2. Kreislaufwirtschaft und Doughnut-Modell

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/6

encourage image

There's no tags or description

Looks like no tags are added yet.

Last updated 5:49 PM on 7/6/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

7 Terms

1
New cards

Was ist Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft stellt ein System dar, das die akuten Herausforderungen des Klimas und der Umwelt in Betracht zieht.

Fokus: Wiederverwendung von bereits produzierten Materialien, die der Entstehung neuer Abfallprodukte wie Giftmüll entgegenwirken.

Orientierung: die Kreislaufwirtschaft orientiert sich an den Gegebenheiten der Natur und versucht, verwendete Rohstoffe effizient und im Sinne der Nachhaltigkeit wiederzuverwerten.

<p>Die Kreislaufwirtschaft stellt ein System dar, das die akuten Herausforderungen des Klimas und der Umwelt in Betracht zieht.</p><p><strong>Fokus</strong>: <strong>Wiederverwendung von bereits produzierten Materialien</strong>, die der <strong>Entstehung neuer Abfallprodukte wie Giftmüll entgegenwirken</strong>.</p><p><strong>Orientierung</strong>: die Kreislaufwirtschaft orientiert sich an den <strong>Gegebenheiten der Natur und versucht, verwendete Rohstoffe effizient und im Sinne der Nachhaltigkeit wiederzuverwerten.</strong></p>
2
New cards

Beispiel: Tierhaltung

Durch die massenhafte Tierhaltung entsteht in den Bereichen der Landwirtschaft eine Menge an Gülle, die, ebenso wie Dünger, Monokulturen und Pestizide, die Umwelt nachhaltig belasten.

3
New cards

Beispiel: Kunststoffindustrie und Textilindustrie

Die Produktion von Abfallerzeugnissen zählt auch in der Kunststoffindustrie im Rahmen nachhaltiger Entwicklungen zu einer der größten Herausforderungen.

Seit 1950 wurden bereits fast fünf Milliarden Tonnen Plastik entsorgt, die zum Teil immer noch in den Ozeanen der Erde schwimmen.

Auch in der Textilindustrie werden pro Jahr rund 90 Millionen Tonnen Kleidung weggeworfen, was zu rund zehn Prozent für den Ausstoß von Treibgas verantwortlich ist.

4
New cards

Beispiel: Elekotroschrott

Elektroschrott, der von unterschiedlichsten Unternehmen weltweit anfällt und nur zu rund 20 % recycelt werden kann.

5
New cards

Beispiel Amsterdam

Die Stadt Amsterdam hat sich diese ökologischen und sozialen Probleme zur Aufgabe gemacht, die vielschichtigen Herausforderungen angenommen, und gilt aktuell als Vorreiter in Sachen Entwicklung und Entstehung einer Kreislaufwirtschaft.

Die Anfänge der Umstrukturierung und Neuordnung sind in der Coronakrise zu verorten. In dieser Zeit ebnete die Stadt den Weg in Richtung des sogenannten Doughnut-Modells.

Um das Doughnut-Modell auf eine ganze Stadt zu beziehen, setzte sich die Grünen-Politikerin, stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Marieke van Doorninck für räumliche Entwicklung und Nachhaltigkeit für die Umsetzung in Amsterdam ein.

Ziel: ein müllfreies Amsterdam, dass alle Materialien wiederverwendet und 2050 keine Rohstoffe mehr verbraucht.

Gemeinsam mit der Ideengeberin Kate Raworth und DEAL wurden neun planetare Belastungsgrenzen wie z. B. Luftverschmutzung und Artensterben auf dem äußeren Rand des Doughnuts definiert. Auf dem inneren Rand wurden menschliche Bedürfnisse wie beispielsweise soziale Gerechtigkeit und Wohnraum ergänzt.

Ziel des Modells: Fragen aufzubringen, die zur Reflexion anregen. Amsterdam stellt hierbei vor allem die drei Wertschöpfungsketten Lebensmittel und organische Abfälle, den Bausektor und die Konsumgüter in den Fokus. Den Anfang macht der Bausektor mit dem adaptiven Bauen von Wohnkomplexen. Diese können sowohl als Wohnungen als auch als Bürogebäude genutzt werden und sollen aus biobasierten Baustoffen wie beispielsweise Holz und recycelten Materialien bestehen

6
New cards

Doughnut- Modell

Den Grundstein dieses Modells legte die britische Ökonomin Kate Raworth, die in ihrem gleichnamigen Buch über die wirtschaftspolitischen Ziele im 21. Jahrhundert berichtete.

Der Doughnut stellt die ökologischen und sozialen Grenzen des Wirtschaftssystems dar und unterteilt sich dabei in verschiedene Kreise. Der äußere Kreis markiert die ökologischen Grenzen, die nicht übertreten werden dürfen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Bodenerosion. Der innere Kreis steht für das soziale Fundament: Zugang zu Nahrung und Wasser, politische Teilhabe, ein Dach über dem Kopf.

Kate Raworth co-gründete auf Basis ihres Doughnut-Modells den Thinktank Doughnut Economics Action Lab (DEAL), der City-Konzepte für die Umsetzung in der Praxis erstellt. Philadelphia, Portland und Brüssel arbeiten bereits an der Veränderung ihres Wirtschaftssystems.

<p>Den Grundstein dieses Modells legte die britische Ökonomin <strong>Kate Raworth</strong>, die in ihrem gleichnamigen Buch über die wirtschaftspolitischen Ziele im 21. Jahrhundert berichtete.</p><p><strong>Der Doughnut stellt die ökologischen und sozialen Grenzen des Wirtschaftssystems dar und unterteilt sich dabei in verschiedene Kreise. Der äußere Kreis markiert die ökologischen Grenzen, die nicht übertreten werden dürfen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Bodenerosion. Der innere Kreis steht für das soziale Fundament: Zugang zu Nahrung und Wasser, politische Teilhabe, ein Dach über dem Kopf.</strong></p><p>Kate Raworth co-gründete auf Basis ihres Doughnut-Modells den <strong>Thinktank Doughnut Economics Action Lab (DEAL),</strong> der City-Konzepte für die Umsetzung in der Praxis erstellt. <strong>Philadelphia, Portland und Brüssel arbeiten bereits an der Veränderung ihres Wirtschaftssystems.</strong></p>
7
New cards

Beispiel: Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft

Eine weitere Initiative in der Kreislaufwirtschaft bietet das Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft, das fortlaufend aktuelle Probleme und Themenfelder der Nachhaltigkeit behandelt und zukunftsorientierte Lösungen findet.

Zu den aktuellen Projekten zählt unter anderem das sogenannte SmartRecycling, das die Verbindung von hochinnovativer Technologie und deren Anwendung in der Kreislaufwirtschaft untersucht. Intelligente und lernende Sensoren sowie Roboter sollen das Sortieren von großstückigem Abfall übernehmen und somit zum verbesserten Recycling beitragen, was die Ressourceneffizienz und Reduktion von CO2-Emissionen erhöht.