Geschichte KA

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

1. Machtübernahme

  • Datum: 30. Januar 1933

  • Ereignis: Adolf Hitler wird Reichskanzler

2. Innenpolitische Entwicklungen

  • Errichtung und Festigung der NS-Diktatur

    • Grundrechte werden außer Kraft gesetzt.

    • Das „Ermächtigungsgesetz“ entmachtet das Parlament.

    • Andersdenkende/Gegner werden ausgeschaltet.

    • Begriff der „Gleichschaltung“ wird etabliert.

    • Einsatz von Gewalt, Einrichtung von Lagern und Gestapo.

3. Ideologie und Herrschaft

  • NS-Weltanschauung:

    • Antisemitismus, „Rassenlehre“, Führerprinzip.

    • Propaganda wird eingesetzt, um die Bevölkerung zu beeinflussen.

    • Erziehung für das Regime wird propagiert.

    • Konzept der „Volksgemeinschaft“ wird gefördert.

    • Ausgrenzung missliebiger Personen erfolgt (z. B. durch die „Nürnberger Gesetze“, Pogromnacht).

    • Gesellschaftswandel zwischen Anpassung und Zustimmung; kaum Widerstand gegen das Regime.

4. Außenpolitische Entwicklungen

  • Kampf gegen den Versailler Vertrag:

    • Austritt aus dem Völkerbund.

    • Einführung der Wehrpflicht.

    • Besetzung der Rheinlandzone.

  • Gebietserweiterung/Annexionen bis 1939:

    • „Anschluss“ Österreichs.

    • Münchener Abkommen

    • Einmarsch in die Tschechoslowakei.

  • Wirtschaftliche Vorbereitung auf den Krieg:

    • Aufrüstung.

    • Einführung des „Vierjahresplans“.

5. Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

  • Datum: 1. September 1939

  • Ereignis: Überfall auf Polen / Beginn des Zweiten Weltkriegs.

6. Kriegsführung

  • Taktiken:

    • Schnelle Siege im Westen und Norden.

    • Vernichtungskrieg im Osten.

    • Konzept des „totalen Krieges“.

7. Völkermord an Juden und Sinti und Roma

  • Holocaust/Shoah:

    • Etablierung von Vernichtungslagern.

    • Treffpunkt der Wannseekonferenz.

8. Endgültige Kapitulation

  • Datum: 8. Mai 1945

  • Ereignis: Bedingungslose Kapitulation Deutschlands / Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

9. Jugendverfolgung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten

  • Öffentliche Hetze und gesellschaftliche Benachteiligung (1933-1940):

    • Die Rassenlehre diente zur Ausgrenzung von Menschen, die nicht in die Volksgemeinschaft passten.

    • Diese Menschen wurden schikaniert und ermordet.

  • NSDAP-Aktionen:

    • Am 1. April 1933 trafen sich Nationalsozialisten, um jüdische Geschäfte und Dienstleister zu boykottieren.

    • Eingänge zu jüdischen Einrichtungen wurden versperrt, z. B. von Ärzten und Rechtsanwaltskanzleien.

  • Antisemitismus:

    • Jüdischsein wurde nicht als Religionszugehörigkeit betrachtet.

    • Juden wurden für alle negativen Auswirkungen in der Gesellschaft verantwortlich gemacht.

    • Juden wurden aus öffentlichen Ämtern gedrängt;

    • Gesetz zur Kennzeichnung: Mit dem Judenstern gekennzeichnet.

10. Vernichtung der Juden (1941-1945)

  • Endlösung der Judenfrage: Besprechung auf der Wannseekonferenz 1942.

    • Deportation in den Osten:

    • Endlösung von Ghettos.

    • Massenvernichtung durch Arbeit, Gas, Misshandlung und Folter.

    • Planung der zukünftigen Arbeitseinsätze der Juden im Osten.

11. Der Weg in den Krieg

  • „Mein Kampf“: Ziel der NS-Außenpolitik laut Hitler: „Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht mehr sein.“

  • Politische Rhetorik: Zu Beginn sprach Hitler viel vom Frieden, jedoch zielte er tatsächlich auf den Krieg ab.

  • Appeasement-Politik:

    • Britische Regierung praktizierte bis 1938 Zugeständnisse gegenüber Hitlers Aufrüstungsplänen und Gebietsansprüchen, um Gewalt zu vermeiden.

  • Wiederherstellung alter Größe:

    • Rücknahme der Bestimmungen des Versailler Vertrages war populär in Deutschland, da die Bedingungen als Demütigung empfunden wurden.

  • Austritt aus dem Völkerbund:

    • Deutschland trat 1933 aus, da die Institution dem nationalsozialistischen Anliegen widersprach.

  • Wehrpflicht: Wieder eingeführt 1935.

  • Besetzung des Rheinlandes: 1936; schwache ausländische Proteste.

  • Vierjahresplan: Ab 1936 zur Kriegsbereitschaft in vier Jahren.

12. Großdeutsches Reich

  • Einmarsch in Österreich: 1938 mit Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

  • Tschechoslowakei: Hitler forderte das Selbstbestimmungsrecht für die Sudetendeutschen; auf der Münchener Konferenz 1938 wurde das Sudetenland an Deutschland abgetreten gegen das Versprechen Hitlers, keine weiteren Forderungen zu stellen.

13. Am Vorabend des Krieges

  • Scheitern der Appeasement-Politik:

    • Deutsche Truppen marschieren 1939 in die Tschechoslowakei ein.

    • Garantiezusage an Polen von Großbritannien und Frankreich.

  • Nichtangriffspakt: Zwischen faschistischem Deutschland und der kommunistischen Sowjetunion, welches auch geheime Planungen zur Teilung Polens beinhaltete.

  • Beginn des Zweiten Weltkriegs: Am 1. September 1939 – Deutsche Soldaten greifen Polen an, Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg. Der Zweite Weltkrieg hat begonnen.