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30 Vokabel-Lernkarten zu psychologischen Faktoren, aktivierenden und kognitiven Prozessen sowie Umweltfaktoren im Konsumentenverhalten basierend auf dem Studienskript Marketing II.
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Organismus (O im S-O-R-Modell)
Steht für die psychischen Faktoren im Inneren der Konsumenten, die Marketingbotschaften filtern und verarbeiten.
Aktivierende Prozesse
Innere Prozesse, die die Antriebsenergie für das Handeln liefern und mit innerer Energie sowie Spannung verbunden sind.
Kognitive Prozesse
Prozesse, die das Denken betreffen und festlegen, wie Informationen aufgenommen, verarbeitet und gespeichert werden.
Aktivierung
Erregung des zentralen Nervensystems, um den Organismus mit Energie zu versorgen und in einen Zustand der Leistungsbereitschaft zu versetzen.
Tonische Aktivierung
Eine auf der biologischen Leistungskurve basierende, natürliche und zyklische Aktivierung im Tagesverlauf durch innere Reize wie Hunger oder Ermüdung.
Phasische Aktivierung
Kurzfristige Aktivierung, die durch äußere Reize aus der Umwelt wie Reize der Marketingbotschaft, Duft oder Licht ausgelöst wird.
Emotionen
Innere Erregungszustände, die als positiv oder negativ empfunden werden, angeboren sind und durch Reize ausgelöst werden.
Gefühle
Zustände, von denen gesprochen wird, wenn Emotionen bewusst erlebt und verbal ausgedrückt werden können.
Stimmungskongruenz
Effekt, bei dem gut gelaunte Personen positive Reize und schlecht gelaunte Personen eher negative Reize bevorzugen.
Motivation
Innere Antriebskraft, die das Verhalten auf bestimmte Ziele beziehungsweise Motive ausrichtet.
Bedürfnispyramide nach Maslow
Eine Theorie von 1943, die Bedürfnisse hierarchisch in fünf Ebenen ordnet, von physiologischen Bedürfnissen bis zur Selbstverwirklichung.
Drei-Komponenten-Ansatz der Einstellung
Modell nach Fritz/Oelsnitz (2006), das Einstellungen in eine affektive, eine kognitive und eine konative Komponente unterteilt.
Affektive Komponente
Die gefühlsmäßige Bewertung eines Bewertungsgegenstands im Drei-Komponenten-Ansatz der Einstellung.
Kognitive Komponente
Das Wissen oder die Überzeugung über einen Bewertungsgegenstand im Drei-Komponenten-Ansatz der Einstellung.
Konative Komponente
Die Bereitschaft eines Konsumenten, auf eine bestimmte Weise bezüglich eines Gegenstands zu handeln.
E-V-Hypothese
Einstellung-Verhalten-Hypothese: Besagt, dass Kunden vor allem bei hohem Involvement durch Vermittlung positiven Wissens und positiver Emotionen zum Kauf bewegt werden.
V-E-Hypothese
Verhalten-Einstellung-Hypothese: Besagt, dass Produkte des täglichen Gebrauchs (Low Involvement) oft ohne Reflexion gekauft werden und sich die Einstellung erst nach dem Kauf bildet.
Sensorisches Gedächtnis
Gedächtniseinheit zur sehr kurzfristigen Speicherung von Umweltreizen im Bereich von Millisekunden.
Kurzzeitgedächtnis
Gedächtniseinheit zur kurzen, selektiven Speicherung eines Teils der Sinneseindrücke zur Weiterverarbeitung im Bereich von Sekunden bis Minuten.
Langzeitgedächtnis
Gedächtniseinheit zur dauerhaften Speicherung verarbeiteter Informationen unter Verwendung bestehender Informationen.
Wahrnehmung
Die aktive Aufnahme, Interpretation und Integration von Sinnesreizen in den bestehenden Wissensschatz.
Selektive Wahrnehmung
Phänomen, dass Konsumenten von ca. 3.000 bis 5.000 täglichen Werbebotschaften nur etwa 3 bis 4 bewusst wahrnehmen bzw. erinnern.
Wahrnehmungsschwelle
Die Grenze, unterhalb derer Reize von Konsumenten nicht bewusst wahrgenommen werden.
Selektive Verzerrung
Integration von Werbstimuli in das existierende geistige Raster, wodurch diese eine individuelle Bedeutung erhalten.
Halo-Effekt
Beurteilungsvereinfachung bei selektiver Verzerrung, bei der von der Gesamtqualität auf Einzeleigenschaften geschlossen wird.
Selektives Erinnern
Phänomen, bei dem sich Konsumenten am ehesten an Botschaften erinnern, die mit ihren Einstellungen und Überzeugungen übereinstimmen.
Behavioristische Lerntheorien
Lerntheorien, die Lernen als Verhaltensreaktion auf Umweltreize definieren, unterteilt in klassische und instrumentelle Konditionierung.
Soziale Lerntheorien
Lerntheorien, nach denen Lernen durch Beobachtung und Imitation nachahmenswerter Personen oder Modelle erfolgt.
Bildlernen (Imagery)
Lerntheorie, nach der Konzepte sowohl bildlich als auch verbal codiert werden, wodurch Bildreize besser erinnert und mit geringerem Aufwand verarbeitet werden.
Referenzgruppen
Gruppen, die das Konsumentenverhalten beeinflussen, ohne dass die Konsumenten selbst zu ihnen gehören.