Gelenke und Knochenverbindungen des menschlichen Körpers

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Vokabel-Karteikarten zu Gelenken, Bändern und Knochenverbindungen von Schädel, Wirbelsäule, Thorax und oberen Extremitäten.

38 Terms

1
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Articulatio zygapophysialis

Paariges Zwischenwirbelgelenk (Facettengelenk) vom Typ Art. plana zwischen den Processus articulares superiores und inferiores benachbarter Wirbel; bildet mit den Disci intervertebrales und Bändern eine funktionelle Bewegungseinheit.

2
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Gelenkflächenstellung der Zygapophysialgelenke (HWS, BWS, LWS)

HWS: plane Flächen von ventral-kranial nach dorsal-kaudal im 45∘45^\circ-Winkel zur Transversalebene; BWS: leicht konvex im 60∘60^\circ-Winkel zur Transversalebene und 20∘20^\circ zur Frontalebene; LWS: sup. leicht konkav, inf. leicht konvex im 90∘90^\circ-Winkel zur Transversalebene und 45∘45^\circ zur Frontalebene.

3
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Plicae synoviales (Wirbelsäule)

Sichelförmig in den Gelenkspalt ragende meniskoide Synovialfalten aus gefäßreichem Bindegewebe der Gelenkkapsel, die Inkongruenzen der Gelenkflächen ausgleichen und die Belastbarkeit erhöhen.

4
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Sutura coronalis

Kranznaht des Schädels; verbindet das Os frontale mit den beiden Ossa parietalia in Form einer Schuppennaht (Sutura squamosa).

5
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Sutura sagittalis

Pfeilnaht des Schädels; verläuft als Zackennaht (Sutura serrata) median zwischen den beiden Ossa parietalia von der Sutura coronalis bis zur Sutura lambdoidea.

6
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Sutura lambdoidea

Lambdanaht; bindegewebige Nahtstelle zwischen den beiden Ossa parietalia und dem Os occipitale in Form des griechischen Buchstabens Lambda.

7
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Fonticulus anterior

Große, unpaare, viereckige Hauptfontanelle des kindlichen Schädels zwischen Ossa parietalia und Ossa frontalia; verschließt sich ca. im 3636. Lebensmonat.

8
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Fonticulus posterior

Kleine, unpaare, dreieckige Hinterhauptfontanelle zwischen Ossa parietalia und Os occipitale; schließt sich etwa 33 Monate nach der Geburt.

9
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Ligamentum longitudinale anterius

Vorderes Längsband; zieht vom Tuberculum anterius atlantis über die Vorderflächen der Wirbelkörper bis zum Os sacrum, ist fest mit den Wirbelkörpern verwachsen und hemmt die Dorsalextension der Wirbelsäule.

10
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Ligamentum longitudinale posterius

Hinteres Längsband an den Hinterflächen der Wirbelkörper im Wirbelkanal; gliedert sich in eine oberflächliche Schicht (Fortsetzung der Membrana tectoria bis L3–L4) und eine tiefe Schicht (Fortsetzung des Lig. cruciforme bis in den Canalis sacralis); hemmt die Ventralflexion.

11
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Ligamenta flava

Gelbe Bänder zwischen den Laminae arcus vertebrae benachbarter Wirbel; bestehen aus scherengitterartig angeordneten elastischen Fasern, stehen stets unter Spannung, unterstützen die Aufrichtung und hemmen übermäßige Ventralflexion.

12
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Ligamentum nuchae

Sagittal eingestelltes Nackenband von der Protuberantia occipitalis externa bis zu den Processus spinosi der HWS; dient als Muskelansatz und setzt sich ab C7 in die Ligg. interspinalia und das Lig. supraspinale fort.

13
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Ligamenta intertransversaria

Kurze Bänder aus kollagenem Bindegewebe zwischen den Processus transversi übereinanderliegender Wirbel; hemmen die Lateralflexion und die Rotation der Wirbelsäule.

14
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Ligamenta interspinalia

Kurze, flächenhafte Bänder zwischen den Dornfortsätzen (Processus spinosi) benachbarter Wirbel zur Begrenzung der Ventralflexion.

15
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Ligamentum supraspinale

Bandzug, der am Processus spinosus von C7 das Lig. nuchae fortsetzt und entlang der Spitzen der Dornfortsätze bis zum Os sacrum zieht; hemmt die Ventralflexion.

16
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Symphysis intervertebralis

Knorpelige Verbindung (Symphyse) zweier benachbarter Wirbelkörper über einen Discus intervertebralis, verstärkt durch die Ligg. longitudinalia anterius et posterius.

17
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Anulus fibrosus

Äußerer Faserring der Bandscheibe aus konzentrischen Lamellen kollagener Fasern und Faserknorpel; umfasst eine zugfeste Außenzone mit schräg überkreuzten Fasern und strahlt innen in die Lamina cartilaginea ein.

18
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Nucleus pulposus

Wasserreicher (80–85%80\text{--}85\%), gallertartiger Kern im Inneren des Discus intervertebralis, der als druckelastisches Kissen zur gleichmäßigen Druckverteilung dient.

19
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Articulatio atlantooccipitalis

Oberes Kopfgelenk (Eigelenk / Art. ellipsoidea) zwischen den Condyli occipitales des Os occipitale und den Facies articulares superiores des Atlas; ermöglicht Vor-/Rückwärtsneigung (Flexion/Extension, „Ja-Sager“) und Lateralflexion.

20
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Articulatio atlantoaxialis mediana

Medialer Teil des unteren Kopfgelenks (Zapfengelenk / Art. trochoidea) zwischen Fovea dentis des Atlas, Dens axis und dem Lig. transversum atlantis; einachsiges Rotationsgelenk.

21
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Articulationes atlantoaxiales laterales

Paarige plane Gelenke (Artt. planae) zwischen den Facies articulares inferiores des Atlas und den Processus articulares superiores des Axis; bilden zusammen mit dem medianen Gelenk ein funktionelles Drehgelenk.

22
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Ligamentum cruciforme atlantis

Kreuzförmiges Bandsystem hinter dem Dens axis, gebildet aus dem quer verlaufenden Lig. transversum atlantis (zwischen Massae laterales) und den vertikalen Fasciculi longitudinales (vom Foramen magnum zum Axis-Körper).

23
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Ligamenta alaria

Paarige Flügelbänder vom Dens axis zu den seitlichen Rändern des Foramen magnum; hemmen eine übermäßige Drehbewegung (Rotation) und Seitneigung im Kopfgelenkbereich.

24
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Membrana tectoria

Breites, flächenhaftes Band vom Clivus des Os occipitale zur Hinterfläche des Axis-Körpers, das sich nach kaudal in das Lig. longitudinale posterius fortsetzt.

25
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Articulationes capitis costae

Kugelgelenke (Artt. spheroideae) zwischen dem Caput costae (Rippenköpfchen) und den Foveae costales inferior et superior benachbarter Brustwirbelkörper; enthalten meist zwei Kammern, getrennt durch das Lig. capitis costae intraarticulare.

26
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Articulationes costotransversariae

Plane Gelenke (Artt. planae) der 1.–10. Rippe zwischen der Facies articularis tuberculi costae und der Fovea costalis processus transversi des entsprechenden Wirbels; führen Schiebe- bzw. Drehbewegungen aus.

27
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Ligamentum lumbocostale

Bandzug, der vom Processus costalis des ersten Lendenwirbels (L1) zur 12. Rippe zieht.

28
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Articulationes sternocostales

Echte, bandgesicherte Gelenke (Amphiarthrosen) zwischen der Incisura costalis am Sternum und den vorderen Enden der Rippenknorpel der 2. bis 5. Rippe.

29
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Synchondroses sternocostales

Knorpelhafte, unbewegliche Verbindungen (Synchondrosen) zwischen den Rippenknorpeln der 1., 6. und 7. Rippe und den entsprechenden Incisurae costales des Sternums.

30
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Membrana sterni

Dichte Bindegewebsplatte auf der Vorderseite des Sternums, die durch die Verflechtung der Ligg. sternocostalia radiata mit dem Periost entsteht.

31
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Articulatio sacrococcygea

Gelenkverbindung (Art. plana bzw. Amphiarthrose) zwischen dem Apex ossis sacri / Cornu sacrale und den Cornua coccygea des Os coccygis.

32
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<p>Articulatio humeri</p>

Articulatio humeri

Kugelgelenk (Art. spheroidea) des Schultergürtels zwischen der Cavitas glenoidalis der Scapula und dem Caput humeri.

33
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Articulatio humeroulnaris

Scharniergelenk (Ginglymus) des Ellenbogens zwischen der Trochlea humeri und der Incisura trochlearis ulnae; besitzt einen Freiheitsgrad (Flexion/Extension um die Transversalachse).

34
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Articulatio humeroradialis

Morphologisches Kugelgelenk zwischen Capitulum humeri und Fovea articularis capitis radii, das durch das Lig. anulare radii und die Membrana interossea funktionell auf zwei Freiheitsgrade (Flexion/Extension, Pro-/Supination) eingeschränkt ist.

35
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Ligamentum anulare radii

Ringförmiges Band, das von der vorderen zur hinteren Kante der Incisura radialis ulnae verläuft, das Caput radii umfasst und dieses im proximalen Radioulnargelenk sichert.

36
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Ligamentum collaterale ulnare

Dreieckiges Seitenband am medialen Ellenbogen vom Epicondylus medialis humeri mit Pars anterior (zum Proc. coronoideus), Pars posterior (zum Olecranon) und Pars transversa (Cooper'scher Streifen).

37
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Ligamentum quadratum

Verstärkungsband am proximalen Radioulnargelenk, das das Collum radii mit dem distalen Rand der Incisura radialis ulnae verbindet.

38
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Cubitalwinkel

Physiologischer Öffnungswinkel zwischen Ober- und Unterarm bei maximaler Streckung im Ellenbogengelenk; beträgt bei Männern ca. 175∘175^\circ und bei Frauen ca. 180∘180^\circ.