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Vokabelkarten zur Vorbereitung auf die Prüfung Physiologie (Leistungsüberprüfung Teil 2, Sommer 2022).
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Biologischer Regelkreis
Ein physiologisches System zur Aufrechterhaltung von Körperfunktionen (Sollwert) durch kontinuierlichen Abgleich mit dem Messwert (Istwert) und Rückkopplung.
Physiologische Regulation
Aufgabe und Notwendigkeit des Organismus zur Aufrechterhaltung des inneren Milieus (Homöostase) durch nervale und hormonelle Steuerungsprozesse.
Hypothalamus-Hypophysen-System
Hormonaler Zusammenhang zwischen Hypothalamus und Hypophyse zur Steuerung peripherer endokriner Drüsen über Releasing- und Inhibiting-Hormone.
Drüsenhormone mit zentraler Steuerung
Hormone peripherer Drüsen (z. B. Schilddrüse, Nebennierenrinde), deren Freisetzung über die übergeordnete Hypothalamus-Hypophysen-Achse reguliert wird.
Selbstgesteuerte Drüsenhormone
Endokrine Hormone, deren Ausschüttung direkt durch die Konzentration von Blut- oder Stoffwechselparametern (z. B. Insulin bei Blutzucker) geregelt wird.
Gewebshormone
Lokal im Gewebe gebildete und wirkende Botenstoffe, die parakrin oder autokrin auf benachbarte oder eigene Zellen Einfluss nehmen.
Synapse
Funktionelle Verbindung und Übertragungsstelle für Reize zwischen zwei Nervenzellen oder einer Nervenzelle und einer Effektorzelle.
Postsynaptisches Potential
Eine lokale, abgestufte Äquipotentialänderung an der postsynaptischen Membran infolge Bindung von Neurotransmittern (erregend als EPSP oder hemmend als IPSP).
RR- und Kreislaufregulation
Kurz-, mittel- und langfristige Steuerung des arteriellen Blutdrucks und des Herz-Kreislauf-Systems über Barorezeptoren, Nerven und Hormone.
Zentrale Rolle der Leber im Stoffwechsel
Hauptorgan des Intermediärstoffwechsels zur Synthese, Speicherung und Umwandlung von Kohlenhydraten, Lipiden, Proteinen sowie zur Entgiftung und Gallebildung.
Energieumsatz im Muskel
Bereitstellung und Verbrauch von ATP für die Muskelarbeit aus aneroben und aeroben Abbauwegen von Glykogen, Glucose und Fettsäuren.
Ursachen der Muskelermüdung
Nachlassen der Muskelleistung durch Energiemangel, Anhäufung von Stoffwechselendprodukten (z. B. Laktat), Elektrolytverschiebungen oder zentrale Ermüdung.
Motorik
Gesamtheit aller Steuerungsvorgänge für Haltung, Gleichgewicht und gezielte Bewegungen des Körpers.
Zielmotorik
Steuerung willkürlicher, feinausgerichteter und erlernter Bewegungen unter Beteiligung höherer Gehirnzentren wie des motorischen Kortex.
Spinale Motorik
Steuerung von Bewegungsabläufen und Reflexen auf der Ebene des Rückenmarks ohne direkte Einwirkung des Bewusstseins.
Halte- und Stützmotorik
Unwillkürliche motorische Prozesse zur Aufrechterhaltung des Muskeltonus, der Körperhaltung und des Gleichgewichts gegen die Schwerkraft.
Reflex und Reflexarten
Unwillkürliche, stereotype Antwort auf einen Reiz, eingeteilt unter anderem in Eigenreflexe (Monosynaptisch) und Fremdreflexe (Polysynaptisch).
Vegetatives Nervensystem
Autonomes Nervensystem aus Sympathikus, Parasympathikus und enterischem Nervensystem zur unwillkürlichen Steuerung der Organfunktionen.
Muskelkontraktion
Zellulärer Mechanismus der Spannungserzeugung und Verkürzung der Muskelfaser durch Ineinandergleiten von Aktin- und Myosinfilamenten.
Zelluläre unspezifische und spezifische Abwehr
Zellbasierte Immunabwehr durch Phagozyten und NK-Zellen (unspezifisch) bzw. T-Lymphozyten (spezifisch).
Humorale unspezifische und spezifische Abwehr
Auf gelösten Substanzen beruhende Abwehr durch Lysozym, Komplementsystem (unspezifisch) bzw. Antikörper/Immunglobuline (spezifisch).
Reiz und Rezeptor
Ein Reiz ist eine physikalische oder chemische Einwirkung, die von einem spezifischen Rezeptor aufgenommen und in ein biologisches Signal gewandelt wird.
Stufen der Reizumwandlung
Prozess der Signalverarbeitung von der Reizaufnahme über das Rezeptorpotential (Transduktion) bis zur Entstehung von Aktionspotentialen (Transformation).
Harnbildung in den Nieren
Drei-Stufen-Prozess der Nierenfunktion bestehend aus glomerulärer Filtration (Primärharn), tubulärer Rückresorption und Sekretion (Endharn).