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Fachbegriffe und zentrale Konzepte aus dem Artikel von Joseph Emmanuel Elevado Blado über das Prinzip vom zureichenden Grund (PSR), das Distributionsprinzip und die Kritik an van Inwagens modalem Fatalismus.
Prinzip vom zureichenden Grund (PSR)
Das philosophische Prinzip, dass jede Tatsache eine Erklärung besitzt; formal erfasst als ∀x∃y(yRx), wobei R die binäre Relation '… erklärt …' bezeichnet.
Große Konjunktive Kontingente Tatsache (BCCF)
Die Konjunktion aller wahren kontingenten Propositionen (möglicherweise nach Bereinigung logischer Redundanzen), welche selbst kontingent ist.
Distributionsprinzip (explanatory distribution)
Die Annahme, dass eine Tatsache jedes einzelne Konjunkt einer Konjunktion erklärt, sofern sie die gesamte Konjunktion erklärt.
Modaler Fatalismus (nach van Inwagen)
Die aus dem PSR abgeleitete Konsequenz, dass alle modalen Unterscheidungen kollabieren und jede Tatsache notwendig sein müsste, weshalb van Inwagen das PSR ablehnt.
Grounding-Distribution
Die Annahme, dass Grounding-Erklärungsrelationen über Konjunktionen distribuieren (∀p∀q∀r…∀n(pRg(q∧r⋯∧n)→(pRgq∧pRgr⋯∧pRgn))); sie führt im Rahmen der Grounding-Orthodoxie zum Widerspruch mit der Irreflexivität.
Generische Erklärungsrelation (RG)
Die Disjunktion sämtlicher Typen erklärender Relationen (R1,R2,…,Rn), formal definiert als ∀x∀y(xRGy↔(xR1y∨xR2y∨⋯∨xRny)).
Intratypische Erklärungsdistribution
Das Prinzip, dass jeder einzelne Typ erklärender Relation über Konjunktion distribuiert: Wenn eine Tatsache eine Konjunktion mit einem bestimmten Relationstyp R erklärt, erklärt sie damit auch jedes Konjunkt durch denselben Typ R.
Intertypische Erklärungsdistribution
Das Prinzip, dass die generische Erklärungsrelation (RG) über Konjunktion distribuiert: Wenn eine Tatsache eine Konjunktion auf irgendeine Weise erklärt, erklärt sie jedes Konjunkt auf irgendeine Weise.
Intratypische Erklärungs-Transitivität
Die These, dass jeder einzelne Typ einer Erklärungsrelation isoliert betrachtet transitiv ist (∀x∀y∀z(((xRiy∧yRiz)→xRiz))).
Intertypische Erklärungs-Transitivität
Die These, dass gemischte Erklärungsrelationen transitiv sind (∀x∀y∀z(((xR1y∨⋯∨xRny)∧(yR1z∨⋯∨yRnz))→(xR1z∨⋯∨xRnz))), sodass beispielsweise eine Kausal- gefolgt von einer Grounding-Relation eine Erklärungsrelation stiftet.
Argument aus erklärender Transitivität (ETA)
Ein Argument zur Begründung des Distributionsprinzips, das auf den Annahmen beruht, dass alle Kausal- und logischen Folgerungsrelationen Erklärungsrelationen sind und intertypische Erklärungs-Transitivität wahr ist.
Modifiziertes Argument aus erklärender Transitivität (META)
Eine Anpassung von ETA, die besagt, dass alle nicht-trivialen logischen Folgerungen Erklärungsrelationen darstellen und Konjunktionselimination eine solche nicht-triviale logische Folgerung sei.
Prussianisches Argument aus hinreichender Information
Alexander Pruss' Überlegung, dass eine Proposition p, welche eine Konjunktion erklärt, genügend Information zur Erklärung jedes Konjunkts enthält und dies hinreicht, damit p jedes Konjunkt tatsächlich erklärt.
Booleanismus hinsichtlich Identifikationen
Die von Dorr vertretene Auffassung, nach der Tatsachen genau dann identisch sind, wenn sie logisch äquivalent sind ([F]=[G]).
Gegenbeispiel Hundebiss
Ein Fall nach Hitchcock, in dem der Biss eines Hundes zwar die Gesamtkette (Terrorist zündet mit linker Hand und Bombe explodiert) kausal erklärt, jedoch nicht kausal erklärt, dass die Bombe explodierte, da dies ohnehin geschehen wäre.
Gegenbeispiel Attentat
Ein von N. Hall formuliertes Szenario, in welchem das Legen einer Bombe das konjunktive Überlebensereignis verursacht, aber nicht kausal erklärt, warum das potentielle Opfer weiterlebt.
Gegenbeispiel Sibirien
Ein Szenario nach Brian Cutter, in dem die Einnahme einer Pille erklärt, warum Johnny kalt und müde ist, aber nicht erklärt, warum er kalt ist, da er dies ohne die Pille ohnehin gewesen wäre.
Starkes PSR
Die Formulierung des Prinzips vom zureichenden Grund, nach der für jede Tatsache x tatsächlich eine Tatsache y existiert, die x erklärt.
Schwaches PSR
Die abgeschwächte modale Fassung des Prinzips, nach der es für jede Tatsache x lediglich möglich ist, dass es eine Tatsache y gibt, die x erklärt.
Dissektivität von Erklärung
Die vom Distributionsprinzip implizierte Eigenschaft, nach der jedes Konjunkt einer Konjunktion eine Erklärung besitzen muss, sofern die Konjunktion als Ganzes eine Erklärung hat.