Kommunikation

Kommunikation

2. Kommunikation

2.1 Verbale Kommunikation: Das Modell von Friedemann Schulz von Thun
  • Das Modell der vierseitigen Kommunikation
    • Dieses Modell beschreibt die vier Aspekte einer Nachricht.
    • Es wird als psychologisches Modell für zwischenmenschliche Kommunikation dargestellt.
    • Die vier Seiten sind:
      • Sachinhalt: Der objektive Inhalt der Nachricht.
      • Selbstoffenbarung: Was der Sender über sich selbst mitteilt.
      • Appell: Was der Sender beim Empfänger erreichen möchte.
      • Beziehung: Wie der Sender zum Empfänger steht und was er über die Beziehung sagt.
  • Beispiel: "Die Ampel ist Grün."
    • Entscheidend ist, dass die Nachricht verschiedene Bedeutungen haben kann, je nachdem, aus welcher Perspektive sie betrachtet wird.
    • In diesem Fall könnten die verschiedenen Botschaften wie folgt betrachtet werden:
    • Sachinhalt: Die Ampel ist grün.
    • Selbstoffenbarung: Ich habe es eilig.
    • Appell: „DU, DA VORNE Gib Gas!“ oder „Gib Gas! IST GRÜN!"
    • Beziehung: „Du brauchst meine Hilfestellung!“
2.2 Non-verbale Kommunikation: Paul Watzlawick
  • Die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren
    • Watzlawick postuliert: Verhalten hat kein Gegenteil. Man kann sich nicht nicht verhalten.
    • Dies führt zu der Einsicht, dass alles Verhalten in einer zwischenmenschlichen Situation Mitteilungscharakter hat.
    • Egal, wie man es versucht, man kann nicht nicht kommunizieren.
    • Handeln oder Nichthandeln, sowie Worte oder Schweigen kommunizieren stets etwas.
    • Beispiel: Der Mann im überfüllten Wartesaal, der auf den Boden starrt oder mit geschlossenen Augen dasitzt:
    • Er teilt den anderen mit, dass er weder sprechen noch angesprochen werden will.
    • Seine Umgebung reagiert oft entsprechend, indem sie ihn in Ruhe lässt.