silikat im Oberflächenwasser war fast vollständig verbraucht

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Im Nordatlantik wurden in einem Sedimentkern in benthischen Foraminiferen eines bestimmten Alter schwere (hohe) Delta 18O-Signaturen und gleichzeitig in den planktonischen Foraminiferen sehr leichte (niedrige) Delta 18O-Signaturen festgestellt. Wodurch ist dies erklärbar?

ein hohes globales Eisvolumen (Glazial) und viel Schmelzwasserzumischung an der Oberfläche (Heinrich-Event)

42
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Warum kann man mit dem radiogenen Neodym-Isotopensystem Wassermassenmischung im tiefen Ozean nachverfolgen?

das Nd-Isotopensystem wir an Land nicht fraktioniert und die Verweilzeit des Nd entspricht etwa der Mischungszeit des Ozeans

43
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Warum können Änderungen der Nd-Isotope im Zwischenwasser des Atlantiks auf die Schließung des Isthmus von Panama vor 2,7 Millionen Jahren zurückgeführt werden?

Weil durch die Schließung kein radiogenes (positives eNd) pazifisches Wasser mehr direkt zugemischt wurde

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Anders als beim Nd-Isotopensystem ist das viel höhere 206Pb/204Pb-Verhältnis in Mangankrusten aus dem tiefen Nordatlantik nicht durch einfache Verwitterung der archaischen Gesteine in Kanada zu erklären. Sondern wodurch?

bei der Verwitterung wird durch den alpha-Recoil und hohe 206Pb/204Pb-Signaturen von leicht verwitterbaren Mineralen bevorzugt das radiogene 206Pb freigesetzt

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Warum kann man mit Hilfe von radiogenen Sr-Isotopenverhältnissen karbonatische marine Sedimente der letzten 500 Millionen Jahre datieren?

die Verweilzeit des Sr im Meerwasser ist so lang, dass nur große Gebirgsbildungen und das Auseinanderbrechen von Kontinenten zu bestimmten Zeiten die Sr-Isotopie ändern

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Wie kann man mit Hilfe der Sauerstoffisotopie von benthischen Foraminiferen marine Sedimente datieren?

  • Durch die Änderungen der Tiefenwassertemperaturen wird der Sauerstoff beim Einbau in die Foraminiferenschalen in Warm- und Kaltzeiten unterschiedlich fraktioniert

  • Zeitlich bekannte zyklische Änderungen der orbitalen Erdbahnparameter führten zu Schwankungen des Eisvolumens an Land und des darin gebundenen isotopisch leichten Sauerstoffs

  • Wassermassen sind durch unterschiedliche Sauerstoffisotopien charakterisiert und Änderungen in deren Mischung können global mit Ereignissen bekannten Alters synchronisiert werden