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Primärprävention |
Maßnahmen, die vor einer Krankheit stattfinden. Sie sollen verhindern, dass eine Krankheit überhaupt entsteht. | |||||
Rauchvermeidung und verhindern, dass Jugendliche überhaupt mit dem Rauchen anfangen. |
Sekundärprävention | ||
Eine Krankheit soll möglichst früh
erkannt werden, damit sie sich nicht weiterentwickelt oder wiederkommt.
Beispiel Hautkrebs-Screening oder andere Früherkennungsuntersuchungen.
Bei Lungenkrebs gehört auch die Förderung von Tabakabstinenz dazu.
Universelle Prävention
Richtet sich an alle Menschen oder große Gruppen, unabhängig davon, ob sie besonders gefährdet sind.
Verkehrserziehung im Kindergarten oder Drogenaufklärung in der Schule.
Selektive Prävention
Richtet sich an Menschen, die ein erhöhtes Risiko für eine Krankheit haben.
Grippeschutzimpfung für besonders gefährdete Berufsgruppen oder Mammografie bei familiärer Krebsbelastung.
Indizierte Prävention
Richtet sich an Personen, bei denen bereits bestimmte Risikofaktoren oder erste Probleme vorhanden sind.
Raucherentwöhnungskurse oder Mentorenprogramme für Jugendliche mit erstem Drogenkonsum.
Tertiärprävention
Wenn eine Krankheit schon vorhanden ist, sollen Folgeschäden, Verschlimmerungen und Rückfälle verhindert werden. | ||
Schulungsprogramme für Jugendliche mit Diabetes oder Reha-Maßnahmen. |
Verhaltensprävention
Das eigene Verhalten soll verändert oder verbessert werden.
Ein Raucherentwöhnungskurs, um mit dem Rauchen aufzuhören.
Verhältnisprävention
Die Lebensbedingungen und die Umgebung werden so verändert, dass sie gesünder sind.
Nichtraucherschutz in offentlichen Gebäuden oder Änderungen im
Schulkiosk.
Empowerment-Ansatz
2.
Empowerment = Befähigung
Menschen werden dazu befähigt, selbstständig Entscheidungen zu treffen und aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Wichtige Begriffe:
Selbstbestimmung
Eigenverantwortung
Beteiligung
Ressourcen stärken
In einer Situation erkennst du Empowerment daran:
Die Menschen dürfen mitentscheiden, eigene Ideen einbringen und selbst aktiv werden.
Beispiel:
Schüler dürfen selbst Vorschläge machen, wie ihre Schule gesundheitsförderlicher gestaltet werden kann.
👉 Merksatz:
Empowerment = Menschen stark machen, damit sie selbst handeln können.
Setting-Ansatz
Ein Setting ist die Lebenswelt, in der Menschen ihren Alltag verbringen.
Beispiele:
Schule
Arbeitsplatz
Kindergarten
Wohnviertel
Beim Setting-Ansatz wird die gesamte Lebenswelt gesundheitsförderlicher gestaltet.
Beispiel Schule:
Ruheraum einrichten
gesündere Mensa
Bewegungsmöglichkeiten schaffen
Stress im Schulalltag reduzieren
👉 Merksatz:
Setting = Gesundheit dort fördern, wo Menschen leben, lernen oder arbeiten.