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Karteikarten zu den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und des Managements, basierend auf den Vorlesungsnotizen.
Gegenstand der BWL
Das Wirtschaften in und von Betrieben.
Haushalte vs. Betriebe
Haushalte konsumieren Güter für eigene Bedürfnisse, während Betriebe Güter für fremde Bedürfnisse produzieren.
Betriebsarten
Unternehmen (gekennzeichnet durch Privateigentum, Autonomieprinzip und Gewinnprinzip) und öffentliche Betriebe/Verwaltungen (gekennzeichnet durch Gemeineigentum, Organprinzip und Gemeinnützigkeit).
Unternehmen vs. Organisation
Jedes Unternehmen ist eine Organisation, aber nicht jede Organisation ist ein Unternehmen. Alle Organisationen benötigen Management.
KMU nach HGB §267
Betriebe mit unter 250 Beschäftigten, höchstens 40 Mio. EUR Umsatz und höchstens 20 Mio. EUR Bilanzsumme, wobei mindestens zwei der drei Merkmale nicht überschritten werden dürfen.
Wirtschaften
Entscheiden zwischen Handlungsalternativen, da Ressourcen knapp sind und nicht alle Bedürfnisse befriedigt werden können. Ziel ist ein optimales Verhältnis von Mitteln und Zweck (ökonomisches Prinzip).
Maximumprinzip
Erzielung eines möglichst hohen Outputs mit einem gegebenen Input.
Minimumprinzip
Erreichen eines gegebenen Outputs mit einem möglichst geringen Input.
Optimumprinzip
Erreichen eines möglichst günstigen Verhältnisses von Input und Output.
Effektivität vs. Effizienz
Effektivität bedeutet, die richtigen Dinge zu tun (Zielerreichung). Effizienz bedeutet, die Dinge richtig zu tun (Verhältnis von Aufwand zu Ertrag, Ressourcenschonung).
Wertschöpfung
Die Umwandlung von Ressourcen in Güter/Dienstleistungen, die mehr wert sind als die ursprünglichen Kosten plus Transformationskosten. Sie berechnet sich aus Leistungen minus Vorleistungen (z. B. 3,0−2,0=1,0 Mio. EUR) und wird auf Mitarbeiter, Fremdkapitalgeber, Eigenkapitalgeber und den Staat verteilt.
Doppelperspektive des Managements
Management als Institution (Personen mit formaler Leitungsverantwortung, z. B. Meister, Abteilungsleiter, Geschäftsführer) und als Funktion (Steuerungsaufgaben, unabhängig von konkreten Personen und Positionen).
Vier Managementfunktionen
Planung, Organisation, Führung und Kontrolle. Sie stehen komplementär zu den Sachfunktionen und durchdringen diese steuernd.
Klassischer Managementprozess
Ein idealtypischer, geschlossener, sich wiederholender Zyklus mit linearer Abfolge der Phasen, Planung als Primärfunktion und Interdependenzen zwischen den Funktionen.
Reale Managementtätigkeit nach Mintzberg (1975)
Praxis ohne geschlossenen Zyklus mit Entscheidungen unter Unsicherheit, ständig neuen Problemen, einem zerstückelten Arbeitstag mit vielen Aktivitäten, 70–90% mündlicher Kommunikation und Steuerung über Netzwerke.
Die 10 Managerrollen nach Mintzberg (1980)
Interpersonelle Rollen: Repräsentant, Führer, Vernetzer. Informationsbezogene Rollen: Informationssucher (Monitor), Informationsverteiler, Sprecher. Entscheidungsbezogene Rollen: Unternehmer, Störungsbehandler, Ressourcenzuteiler, Verhandlungsführer.
Neuerungen durch die Managementrollen nach Mintzberg
Ergänzung der vier Funktionen um den Außenbezug (die Umwelt betrifft permanent alle Funktionen) und um Flexibilität (kein linearer Ablauf, sondern kurzfristige Reaktionen auf Störungen, Chancen und Bedrohungen).
Klassisches vs. modernes Managementverständnis
Gemeinsamkeit: die vier Managementfunktionen. Unterschied: das Prozessverständnis. Klassisch: Aktion, sorgfältige Analyse, klare Ordnung. Modern: Reaktion auf eine nur begrenzt vorhersagbare Umwelt, Unternehmen als flexibler, organismusähnlicher Verbund (keine Trivialmaschine) und Planung gleichberechtigt neben den anderen Funktionen.
Management (Definition)
Ein Komplex von Steuerungsaufgaben, die bei der Leistungserstellung und -sicherung in arbeitsteiligen Organisationen erbracht werden müssen.