Enzymaktivität, Katalysezyklus und Enzymregulation

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Lernkartei zu den Grundlagen der Enzymaktivität, den Phasen des Katalysezyklus, den Einflussfaktoren Temperatur und pH-Wert sowie den Formen der Enzymhemmung.

17 Terms

1
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Enzymaktivität

Beschreibt quantitativ, wie schnell ein Enzym eine chemische Reaktion durchführt und Substrate katalytisch umsetzt (hohe Aktivität: viele Moleküle pro 1 s1\,\text{s}, niedrige Aktivität: wenige Moleküle pro 1 s1\,\text{s}).

2
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Enzym

Biokatalysator, der chemische Reaktionen beschleunigt, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

3
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Substrat

Ausgangsstoff, der an das Enzym bindet und von diesem umgesetzt bzw. gespalten wird.

4
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Aktives Zentrum

Spezifische Bindungsregion des Enzyms, in welche das Substrat nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip hineinpasst.

5
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Produkte (Enzymreaktion)

Die aus der chemischen Reaktion resultierenden Spalt- bzw. Endprodukte.

6
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Phase 1 des enzymatischen Reaktionsablaufs (Bindung)

Das Substrat bindet passgenau im aktiven Zentrum des Enzyms, wodurch ein Enzym-Substrat-Komplex entsteht.

7
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Phase 2 des enzymatischen Reaktionsablaufs (Spaltung)

Die chemische Reaktion bzw. Spaltung des Substrats wird direkt im aktiven Zentrum vollzogen.

8
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Phase 3 des enzymatischen Reaktionsablaufs (Lösen bzw. Freisetzung)

Die Produkte lösen sich aus dem aktiven Zentrum; das Enzym geht unverändert aus der Reaktion hervor und steht für nachfolgende Zyklen bereit.

9
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RGT-Regel (Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel)

Besagt, dass sich die Reaktionsgeschwindigkeit der chemischen Reaktion bei einer Temperaturerhöhung um 10 ∘C10\,^\circ\text{C} verdoppelt.

10
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Temperaturoptimum

Definierte Temperatur, bei welcher ein spezifisches Enzym die maximale katalytische Umsetzungsgeschwindigkeit erreicht (liegt bei menschlichen Enzymen typischerweise bei 37 ∘C37\,^\circ\text{C}).

11
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Denaturierung (thermisch)

Verlust der nativen Konformation des Enzyms durch übermäßiges Erhitzen, wodurch die Form des aktiven Zentrums irreversibel verändert wird und das Substrat nicht mehr hineinpasst.

12
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pH-Optimum

Spezifischer pH-Wert, bei welchem die Konformation eines Enzyms optimal stabilisiert ist und es am besten arbeitet; Abweichungen führen zu Konformationsänderungen und vermindern die Katalyserate.

13
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Pepsin

Im Magensaft lokalisiertes Enzym mit einem pH-Optimum im stark sauren Bereich bei einem Wert von pH 2\text{pH } 2.

14
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Amylase

Unter anderem im Speichel vorkommendes Enzym mit einem pH-Optimum im neutralen Bereich bei einem Wert von pH 7\text{pH } 7.

15
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Trypsin

Im Dünndarm lokalisiertes Enzym, das optimal im alkalischen bzw. basischen Bereich arbeitet.

16
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Kompetitive Hemmung

Reversible Hemmungsform, bei der ein substratähnlicher Hemmstoff direkt mit dem natürlichen Substrat um die Bindung am aktiven Zentrum konkurriert; durch Erhöhung der Substratkonzentration kann der Hemmstoff verdrängt werden.

17
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Irreversible Hemmung

Dauerhafte Hemmung, bei der Hemmstoffe eine feste Bindung eingehen oder das Enzym modifizieren; dies führt zu einer bleibenden Konformationsänderung des aktiven Zentrums, die nicht durch Erhöhung der Substratkonzentration behoben werden kann (z. B. durch Schwermetalle wie Bleiionen).