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Vokabelkarten zu den Grundlagen der Beschaffung, Behördenschritten bei Unternehmensgründung in Belgien sowie Angebotskalkulation und -erstellung im Modell CampusKiosk.
Bedarfsmeldung
Internes Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 1), das den im Unternehmen intern festgestellten Bedarf an Waren oder Leistungen dokumentiert.
Anfrage
Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 2), mit dem sich ein Interessent bei einem Anbieter nach Preisen, Konditionen und Lieferbedingungen erkundigt.
Angebot
Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 3), das auf eine Anfrage antwortet und konkrete Leistungen, Preise sowie verbindliche Bedingungen des Anbieters nennt.
Bestellung
Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 4), mit dem der Kunde Ware zu bestimmten Bedingungen verbindlich in Auftrag gibt.
Lieferschein
Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 5), das die Warensendung begleitet und dem Empfänger den exakten Mengenabgleich der gelieferten Ware ermöglicht.
Rechnung
Dokument eines Beschaffungsvorgangs (Schritt 6), das die erbrachte Lieferung abrechnet, den Zahlungsbetrag nennt und vor Begleichung gegen den Lieferschein abgeglichen werden muss.
BCE / ZDU
Abkürzung für Zentrale Datenbank der Unternehmen; zentrales belgisches Unternehmensregister, in das ein anerkannter Unternehmensschalter ein neugegründetes Unternehmen einträgt.
Unternehmensnummer
Kennnummer aus einer bestätigten BCE-Eintragung; sie belegt nicht automatisch eine aktive TVA-Identifikation und ersetzt nicht den Anschluss an eine Sozialversicherungskasse.
Unternehmensschalter
Anerkannte Stelle, die ein Einzelunternehmen in die BCE/ZDU einträgt und die TVA-Identifikation vertretend beantragen kann; eine gemeinsame Anlaufstelle ändert nichts an den getrennten Verwaltungsverfahren.
TVA-Identifikation
Mehrwertsteuer-Identifikation, die gesondert vor Tätigkeitsbeginn beantragt und geprüft werden muss (wird nicht durch die bloße BCE-Eintragung aktiviert).
Sozialversicherungskasse
Pflichteinrichtung für Selbstständige, der sich der Gründer vor Beginn seiner selbstständigen Tätigkeit anschließen muss (gesetzliche Pflicht gemäß INASTI).
Mutualität
Krankenkasse, bei der Selbstständige ihre Mitgliedschaft für die Krankenversicherung klären müssen; rechtlich und organisatorisch vom Anschluss an die Sozialversicherungskasse zu unterscheiden.
Eingangsbestätigung
Bestätigung, die lediglich den formellen Eingang eines Antrags dokumentiert; sie belegt kein Prüfungsergebnis, keinen Abschluss und stellt keine Startfreigabe dar.
Mindestpreis (Kostenuntergrenze)
Verkaufspreis, bei dem sämtliche angesetzten Kosten vollständig gedeckt sind und der kalkulierte Gewinn bei 0,00€ liegt; bei jedem Erlös darunter entsteht ein Verlust.
Bezugstransport
Transportkosten für die Beschaffung von Waren; ist er bereits in der Einkaufsrechnung enthalten, darf er in der Vorkalkulation nur einmal erfasst und nicht doppelt addiert werden.
Kundenbudget (Prüfung)
Vom Kunden vorgegebene Obergrenze; für den Vergleich muss der tatsächliche Bruttoendbetrag inklusive TVA (21%) sowie aller eventuell anfallenden Lieferkosten herangezogen werden.
Einstandswert je fehlerfreier Einheit
Effektiver Einkaufswert pro Stück nach Abzug von Gutschriften und Teilung durch die Menge einwandfreier Ware: (919,20€−22,23€)÷117=7,67€ netto.
Kalkulatorischer Umgang mit Folgeaufträgen
Betriebswirtschaftliche Vorgabe, dass unverbindlich in Aussicht gestellte spätere Bestellungen keine garantierten Einnahmen sind und einen aktuellen Verlust niemals rechtfertigen.
Gewinnermittlung bei Vorsteuerabzug
Wirtschaftliche Gegenüberstellung, bei der bei vollem Vorsteuerabzug Erlöse und Kosten ausschließlich auf Nettobasis verglichen werden (Gewinn=Erlo¨s netto−Kosten netto).
Angebotsreferenz
Eindeutige Kennung zur Nachverfolgung eines Angebots, z. B. aufgebaut aus Unternehmensbezeichnung, Vorgangstyp, Jahr und lfd. Nummer (wie CK-ANG-2026-103).
Bedarfsmeldung (Beschaffungskette)
Das erste interne Dokument eines Beschaffungsvorgangs, das den festgestellten betrieblichen Bedarf an Waren oder Materialien erfasst.
Anfrage (Beschaffungskette)
Zweites Dokument im Beschaffungsprozess; ein Schreiben an Lieferanten, um Preise, Lieferzeiten und Lieferbedingungen für benötigte Güter zu erkunden.
Angebot (Beschaffungskette)
Drittes Dokument der Dokumentenkette; die Antwort des Lieferanten auf eine Anfrage mit konkreten Preisen, Konditionen und Leistungsbeschreibungen.
Bestellung (Beschaffungskette)
Viertes Dokument im Prozess; die verbindliche Auftragserteilung des Käufers an den Lieferanten zu festgelegten Einkaufs- und Lieferbedingungen.
Lieferschein (Beschaffungskette)
Fünftes Dokument des Beschaffungsablaufs; Warenbegleitpapier, das den Mengen- und Artikelabgleich bei der tatsächlichen Warenannahme ermöglicht.
Rechnung (Beschaffungskette)
Sechstes Dokument der Kette; rechnet die erbrachte Lieferung ab, nennt den Zahlungsbetrag und wird erst nach Abgleich mit dem Lieferschein beglichen.
BCE / ZDU
Zentrale Datenbank der Unternehmen; das belgische Zentralregister, in das ein anerkannter Unternehmensschalter neue Unternehmen einträgt.
Unternehmensschalter
Anerkannte Anlaufstelle, die Gründende bei Verwaltungsverfahren begleitet, den BCE-Eintrag vornimmt und Dienstleistungen zur TVA-Identifikation anbieten kann.
Unternehmensnummer
Eindeutige Identifikationsnummer aus der BCE-Eintragung; ihr Erhalt bedeutet noch keine automatisch freigeschaltete oder aktive TVA-Identifikation.
TVA-Identifikation
Erforderliche Registrierung für die Mehrwertsteuer, die gesondert vor dem offiziellen Beginn der geschäftlichen Tätigkeit beantragt und geprüft werden muss.
Sozialversicherungskasse (Selbstständige)
Pflichtkasse für Selbstständige, der sich Gründende vor dem Start ihrer unternehmerischen Tätigkeit formal anschließen müssen.
Mutualität
Krankenkasse zur Klärung der persönlichen Krankenversicherung, deren Mitgliedschaft formal getrennt vom Anschluss an die Sozialversicherungskasse geregelt wird.
Eingangsbestätigung
Dokument oder Nachricht, die lediglich den postalischen oder elektronischen Erhalt eines Antrags bescheinigt, jedoch noch kein Prüfergebnis oder Genehmigung darstellt.
Kundenbudget (Bruttobetrachtung)
Maximaler Betrag, den ein Kunde zahlen kann; im Angebot muss zwingend der Bruttoendbetrag inklusive aller Steuern (TVA) und Nebenkosten (Lieferung) darunterbleiben.
Bezugstransport
Transportkosten für den Einkauf von Rohwaren oder Handelswaren, die bereits im Einstandswert enthalten sind und getrennt von der Kundenlieferung bilanziert werden.
Einstandswert je Flasche (CampusKiosk)
Bereinigt um Lieferantenrechnung D10 (919{,}20\text{ \euro} netto inkl. 30{,}00\text{ \euro} Fracht) und Gutschrift D12 (22{,}23\text{ \euro} netto): (919{,}20 - 22{,}23) \div 117 = 7{,}67\text{ \euro} netto je Flasche.
Kostenuntergrenze bei Abholung (CampusKiosk)
Summe aller internen Kosten je Flasche: 7{,}67\text{ \euro} Einkauf + 1{,}50\text{ \euro} Logo + 1{,}00\text{ \euro} Arbeitszeit/Verpackung + 0{,}83\text{ \euro} Gemeinkosten = 11{,}00\text{ \euro} netto.
Vorsteuerabzug (Wirtschaftlichkeit)
Steuerliches Prinzip für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen, nach dem Rentabilität, Kosten und Erlöse rein auf Netto-Ebene verglichen werden.
Aktionspreis für 50 Stück (Jugendimpuls Verviers)
Nettopreis von 11{,}15\text{ \euro} je Flasche (557{,}50\text{ \euro} netto), der mit 21% TVA (117{,}08\text{ \euro}) bei Abholung zu 674{,}58\text{ \euro} brutto führt und das Budget deckt.
Angebotsreferenz
Strukturierter Code zur eindeutigen Zuordnung eines Angebots (z. B. CK-ANG-2026-103: CK = CampusKiosk, ANG = Angebot, 2026 = Geschäftsjahr, 103 = fortlaufende Belegnummer).