VO 11 - Licht & Luft 1 - Fenster + Sonnenschutz - FINAL

  • Rahmen und Flügelprofil eines nach Innen aufgehenden Holzfensters inklusive Anschlusses ans aufgehende Mauerwerk :

  • bei einem modernen, nach innen aufgehendem Fenster - Lösung von Wassereintritt :

  • Die gesetzlichen Anforderungen bezüglich Belichtung eines Aufenthaltsraumes :

    • OIB-Richtlinie 3 Aufenthaltsräume :

      1. Lichteintrittsfläche (Architekturlichte) eines Raumes mindestens 12% der Fußbodenfläche betragen. 

      2. Nachweis durch freie 45° Lichteinfallswinkel, seitliche Verschwenkung um 30° erlaubt.

      3. Bei vorspringende Bauteile, die mehr als 50cm in den Lichteinfall hineinragen:

        a. +2% je angefangenem Meter ab Eintritt Bauteil in Lichteinfal

        b. max. 3m Lichteinfall (?)

  • die sicherheitstechnischen Aspekte, die an einer Fenster Parabet:

    • Fensterparapet OIB 4

    1. Parapethöhe ≥ 100cm (ab 12m 110cm)

    2. Wohnungstreppen 90cm tp

    3. Bei Parapettiefe ≥ 20cm, wobei min. Höhe ≥ 85cm

    4. Parapethöhe großer oder gleich mit 60cm

    5. Kämpfen oder Geländerhöhe 100cm

  • Wenn Parapethöher kleiner oder gleich

    • Bei einer Parapethöhe von 60cm beträgt die Höhe des Handlaufs oder Geländers 100cm, gemessen von der Oberkante des Parapets. Eine Parapethöhe von 60cm gilt als Aufstiegshilfe.

  • Anschluss eines offenbaren Fensterelements in einer Pfosten Riegel Fassade :

  • die Einbaumaße von Fenstern (Lichten/Maße) :

  • 5 Öffnungsarten eines Fensters - die charakteristischen Eigenheiten+Einsatz :

    1. Drehflügelfenster -

      • Drehflügelfenster sind klassische Fenstertypen und können nach innen oder außen geöffnet werden.

      • Nach außen öffnende Fenster haben eine bessere Dichtwirkung bei Winddruck.

      • Reinigung von nach außen öffnenden Fenstern kann problematisch sein.

    2. Drehkippfenster :

      • Drehkippfenster sind weit verbreitet und können gedreht oder gekippt werden.

      • Sie sind für Lüftungszwecke geeignet, insbesondere in Übergangszeiten wie dem Sommer.

      • Kippfenster werden häufig zum Lüften verwendet.

      • Flügel kippt 15 Grad in den Raum, Drechachse unten

    3. Stulpenfenster :

      • Stulpfenster sind moderne Fenster ohne Mittelpfosten.

      • Sie öffnen nach innen und haben einen Steh- und einen Gehflügel.

      • Stulpfenster sind häufig in zeitgemäßen Bauten zu finden.

    4. Schwingflügel und Wendefenster :

      • Schwingflügel und Wendefenster sind spezielle Fenstertypen.

      • Schwingfenster haben eine horizontale Drehachse, während Wendefenster eine vertikale Drehachse haben.

      • Schwingfenster öffnen sich, indem der obere Teil nach innen schwingt und der untere Teil nach außen schwingt.

      • Der Drehpunkt für Schwingfenster befindet sich in der Mitte des Fensters.

    5. Schieben Fenster :

      • die Fensterflügel horizontal verschoben

      • spart Platz und eignet sich gut für Balkone oder Terrassen.

  • die Arbeitsschritte bei der Montage eines Fensters :

    1. Die Befestigung des Fensters - Verwendung von Bleichstreifen - Der Blechstreifen wird an der Mauer und am Fenster angeschraubt, um das Fenster beweglich zu halten. Die Befestigung des Fensters muss alle einwirkenden Lasten sicher auf den Baukörper Übertragen. 

    2. Montageluftkissen - um das Fenster einzustellen. Fenster wird in die Maueröffnung eingesetzt und einjustiert Distanzklötze fixieren den seitlichen Abstand. 

    3. Befestigung mit Rahmendübeln oder Laschen - Die Laschen werden zwischen den Fugen eingeschäumt, um eine gute Abdichtung zu gewährleisten.

    4. Ausschäumen der Fuge zwischen Fenster und MWK - Die Laibung - also der Bereich um das Fenster, sollte glatt gestrichen werden, um Unebenheiten zu vermeiden. Ausschäumen der Fuge zwischen Fenster und Mauerwerk . Montagschaum stellt keine Befestigung dar! Er dient lediglich der Wärmedämmung. 

    5. Entfernung der Keile und abschneiden von überflüssigem, getrockenem Schaum.

  • die Herstellung, Eigenschaften und Anwendungsbereiche von Mineralwolle :

    • Version 1 :

      • Mineralwolle wird aus Gesteinen wie Basalt oder recyceltem Glas hergestellt. Es wird auf hohe Temperaturen erhitzt, geschmolzen und zu Fäden geblasen, die dann zu Platten verarbeitet werden. Mineralwolle hat eine Halbwertszeit im Körper von etwa 20 bis 60 Tagen. Es wird als Dämmmaterial und Brandschutzmaterial verwendet und ist alterungsbeständig, leicht verarbeitbar und feuerbeständig. Es wird in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt, wie z.B. Wänden, Decken, Dächern und Trittschalldämmung. Es ist nicht wasserempfindlich und kann nicht brennen.

    • Version 2 :

      • Der Dämmstoff mit wolliger Beschaffenheit wird aus geschmolzenem Stein, Schlacke oder Glas hergestellt.

        Grundsätzlich unterscheidet man zwischen nicht belastbaren und belastbaren Dämmstoffen. Auf Grund ihrer geringen

        Wärmeleitfähigkeit, ihrer porösen Struktur und ihrer Elastizität werden sie zur Wärme- und Luftschalldämmung, zur

        Schall-absorption und zur Trittschalldämmung herangezogen.

        Herstellung:

        1) Bestandteile: Gemisch aus Sand, Natriumcarbonat, Kalk und recyceltes Glas wird gewogen und dosiert

        2) Schmelzwanne: das Gemenge (Altglas und neue Rohstoffe) wird in einer Schmelzwanne bei Temperaturen

        zwischen 1.300 und 1.600 Grad Celsius geschmolzen

        3) Zerfaserung/Bindemitteleindüsung: Die Schmelze wird kontinuierlich zu Fasern versponnen, indem sie durch

        sogenannte Schleuderringe zerfasert wird. In der Fachwelt spricht man von „Schleuderziehverfahren“ bzw.

        „Düsenblasverfahren“.

        4) Tunnelofen: Das flüssige Bindemittel wird in einem tunnelförmigen Härteofen ausgehärtet.

        5) Schneiden und Weiterverarbeitung: anschließend zu der gewünschten Größe und Form geschnitten.

        6) Verpackung und Transport

  • die potentiell vorkommenden Elemente an Stockrahmen und Flugrahmen :

  • der Anschluss einer aüßeren Aluminiumfensterbank an einer Hozfenster :

  • Die gesetzlichen Anforderungen bezüglich Belichtung eines Aufenthaltsraumes:

    • BELICHTUNG Bauordnung / OIB-Richtlinie 3

      • Aufenthaltsräume : Lichteintrittsfläche (Architekturlichte) eines h1 Raumes mindestens 12% der Fußbodenfläche betragen. 

      • Für Hauptfenster gilt, dass ab einer Raumtiefe von 5 Metern ein zusätzliches Prozent je angefangenem Meter Raumtiefe hinzugefügt werden muss.

        • Schnitt ausreichender freier Lichteinfall muss gewährleistet sein

          • 30° Frei = nicht durch bestehende Bebauung behindert, auch 30°

          • Zukünftig nicht durch zulässige Nachbarbebauung behinderbar

        • Nachweis durch freie 45° Lichteinfallswinkel, seitliche Verschwenkung um 30° erlaubt

      • Grundriss

        • Bei vorspringende Bauteile, die mehr als 50cm in den Lichteinfall hineinragen: +2% je angefangenem Meter ab Eintritt Bauteil in Lichteinfall (siehe Fenstergröße), max.3m Belsplel

        • Alternativ: größere Fensterflächen oder lichttechnische H H. Berechnungen

      • Liche einfalls Licht einfalls winkel 45 G hoper a 6,93 m + Ah freie Sichtverbindung nach außen muss gewährleistet sein.

  • 3 Arten von Sicherheitsgläsern, ihre Eigenschaften und Anwendungsgebiete :

    1. Verbundsicherheitsglas (VSG):

      • Eigenschaften: VSG besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine Zwischenschicht aus Kunststoff (meist Polyvinylbutyral, PVB) miteinander verbunden sind. Diese Schicht hält das Glas bei Bruch zusammen und verhindert, dass es in scharfe Splitter zerfällt. Das Glas kann zwar brechen, bleibt aber als Ganzes erhalten.

      • Anwendungsbereiche: VSG wird in Geländer, Balkonen- und Terrassenverglasungen, Glasdächer, Treppengeländern, Duschkabinen und in sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt.

    2. Einscheibensicherheitsglas (ESG):

      • Eigenschaften: ESG ist thermisch vorgespanntes Glas, das durch Erhitzen und schnelles Abkühlen hergestellt wird. Dies verleiht dem Glas erhöhte Festigkeit. Im Falle eines Bruchs zerfällt es in kleine stumpfe Scherben, die ein geringeres Verletzungsrisiko darstellen.

      • Anwendungsbereiche: ESG wird in Glastüren, Glastrennwänden, Geländern und Dachverglasungen verwendet, um die Sicherheit zu erhöhen.

    3. Teilvorgespanntes Glas (TVG)

      • thermisch vorgespanntes Floatglas durch Erh. & Abkühl.

      • langsamer abgekühlt als ESG → weniger stark vorgespannt

      • zersplittert in eher größere Stücke - ca 70 N/mm²

      • Anwendungsbereiche : Absturzsicherungen, Treppen

    • Drahtglas - ist kein Sicherheitsglas, da es bei Bruch scharfe Splitter bilden kann und keine speziellen Sicherheitseigenschaften aufweist.

  • Fensterparapet OIB 4

    • Parapethöhe 100cm (ab 12m ≥ 110cm)

    • Wohnungstreppen 90cm tp

    • Bei Parapettiefe ≥ 20cm darf hn=hp-tp/2, wobei min. Höhe ≥ 85cm

    • Parapethöhe ≥60cm

    • Kämpfen oder Geländerhöhe ≥100cm

    • Parapethöhe ≤60cm

    • Kämpfer oder Geländerhöhe ≥100cm, von Oberkante Parapet gemessen (≤60cm gilt als Aufstiegshilfe!)

    • Sicherheitsglas :

      • Absturzsicherungen aus Glas müssen aus VSG bestehen

      • Ganzglastüren, Türverglasungen bis 150cm

      • Glaswände u.ä. entlang begehbarer Flächen Kämpfer bis 85cm über Standfläche

      • Glaswände u.ä. entlang begehbaren Flächen bis 150cm über Standfläche bei Menschengedränge

      • Zersplitterungsschutz bei Publikumsverkehr

  • Die Unterschiede zwischen Werkstoffe Holz und Kunststoff im Fensterbau :

    • Holz im Fensterbau :

      • älteste

      • Vorteile :

        1. leicht verarbeitbar

        2. hohe Lebensdauer

        3. nachhaltig, dämmend und warm

      • Nachteile :

        1. konstruktiver Holzschutz erf. (?)

        2. Holzart und Schutz wichtig

        3. teuerer

    • Kunststoff :

      • seit 60er

      • Vorteile :

        1. billig, daher verarbeitet

        2. heute auch Kunststoff/Alu

      • Nachteile :

        1. Stahlrahmen statisch erforderlich

        2. Mehrkammersystem wegen WD

        3. schlechte Schallschutz

        4. Stabilisatoren

        5. nicht nachhaltig

        6. UV problematisch, Versprödet

    • Holz/Alu

      • seit 70er

      • Deckschale Alu > Abstand zu Holz

      • hinterlüftet Eloxiert, gepullvert

      • Vorteile :

        1. witterungsbeständiger (weather-resistant)

        2. hochwertig

        3. widerstandfähig

      • Nachteile :

        1. teuer

  • Französisches Fenster mit Glasbrüstung - Arten von Sicherheitsgläsern der Fenster und Brüstung :

    • ESG (Einscheibensicherheitsglas) :

      • Hergestellt durch thermische oder chemische Vorspannung von Floatglas

      • besitzt höhere Festigkeit und zersplittert bei Bruch in kleine ungefährliche Splitter

      • ist durch die Vorspannung weniger plan (leichte Wellung)

      • wird zB bei Verglasungen in Personenhöhe in öffentlichen Räumen verwendet

    • VSG (Verbundsicherheitsglas) :

      • Verbundmaterial aus mindestens 2 Glasscheiben die mit einer durchsichtigen Folie verklebt

      • Glas hat zusammen mit Folie ein starkes bis sehr starkes Resttragverhalten nach Bruch

      • Findet Verwendung bei tragenden querliegenden Gläsern (Glasböden, Überkopf, …)