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Vokabel-Lernkarten zur Weimarer Klassik, Goethes Italienischer Reise und Sophokles' Drama Antigone basierend auf dem Vorlesungsskript.
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Weimarer Klassik
Literarische Epoche in Deutschland (ca. 1786–1805 bzw. 1832), geprägt durch das Streben nach Harmonie, Maß, Gesetz und Formstrenge, deren einzige Hauptvertreter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller sind.
Classicus (Etymologie)
Lateinischer Begriff, der sich ursprünglich auf Bürger der obersten Steuerklasse im alten Rom bezog und später als Bezeichnung für erstklassige, zeitlos gültige Leistungen verwendet wurde.
Ästhetische Erziehung
Erziehungskonzept der Weimarer Klassik, das den Menschen durch die Anschauung des vollendet Schönen moralisch veredeln und Sinnlichkeit sowie Vernunft harmonisch in Einklang bringen soll.
Italienische Reise
Goethes Reise nach Italien (1786–1788), deren literarische Aufarbeitung (erschienen ca. 1813/1814) auf Notizen und Briefen basiert und die Begegnung mit der antiken Kunst als Ideal des Schönen beschreibt.
Theater der griechischen Antike
Antike Theaterform für große Zuschauermengen; vordere Sitzreihen waren nach Phylen geordnet für reiche männliche Bürger reserviert, während Frauen, Kinder, Nichtbürger und Sklaven weiter hinten saßen.
Sophokles
Bedeutender griechischer Tragödiendichter und hoher Beamter (*497/496\text{ v. Chr.} in Kolonos, †406/405\text{ v. Chr.} in Athen), der um 442\text{ v. Chr.} die Tragödie „Antigone“ verfasste.
Labdakaiden
Das thebanische Herrschergeschlecht rund um Ödipus, auf dessen Familienfluch und Schicksal das Drama „Antigone“ aufbaut.
Antigone
Tochter des Ödipus, die das göttliche Recht über das Staatsgesetz stellt, mutig und impulsiv ihren Bruder Polyneikes entgegen Kreons Verbot bestattet und ihre Tat nie bereut.
Ismene
Schwester Antigones, die sich als schwache Frau versteht, aus Angst vor staatlicher Strafe der Obrigkeit fügt und die illegale Bestattung des Polyneikes verweigert.
Kreon
König von Theben, der das Staatsgesetz absolut setzt, Polyneikes die Bestattung verweigert und durch seine Unnachgiebigkeit tragisch seine gesamte Familie verliert.
Stichomythie
Eine dramatische Dialogform mit zeilenweise wechselnden Reden zweier Figuren zur Darstellung intensiver Schlagabtäusche und dramatischer Konflikte.
Chor (Griechisches Drama)
Eine Gruppe von ca. 12–15 Mitgliedern, die als Mittler zwischen Schauspielern und Publikum dient, das Geschehen kommentiert, wertet und Konflikte verallgemeinert.
Berühmtes Chorlied („Ungeheuer ist viel…“), das die Fähigkeiten des Menschen zur Naturbeherrschung rühmt, aber den Tod als seine Grenze aufzeigt und zur Einhaltung von Staatsgesetz und Götterrecht ermahnt.
Haimon
Kreons jüngster Sohn und Antigones Bräutigam, der seinen Vater vergeblich zur Einsicht und Flexibilität mahnt und sich nach Antigones Freitod selbst ersticht.
Teiresias
Blinder Seher in „Antigone“, der Kreon vor dem drohenden Untergang Thebens warnt und ihn schließlich zum Einlenken bewegt.