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Vokabel-Karteikarten zu Gelenken, Bändern und Knochenverbindungen von Schädel, Wirbelsäule, Thorax und oberen Extremitäten.
Articulatio zygapophysialis
Paariges Zwischenwirbelgelenk (Facettengelenk) vom Typ Art. plana zwischen den Processus articulares superiores und inferiores benachbarter Wirbel; bildet mit den Disci intervertebrales und Bändern eine funktionelle Bewegungseinheit.
Gelenkflächenstellung der Zygapophysialgelenke (HWS, BWS, LWS)
HWS: plane Flächen von ventral-kranial nach dorsal-kaudal im 45∘-Winkel zur Transversalebene; BWS: leicht konvex im 60∘-Winkel zur Transversalebene und 20∘ zur Frontalebene; LWS: sup. leicht konkav, inf. leicht konvex im 90∘-Winkel zur Transversalebene und 45∘ zur Frontalebene.
Plicae synoviales (Wirbelsäule)
Sichelförmig in den Gelenkspalt ragende meniskoide Synovialfalten aus gefäßreichem Bindegewebe der Gelenkkapsel, die Inkongruenzen der Gelenkflächen ausgleichen und die Belastbarkeit erhöhen.
Sutura coronalis
Kranznaht des Schädels; verbindet das Os frontale mit den beiden Ossa parietalia in Form einer Schuppennaht (Sutura squamosa).
Sutura sagittalis
Pfeilnaht des Schädels; verläuft als Zackennaht (Sutura serrata) median zwischen den beiden Ossa parietalia von der Sutura coronalis bis zur Sutura lambdoidea.
Sutura lambdoidea
Lambdanaht; bindegewebige Nahtstelle zwischen den beiden Ossa parietalia und dem Os occipitale in Form des griechischen Buchstabens Lambda.
Fonticulus anterior
Große, unpaare, viereckige Hauptfontanelle des kindlichen Schädels zwischen Ossa parietalia und Ossa frontalia; verschließt sich ca. im 36. Lebensmonat.
Fonticulus posterior
Kleine, unpaare, dreieckige Hinterhauptfontanelle zwischen Ossa parietalia und Os occipitale; schließt sich etwa 3 Monate nach der Geburt.
Ligamentum longitudinale anterius
Vorderes Längsband; zieht vom Tuberculum anterius atlantis über die Vorderflächen der Wirbelkörper bis zum Os sacrum, ist fest mit den Wirbelkörpern verwachsen und hemmt die Dorsalextension der Wirbelsäule.
Ligamentum longitudinale posterius
Hinteres Längsband an den Hinterflächen der Wirbelkörper im Wirbelkanal; gliedert sich in eine oberflächliche Schicht (Fortsetzung der Membrana tectoria bis L3–L4) und eine tiefe Schicht (Fortsetzung des Lig. cruciforme bis in den Canalis sacralis); hemmt die Ventralflexion.
Ligamenta flava
Gelbe Bänder zwischen den Laminae arcus vertebrae benachbarter Wirbel; bestehen aus scherengitterartig angeordneten elastischen Fasern, stehen stets unter Spannung, unterstützen die Aufrichtung und hemmen übermäßige Ventralflexion.
Ligamentum nuchae
Sagittal eingestelltes Nackenband von der Protuberantia occipitalis externa bis zu den Processus spinosi der HWS; dient als Muskelansatz und setzt sich ab C7 in die Ligg. interspinalia und das Lig. supraspinale fort.
Ligamenta intertransversaria
Kurze Bänder aus kollagenem Bindegewebe zwischen den Processus transversi übereinanderliegender Wirbel; hemmen die Lateralflexion und die Rotation der Wirbelsäule.
Ligamenta interspinalia
Kurze, flächenhafte Bänder zwischen den Dornfortsätzen (Processus spinosi) benachbarter Wirbel zur Begrenzung der Ventralflexion.
Ligamentum supraspinale
Bandzug, der am Processus spinosus von C7 das Lig. nuchae fortsetzt und entlang der Spitzen der Dornfortsätze bis zum Os sacrum zieht; hemmt die Ventralflexion.
Symphysis intervertebralis
Knorpelige Verbindung (Symphyse) zweier benachbarter Wirbelkörper über einen Discus intervertebralis, verstärkt durch die Ligg. longitudinalia anterius et posterius.
Anulus fibrosus
Äußerer Faserring der Bandscheibe aus konzentrischen Lamellen kollagener Fasern und Faserknorpel; umfasst eine zugfeste Außenzone mit schräg überkreuzten Fasern und strahlt innen in die Lamina cartilaginea ein.
Nucleus pulposus
Wasserreicher (80–85%), gallertartiger Kern im Inneren des Discus intervertebralis, der als druckelastisches Kissen zur gleichmäßigen Druckverteilung dient.
Articulatio atlantooccipitalis
Oberes Kopfgelenk (Eigelenk / Art. ellipsoidea) zwischen den Condyli occipitales des Os occipitale und den Facies articulares superiores des Atlas; ermöglicht Vor-/Rückwärtsneigung (Flexion/Extension, „Ja-Sager“) und Lateralflexion.
Articulatio atlantoaxialis mediana
Medialer Teil des unteren Kopfgelenks (Zapfengelenk / Art. trochoidea) zwischen Fovea dentis des Atlas, Dens axis und dem Lig. transversum atlantis; einachsiges Rotationsgelenk.
Articulationes atlantoaxiales laterales
Paarige plane Gelenke (Artt. planae) zwischen den Facies articulares inferiores des Atlas und den Processus articulares superiores des Axis; bilden zusammen mit dem medianen Gelenk ein funktionelles Drehgelenk.
Ligamentum cruciforme atlantis
Kreuzförmiges Bandsystem hinter dem Dens axis, gebildet aus dem quer verlaufenden Lig. transversum atlantis (zwischen Massae laterales) und den vertikalen Fasciculi longitudinales (vom Foramen magnum zum Axis-Körper).
Ligamenta alaria
Paarige Flügelbänder vom Dens axis zu den seitlichen Rändern des Foramen magnum; hemmen eine übermäßige Drehbewegung (Rotation) und Seitneigung im Kopfgelenkbereich.
Membrana tectoria
Breites, flächenhaftes Band vom Clivus des Os occipitale zur Hinterfläche des Axis-Körpers, das sich nach kaudal in das Lig. longitudinale posterius fortsetzt.
Articulationes capitis costae
Kugelgelenke (Artt. spheroideae) zwischen dem Caput costae (Rippenköpfchen) und den Foveae costales inferior et superior benachbarter Brustwirbelkörper; enthalten meist zwei Kammern, getrennt durch das Lig. capitis costae intraarticulare.
Articulationes costotransversariae
Plane Gelenke (Artt. planae) der 1.–10. Rippe zwischen der Facies articularis tuberculi costae und der Fovea costalis processus transversi des entsprechenden Wirbels; führen Schiebe- bzw. Drehbewegungen aus.
Ligamentum lumbocostale
Bandzug, der vom Processus costalis des ersten Lendenwirbels (L1) zur 12. Rippe zieht.
Articulationes sternocostales
Echte, bandgesicherte Gelenke (Amphiarthrosen) zwischen der Incisura costalis am Sternum und den vorderen Enden der Rippenknorpel der 2. bis 5. Rippe.
Synchondroses sternocostales
Knorpelhafte, unbewegliche Verbindungen (Synchondrosen) zwischen den Rippenknorpeln der 1., 6. und 7. Rippe und den entsprechenden Incisurae costales des Sternums.
Membrana sterni
Dichte Bindegewebsplatte auf der Vorderseite des Sternums, die durch die Verflechtung der Ligg. sternocostalia radiata mit dem Periost entsteht.
Articulatio sacrococcygea
Gelenkverbindung (Art. plana bzw. Amphiarthrose) zwischen dem Apex ossis sacri / Cornu sacrale und den Cornua coccygea des Os coccygis.

Articulatio humeri
Kugelgelenk (Art. spheroidea) des Schultergürtels zwischen der Cavitas glenoidalis der Scapula und dem Caput humeri.
Articulatio humeroulnaris
Scharniergelenk (Ginglymus) des Ellenbogens zwischen der Trochlea humeri und der Incisura trochlearis ulnae; besitzt einen Freiheitsgrad (Flexion/Extension um die Transversalachse).
Articulatio humeroradialis
Morphologisches Kugelgelenk zwischen Capitulum humeri und Fovea articularis capitis radii, das durch das Lig. anulare radii und die Membrana interossea funktionell auf zwei Freiheitsgrade (Flexion/Extension, Pro-/Supination) eingeschränkt ist.
Ligamentum anulare radii
Ringförmiges Band, das von der vorderen zur hinteren Kante der Incisura radialis ulnae verläuft, das Caput radii umfasst und dieses im proximalen Radioulnargelenk sichert.
Ligamentum collaterale ulnare
Dreieckiges Seitenband am medialen Ellenbogen vom Epicondylus medialis humeri mit Pars anterior (zum Proc. coronoideus), Pars posterior (zum Olecranon) und Pars transversa (Cooper'scher Streifen).
Ligamentum quadratum
Verstärkungsband am proximalen Radioulnargelenk, das das Collum radii mit dem distalen Rand der Incisura radialis ulnae verbindet.
Cubitalwinkel
Physiologischer Öffnungswinkel zwischen Ober- und Unterarm bei maximaler Streckung im Ellenbogengelenk; beträgt bei Männern ca. 175∘ und bei Frauen ca. 180∘.