1/24
Zusammenfassung der zentralen Fachbegriffe und Definitionen aus dem DSV-Fragenkatalog Alpin (Version V9) des Westdeutschen Skiverbandes für die Module Sportorganisation, Trainingslehre, Recht/Sicherheit, Sportbiologie, Sportpsychologie, Methodik und Biomechanik.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Konditionelle Kraftfähigkeiten
Im Schneesport relevante Kraftfähigkeiten des Körpers, unterteilt in Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer und Reaktivkraft.
Hauptfähigkeiten der Koordination (nach Weineck)
Fundamentale koordinative Fähigkeiten zur Bewegungssteuerung, zu denen insbesondere Kopplungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und Rhythmisierungsfähigkeit zählen.
Äußere Leistungsfaktoren
Umwelt- und materialbedingte Faktoren, die die sportliche Leistung von außen beeinflussen, wie die Beschaffenheit der Skipiste/Loipe sowie das verwendete Material und die Ausrüstung.
Aufsichtspflicht bei Kinderfahrten
Rechtliche Pflicht von Skilehrkräften, ab der Übergabe bis zur Rückgabe der Kinder an die Eltern ununterbrochen für deren körperliches, geistiges und seelisches Wohl zu sorgen.
Verkehrssicherungspflicht (VSP)
Rechtliche Pflicht von Lift- und Pistenbetreibern, die Pistenbenutzer vor unvorhersehbaren und nicht leicht erkennbaren atypischen Gefahren auf den markierten Pisten zu schützen.
Erfüllungsgehilfe (§ 278 BGB)
Person (z. B. Übungsleiter*in), deren sich ein Veranstalter oder Verein zur Erfüllung vertraglicher Pflichten bedient; der Verein hat ein Verschulden des Erfüllungsgehilfen wie eigenes Verschulden zu vertreten.
PECH-Regel
Sofortmaßnahmen-Schema bei akuten Sportverletzungen: Pause – Eis (Kälteanwendung) – Compression (Druckverband) – Hochlegen des betroffenen Körperteils.
Reanimationsfrequenz
Frequenz der Herzdruckmassage bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute.
Slip-Catch-Mechanismus
Typischer Verletzungsmechanismus des vorderen Kreuzbandes beim Skifahren, bei dem der zuvor driftende Ski plötzlich wieder verkantet und greift („Rutschen-Fassen“).
Streckschlinge
Gruppe streckender Muskeln (vor allem der Beine), die beim Skifahren maßgeblich die Hangabtriebskraft sowie auftretende Kurven- und Fliehkräfte auffangen muss.
Agonist und Antagonist
Funktionelles Muskelpaar bei Bewegungen: Während der Spieler (Agonist) kontrahiert, erschlafft der Gegenspieler (Antagonist) bzw. spannt sich kontrolliert an, um die Bewegung abzufedern.
Mentales Training
Die wiederholte, bewusste und intensive Vorstellung eines sportlichen Handlungsablaufs ohne dessen gleichzeitige praktische Ausführung.
SMART-Konzept
Leitfaden zur zielgerichteten Formulierung erreichbarer Ziele anhand von fünf Kriterien: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert.
Gruppendynamische Phasen (nach Tuckman)
Stufen der Gruppenentwicklung: Forming (Orientierung), Storming (Rollenfindung/Konflikt), Norming (Einigung/Regeln), Performing (Leistungsphase) und Adjourning (Auflösung).
Eisbergmodell der Kommunikation
Kommunikationsmodell, wonach die sichtbare/verbale Sachebene etwa 10–20 % ausmacht, während die verdeckte Beziehungsebene ca. 80–90 % der Gesamtinteraktion bestimmt.
Vier-Ohren-Modell (Schulz von Thun)
Modell der Kommunikation, nach dem jede Botschaft vier Ebenen transportiert: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehungshinweis und Appell.
Aktives Zuhören
Kommunikationstechnik mit zugewandter Körperhaltung, Blickkontakt, ermutigenden Türöffnern und strukturierter Rückmeldung der Kerninhalte (Paraphrasieren).
Methodische Reihe
Geordnete Übungsfolge zum schrittweisen Erlernen komplexer Fertigkeiten; grundlegende Prinzipien sind vom Einfachen zum Komplexen, vom Flachen zum Steilen und vom Bekannten zum Unbekannten.
Körperschwerpunkt (KSP)
Der gedachte Kräftemittelpunkt aller einzelnen Teilgewichte und Masseanteile des menschlichen Körpers.
Hangabtriebskraft
Hangabwärts gerichtete Komponente der Schwerkraft, welche die Schneesportler antreibt und mit zunehmender Steilheit des Geländes größer wird.
Zentrifugalkraft (Fliehkraft)
Trägheitskraft in der Kurvenfahrt, die auf die Schneesportler stets radial nach kurvenauswärts gerichtet wirkt.
Gleitreibungskraft
Widerstandskraft zwischen Skibelag und Schnee, die senkrecht zur Normalkraft und stets exakt entgegen der momentanen Fahrtrichtung wirkt.
Druckaufbau durch Vertikalbewegung
Biomechanische Veränderung der Belastung: Durch das gezielte Abbremsen einer zügigen Hochbewegung nimmt der Druck auf die Unterlage durch Trägheit zu.
Kurvenradius (Einfluss von Aufkantwinkel und Taillierung)
Der Radius einer geschnittenen Kurve verkleinert sich, je weiter der Ski aufgekantet wird oder je stärker die Seitentaille des Skis bei gleicher Länge konstruiert ist.
Drehimpulserhaltung beim Absprung
Biomechanisches Gesetz beim Skispringen: Nach Verlassen der Absprungkante kann der Drehimpuls des Springers im Flug (ohne aerodynamische Einflüsse) nicht mehr verändert werden.