Wirtschaftslehre 5TB – Modul 1: CampusKiosk von der Anfrage zum wirtschaftlichen Angebot

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Vokabelkarten zu den Grundlagen der Beschaffung, Behördenschritten bei Unternehmensgründung in Belgien sowie Angebotskalkulation und -erstellung im Modell CampusKiosk.

40 Terms

1
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Bedarfsmeldung

Internes Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 1), das den im Unternehmen intern festgestellten Bedarf an Waren oder Leistungen dokumentiert.

2
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Anfrage

Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 2), mit dem sich ein Interessent bei einem Anbieter nach Preisen, Konditionen und Lieferbedingungen erkundigt.

3
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Angebot

Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 3), das auf eine Anfrage antwortet und konkrete Leistungen, Preise sowie verbindliche Bedingungen des Anbieters nennt.

4
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Bestellung

Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 4), mit dem der Kunde Ware zu bestimmten Bedingungen verbindlich in Auftrag gibt.

5
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Lieferschein

Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 5), das die Warensendung begleitet und dem Empfänger den exakten Mengenabgleich der gelieferten Ware ermöglicht.

6
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Rechnung

Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 6), das die erbrachte Lieferung abrechnet, den Zahlungsbetrag nennt und vor Begleichung gegen den Lieferschein abgeglichen werden muss.

7
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BCE / ZDU

Abkürzung für Zentrale Datenbank der Unternehmen; zentrales belgisches Unternehmensregister, in das ein anerkannter Unternehmensschalter ein neugegründetes Unternehmen einträgt.

8
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Unternehmensnummer

Kennnummer aus einer bestätigten BCE-Eintragung; sie belegt nicht automatisch eine aktive TVA-Identifikation und ersetzt nicht den Anschluss an eine Sozialversicherungskasse.

9
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Unternehmensschalter

Anerkannte Stelle, die ein Einzelunternehmen in die BCE/ZDU einträgt und die TVA-Identifikation vertretend beantragen kann; eine gemeinsame Anlaufstelle ändert nichts an den getrennten Verwaltungsverfahren.

10
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TVA-Identifikation

Mehrwertsteuer-Identifikation, die gesondert vor Tätigkeitsbeginn beantragt und geprüft werden muss (wird nicht durch die bloße BCE-Eintragung aktiviert).

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Sozialversicherungskasse

Pflichteinrichtung für Selbstständige, der sich der Gründer vor Beginn seiner selbstständigen Tätigkeit anschließen muss (gesetzliche Pflicht gemäß INASTI).

12
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Mutualität

Krankenkasse, bei der Selbstständige ihre Mitgliedschaft für die Krankenversicherung klären müssen; rechtlich und organisatorisch vom Anschluss an die Sozialversicherungskasse zu unterscheiden.

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Eingangsbestätigung

Bestätigung, die lediglich den formellen Eingang eines Antrags dokumentiert; sie belegt kein Prüfungsergebnis, keinen Abschluss und stellt keine Startfreigabe dar.

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Mindestpreis (Kostenuntergrenze)

Verkaufspreis, bei dem sämtliche angesetzten Kosten vollständig gedeckt sind und der kalkulierte Gewinn bei 0,00 €0{,}00\,\text{€} liegt; bei jedem Erlös darunter entsteht ein Verlust.

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Bezugstransport

Transportkosten für die Beschaffung von Waren; ist er bereits in der Einkaufsrechnung enthalten, darf er in der Vorkalkulation nur einmal erfasst und nicht doppelt addiert werden.

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Kundenbudget (Prüfung)

Vom Kunden vorgegebene Obergrenze; für den Vergleich muss der tatsächliche Bruttoendbetrag inklusive TVA (21 %21\,\%) sowie aller eventuell anfallenden Lieferkosten herangezogen werden.

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Einstandswert je fehlerfreier Einheit

Effektiver Einkaufswert pro Stück nach Abzug von Gutschriften und Teilung durch die Menge einwandfreier Ware: (919,20 €−22,23 €)÷117=7,67 €(919{,}20\,\text{€} - 22{,}23\,\text{€}) \div 117 = 7{,}67\,\text{€} netto.

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Kalkulatorischer Umgang mit Folgeaufträgen

Betriebswirtschaftliche Vorgabe, dass unverbindlich in Aussicht gestellte spätere Bestellungen keine garantierten Einnahmen sind und einen aktuellen Verlust niemals rechtfertigen.

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Gewinnermittlung bei Vorsteuerabzug

Wirtschaftliche Gegenüberstellung, bei der bei vollem Vorsteuerabzug Erlöse und Kosten ausschließlich auf Nettobasis verglichen werden (Gewinn=Erlo¨s netto−Kosten netto\text{Gewinn} = \text{Erlös netto} - \text{Kosten netto}).

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Angebotsreferenz

Eindeutige Kennung zur Nachverfolgung eines Angebots, z. B. aufgebaut aus Unternehmensbezeichnung, Vorgangstyp, Jahr und lfd. Nummer (wie CK-ANG-2026-103CK\text{-}ANG\text{-}2026\text{-}103).

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Bedarfsmeldung (Beschaffungskette)

Das erste interne Dokument eines Beschaffungsvorgangs, das den festgestellten betrieblichen Bedarf an Waren oder Materialien erfasst.

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Anfrage (Beschaffungskette)

Zweites Dokument im Beschaffungsprozess; ein Schreiben an Lieferanten, um Preise, Lieferzeiten und Lieferbedingungen für benötigte Güter zu erkunden.

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Angebot (Beschaffungskette)

Drittes Dokument der Dokumentenkette; die Antwort des Lieferanten auf eine Anfrage mit konkreten Preisen, Konditionen und Leistungsbeschreibungen.

24
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Bestellung (Beschaffungskette)

Viertes Dokument im Prozess; die verbindliche Auftragserteilung des Käufers an den Lieferanten zu festgelegten Einkaufs- und Lieferbedingungen.

25
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Lieferschein (Beschaffungskette)

Fünftes Dokument des Beschaffungsablaufs; Warenbegleitpapier, das den Mengen- und Artikelabgleich bei der tatsächlichen Warenannahme ermöglicht.

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Rechnung (Beschaffungskette)

Sechstes Dokument der Kette; rechnet die erbrachte Lieferung ab, nennt den Zahlungsbetrag und wird erst nach Abgleich mit dem Lieferschein beglichen.

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BCE / ZDU

Zentrale Datenbank der Unternehmen; das belgische Zentralregister, in das ein anerkannter Unternehmensschalter neue Unternehmen einträgt.

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Unternehmensschalter

Anerkannte Anlaufstelle, die Gründende bei Verwaltungsverfahren begleitet, den BCE-Eintrag vornimmt und Dienstleistungen zur TVA-Identifikation anbieten kann.

29
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Unternehmensnummer

Eindeutige Identifikationsnummer aus der BCE-Eintragung; ihr Erhalt bedeutet noch keine automatisch freigeschaltete oder aktive TVA-Identifikation.

30
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TVA-Identifikation

Erforderliche Registrierung für die Mehrwertsteuer, die gesondert vor dem offiziellen Beginn der geschäftlichen Tätigkeit beantragt und geprüft werden muss.

31
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Sozialversicherungskasse (Selbstständige)

Pflichtkasse für Selbstständige, der sich Gründende vor dem Start ihrer unternehmerischen Tätigkeit formal anschließen müssen.

32
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Mutualität

Krankenkasse zur Klärung der persönlichen Krankenversicherung, deren Mitgliedschaft formal getrennt vom Anschluss an die Sozialversicherungskasse geregelt wird.

33
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Eingangsbestätigung

Dokument oder Nachricht, die lediglich den postalischen oder elektronischen Erhalt eines Antrags bescheinigt, jedoch noch kein Prüfergebnis oder Genehmigung darstellt.

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Kundenbudget (Bruttobetrachtung)

Maximaler Betrag, den ein Kunde zahlen kann; im Angebot muss zwingend der Bruttoendbetrag inklusive aller Steuern (TVA) und Nebenkosten (Lieferung) darunterbleiben.

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Bezugstransport

Transportkosten für den Einkauf von Rohwaren oder Handelswaren, die bereits im Einstandswert enthalten sind und getrennt von der Kundenlieferung bilanziert werden.

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Einstandswert je Flasche (CampusKiosk)

Bereinigt um Lieferantenrechnung D10 (919{,}20\text{ \euro} netto inkl. 30{,}00\text{ \euro} Fracht) und Gutschrift D12 (22{,}23\text{ \euro} netto): (919{,}20 - 22{,}23) \div 117 = 7{,}67\text{ \euro} netto je Flasche.

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Kostenuntergrenze bei Abholung (CampusKiosk)

Summe aller internen Kosten je Flasche: 7{,}67\text{ \euro} Einkauf + 1{,}50\text{ \euro} Logo + 1{,}00\text{ \euro} Arbeitszeit/Verpackung + 0{,}83\text{ \euro} Gemeinkosten = 11{,}00\text{ \euro} netto.

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Vorsteuerabzug (Wirtschaftlichkeit)

Steuerliches Prinzip für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen, nach dem Rentabilität, Kosten und Erlöse rein auf Netto-Ebene verglichen werden.

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Aktionspreis für 50 Stück (Jugendimpuls Verviers)

Nettopreis von 11{,}15\text{ \euro} je Flasche (557{,}50\text{ \euro} netto), der mit 21 %21\,\% TVA (117{,}08\text{ \euro}) bei Abholung zu 674{,}58\text{ \euro} brutto führt und das Budget deckt.

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Angebotsreferenz

Strukturierter Code zur eindeutigen Zuordnung eines Angebots (z. B. CK-ANG-2026-103: CK = CampusKiosk, ANG = Angebot, 2026 = Geschäftsjahr, 103 = fortlaufende Belegnummer).