Chemie 3
Löslichkeit von Salzen
gesättigt = wenn die Lösung und der Bodenkörper im Gleichgewicht sind
Löslichkeit = Konzentration des Bestandteils (=Bodenkörper) einer Lösung, in g/l
Temperaturabhängigkeit
exotherme Stoffe: Erwärmung; mehr Temperatur→ weniger Löslichkeit; Lösungsvorgang ist exotherm wenn Hydratationsenthalpie + Solvatationsenthalpie > Kristallenergie
endotherme Stoffe: Abkühlung; mehr Temperatur → mehr Löslichkeit
einfache Stoffe: Temperatur unabhängig
mehr Gitterenergie → weniger Löslichkeit
Braun-Le Chatelier
Verändert man ein Gleichgewicht, so verschiebt es sich, um wieder die ursprünglichen Bedingungen/ das ursprüngliche Gleichgewicht zu haben.
Lösungsmittel hinzufügen ⟶ löst sich
Lösungsmittel entfernen ⟶ fällt aus
Ionenzugabe ⟶ fällt aus
Löslichkeitsprodukt KL
Konzentration der Ionen im Gleichgewicht → unabhängig von der Menge des festen Salz
nicht gelöste Feststoffe werden als konstant betrachtet
KL=c(A^x+)*c(B^x-)
Fällungsreaktionen
2 Lösungen aus leicht löslichen Salzen können eine Kombination aus schwer löslichen Salzen bilden.
Fällen = Bildung von Niederschlag
Fällungsreaktionen spielen in einigen Bereichen eine wichtige Rolle
Säuren und Basen
Def. von Arrhenius 1887: Säuren sind Stoffe, die mit Hilfe von Wasser in Wasserstoffionen und Säurerestionen zerteilt werden.
Def. von Bronsted 1923: Säuren sind Stoffe die Protonen abgeben können. Dazu muss ein Stoff vorhanden sein der die Protonen aufnimmt. Säuren sind Lösungsmittel unabhängig.
Def. von Lewis 1923: Lewis-Säuren sind Elektronenpaar-Akzeptoren, sie können Elektronenpaare einer Base in einem unbesetzten Orbital aufnehmen.
Def. von Liebig: Säuren sind Substanzen, die Wasserstoff enthalten, der durch Metalle ersetzt wird.
Säure | Formel | Säurerest | Salze |
|---|---|---|---|
Salpetersäure | HNO3 | NO3- | Nitrate |
Flusssäure | HF | F- | Flouride |
Salzsäure | HCl | Cl- | Chloride |
Blausäure | HCN | CN- | Cyanide |
Schwefelsäure | H2SO4 | SO4 2- | Sulfate |
Kohlensäure | H2CO3 | CO3 2- | Carbonate |
Phosphorsäure | H3PO4 | PO4 3- | Phosphate |
einwertig zweiwertig dreiwertig
Basen | Formel |
|---|---|
Natronlauge/Natriumhydroxid | NaOH |
Kalilauge/Kaliumhydroxid | KOH |
Magnesiumhydroxid | Mg(OH)2 |
Bariumhydroxid | Ba(OH)2 |
Aluminiumhydroxid | Al(OH)3 |
Ammoniak | NH3 |
so viele (OH) wie Au0enelektronen → Einerstelle der Hauptgruppe im Periodensystem
Wasser
H2O + H2O →← OH- + H3O Autoprotolyse von Wasser
Reines Wasser sollte eig. keinen Strom leiten, aufgrund der Autoprotolyse kann es aber ganz gering Strom leiten.
Ionenprodukt des Wassers = 10-14
Wasser ist gleichzeitig Säure und Bas → Ampholyt
Neutralisation
Reaktion einer Säure mit einer Base → ätzende Wirkung wird aufgehoben; im Neutralisationspunkt ist der ph-Wert 7, es ist eine neutrale Lösung
Bsp: Neutralisationsreaktion von Salzsäure und Natronlauge
ph-Wert
negativer, dekadischer Logarithmus der H3O+ Konzentration
ph-Wert = 7 → neutral
ph-Wert <7 → sauer (mehr H3O+ Ionen)
ph-Wert >7 → basisch (weniger H3O+ Ionen)
hängt von Konzentration und Art der Säure ab
Indikatoren sind schwache Säuren oder Basen. Sie zeigen durch Farbreaktionen an ob der ph-Wert größer/kleiner als ihr charakteristischer Wert ist. Universalindikatoren sind gemischte Indikatoren die eine ganze Farbpalette bieten.
Versuch Zucker Schwefelsäure
Die konzentrierte Schwefelsäure reagiert unter Gasbildung immer schneller mit dem angefeuchteten Zucker. Im Laufe der Zeit bildet sich eine "Kohlenstoff-Schlange" aus, die langsam nach oben wächst. Konzentrierte Schwefelsäure ist neben ihrer starken Säurewirkung auch stark hygroskopisch (=Wasseranziehend).
Phosphorsäure


Kohlensäure

Treibhauseffekt und Kohlenstoffkreislauf
Wichtigste Treibhausgase: Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid à ohne wäre Erde Eisplanet
Kohlenstoffdioxid: Entsteht durch Verbrennung fossiler Energieträger; Hauptursache für globale Erwärmung
Methan CH4: wirksamer als CO2, aber geringere Konzentration & Verweildauer; wird frei bei Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Wasserdampf: Wichtigstes Treibhausgas; hohe Konzentration; durch Erderwärmung selbstverstärkender Prozess
Kohlenstoffkreislauf: CO2 steht in vielfältigen Austauschprozessen mit Meerwasser und Gestein; Luftgehalt von CO2 wird von Geschwindigkeit dieser Prozesse bestimmt;
Kerogen: organisches Material, kommt in Sedimentgesteinen vor; wurde zu Erdöl/Erdgas/Ölschiefer/Ölsande, wird durch Verbrennung wieder freigesetzt;
Salpetersäure
Herstellung: Industriell durch Hoch- oder Niederdruckverfahren und im Labor häufig durch das Königswasser-Verfahren.

Schwefelsäure
Verwendung: Produktion von Dünger; für Lacke, Kunststoff und Papier; Herstellung von Textilfasern
Herstellung: mit dem Kontaktverfahren(=wichtigste Gewinnungsmethode); Rohstoff ist elementarer Schwefel