DNA und Genetik: Grundlagen, Zellteilung, Replikation und Proteinbiosynthese

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Vokabel-Lernkarten basierend auf den Vorlesungsnotizen zu den Themen DNA-Struktur, Verpackungsstufen, Mitose, Replikation, Transkription, Translation sowie den Eigenschaften des genetischen Codes.

Last updated 12:33 PM on 10/16/26
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48 Terms

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DNA / DNS

Abkürzung für Desoxyribonucleic acid (Englisch) bzw. Desoxyribonukleinsäure (Deutsch); doppelsträngiges Makromolekül, welches die Erbinformation speichert.

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Pentosen

Einfachzucker (Monosaccharide) mit 55 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie beispielsweise Ribose in der RNA.

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Hexosen

Einfachzucker (Monosaccharide) mit 66 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie beispielsweise Glucose.

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Nukleotid

Grundbaustein der DNA, der aus einem Phosphatrest, einem Zuckermolekül (Desoxyribose) und einer organischen Base besteht.

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Wasserstoffbrücken der Basenpaare

Chemische Bindungen zwischen den Basen der DNA: Guanin und Cytosin bilden 33 H-Brücken aus, während Adenin und Thymin über 22 H-Brücken verbunden sind.

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Erythrozyten

Menschliche Blutzellen, die als Ausnahme im Körper keine DNA besitzen.

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Watson-Crick-Modell

Das 19531953 von James Watson und Francis Crick vorgestellte Doppelhelix-Modell der DNA, das unter anderem auf den Röntgenstrukturdaten von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins basierte.

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Antiparallelität der DNA

Gegenläufige Orientierung der beiden DNA-Stränge (3′→5′3' \rightarrow 5' und 5′→3′5' \rightarrow 3'), wobei die Benennung der Enden auf der Nummerierung der Kohlenstoffatome des Zuckers beruht.

9
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Mitose

Ungeschlechtliche Kern- und Zellteilung zur Erzeugung exakter Kopien für Wachstum und Gewebserneuerung.

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Meiose

Geschlechtliche Zellteilung, bei der 44 Keimzellen mit jeweils halbiertem Chromosomensatz entstehen.

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Interphase

Phase des Zellzyklus, in der die Verdopplung der Erbinformation stattfindet; die DNA ist in dieser Phase im Lichtmikroskop nicht sichtbar.

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Prophase

Erste Phase der Mitose: DNA/Histon-Fäden werden als Chromatin sichtbar, die Kernhülle löst sich auf und an den Zellpolen bildet sich ein Spindelapparat aus Cytoskelettproteinen (Mikrotubuli).

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Metaphase

Phase der Mitose, in der sich die Chromosomen in der Zellmitte anordnen; jedes Chromosom liegt als Zwei-Chromatid-Chromosom vor, dessen Chromatiden am Centromer verbunden sind.

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Anaphase

Phase der Mitose, in der sich die Chromatiden am Centromer trennen und als Ein-Chromatid-Chromosomen durch Spindelfasern zu den entgegengesetzten Polen gezogen werden.

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Telophase

Letzte Phase der Mitose: An jedem Zellpol entsteht eine neue Kernhülle um den Chromosomensatz, die Chromatiden lockern sich zu Chromatin auf und es entstehen zwei genetisch identische Zellen.

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Nukleosom

Erste Verpackungsstufe der DNA, bei der die DNA-Doppelhelix um einen Histon-Proteinkomplex gewickelt ist („Perlen an einer Schnur“-Struktur).

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30-nm30\text{-nm}-Chromatinfaser

Zweite Verpackungsstufe der DNA; entsteht durch Aufspiralisierung der Nukleosomenkette zu einem kompakten Solenoid- oder Zickzack-Modell mit einem Verpackungsfaktor von ca. 40×40\times.

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Chromatinschleifen

Dritte Verpackungsstufe (aktives Chromatin), bei der die Chromatinfaser an die Kernmatrix geheftete Schleifen (Loops) bildet; dient der Organisation funktioneller Domänen und der Genregulation.

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DNA-Replikation

Identische Verdopplung der DNA vor einer Zellteilung, um das genetische Material an Tochterzellen weiterzugeben.

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Topoisomerase

Enzym zu Beginn der DNA-Replikation, welches die DNA-Doppelhelix entwindet.

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Helikase

Enzym der Replikation, das die Wasserstoffbrücken zwischen den Basen trennt und die Doppelhelix von 3′3' nach 5′5' in Einzelstränge spaltet.

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SSB-Proteine

Single-Strand-Binding-Proteine, die sich an getrennte DNA-Einzelstränge anlagern, um sie zu stabilisieren und eine erneute Basenpaarung zu verhindern.

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Primase

Enzym, das bei der Replikationsinitiation kurze Startmoleküle aus RNA (Primer) an den Einzelstrang anfügt.

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DNA-Polymerase

Enzym der Elongation, welches die DNA-Matrize abliest und komplementäre Basen zur Neusynthese des neuen DNA-Strangs anfügt.

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Leitstrang

Der an der 3′→5′3' \rightarrow 5'-Matrize synthetisierte Tochterstrang, an welchem die Replikation kontinuierlich abläuft.

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Folgestrang

Der an der 5′→3′5' \rightarrow 3'-Matrize synthetisierte Tochterstrang, an welchem die Replikation diskontinuierlich verläuft.

27
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Okazaki-Fragmente

Kurze DNA-Abschnitte, die bei der diskontinuierlichen Replikation am Folgestrang entstehen.

28
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Ribonuklease (RNase)

Enzym, das nach der Synthese die RNA-Primer abbaut, sodass die Lücken mit DNA aufgefüllt werden können.

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DNA-Ligase

Enzym, welches die einzelnen DNA- und Okazaki-Fragmente kovalent zu einem durchgehenden Strang verknüpft.

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Semikonservative Replikation

Das nachgewiesene Replikationsmodell, bei dem jeder neu gebildete DNA-Doppelstrang aus einem alten Originalstrang und einem neu synthetisierten Strang besteht.

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Konservative Replikation

Ein widerlegtes Modell der Replikation, nach welchem der ursprüngliche DNA-Doppelstrang vollständig erhalten bliebe und eine komplett neue Doppelhelix entstünde.

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Dispersive Replikation

Ein widerlegtes Modell der Replikation, nach welchem alte und neue DNA-Abschnitte mosaikartig auf beide Stränge verteilt wären.

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Transkription

Erster Schritt der Proteinbiosynthese, bei dem die genetische Information eines DNA-Abschnitts in eine messenger-RNA (mRNA) umgeschrieben wird.

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Promotor

Spezifische DNA-Basensequenz (z. B. TATA-Box), an der sich die RNA-Polymerase festsetzt, um den Startbereich eines Gens zu erkennen.

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Codogener Strang

Derjenige DNA-Einzelstrang, der bei der Transkription von der RNA-Polymerase von 3′3' nach 5′5' als Matrize abgelesen wird.

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Terminator (Transkription)

Spezifische Basensequenz am Ende eines Gens, an der die RNA-Polymerase stoppt, sich ablöst und die fertige mRNA freigibt.

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Translation

Zweiter Schritt der Proteinbiosynthese, bei dem im Cytoplasma an den Ribosomen anhand der Basensequenz der mRNA ein Protein synthetisiert wird.

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tRNA (Transfer-RNA)

Kleeblattförmiges RNA-Molekül, das als Adapter fungiert; es trägt ein spezifisches Anticodon sowie eine Bindestelle am 3′3'-Ende für die passende Aminosäure.

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Bindungsstellen des Ribosoms (A, P, E)

Die drei Plätze für tRNAs im Ribosom: A-Stelle (Aminoacyl/Aminosäure-Stelle für neue tRNAs), P-Stelle (Peptidyl-Stelle für wachsende Peptidkette) und E-Stelle (Exit-Stelle zur Entlassung entladener tRNAs).

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Startcodon

Basentriplett AUG auf der mRNA, welches für die Aminosäure Methionin codiert und das Leseraster für die Translation festlegt.

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Stoppcodon

Basentripletts auf der mRNA (UAA, UAG, UGA), die für keine Aminosäure codieren und den Abbruch der Translation auslösen.

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Polypeptid

Kette aus mehr als drei miteinander verknüpften Aminosäuren, die sich nach Freisetzung spontan in ihre spezifische Proteinstruktur faltet.

43
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rRNA (ribosomale RNA)

RNA-Bestandteil der Ribosomen, welcher die strukturelle Grundlage bildet und die Proteinbiosynthese während der Translation unterstützt.

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Ribosomentypen (70S70\text{S} vs. 80S80\text{S})

Unterscheidung der Ribosomen nach ihrer Sedimentationskonstante: Prokaryoten besitzen 70S70\text{S}-Ribosomen, während Eukaryoten über 80S80\text{S}-Ribosomen verfügen.

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Genetischer Code

Die Übersetzungstabelle, mit deren Hilfe die Zelle aus der Basenabfolge der mRNA die Aminosäuresequenz eines Proteins erstellt.

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Degeneration des genetischen Codes

Eigenschaft (auch Redundanz genannt), dass mehrere unterschiedliche Codons dieselbe Aminosäure codieren können.

47
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Universalität des genetischen Codes

Eigenschaft, dass der genetische Code fast für alle Lebewesen – von Bakterien bis zum Menschen – identisch gilt.

48
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Nicht-Überlappung des genetischen Codes

Eigenschaft, dass jede Base der mRNA immer genau zu einem Codon gehört und kein Codon mit einem benachbarten geteilt wird.