Open Online Kurs Wirkungsorientierung
Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit
Einführung
Wirkung
durch eine verursachende Kraft bewirkt Veränderung
Kausaler Mechanismus
Stabilisierung einer Situation
Wirkpotential
hat die Maßnahme das Potential eine Wirkung zu erwirken
Qualitat
eher Rückgriff auf quantitative Daten
aus institutioneller Sicht
Nutzen
eher Rückgriff auf qualitative Daten
aus Sicht der Nutzenden
Input
Ich gebe etwas rein (z. B. Arbeitszeit)
Output
Eine Maßnahme findet statt, DAS was passiert und der Effekt.
Outcome
Wirkungen auf Ebene der Klient:innen
Impacts
auf Ebene der Gesellschaft
Wirkungsunterscheidungen
positiv Vs. negativ
intendiert vs. nicht-intendiert
Maßnahmen-spezifische vs. externe Wirkungen
Wirkungsplausibilisierung
Abgrenzung zum "Kausalen Zusammenhang”
„Diskussion" über Wirkungszusammenhang
Bruttowirkung
wie war es vor vs. nach der Maßnahme
Nettowirkung
Abweichung zwischen der Veränderung mit/ohne Maßnahme
Wirksamkeit
in Abgrenzung zur Wirkung
Ausmaß der intendierten Wirkungen (also der Wirkungen die sich erhofft wurden)
Wirkungsorientierung
politische und gesellschaftliche Forderung nach der Hinwendung zu Wirkung Sozialer Dienste (Legitimationsdebatte)
fachliche Ebene
Weiterentwicklung eigenen Handelns
Aufbau Wissenskorpus
Professionalisierung
Ethische Ebene
Klient:in kann sich eine Maßnahme oft nicht aussuchen, daher sollte diese eine Wirkung für den*die Klient:in haben.
Legtimationsebene
Bringschuld gegenüber dem Kostenträger
Entscheidungsebene
Wirkungen unterstützen fachlichkeit
Ordnungspolitische Ebene
Wirkungen als Steuerungsgröße (als Ersatz zu Preis als Steuerungsgröße)
Angebote mit Wirkung werden unterstützt.
Kreislauf der Wirkungsorientierung
Verständigen innerhalb der Einrichtung
Entwickeln von Wirkmodellen
Analyse der Wirkung
Weiterentwickeln der Wirkung
erneute Analyse der Wirkung
Berichten (z. B. gg. Kostenträger)
Skalieren (bei Erfolg)
Phase 1 Unfreezing
↳ Verstandigen
Phase 2 Moving,
↳ Entwickeln
Phase 3 Freezing
↳ Kreislauf Analyse, Weiterentwicklung, Analyse
Change management
Dringlichkeit aufzeigen
Führungskoalition aufbauen
Vision & Strategie entwickeln
Vision Kommunizieren
Hindernisse wegräumen
kurzfristige Erfolge anstreben
Veränderung weiter antreiben
Veränderung in der Kultur Verankern
Wichtig: Jeder MA reagiert unterschiedlich auf Veränderungen!
Akzeptanzmatrix
zeigt auf wie die Mitarbeiter:innen der Veränderung gegenüber eingestellt sind
Gegner
Position der Akzeptanzmatrix, vermuten hohe sachliche und persönliche Risiken; oft -ca. 15 %
(sollten zum Schluss überzeugt werden.
Bremser
Position der Akzeptanzmatrix, vermuten hohe sachliche aber niedrige persönliche Risiken; oft ca. 40 %, sollten an zweiter Stelle stehen (mit Skeptikern)
Skeptiker
Position der Akzeptanzmatrix, vermuten niedrige sachliche Risiken aber hohe persönliche Risiken, oft ca. 40%, sollten an zweiter Stelle stehen (mit Bremsern)
Promoter
Position der Akzeptanzmatrix, vermuten niedrige sachliche und persönliche Risiken, oft ca. 5 %, sollten zuerst ins Boot geholt werden
Pilotprojekt
erstes erproben in speziellem abgegrenzten Arbeitsfeld z.B. punktuelle Beratungen
Begleitgruppe
begleiten Pilotprojekt, besteht vor allem aus Promotern der Veränderung
Vorgehen bei Implementierung
Verständigung auf Wirkungsbegriff/Vision
erste Erfolge
Wirkmodelle erstellen, um Erfolg für Skeptiker, Bremser und Gegner greifbar zu machen.
erfolgreich Implementierung
Kontrolle (z.B. durch regelmäßige
Datenerhebung & Interpretation
EVAS / WIMES
sind Wirkmodelle und somit eine theoretische Grundlage für die Wirkungsanalyse. Beschäftigen sich mit Fragen wie:
warum Wirkung
wann Wirkung
Persistenz
Moderatorvariablen
Anforderungs- & Situation-Transfer
empirische Testung von Wirkung
Moderatorvariablen
von welchen Randbedingungen hängt die Wirkung ab
Mediatorvariablen
welche Zwischenschritte benötigt eine Wirkung
Persistenz
wie lange und wie nachhaltig hält die Wirkung an
Wirkmodelle erstellen
Methoden Wirkmodelle (Vorfeld)
Analyse Konzepte & Literatur
Wissensstand im Arbeitsfeld
Experten interviews
MA
Klient:innen
Angehörige
Kooperationspartner
Workshops zur Erstellung des Wirkmodells
8-10 TN, heterogene Gruppe
Sichten
Erstellen
Überprüfen
Wirkungen benennen
auf welcher Ebene (Mikro, Meso Makro)
Welche Dauer (kurzfristig, mittelfristig, langfristig)
Thema (z.B. ökonomisch, politisch, sozial, ökologisch, kulturell, psychologisch, physiologisch, …)
Theory of change
Methode wirkungsorientierte Programm planung
Denken von der Wirkung her
identify long-term-goal
backwards mapping (small steps)
Identify the context (Kontextfaktoren: z. B. andere gesellschaftliche Zusammensetzungen in unterschiedlichen Stadtteilen)
Identify your interventions (Welche Aktivitäten mache ich)
develop measure indicators to measure outcome.
Write a narrative (nicht nur Grafiken)
Stufenweise Definition von Outputs - Outcomes - Impacts.
Beispiel:
Beispiel Wirkung: Befähigung zu gelingender Beziehungen
Beispiel Teilwirkungen: Selbstwirksamkeit stärken, Erziehungsrolle entwickeln & bestärken, Kommunikationsfähigkeit entwickeln, …
Beispiel Outputs: welche Kommunikations Fähigkeit beeinflussen (Entlastung, Verstehen des Ist-Zustand, Akzeptanz für “Problem”, Perspektive wechseln, Kommunikation ermöglichen, Klären der Rolle, …)
Beispiel Aktivitäten, die diese Outputs haben können (Gespräche, Beziehungsaufbau, Beratungen, Gruppenangebote, …)
Zielgruppenanalyse
Welche Zielgruppen spielen in meinem Angebot eine Rolle ?
Wie werden diese Zielgruppen berücksichtigt?
Braucht es verschiedene Wirkmodelle für verschiedene Zielgruppen?
Gibt es Interdependenzen? (Wirkung bei Zielgruppe A hat auch Wirkung auf B.)
Wirkungen betreffen Direkt Betroffene, indirekt betroffene und das Umfeld
Beispiel: Das Ziel “Gesund Ernährung" ist dann besonders erfolgreich, wenn ver. Zielgruppen einbezogen werden statt nur die eigenen Klient:innen (z. B. Jugendliche) zu adressieren ist es ratsam auch Eltern, Schulen (Mittagessen) mit einzubeziehen und separate Wirkmodelle zu entwickeln (Dabei sollten auch das Vorwissen und die Vorerfahrungen der einzelnen ZG berücksichtigt werden).
Kaskadenmodell
benennt ver. Zielgruppen und stufenweise Aktivitäten, Outputs, Outcomes (und Impacts).
Personamethode
Splittung der Akteure der Zielgruppe(n) in kleinere Gruppen (z. B. Alter, Probleme, Wünsche, Hobbys, Gewohnheiten, ...)
Kontexte erfassen
Angebote sind immer in der Lebenswelt der Klient:innen verankert, der Kontext ist daher elementar. Ein Beispielhaftes Verfahren zur Erfassung dieser Kontexte ist der Programmbaum von Univation:
Resultate (Krone) Outcomes, Impacts, nicht-intendierte Wirkungen |
Outputs |
Umsetzung (Stamm) Aktivitäten |
Plan (Stamm) Konzept |
Bedingungen (Wurzel) Kontext, Incomes (Ressourcen), Inputs, Struktur |
Kontextfaktoren immer genau in den Blick nehmen
Einfluss auf Klient:in?
Einfluss auf Maßnahme?
positiver oder negativer Einfluss ?
Kontext
alle gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen (Einfluss)-Faktoren
Input
Einbringung des Trägers
Struktur
genaue Beschreibung des Angebots
Incomes
Ressourcen, welche die Klient:innen mitbringen.
Persistenz
erworbene Fähigkeiten bleiben auch nach Maßnahme erhalten, im besten Fall im Sinne eines Wirksamkeitsgewinn oder einer stabile Wirksamkeit. Im schlechten Fall kommt es zu einem Wirksamkeitsverlust
Transfer
erworbene Fähigkeiten können auch außerhalb eingesetzt werden
Validitat
Grad der Genauigkeit, mit der ein Verfahren tatsächlich DAS misst oder Vorhersagt, was es messen oder vorhersagen soll. Entscheidet, ob Kausalität möglich oder nicht-möglich ist.
Studien
Metastudien
Studien die vorhandene Studien analysieren und vergleichen, Kausalitätsnachweis möglich
RCT
randomized control trials, Experimente (mit Maßnahmen und Kontrollgruppe) per Zufall, ethisch bedenklich. Kausalitätsnachweis möglich.
Quasi-Experimental Studien
Arbeit mit bestehenden Gruppen und Suche nach Vergleichsgruppen. Kausalitätsnachweis möglich.
Kohortenstudien
ohne Experimentaldesign, kein Kausalitätsnachweis möglich
Einzelfallstudien
genaue Betrachtung eines Einzelfalles, kein Kausalitätsnachweis möglich
Praxiswissen, Erfahrungen
Nutzung vorhandenen Wissens, kein Kausalitätsnachweis möglich
Realistic Evaluation
Kontext (K) + Mechanismus (M) = Outcome (O)
ändert sich K oder M ändert sich auch 0.
Von der Studie zum Nachweis
Operationalisierung
Differenzierung eines Gegenstandes in ver. Dimensionen bzw. Latente Merkmale
Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung der Dimensionen
Dimensionen
bezeichnen die Outcomes
Skalenniveaus
Wie etwas gemessen wird
Nominalskala
Gemessen wird Gleichheit, Verschiedenheit, z.B. Geschlecht. Beispiel: Der Klient hat den erklärten Zusammenhang verstanden (Ja/Nein).
Ordinalskala
größer bis kleiner bzw. zutreffender bis weniger zutreffend. z.B. Schulnotensystem
(häufig genutzte Skala in Soz. Arbeit) Beispiel: Der Klient kann seinen eigenen Standpunkt artikulieren (1 sehr gut - 6 sehr schlecht)
Intervallskala
Gleichheit von Differenzen z.B. Temperaturunterschied zwischen 10-20°C = 50-60°C
Verhältnisskala
Gleichheit von Verhältnissen, Unabhängig von Maßeinheit. X ist doppelt so schwer wie Y ist
Unabhängig davon, ob ich die Maßeinheit in Pfund oder kg angegeben habe.
Tendenz zur Mitte
Bei Ordinalskalen neigen Menschen dazu, bei ungeraden Antwortmöglichkeiten die mittlere auszuwählen (z.B. 1-3 wäre Mitte 2), daher eignen sich gerade Skalen wie z.B. Schulnotensystem 1-6.
Index
Die einzelnen Indikatoren werden mit einer Skala abgefragt. Das Ergebnis wird als Mittelwert oder Summe zusammengefasst.
Monitoring
Messungen in verschiedenen Abständen. z.B. Vor & Nach Maßnahme; Vor, Während & Nach Maßnahme; Vor, Während, Nach, Später (zur langfristigen Wirkungsmessung)
Ankerbeispiele
Beispiele die Verhalten von Klient:innen dokumentieren welches auf Erwerb von Indikatoren
Hinweisen z.B. XY ist im Beratungsangebot gesprächsbereit.
Selbst vs. Fremdeinschätzung
Fremdeinschätzung ist oft etwas genauer als die Selbsteinschätzung
Selbsteinschätzung hat den Vorteil, dass der Klient sich mit den eigenen Zielen auseinandersetzt.
Wirkungspauschalisierung
nachdenken darüber welchen Einfluss die Maßnahme auf den eingetretenen Effekt / die Wirkung hat
Kausaler Wirkungsnachweis
braucht Vergleichsgruppe
Zwei-Gruppen Design's (eine mit und eine ohne Maßnahme)
benötigt mind. zwei Messpunkte (Vor/Nach Maßnahme)
die Differenz zwischen der Wirkung der Vergleichsgruppe und der Wirkung der Maßnahmengruppe ist die Wirkung (Nettowirkung)
Zwei-Gruppen-Design’s sind
Schwer zu realisieren (Vergleichsgruppe finden ist schwer)
ist unethisch (eine Gruppe helfe ich, der anderen nicht)
Interne Validitāt
gemessene Veränderungen sind auf die Maßnahme zurückzuführen.
externe Validität
wie generalisierbar ist meine Analyse auf andere Sachverhalte anwendbar
Propensity Score Matching
statt randomisierten Vergleichsgruppen (unethisch)
quasi-experimentelles Verfahren
Vorgehen
Vergleichsgruppe bilden (sollte vielfach größer als Maßnahmengruppe sein) & Score als Vergleich zur Maßnahmengruppe bilden z.B. nach Kategorien wie Alter, Geschlecht, Schulabschluss, Unterstützung durch Familie, …
Jede Person aus der Maßnahmengruppe wird mit möglichst ähnlicher Person aus der Vergleichsgruppe gematcht.
Wir erhalten zwei gleichgroße Gruppen
Es werden folgende Gruppen die gleiche Frage gestellt (z. B. Ab wann würden sie ihr Kind einschulen lassen?)
Maßnahmengruppe
gesamte Vergleichsgruppe (Match/ohne Match)
nur Match-Vergleichsgruppe
Die Frage ist eine Störvariable, ähneln sich die Antworten von a + c aber die von a + b nicht, ist diese Variable eliminiert.. Die Maßnahme hatte also keinen Einfluss / keine Wirkung bei der Frage nach Einschulung-
Wartekontrollgruppe
- statt randomisierten Vergleichsgruppen; geeignet in homogenen Settings z. B. in Schulen.
Klasse 5a) erhält Maßnahme, nach ca. 6 Monaten erhält auch Klasse 5b) diese Maßnahme. Die ersten 6 Monate ist somit eine Vergleichsgruppe vorhanden.
Wirkungen sichtbar machen (nicht nur ob sondern wie)
White-Box-Mechanismus
Frage nach dem Wie eine Wirkung entstanden ist
Sozialer Mechanismus
Ebene des Klienten
Interventionen lösen Einstellungsänderungen aus
nur kleiner Teil des Wirkmodells
Methoden: Realistic Evaluation, Mediationsanalyse
:
Prozess Mechanismus
Ursache & Wirkungsbeziehung
Weiter Teil des Wirkmodells
Methoden: Process tracing, Kontributionsanalyse
Beispiel Vorgehen:
Zielgruppe quantitativ in Blick nehmen
wo hat es gut geklappt (z. B. mehr Wirkung bei jüngeren), wo besonders schlecht?
hat die Zielgruppe teilgenommen, die wir als Target hatten (bei offenen Angeboten)?
Kontextfaktoren & demographische Abweichungen beachten
Moderationsanalysen
Moderation entsteht, wenn die Beziehung von x (vorher) & y (nachher) von einer dritten Variablen beeinflusst wird: dem Kontextfaktor (n). Beispiel "Maßnahme Lernhilfe" bereitet den
Schüler auf eine Prüfung vor. Er schläft die Nacht vor der Prüfung schlecht und fällt schlechter aus als erwartet.
Mediationsanalysen
Mediationen sind Variablen zwischen Maßnahme und Wirkung, Mechanismen stehen hier im Fokus z.B. Maßnahme x stärkt das Selbstwertgefühl, dieses gesteigerte Selbstbewusstsein wiederum führt zur besseren Note in mündlicher Prüfung
Strukturgleichungsmodelle
Quantitative Überprüfung von theoretisch aufgestellten Beziehungen
Qualitative Methoden:
Einzelinterviews: bei starken Unterschieden zwischen den Teilnehmenden
Fokusgruppe Befragung von homogenen Gruppen (Vorteil ist, dass hier Diskussionen zwischen den Teilnehmenden entstehen können.
Process Tracing: Einzelfälle werden stetig überprüft, um Validität zu prüfen. Im Fokus steht die Bestätigung vorhandener Mechanismen sowie die Entdeckung neuer Mechanismen
Bewertung von Evidenz
Unverwechselbarkeit
Fokus auf unwahrscheinliche Evidenz
Bestätigung Kausaler Zusammenhänge
Gewissheit
Fokus auf wahrscheinliche Evidenz
Ausschluss Kausaler Mechanismen
Social Return on Investment (SROI)
= monetarisierte Wirkung geteilt durch Finanzielle Inputs
monetarisierte Wirkung
nicht entstandene Folgekosten z.B. im Arbeitsmarkt vermittelte Jugendliche brauchen keine Grundsicherung mehr. SROI liegt meist in sehr weiter Zukunft.
Reporting von Wirkung
Social Reporting Standart (SRS)
besteht meistens aus drei Teilen:
Teil A Darstellung der Vision und des Angebot für Zielgruppe (Vision, Ansatz, Gegenstand des Berichtes)
Teil B Detaillierte Darstellung des Angebot (gesellschaftliches Problem und Lösungsansatz, Ressourcen, Leistungen und Wirkungen, Planung & Ausblick, Organisationsstruktur und Team)
Teil C Darstellung der Organisation (allgemein Leistungsstruktur, Eigentumsstruktur, Mitgliedschaften, Umwelt & Sozialprofil, Finanzen und Rechnungslegung)
bei mehreren Angeboten wird Teil B mehrmals geschrieben
bei mehreren Organisations wird Teil A mehrmals geschrieben
internes Reporting
Rückmeldung zur Arbeit
Entscheidungsgrundlage
Weiterentwicklung
Wichtig: Erhebung von Daten ist nur der erste Schritt viel wichtiger
ist regelmäßige fachliche Interpretation:
Welche Ergebnisse waren überraschend?
Wirkungen überall gleich oder abweichende Teilgruppen?
Konsequenzen für unsere Arbeit?
Bedarf nach weiterer Forschung?
Weitere Datenerhebung notwendig?
externes Reporting
Zielgruppengerechte Aufbereitung
Den Kontext klären? Wem präsentiere ich? Sind diese Zuschauenden mir positiv oder negativ gesinnt?
Was ist mein Ziel (z. B. Zuschüsse)
Methode: Drei-Minuten-Geschichte (kurze Spannende Zusammenfassung)
Methode: Die große Idee (sehr kurze Zusammenfassung - in Form von einer kurzen Phrase)
Methode: Storyboards (statt direkt Powerpoint zu erstellen, z.B. Post-Its auf Pinnwand ordnen)
Storytelling mit Daten
Kurze Texte statt Diagramme, z. B. 60% würden unser Dienstleistung Weiterempfehlen
Tabelle: heatmap nutzen (wichtige Zahlen farbig markieren, aber nicht zu bunt)
Balkendiagramme besser links nach rechts statt von unten nach oben
Tortendiagramme sind eher ungeeignet da das menschliche Auge diese nicht direkt erfassen kann (Menschen Lesen von links nach rechts!!)
Prattentive Merkmale
wichtiges hervorheben (Heatmap)
legende einfügen
Buchtipp: Storytelling mit Daten von Cole-Nussbaumer Knaflic
Skalierung sozialer Wirkung
Skalierung
effektive & effiziente Steigerung der Wirkung eines operativen Modells (Maßnahme)
Kapazitätserweiterung
Kontrolle bleibt bei Einrichtung, geringe Transferkosten
z.B. durch Bereitstellung von mehr Plätzen oder durch Prozessoptimierung
begrenzte Skalierung
strategische Ausdehnung
Kontrolle bleibt bei Einrichtung, hohe Kosten
am besten mit Fokus auf Produktentwicklung (neues Produkt für vorhandenen Markt entwickeln) oder Marktentwicklung (neuen Markt für vorhandenes Produkt erschließen).
benötigt oft Aufbau neuer Strukturen, insbesondere bei geographischer Ausdehnung sehr kostenintensiv (die bessere Wahl ist hier oft eine vertraglich fundierte Partnerschaft)
Marktdurchdringung
Maßnahme der strategischen Ausdehnung
Fokus auf vorhandenen Markt, Nutzung eines vorhandenen Produkts
Produktentwicklung
Maßnahme der strategischen Ausdehnung
Fokus auf vorhandenen Markt, Entwicklung eines neuen Produktes
Marktentwicklung
Maßnahme der strategischen Ausdehnung
Fokus auf neuen Marktes, Nutzung eines vorhandenen Produktes
Diversifikation
Maßnahme der strategischen Ausdehnung
Fokus auf neuen Markt, Nutzung eines neuen Produktes
vertraglich fundierte Partnerschaft
Kontrolle bleibt nicht komplett bei Einrichtung, hohe Kosten
Lizenz /Franchise
Netzwerkarbeit
benötigt Koordinationsstelle
Ressourcen vor Ort sind schneller verfügbar (durch Partner vor Ort)
Wissensdiffusion
Kontrolle bleibt nicht komplett bei Einrichtung, hohe Kosten
Weitergabe von Wissen (auch Kostenpflichtig, somit zusätzliche Einnahme)
keine Kontrolle wie Wissen verwendet wird.
Kontextfaktoren & Skalierung
Wenn diese bei der Wirkung eine entscheidende Rolle spielen, muss dies bei der Skalierung bedacht werden, z.B. durch regelmäßiges Monitoring und Vergleich um Überblick zu er-/behalten.
Herausforderungen Wirkungsorientierung
Beauftragung Wirkungsanalysen oft erst nach Beginn einer Maßnahme (Fehlender Messzeitpunkt)
Bildung von Vergleichsgruppen nicht immer möglich (nur Wirkungsplausibilisierung möglich, kein Kausalitätszusammenhang herstellbar)
Entwicklung einheitlicher Items & Ankermodellen
Wie lässt sich Wirkungsorientierung in stationären Angebote realisieren (also Angeboten, in denen verschiedene Maßnahmen gleichzeitig und ineinander verzahnt bestehen).
Einheitliche Durchführung von Meta-Analysen und Aufbau zentraler Datenbanken
Ansätze in denen Wirkungsorientierung eine Rolle spielt
Social Entrepreneurship
Lösung gesellsch. Herausforderungen durch kontinuierliche Nutzung unternehmerischer Mittel mit Fokus auf neue & innovative Lösungen (z.B. durch die Nutzung von GmbHs, als Rechtsform)
Können diese mit freier Wohlfahrt zusammenarbeiten?
Wirkungsorientierung hier besonders Wichtig!
Social Impact Labs
Räumlichkeiten, um Menschen bei der Entwicklung sozialer Innovationen zu unterstützen.
Social Impact Bonds
Erweiterung des sozialrechtlichen Dreiecks (Nutzer hat einen Anspruch auf eine Sozialleistung, welche vom Sozialleistungsträger finanziert wird und vom Dienstleister erbracht wird) um einen privaten Finanzier (Viereck):
SIB-Partner finanzieren eine Sozialleistung, hat diese eine gewisse Wirkung (mit Nachweis) wird die Leistung vom Sozialleistungsträger mit Zinsen refinanziert (Geldgewinn für SIB-Partner). Erbringer der Leistung ist der Dienstleister, welcher die Leistung für den Nutzer erbringt und einen Anspruch gegenüber dem Sozialleistungsträger hat. Es handelt sich also um ein Risikobehaftetes Investment welches im besten Fall sowohl finanziellen als auch sozialen Mehrwert hat (gut für die öffentliche Darstellung des SIB-Trägers). Fraglich dabei ist, wer die Kriterien der eingetretenen Wirkung aufstellt.
Metaanalysen
zur Überprüfung ab ähnliche Maßnahmen auch ähnliche
Wirkungen haben.
Aufbau fachlicher Wissenskorpus
trägt zur Professionalisierung soziale Arbeit bei