nehmen zu. Die Protestbewegung ist vielfältig: Sie umfasst religiöse, liberale, linke und konservative Gruppen. Sicherheitskräfte gehen gewaltsam gegen Protestierende vor.Januar 1979Der Schah verlässt Iran.Februar 1979Der schiitische Geistliche Ayatollah Ruhollah Khomeini kehrt aus dem Exil zurück und wird zur führenden Figur der Revolution.April 1979Iran wird zur Islamischen Republik erklärt. Khomeini und seine Anhänger verdrängen nach und nach liberale und linke Gruppen, die zuvor ebenfalls gegen den Schah gekämpft hatten.November 1979Studentische Unterstützer der Revolution besetzen die US-Botschaft in Teheran und nehmen mehr als 50 Menschen als Geiseln. Die Geiselnahme dauert 444 Tage. Sie zerstört das Verhältnis zwischen Iran und den USA weiter.1980–1988Iran und Irak führen einen achtjährigen Krieg. Hunderttausende Menschen sterben; die iranische Wirtschaft wird schwer geschädigt. Das Regime verschärft während und nach dem Krieg die Unterdrückung im Inland.1989Khomeini stirbt. Ali Khamenei wird zum Obersten Führer gewählt. Das Amt des Obersten Führers steht über den gewählten politischen Institutionen und besitzt großen Einfluss auf Militär, Justiz und Sicherheitsorgane.Seit 1979Iran stellt die USA als seinen Hauptgegner dar und erkennt Israels Existenzrecht nicht an. Die Unterstützung der Palästinenser und der Kampf gegen Israel werden zu wichtigen Bestandteilen der iranischen Außenpolitik.Seit den 1980er JahrenIran baut Beziehungen zu bewaffneten Gruppen und politischen Verbündeten in der Region auf, darunter Hisbollah im Libanon und später verschiedene Gruppen im Irak und Jemen. Diese Politik soll Irans Einfluss vergrößern und seine Gegner auf Abstand halten.2002Eine geheime Urananreicherungsanlage in Iran wird öffentlich bekannt. Die USA und Israel befürchten, Iran könnte ein Atomwaffenprogramm verfolgen. Iran erklärt, sein Atomprogramm diene friedlichen Zwecken.2009Die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad löst große Proteste aus, die als Grüne Bewegung bekannt werden. Sicherheitskräfte schlagen sie nieder.2010Der Computerwurm Stuxnet beschädigt iranische Anlagen zur Urananreicherung. Der Angriff wird häufig Israel und den USA zugeschrieben, eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.2015Iran und die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China schließen das Atomabkommen (JCPOA). Iran akzeptiert Einschränkungen und Kontrollen seines Atomprogramms. Im Gegenzug sollen Sanktionen gelockert werden.2018US-Präsident Donald Trump zieht die USA aus dem Atomabkommen zurück und verhängt erneut Sanktionen. Iran beginnt anschließend, die vereinbarten Beschränkungen schrittweise zu überschreiten.2022Nach dem Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini im Gewahrsam der Sittenpolizei entstehen landesweite Proteste. Die Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ richtet sich gegen staatliche Gewalt und die Einschränkungen von Frauen. Die Regierung reagiert mit Verhaftungen und Gewalt.2023–2024Die Spannungen zwischen Iran und Israel nehmen weiter zu. Israel greift iranische Ziele und mit Iran verbundene Gruppen an; Iran unterstützt seinerseits Gruppen, die Israel bekämpfen. Im April 2024 greifen iranische Raketen und Drohnen Israel direkt an – eine deutliche Ausweitung der Konfrontation.Juni 2025Laut Video greift Israel iranische Ziele an; anschließend bombardieren die USA mehrere iranische Atomanlagen. Die USA erklären, Irans Nuklearkapazitäten seien stark beschädigt. Iran widerspricht teilweise und kündigt an, sein Atomprogramm fortzusetzen.Ende Februar 2026Das Video berichtet von neuen Angriffen der USA und Israels auf Iran sowie von der Tötung hochrangiger iranischer Führungsmitglieder, darunter Ali Khamenei. Diese Angaben solltest du vor der Prüfung mit aktuellen, verlässlichen Nachrichtenquellen abgleichen, da es sich um zeitgebundene und politisch umstrittene Ereignisse handelt.Wie das politische System Irans funktioniert Iran hat gewählte Institutionen, etwa ein Parlament und einen Präsidenten. Ihre Macht ist aber begrenzt. Über ihnen steht der Oberste Führer, der großen Einfluss auf Militär, Justiz, Sicherheitsorgane und Medien hat. Der Wächterrat prüft unter anderem Gesetze und entscheidet, welche Kandidaten zur Wahl antreten dürfen. Dadurch können zwar Wahlen stattfinden, aber nicht alle politischen Richtungen gleichberechtigt teilnehmen.Eine weitere wichtige Machtgruppe ist die Islamische Revolutionsgarde. Sie ist nicht nur eine militärische Organisation, sondern hat auch politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Deshalb hängt das System nicht allein von einer einzelnen Führungsperson ab.Warum der Konflikt so tief sitzt Der Sturz Mossadeghs 1953 ist für viele Iraner ein Beleg dafür, dass die USA und Großbritannien in die iranische Politik eingriffen, wenn ihre Interessen bedroht waren. Die Unterstützung des Schahs durch den Westen verband die USA und Israel mit einem autoritären Herrscher, den viele Iraner als westabhängig wahrnahmen. Die Revolution von 1979 veränderte Irans Außenpolitik grundlegend: Aus einem westlichen Verbündeten wurde ein erklärter Gegner der USA und Israels. Das Atomprogramm verschärfte die Spannungen. Iran betont sein Recht auf zivile Atomenergie; andere Staaten befürchten, das Land könne Atomwaffen entwickeln. Sanktionen und gegenseitige Angriffe verstärkten das Misstrauen und erschwerten diplomatische Lösungen. Irans regionale Verbündete geben dem Land Einfluss in mehreren Konflikten, werden von den USA und Israel aber als Sicherheitsbedrohung gesehen. Innenpolitische Proteste zeigen, dass viele Menschen in Iran mit der politischen Unterdrückung und den Einschränkungen ihrer Rechte unzufrieden sind. Die Proteste sind jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einer einheitlichen Haltung zur Außenpolitik.Gute Gesamtbewertung für die Politikarbeit Der Konflikt lässt sich nicht nur als Streit zwischen „Iran gegen USA und Israel“ erklären. Entscheidend sind mehrere miteinander verbundene Faktoren: die Einmischung westlicher Mächte in die iranische Politik, die autoritäre Herrschaft des Schahs, die Revolution von 1979, Irans antiwestliche Außenpolitik und der Streit um das Atomprogramm. Dazu kommen regionale Machtkämpfe und die Unterdrückung von Protesten im Iran. Für eine gute Bewertung sollte man deshalb zwischen der iranischen Bevölkerung und der iranischen Führung unterscheiden: Die Politik des Staates ist nicht automatisch die Meinung aller Menschen im Land.Merke: Die Jahreszahlen 1953, 1979, 2015, 2018 und 2022 sind besonders wichtig: Staatsstreich, Revolution, Atomabkommen, US-Ausstieg und große Protestbewegung.

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Reza Schah Pahlavi

Herrscher des Iran ab 1925, der das Land autoritär modernisierte, die Säkularisierung vorantrieb (u. a. Schleierverbot 1936) und 1941 unter britisch-sowjetischem Druck abdanken musste.

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Mohammad Mossadegh

Iranischer Premierminister, der 1951 die Ölindustrie verstaatlichte und 1953 durch einen von britischen und US-amerikanischen Geheimdiensten unterstützten Staatsstreich gestürzt wurde.

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Weiße Revolution (1963)

Reformprogramm unter Mohammad Reza Schah zur gesellschaftlichen Modernisierung und Einführung des Frauenwahlrechts bei gleichzeitiger Unterdrückung politischer Opposition.

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Islamische Revolution (1979)

Sturz des Schah-Regimes durch eine breite Protestbewegung und Etablierung einer theokratischen Islamischen Republik unter Führung von Ayatollah Ruhollah Khomeini.

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Geiselnahme von Teheran (1979–1981)

444 Tage dauernde Besetzung der Botschaft der Vereinigten Staaten durch iranische Studenten, die zum vollständigen Bruch der diplomatischen Beziehungen führte.

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Oberster Führer (Iran)

Mächtigste Position im iranischen Staatssystem, die über den gewählten Organen steht und die Richtlinienkompetenz über Justiz, Militär und Sicherheitskräfte innehat.

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Wächterrat

Verfassungsorgan im Iran, das Gesetze auf islamische Konformität kontrolliert und darüber entscheidet, welche Kandidaten zu Parlaments- und Präsidentschaftswahlen antreten dürfen.

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Islamische Revolutionsgarde (Pasdaran)

Militärische Eliteeinheit zum Schutz des islamischen Systems mit erheblichem politischem und wirtschaftlichem Einfluss sowie Steuerung regionaler Netzwerke.

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Atomabkommen (JCPOA, 2015)

Vereinbarung zwischen Iran und den UN-Vetomächten plus Deutschland über strenge Kontrollen und Beschränkungen des Nuklearprogramms im Austausch gegen die Aufhebung von Sanktionen.

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US-Ausstieg aus dem Atomabkommen (2018)

Einseitige Aufkündigung des Nukleardeals durch Präsident Donald Trump und Wiedereinführung scharfer Wirtschaftssanktionen, woraufhin Iran Abkommensregeln schrittweise brach.

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Jina Mahsa Amini

Junge iranische Kurdin, deren Tod im Gewahrsam der Sittenpolizei im September 2022 die weltweite Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ auslöste.