Öffentliches Recht Schweiz - Karteikarten

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Karteikarten zur Wiederholung wichtiger Grundbegriffe, Instrumente und Prinzipien des öffentlichen Rechts in der Schweiz.

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28 Terms

1
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Öffentliches Recht

Rechtsgebiet, das sich mit der Organisation des Staates und seinem Handeln gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern beschäftigt.

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Verfassungsrecht

Teilbereich des öffentlichen Rechts, der die grundlegenden Strukturen des Staates, seine Organe, deren Zusammenspiel und die zentralen Staatsprinzipien regelt.

3
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Verwaltungsrecht

Teilbereich des öffentlichen Rechts, der das konkrete alltägliche Handeln der Behörden gegenüber Privatpersonen regelt.

4
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Subordinationsverhältnis

Überordnungsverhältnis des Staates gegenüber den Bürgern im öffentlichen Recht, das ihm verbindliche Anordnungen erlaubt.

5
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Legalitätsprinzip

Grundsatz, wonach jegliches staatliches Handeln an Recht und Gesetz gebunden ist und eine ausreichende gesetzliche Grundlage benötigt.

6
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Vorrang des Gesetzes

Teilaspekt des Legalitätsprinzips; besagt, dass kein staatliches Handeln gegen bestehendes Recht verstossen darf.

7
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Vorbehalt des Gesetzes

Teilaspekt des Legalitätsprinzips; besagt, dass jedes staatliche Handeln einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage bedarf.

8
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Gewaltenteilung

Aufteilung der staatlichen Macht auf Legislative, Exekutive und Judikative zur Verhindereung von Machtmissbrauch (Checks and Balances).

9
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Normenkontrolle

Gerichtliche Überprüfung, ob ein Gesetz oder eine andere Rechtsnorm mit der Verfassung vereinbar ist.

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Realakt

Tatsächliches Handeln der Verwaltung, das auf einen praktischen Erfolg abzielt und die Rechtslage nicht direkt verändert (z. B. Strassenreinigung).

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Verfügung

Einseitige, verbindliche Anordnung einer Behörde gegenüber einer bestimmten Person, die Rechte oder Pflichten schafft.

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Verwaltungsrechtlicher Vertrag

Vereinbarung zwischen Staat und Bürger, die auf dem Einverständnis beider Parteien basiert.

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Wirtschaftsfreiheit

Grundrecht, das jeder Person das Recht garantiert, eine wirtschaftliche Tätigkeit auszuüben, einen Beruf zu wählen und am Markt teilzunehmen.

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Konzession

Staatliche Bewilligung zur Ausübung einer Tätigkeit, die vom Staat stark kontrolliert oder monopolisiert wird (z. B. Nutzung von Wasserkraft).

15
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Staatliches Monopol

Ausschliessliches Recht des Staates, eine bestimmte wirtschaftliche Tätigkeit selbst oder durch Ausgewählte auszuüben, unter Verbot privater Ausübung.

16
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Drei-Elemente-Lehre

Von Georg Jellinek begründete Lehre, nach der ein Staat aus den drei Elementen Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt besteht.

17
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Primus inter pares

Bezeichnung für den Schweizer Bundespräsidenten als «Erster unter Gleichen» im Bundesrat mit primär repräsentativer Funktion.

18
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Differenzbereinigungsverfahren

Verfahren, bei dem National- und Ständerat eine Vorlage bis zu dreimal separat beraten, um eine Übereinstimmung bei Gesetzesbeschlüssen zu erzielen.

19
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<p>Übersicht Schweizer Volksrechte</p>

Übersicht Schweizer Volksrechte

Vergleich von Initiative, fakultativem Referendum und obligatorischem Referendum hinsichtlich Unterschriften, Fristen und Zielen.

20
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Volksinitiative

Demokratisches Recht von 100'000 Stimmberechtigten, innerhalb von 18 Monaten eine Volksabstimmung zur Änderung der Bundesverfassung zu verlangen.

21
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Fakultatives Referendum

Recht von 50'000 Stimmberechtigten, innerhalb von 100 Tagen eine Volksabstimmung über ein vom Parlament beschlossenes Gesetz zu verlangen.

22
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Obligatorisches Referendum

Zwingende Volksabstimmung ohne Unterschriftensammlung bei Verfassungsänderungen oder dem Beitritt zu supranationalen Gemeinschaften.

23
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Proporzwahlverfahren

Wahlverfahren, bei dem die Parlamentssitze proportional zu den erhaltenen Stimmenanteilen der Parteien verteilt werden (z. B. Nationalrat).

24
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Majorzwahlverfahren

Wahlverfahren, bei dem der Kandidat mit den meisten Stimmen in einem Wahlkreis gewinnt.

25
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Natürliches Quorum

Sitzgewinn-Hürde bei Proporzwahlen, berechnet nach der Formel 100Anzahl der Sitze+1\frac{100}{\text{Anzahl der Sitze} + 1}.

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Normstufe

Der Rang einer Rechtsnorm in der Normenhierarchie (Verfassung, Gesetz, Verordnung, Einzelakt).

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Normdichte

Der Detaillierungsgrad und die Präzision einer Rechtsnorm.

28
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Verhältnismässigkeitsprinzip

Grundsatz des Verwaltungsrechts, wonach eine Massnahme geeignet, erforderlich und zumutbar sein muss.